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Benzalanilin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel des Benzalanilins
Allgemeines
Name Benzalanilin
Andere Namen
  • N,1-Diphenylmethanimin (IUPAC)
  • Benzalanilin
  • Benzylidenanilin
  • N-(Phenylmethyliden)anilin
Summenformel C13H11N
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 208-694-9
ECHA-InfoCard 100.007.906
PubChem 10858
ChemSpider 10294712
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 181,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

1,038 g·cm−3 (55 °C)<ref name="CRC90_3_430">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-430.</ref>

Schmelzpunkt

54 °C<ref name="D'Ans-Lax"></ref>

Siedepunkt

310 °C<ref>Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser, leicht löslich in Ethanol und Diethylether<ref name="D'Ans-Lax"/>

Brechungsindex

1,600 (100 °C)<ref name="CRC90_3_430" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​264​‐​271​‐​280​‐​302+352​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Benzalanilin oder richtiger Benzylidenanilin ist eine organische chemische Verbindung und zählt zu den Azomethinen.

Aufgrund der polaren N=CH-Doppelbindung ist dieses Molekül ein guter Angriffspunkt für nukleophile Reaktionspartner.

Eigenschaften

Benzylidenanilin ist in reiner Form (Reaktion von frisch destilliertem Anilin mit Benzaldehyd) ein gelbes Pulver mit marzipanartigem Geruch. Wird bei der Darstellung braunes Anilin verwendet, so verändert sich die Farbe des Benzalanilins eher ins gelbgrüne bzw. gelbgraue. Die Substanz ist wasserunlöslich, löst sich aber sehr gut in organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Diethylether, Dichlormethan (DCM) und Chloroform.

Gewinnung und Darstellung

Benzalanilin entsteht durch eine Kondensationsreaktion von Anilin mit Benzaldehyd (Carbonylkomponente) unter Wasserabspaltung.<ref>A. Meller, W. Maringgele, K. Hennemuth: Umsetzung von Metall- und Metalloidverbindungen mit mehrfunktionellen Molekülen. XXIII. Synthese asymmetrischer Mono-, Bis- und Trisaminoborane, in: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 1979, 449, S. 77–82; doi:10.1002/zaac.19794490107.</ref> Dabei reagiert ein Äquivalent Benzaldehyd mit einem Äquivalent Anilin zu Benzylidenanilin:

<math>\mathrm{C_6H_5NH_2 + C_6H_5CHO \longrightarrow C_6H_5N{=}CHC_6H_5 + H_2O}</math>

Verwendung

Wie Dibenzalaceton findet auch Benzalanilin Verwendung in der Organometallchemie, etwa als Ligand<ref>Patentanmeldung EP0569331A2: Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten. Angemeldet am 27. April 1993, veröffentlicht am 10. November 1993, Anmelder: Ciba Geigy AG, Erfinder: Heinz Wolleb et al.</ref> in Komplexen des Palladiums, Titans oder Molybdäns.<ref name="Okuda">J. Okuda, G.E. Herberich, E. Raabe, I. Bernal: Die Kristall- und Molekülstruktur von (η2-Benzylidenanilin)bis(η5-cyclopentadienyl)molybdän, einem Molybdänocen-Komplex mit side-on-gebundenem Imin, in: J. Organomet. Chem., 1988, 353, S. 65–71; doi:10.1016/0022-328X(88)80300-0.</ref>

Einzelnachweise

<references />