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Elisabeth Orth

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Elisabeth Orth im Österreichischen Theatermuseum anlässlich der Veranstaltung König Ottokars Glück und Ende 1955–2005, Eine Gegenüberstellung, 26. Jänner 2007

Elisabeth Orth-Obonya, geb. Hörbiger (* 8. Februar 1936 in Wien; † 17. Mai 2025 ebenda<ref name=":0">Burgtheater-Doyenne Elisabeth Orth tot. ORF, 17. Mai 2025, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref><ref name="nachtkritik">Burgschauspielerin Elisabeth Orth verstorben. In: nachtkritik.de. 17. Mai 2025, abgerufen am 21. Mai 2025.</ref>) war eine österreichische Kammerschauspielerin sowie ab der Spielzeit 1969/70 Ensemblemitglied und ab 2015 Doyenne des Wiener Burgtheaters.<ref name="steffi-line">Elisabeth Orth. In: steffi-line.de. Abgerufen am 21. Mai 2025.</ref><ref name="doyenne" />

Leben

Familie und Ausbildung

Elisabeth Orth stammte aus einer Künstlerfamilie. Sie war die Tochter des bekannten Schauspiel-Ehepaars Attila Hörbiger und Paula Wessely und Schwester von Christiane und Maresa Hörbiger. Ihr Onkel war der Schauspieler Paul Hörbiger.<ref name="nachtkritik" /><ref name="steffi-line" />

Um nicht mit den berühmten Namen Hörbiger bzw. Wessely Karriere zu machen, nahm sie den Familiennamen ihrer Großmutter mütterlicherseits an.<ref name="steffi-line" /> Nach dem Willen ihrer Mutter sollte sie ursprünglich Cutterin werden und absolvierte ein Volontariat bei der Wien-Film.<ref>Die Hörbigers – Teil 2 – Bewährung des Feuers – Doku – Österreich – 2015 – HD. Abgerufen am 5. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Schließlich hatten die Eltern jedoch ein Einsehen, und so absolvierte Orth das Wiener Max Reinhardt Seminar.

Schauspielkarriere

Erste Engagements hatte Orth am Wiener Volkstheater und am Theater der Courage in Wien sowie am Münchner Residenztheater. Am Wiener Burgtheater debütierte sie 1965 als Luise in Schillers Kabale und Liebe unter Leopold Lindtberg und an der Seite von Klausjürgen Wussow. Ab der Spielzeit 1969/70 war die Kammerschauspielerin Ensemblemitglied im Burgtheater.<ref name="steffi-line" />

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Als Dorfschullehrer in Die letzten Tage der Menschheit bei den Salzburger Festspielen, 2014

Ab 1969 gastierte die Schauspielerin immer wieder bei den Salzburger Festspielen. Im Jedermann am Salzburger Domplatz übernahm sie 1969 die Rolle der Guten Werke und verkörperte von 1990 bis 1993 den Glauben. Weiters war sie in Werken Shakespeares, Grillparzers, Schnitzlers und Dostojewskis zu sehen.

Nach einem Engagement an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin 1995 bis 1999 spielte Orth wieder am Wiener Burgtheater. Sie stand unter anderem in Maria Stuart, Don Carlos und Der Kirschgarten (Regie: Andrea Breth) auf der Bühne.

Von 1985 bis 1994 präsentierte Elisabeth Orth die ORF-Sendung Schatzhaus Österreich. Bis zum Jahr 2000 war sie Kolumnistin der katholischen Wochenzeitung Die Furche.

Am 5. Februar 2006 gab es im Burgtheater eine Festvorstellung aus Anlass des 70. Geburtstages der Schauspielerin: An diesem Abend wurde Maria Stuart zum 70. und zum letzten Mal in dieser Inszenierung aufgeführt. 2014 gehörte sie zum Ensemble der Karl-Kraus-Produktion Die letzten Tage der Menschheit und beeindruckte mit mehreren Charakterstudien kleinerer Rollen. Neben zahlreichen Theaterrollen war Elisabeth Orth zwischen 1958 und 2022 auch in über 50 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

2015 erhielt sie den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ und 2022 für das Lebenswerk.

Privates und Tod

Orth war dreimal verheiratet. In dritter Ehe war sie bis zu dessen Tod 1978 mit dem Burgschauspieler Hanns Obonya verheiratet. Aus der Ehe ging ihr Sohn Cornelius Obonya hervor, der ebenfalls am Burgtheater engagiert war. Orth lebte danach über 20 Jahre lang in einer Beziehung mit der Theaterregisseurin Andrea Breth.<ref>angelika.hager: Die Memoiren des Burgtheater-Stars Elisabeth Orth. 25. April 2015, abgerufen am 27. Juni 2022.</ref>

Elisabeth Orth starb am 17. Mai 2025 im Alter von 89 Jahren in Wien.<ref name=":0" /><ref name="nachtkritik" /><ref name="steffi-line" /> Sie wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.<ref>Vorlage:Verstorbenensuche Wien</ref>

Zivilgesellschaftliches Engagement

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Elisabeth Orth (stehend) mit Johanna Dohnal (2008)

Elisabeth Orth engagierte sich gegen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit. Sie war Präsidentin der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich. Am 11. Jänner 2015 verlas sie gemeinsam mit Peter Matić bei der Demonstration Gemeinsam gegen den Terror am Wiener Ballhausplatz vor 12.000 Demonstrationsteilnehmern einen Text der österreichischen Bundesregierung.<ref>Der Standard: Rund 12.000 Menschen bei Kundgebung auf Wiener Ballhausplatz, 11. Jänner 2015.</ref> Sie trat auch in früheren Jahren immer wieder gegen Rassismus und für Menschenrechte ein.

Filmografie (Auswahl)

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Hörspiele/Hörbücher

  • 1985: Friederike Mayröcker: Der Tod und das Mädchen – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – ORF)
  • 1996: Rolf Schneider: Montezumas Krone (J. Adler) – Regie: Rolf Schneider (Kriminalhörspiel – MDR/SFB)
  • 2000: Gotthold Ephraim Lessing: Theater ohne Vorhang. (6. Lessing im Hörspiel) – Bearbeitung und Regie: Klaus Gmeiner (Sendefolge – ORF Salzburg)
  • 2008: Marie von Ebner-Eschenbach: Das Gemeindekind (Erzählerin) – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – ORF/MDR)
  • 2009: Jürg Amann: Im Zug der Zeit – Regie: Götz Fritsch (Hörspiel – ORF)
  • 2014: Werner Fritsch: Aller Seelen – Regie: Werner Fritsch (Hörspiel – ORF/HR)
  • 2018: …deine Lise – die Physikerin Lise Meitner im Exil – Konzept/Musik/Bearbeitung: Stefan Frankenberger (Audiobuch © 2018 Buchfunk Verlag/Leipzig)

Publikationen

  • 1975: Märchen ihres Lebens – Meine Eltern Attila Hörbiger und Paula Wessely. Molden, Wien 1975, ISBN 3-217-00660-7.
  • Christine Dobretsberger: Was ich liebe, gibt mir Kraft. Bühnenstars aus Oper und Theater erzählen. U. a. mit einem Interview mit Elisabeth Orth, Styria Premium, Wien 2015, ISBN 978-3-222-13517-0.
  • Aus euch wird nie was. Erinnerungen. Aufgezeichnet und bearbeitet von Norbert Mayer. Amalthea, Wien 2015, ISBN 978-3-85002-911-7.

Auszeichnungen

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Von der Gesellschaft der Freunde des Burgtheaters wird der Elisabeth-Orth-Preis verliehen, erste Preisträgerin war 2022 Birgit Minichmayr.<ref name="orf3163442">Erster Elisabeth-Orth-Preis für Minichmayr. In: ORF.at. 4. Juli 2022, abgerufen am 4. Juli 2022.</ref> 2023 erhielt den Preis Michael Maertens<ref>Orth-Preis 2023 an Michael Maertens verliehen. In: Salzburger Nachrichten/APA. 24. September 2023, abgerufen am 25. September 2023.</ref>, 2024 Mavie Hörbiger<ref>Elisabeth-Orth-Preis für Mavie Hörbiger. In: orf.at. 19. Juni 2024, abgerufen am 20. Juni 2024.</ref> und 2025 Nils Strunk<ref>derstandard.at vom 30. Juni 2025: Elisabeth-Orth-Preis für Schauspieler Nils Strunk; abgerufen am 30. Juni 2025</ref>.

Siehe auch

Radio

  • Christina Höfferer und Andreas Kloner: Hörbiger. Eine Familienaufstellung. ORF-Radiofeature 2008, 54 Min.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 2000: Birgit Doll | 2001: Judith Engel | 2002: Ulli Maier | 2003: Maria Happel | 2004: Birgit Minichmayr | 2005: Sunnyi Melles | 2006: Edith Clever | 2007: Sylvie Rohrer | 2008: Regina Fritsch | 2009: Birgit Minichmayr | 2010: Kirsten Dene | 2011: Sarah Viktoria Frick | 2012: Dörte Lyssewski | 2013: Christiane von Poelnitz | 2014: Nicole Heesters | 2015: Elisabeth Orth | 2016: Sona MacDonald | 2017: Andrea Jonasson | 2018: Caroline Peters | 2019: Steffi Krautz | 2020: Caroline Peters | 2021: Lina Beckmann | 2022: Sarah Viktoria Frick | 2023: Saioa Alvarez Ruiz | 2024: Julia Edtmeier | 2025: Julia Riedler Vorlage:Klappleiste/Ende

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