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Conditio Jacobaea

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Datei:So Gott will und wir leben.JPG
Verwendung der Conditio Jacobaea auf einem Spruchband am Ende des Abschlussgottesdienstes des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2007

Die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (lateinisch) ist der ‚jakobäische Vorbehalt‘ in der lateinischen Redewendung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (auch Jacobea oder Jacobi; ‚unter dem Vorbehalt des Jakobus‘), die als christliche Devotionsformel in Demut und Hoffnung daran erinnert, dass die Zukunft und insbesondere geplante Ereignisse dem Willen Gottes unterliegen.<ref>Jakob Stehle: Conditio Jacobaea. Abgerufen am 4. Februar 2015.</ref> Sie geht auf den Jakobusbrief zurück, in dessen letztem Abschnitt des vierten Kapitels der Apostel vor zu großer Selbstsicherheit warnt und darauf hinweist, dass alles geplante Handeln von der Bedingung „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“<ref>Jak 4,15. In: Online Bibeln – Novum Testamentum Graece NA28. Deutsche Bibelgesellschaft, abgerufen am 11. April 2019.</ref> („Wenn der Herr will, werden wir noch leben und dies oder jenes tun.“ Vorlage:Bibel/Link) abhänge.

Ähnliche Textstellen finden sich in der Apostelgeschichte des Lukas (18,18–22 EU), im Römerbrief (1,9–10 EU), im ersten Korintherbrief (4,19 EU, 16,7 EU), im Philipperbrief (2,19 EU. 24 EU) und im Hebräerbrief (6,3 EU). Es handelt sich nicht um eine Schöpfung der Apostel, sondern Wendungen wie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) waren in der griechischen, römischen und jüdischen Antike gebräuchlich.<ref>Hans Mayr: Tu dich auf. Schlüssel zu den biblischen Lesungen im Kirchenjahr. In Ergänzung zum Evangelischen Tagzeitenbuch. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-60287-1, S. 49.</ref> und finden sich beispielsweise auch bei Platon (Alkibiades I 135d) als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („wenn Gott will“)<ref>Patrick J. Hartin: James. In: Sacra Pagina. Band 14. Liturgical Press, 2009, ISBN 0-8146-5975-6 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> oder in der Stoa als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ („den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich“) bei Seneca (Epistulae morales 107,11).<ref name="spaemann">Robert Spaemann: Über die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott. In: zur debatte. Nr. 6, 2006 (online [PDF; abgerufen am 4. Februar 2015]).</ref>

Als Abkürzung s. c. J. oder s. c. I. für sub conditione Jacobaea ist die Wendung zum Abschluss eines Briefes gebräuchlich. Dem entsprechen im Deutschen die Kürzel s.G.w. oder sGw für „so Gott will“, ebenfalls unter Bezug auf Vorlage:Bibel/Link.

Eine bekannte Variante der Conditio Jacobaea ist die Wendung „Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt“ in dem Wiegenlied Guten Abend, gut’ Nacht.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />