Zum Inhalt springen

Beneufe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Januar 2026 um 03:43 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Beneufe
Datei:Nossa Senhora de Fátima Baocnana, Beneufe 4.jpg
Die Kirche Nossa Senhora de Fátima Baocnana, Suco Beneufe
Daten
Fläche 119,87 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. September 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistics.gov.tl, abgerufen am 23. November 2016.</ref>
Einwohnerzahl 3.164 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2023.</ref>
Chefe de Suco Marcus Meni
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Citrana 993
Lamasi 736
Manan 1072
Citrana (Osttimor)
Citrana (Osttimor)
Koordinaten: 9° 20′ S, 124° 5′ O
 {{#coordinates:−9,3275|124,09083333333|primary
dim= globe= name= region=TL-OE type=city
  }}

Beneufe (Bebe Ufe, Bene-Ufe) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Nitibe (Sonderverwaltungsregion Oe-Cusse Ambeno).

Geographie

Beneufe
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Baocnana 9° 18′ 32″ S, 124° 7′ 45″ O
 {{#coordinates:−9,3088888888889|124,12916666667|
dim=300 globe= name=Baocnana region=TL-OE type=city
  }}
113 m
Citrana 9° 19′ 39″ S, 124° 5′ 27″ O
 {{#coordinates:−9,3275|124,09083333333|
dim=300 globe= name=Citrana region=TL-OE type=city
  }}
71 m
Lamasi 9° 24′ 35″ S, 124° 9′ 32″ O
 {{#coordinates:−9,4097222222222|124,15888888889|
dim=300 globe= name=Lamasi region=TL-OE type=city
  }}
215 m
Manan 9° 20′ 45″ S, 124° 5′ 8″ O
 {{#coordinates:−9,3458333333333|124,08555555556|
dim=300 globe= name=Manan region=TL-OE type=city
  }}
m
Naktuka 9° 20′ 54″ S, 124° 3′ 22″ O
 {{#coordinates:−9,348472|124,056167|
dim=300 globe= name=Naktuka region=TL-OE type=city
  }}
m
Oehoso 9° 20′ 41″ S, 124° 5′ 2″ O
 {{#coordinates:−9,3447222222222|124,08388888889|
dim=300 globe= name=Oehoso region=TL-OE type=city
  }}
m

Der Suco bildet den äußersten Westen der Exklave und damit den westlichsten Punkt des gesamten Landes. Beneufe hat eine Fläche von 119,87 km².<ref name="Cen2015" /> Im Zentrum des Sucos liegt der Manoleu, dessen Gipfel eine Höhe von 1171 m erreicht.<ref name="herpetoOec">Caitlin Sanchez, Venancio Lopes Carvalho, Andrew Kathriner, Mark O’Shea und Hinrich Kaiser: First report on the herpetofauna of the Oecusse District, an exclave of Timor-Leste. In: Herpetology Notes. Vol 5, 2012, S. 137–149.</ref> Nach Norden liegt die Sawusee, im Nordosten der Suco Usitaco, ansonsten grenzt Beneufe an Indonesien. Nahezu vollständig wird diese Staatsgrenze vom Fluss Noel Besi (Besi) gebildet, der als Kusi im Verwaltungsamt Passabe entspringt. Indonesien beansprucht das 1069 Hektar große Citrana-Dreiecks mit dem Ort Naktuka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) westlich des Noel Besi. Unter indonesischer Kontrolle steht die Insel Fatu Sinai, fünf Kilometer vor der Küste. Auf sie erhebt Osttimor Ansprüche.<ref name="GMN2022-01-21">GMN TV: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Xanana aprezenta progresu negosiasaun fronteira marítima no terrestre ba PN, 21. Januar 2022 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gmntv.tl, abgerufen am 23. Januar 2022.</ref><ref name=crises><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />International Crises Group, 20. Mai 2010, Timor-Leste: Oecusse and the Indonesian Border (Memento vom 8. August 2010 im Internet Archive)</ref><ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref><ref>Daljit Singh, Pushpa Thambipillai (Hrsg.): Southeast Asian Affairs 2012, Institute of Southeast Asian Studies, 2012, S. 41.</ref>

Der Hauptort Citrana liegt an der Küste im äußersten Westen des Sucos. Östlich davon liegt, zwischen dem Kap Ponta Bato Líssan und der Mündung des Flusses Oelete, der Küstenort Baocnana (Baoknana, Baucnana, Bauknana). Jenseits des Flusses liegt bereits der Suco Usitaco. Westlich von Citrana liegen die Orte Oehoso und Manan. Naktuka liegt als einziges Staatsgebiet von Osttimor westlich des Noel Besi. Der Ort Lamasi liegt an der Südostgrenze Beneufes.<ref name=GIS/> In Citrana befinden sich eine Grundschule (Escola Primaria Citrana),<ref name=Poll>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref> ein kommunales Gesundheitszentrum und ein Hubschrauberlandeplatz für Notfälle. Auch Baocnana verfügt über einen solchen Landeplatz, eine Grundschule und zusätzlich eine Schule zur Vorbereitung auf die Sekundärstufe.<ref name=UNMIT><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT-Karte von August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF-Datei; 392 kB)</ref>

Im Suco befinden sich die drei Aldeias Citrana, Lamasi und Manan.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Die Region, die schnell auf eine Meereshöhe von 300 m ansteigt, weist aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte und schlechten Zugänglichkeit die größte Vielfalt an Laubbäumen in Oe-Cusse Ambeno auf. Am häufigsten sind hier Pterocarpus vertreten. An trockenen Stellen finden sich Gyrocarpus americanus, in der Nähe von Wasser Corypha utan.<ref>Universität Coimbra East Timor: Flora and fauna</ref> Höchster Berg ist mit 1171 m der Manoleu, im Zentrum des Sucos.<ref name="herpetoOec" />

Einwohner

Datei:2014-05-22 Baocnana, Beneufe 2.jpg
Festlichkeiten in Baocnana (2014)

In Beneufe leben 3.164 Einwohner (2022), davon sind 1.612 Männer und 1.552 Frauen. Im Suco gibt es 640 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Fast 100 % der Einwohner geben Baikeno als ihre Muttersprache an. Nur eine kleine Minderheit spricht Tetum Prasa.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Beneufe (tetum; PDF-Datei; 7,90 MB)</ref>

Geschichte

Datei:Oecusse 1859.jpg
Auf der Karte von 1859, nach der sich Portugal und die Niederlande über die Grenzziehung einigten, gehörte Naktuka zu Portugal. Darauf begründet sich der Anspruch Osttimors auf das Gebiet.
Datei:2014-05-20 Posto de Fronteira de Citrana 2.jpg
Posten der Grenzpolizei Osttimors in Citrana

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Im September 2009 fuhr eine Gruppe von indonesischen Soldaten in das osttimoresische Dorf Naktuka und begann Fotos von neu errichteten Gebäuden zu machen.<ref name=crises/> Sie wurden von den Einwohnern kurzerhand rausgeworfen und über die Grenze zurückgeschickt. Am 26. Mai 2010 drangen 28 bewaffnete Soldaten der Streitkräfte Indonesiens in Beneufe ein und setzten in Naktuka ihre Flagge, einen Kilometer von der Grenze entfernt.<ref>Diario Nacional, 1. Juni 2010, Indonesian TNI raises Merah Putih flag in Oe-cuse</ref> Am 29. Mai 2010 zerstörten sie die beiden Häuser zweier sozialen Einrichtungen im Suco.<ref>Radio Televisaun Timor Leste , 1 June 2010, Indonesia’s TNI soldiers destroy social houses in Oe-cusse</ref> Am 24. Juni drang erneut eine bewaffnete Einheit der indonesischen Armee einen Kilometer in das Gebiet von Naktuka ein, zog sich aber zurück, als sie auf eine Einheit der osttimoresischen Grenzpolizei traf. Einwohner sehen einen Zusammenhang mit der unklaren Grenzziehung zwischen den Ländern. Dies war der schwerste Vorfall zwischen den beiden Ländern seit der Unabhängigkeit Osttimors 2002. Am 4. März 2011 verletzten indonesische Soldaten erneut die Grenze und vertrieben Einwohner vom umstrittenen Landstreifen.<ref>Diario Nacional, 4. März 2011, TNI soldiers illegally enter Naktuka</ref> Am 28. Oktober 2011 schossen indonesische Soldaten auf Osttimoresen, die die Grenze illegal mit einem Wagen überquert hatten.<ref>Suara Timor Loro Sa'e, 18. November 2011, Naktuka case investigated</ref> Ende 2012 wurde Fisen Falo, ein Lian Nain in Naktuka ermordet aufgefunden. Auch einige Häuser sollen von Unbekannten niedergebrannt worden sein. Laut Pressemeldungen wurde er bei der Feldarbeit von Fremden entführt und zu Tode gefoltert. In Gerüchten verdächtigte man indonesische Soldaten. Der Staatssekretär für Sicherheit Francisco da Costa Guterres entsandte ein Untersuchungsteam. Die Grenze wurde in dem Gebiet vorerst geschlossen.<ref>Suara Timor Loro Sa’e: Govt commences investigating death of a Timorese at border, 7. Januar 2013</ref><ref>Timor Post: Naktuka’s case needs profound investigation, 7. Januar 2013</ref><ref>East Timor Law and Justice Bulletin: Border between Timor-Leste and Indonesia closed following torture and murder of Timorese man by "foreigners" , 10. Januar 2013, abgerufen am 10. Januar 2013</ref>

Politik

Datei:2022-07-22 Marcus Meni, CdS Beneufe.jpg
Marcus Meni (2022)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde António Simão S. de Carvalho zum Chefe de Suco gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann António S. S. de Carvalho<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 Marcus Meni.<ref>Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020.</ref> Er wurde 2023 in seinem Amt bestätigt.<ref>The Okussi Post: Staka sira iha Naktuka la’os liña fronteira definitivu, 2. Februar 2024, abgerufen am 4. Februar 2024.</ref>

Wirtschaft

Allein in Naktuka wird auf 2275 Hektar Reis angebaut.<ref>Arsenio Bano: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Oecusse: Special Economic Zones of Social Market Economy. (Memento vom 6. Mai 2014 im Internet Archive) Zonas Especiais de Economia Social de Mercado de Timor-Leste [ZEESM T-L] (Projecto Piloto Distrito Oecusse), S. 30, 2014 (englisch).</ref>

Weblinks

Commons: Beneufe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Die administrativen Grenzen innerhalb Osttimors haben sich 2015 geändert. Dieser Artikel muss daher geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Siehe Neue administrative Grenzen.

Vorlage:Klappleiste/Ende