Zum Inhalt springen

Jota-Silbereule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. August 2023 um 14:42 Uhr durch imported>Aka (Tippfehler entfernt, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Jota-Silbereule
Datei:Autographa jota.jpg

Jota-Silbereule (Autographa jota)

Systematik
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Überfamilie: Noctuoidea
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Unterfamilie: Plusiinae
Gattung: Autographa
Art: Jota-Silbereule
Wissenschaftlicher Name
Autographa jota
(Linnaeus, 1758)

Die Jota-Silbereule (Autographa jota), auch als Jota-Goldeule<ref name="Koch">Manfred Koch, Wolfgang Heinicke: Wir bestimmen Schmetterlinge. 3. Auflage. Neumann, Radebeul 1991, ISBN 3-7402-0092-8.</ref> bezeichnet, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Merkmale

Die Jota-Silbereule ist ein mittelgroßer Falter mit einer Flügelspannweite von 36 bis 44 Millimetern aus der Unterfamilie der Goldeulen (Plusiinae). Die Falter haben rötlich braune Vorderflügel mit silberfarbenen Zeichen in Form eines V mit einem daneben liegenden Punkt, die oftmals miteinander verbunden sind und dann dem kleinen griechischen Buchstaben Gamma ähneln. Dem griechischen Buchstaben Jota, wie der Name der Art eventuell vermuten lässt, ähnelt die Zeichnung aber fast nie. Das Mittelfeld ist verdunkelt. Im Gegensatz zur sehr ähnlichen und geringfügig kleineren Ziest-Silbereule (Autographa pulchrina) ist die Zeichnung kontrastärmer, weniger bunt und meist etwas heller. Die Fransen auf der Unterseite sind einfarbig. Die Hinterflügel sind braungrau mit einer dunklen Mittelbinde und dunklem Saum. Die Art variiert stark in Färbung und Zeichnung, und folgende Formen wurden beschrieben:<ref name="Koch" />

  • f. percontationis Tr., mit zusammengeflossenen Metallzeichen
  • f. inscripta Esp., ohne Metallzeichen

Die Raupen sind hellgrün gefärbt und haben eine dunkle, weiß eingefasste Rückenlinie sowie leicht gewellte, weiße Nebenrückenlinien und ebenfalls weiße Seitenstreifen und Punktwarzen. Die Stigmen sind gelblich, der Kopf grün. Die Puppe ist schwarz, an der Unterseite gelblich.<ref name="Forster">Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 4: Eulen. (Noctuidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1971, ISBN 3-440-03752-5.</ref>

Ähnliche Arten

Geographische Verbreitung und Lebensraum

Die Jota-Silbereule ist in Europa weit verbreitet und kommt auch in Teilen Vorderasiens vor. In den Alpen findet man sie noch in Höhen von 1.900 Metern.<ref name="Forster" /> Das Vorkommen umfasst sonnige Hänge, Heidegebiete, Waldränder, Ufergebiete, Auen, Wiesentäler, Gärten und Parklandschaften.<ref name="Koch" />

Lebensweise

Die Jota-Silbereule ist nachtaktiv und fliegt auch künstliche Lichtquellen an. Die Weibchen legen die Eier an der Futterpflanze ab, aus denen im Herbst die Raupen schlüpfen und sich dann von den Blättern einer Vielzahl von Pflanzen ernähren, wie beispielsweise:<ref name="Koch" />

Sie überwintern und verpuppen sich überwiegend im Mai des folgenden Jahres in einem dünnen, weißen Gespinst. Die Falter fliegen von Juni bis August.

Gefährdung

Die Art kommt in Deutschland in sehr unterschiedlicher Häufigkeit vor und wird in einigen Bundesländern in Kategorie 1 (Vom Aussterben bedroht) eingestuft.

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Manfred Koch, Wolfgang Heinicke: Wir bestimmen Schmetterlinge. 3. Auflage. Neumann, Radebeul 1991, ISBN 3-7402-0092-8.
  • Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 4: Eulen. (Noctuidae). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1971, ISBN 3-440-03752-5.

Weblinks

Commons: Jota-Silbereule (Autographa jota) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien