Zum Inhalt springen

Rudolf Wachter (Bildhauer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Mai 2024 um 18:01 Uhr durch imported>Pinguin55 (Arbeiten im öffentlichen Raum: Torre Pendente aktualisiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Weingarten Stadtgarten Wachter 2.jpg
Woodhenge (2000). Stadtpark Weingarten
Datei:Neuenkirchen (LH) Brochdorf - KL - Raumknoten 02 ies.jpg
Raumknoten (1978/2003), Neuenkirchen (Lüneburger Heide)
Datei:Rudolf Wachter Chalamy kopto 1969 Arabellastr. Muenchen-1.jpg
Chalamy kopto (1969)
Datei:Winthirbrunnen (3).jpg
Winthirbrunnen

Rudolf Wachter (* 1. April 1923 in Bernried, heute Ortsteil von Neukirch, Bodenseekreis; † 16. Juni 2011 in der Auensiedlung, München) war ein deutscher Holzbildhauer.

Werdegang

Nach einer Lehre in der elterlichen Schreinerei und der Meisterprüfung musste Wachter als Soldat im Zweiten Weltkrieg nach Russland, wo er schwer verwundet wurde und ein Bein verlor. 1946 machte er eine Lehre als Holzschnitzer in Oberammergau. Von 1949 bis 1956 studierte er in München Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste als Meisterschüler von Josef Henselmann. Dort studierte auch seine Frau Ulla.

Von 1965 bis 1967 lebte Wachter mit seiner Frau und den gemeinsamen fünf Kindern in Griechenland, wo er 1967 im Goethe-Institut in Athen seine erste Einzelausstellung hatte. Ein Stipendium führte ihn 1971 in die Künstlerkolonie MacDowell Colony in Peterborough, New Hampshire. Ab den 1970er Jahren bis ins hohe Alter schuf Wachter fast ausschließlich großformatige, abstrakte Holzskulpturen mit der Motorsäge. Als ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes nahm Rudolf Wachter zwischen 1970 und 1997 an insgesamt 23 großen DKB-Jahresausstellungen teil.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />kuenstlerbund.de: Ausstellungen seit 1951 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de (abgerufen am 8. Juni 2016)</ref>

Seit 2003 war er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Erst spät fand Wachters Kunst auch in seiner oberschwäbischen Heimat Beachtung: 1993 mit einer Ausstellung in Ravensburg, im Jahr 2000 mit der Aufstellung einer monumentalen Baumstammskulptur im Stadtgarten von Weingarten und insbesondere 2005 mit der Eröffnung des Museums Rudolf Wachter im Neuen Schloss in Kißlegg.

Wachter lebte und arbeitete in München, wo ihm seine Frau „beim eigenhändigen Bau eines pyramidenförmigen Hauses aus Stahl und Beton, das ein Leben lang Wachters Trutzburg blieb“,<ref>Birgit Kölgen: Eine starke Kunst braucht keine Politur – Der vom Bodensee stammende Holzbildhauer Rudolf Wachter starb mit 88 Jahren. Schwäbische Zeitung, 21. Juni 2011.</ref> behilflich war.

Einzelausstellungen (Auswahl)

Zu den mit (K) gekennzeichneten Ausstellungen erschien ein Katalog.

Arbeiten im öffentlichen Raum

Datei:Holzskulptur im Westpark Muenchen-1.jpg
Zwei Diagonalschnitte, München

Ehrungen und Preise

Literatur

  • Stefanje Weinmayr (Hrsg.): Rudolf Wachter. Werkverzeichnis der Holzskulptur. Hirmer Verlag, 2021 (Hardcover, 23 × 28 cm, 320 Seiten, ISBN 978-3-7774-3796-5)
  • Birgit Jooss: Rudolf Wachter – Gebrochener Raum. In: Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums. Hrsg. von G. Ulrich Großmann, Nürnberg 2010, S. 300–301.
  • Rudolf Wachter – Aus dem Stamm. 12. September bis 9. November 2003, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Hirmer, München 2003, ISBN 3-7774-9980-3.
  • Wachter, Rudolf. In: Oberste Baubehörde München (Hrsg.): Bildwerk Bauwerk Kunstwerk – 30 Jahre Kunst und Staatliches Bauen in Bayern. Bruckmann, München 1990, ISBN 3-7654-2308-4, S. 120–121, 190–191, 294–295.

Weblinks

Commons: Rudolf Wachter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein