Freenet DLS
| freenet DLS GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Freenet Logo 2022.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1991/2011 |
| Sitz | Büdelsdorf, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung | Robin Harries, Stephan Esch, Sebastian Goebel, Rickmann von Platen |
| Branche | Telekommunikation |
| Website | www.freenet-mobilfunk.de |
Die freenet DLS GmbH (bis Juli 2022 Mobilcom-Debitel GmbH; Eigenschreibweise mobilcom-debitel, vormals Mobilcom Communicationstechnik) ist eine deutsche Mobilfunktochter des börsennotierten Telekommunikationsunternehmens Freenet. Freenet DLS ist einer von zwei netzunabhängigen Mobilfunkanbietern in Deutschland und hat seinen Sitz in Büdelsdorf. Seit dem 13. Juli 2022 heißt die dazugehörige Marke wie das dahinterstehende Unternehmen.
Unternehmensgeschichte
Vorgeschichte: Mobilcom AG
Die Mobilcom-Debitel begann ihre Geschäftstätigkeit als Mobilfunk-Service-Provider mit Sitz in Schleswig und wurde 1991 von Gerhard Schmid gegründet. Im Zeitraum zwischen 1997 und 2000 wuchs das Geschäftsfeld der Mobilcom durch eine Reihe von Akquisitionen.
Geschichte der Mobilcom-Debitel
Bereits im Jahr 2009 wurden rund 1000 Läden der Ketten mobilcom, debitel, _dug und Talkline unter der einheitlichen Marke Mobilcom-Debitel in der Mobilcom-Debitel Shop GmbH zusammengeführt.<ref>„mobilcom-debitel“ – neues Shop-Konzept für Freenet-Marken, 13. Februar 2009, abgerufen am 3. Februar 2010.</ref> Im Jahr 2011 übernahm die Freenet den Konkurrenten Debitel, der zuvor mit der Talkline verschmolzen worden war. Dabei wurde die bisherige Freenet-Mobilfunktochter Mobilcom Communikationstechnik in Mobilcom-Debitel GmbH und die übernommene Debitel AG in Mobilcom-Debitel AG umfirmiert. Am 23. Mai 2011 wurde die Aktiengesellschaft vollständig auf die GmbH verschmolzen.
Am 18. Dezember 2012 gab die Gravis Computervertriebsgesellschaft den Erwerb sämtlicher Anteile durch Mobilcom-Debitel bekannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung von Gravis vom 18. Dezember 2012 ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Januar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Nach Zustimmung der Kartellbehörden wurde die Übernahme 2013 vollzogen.<ref>Freenet übernimmt Apple-Händler Gravis [2. Update]. In: heise.de. 18. Dezember 2012, abgerufen am 3. Februar 2024.</ref> Seitdem werden auch Produkte der Mobilcom-Debitel über die Ladenkette von Gravis vertrieben. Ebenfalls 2013 übernahm Mobilcom-Debitel 51 Prozent der Geschäftsanteile der Motion TM Vertriebsgesellschaft, einem Onlinehändler im Bereich Mobilfunk und Telekommunikation, und verstärkte damit den Onlinevertrieb.<ref>Pressemitteilung der MOTION TM Vertriebs GmbH vom 20. Februar 2013.</ref> Ein weiteres Tochterunternehmen ist die Klarmobil GmbH, die als so genannter Mobilfunk-No-Frills-Anbieter einfache Mobilfunkprodukte anbietet. Die ehemalige Callmobile GmbH wurde im Juli 2023 eingestellt. Die Produkte der mobilcom-debitel werden unter anderem über die hundertprozentige Tochter freenet Shop GmbH vertrieben, die unter der Marke freenet 520 Läden betreibt.<ref>freenet-group.de - Finanzberichte I freenet Group. Abgerufen am 21. Juli 2022.</ref>
Im März 2016 erwarb Mobilcom-Debitel die Media Broadcast.<ref>Handelsblatt Online: Freenet kauft Media Broadcast, 3. März 2016</ref> Media Broadcast betreibt neben der Radio-Übertragung im UKW- und DAB+-Standard seitdem insbesondere DVB-T2 HD unter der Marke Freenet TV. Mobilcom-Debitel hat sich per Ende Dezember 2019 von der 51-prozentigen Beteiligung an der Motion TM Vertriebs GmbH getrennt und die Geschäftsanteile an die Altgesellschafter zurückgegeben.<ref name="motiontm">Geschäftsbericht 2019. (pdf) In: freenet.de. Abgerufen am 23. Juli 2020.</ref> Seit Februar 2021 ist die Mobilcom-Debitel Mitglied bei der Clearingstelle Urheberrecht im Internet.<ref>Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) Mitglieder. Abgerufen am 31. März 2021.</ref>
Umfirmierung auf Freenet DLS GmbH
Ende Februar 2022 wurde bekannt, dass die Marke Mobilcom-Debitel im Juli desselben Jahres eingestellt wird und durch Freenet ersetzt wird. Seit dem 13. Juli 2022 firmiert die Mobilcom-Debitel GmbH als freenet DLS GmbH (Digital Life Style).<ref>freenet lässt mobilcom-debitel sterben. Abgerufen am 26. Februar 2022.</ref> Alle Filialen wurden mitsamt der Freenet Shop GmbH umfirmiert.
Geschäftsfelder
Freenet DLS hat in ihrem klassischen Geschäftsfeld Mobilfunk knapp 8,8 Millionen Abokunden<ref>Geschäftsbericht 2021. Abgerufen am 21. Juli 2022.</ref>. Freenet versteht sich als sog. „Digital-Lifestyle-Provider“<ref>Freenet-Eigendarstellung, abgerufen am 23. Juli 2020</ref> und vertreibt auch Produkte, Dienstleistungen und Hardware für Mobilfunk, TV und viele weitere Bereiche des digitalen Lebens.
Das Kerngeschäft von freenet DLS ist der Mobilfunk. Zum Angebot zählen Produkte, Hardware und Dienstleistungen in den Bereichen mobile Telekommunikation und mobiles Internet. freenet DLS verfügt als Mobilfunkprovider nicht über ein eigenes Mobilfunknetz, sondern hat Vorleistungsverträge mit allen deutschen Mobilfunknetzbetreibern (Telekom Deutschland, Vodafone und Telefónica Germany). Dabei kauft das Unternehmen sowohl Original-Endkundentarife der Mobilfunknetzbetreiber als auch White-Label-Tarife zu Großhandelskonditionen ein und verkauft diese im eigenen Namen und auf eigene Rechnung an Endkunden. Andererseits werden hauseigene Tarife vermarktet, ohne dass freenet DLS ein eigenes Mobilfunknetz betreibt. Mit „freenet FUNK“ startete 2019 das erste rein digitale, appbasierte Mobilfunkprodukt. Es lässt sich vollständig mit einer App administrieren, ohne dass ein Ladengeschäft aufgesucht werden muss. Der Vertrag kann täglich je nach Bedarf angepasst werden.<ref>Dieser Mobilfunktarif bricht mit allen Konventionen. In: welt.de. 12. Mai 2019, abgerufen am 23. Juli 2020.</ref> Die Tarife werden im eigenen Online-Shop und offline über ein stationäres Netz mit rund 520 Filialen sowie in den Gravis-Filialen und in breiter Präsenz in Fachhandel, Elektronik- und Flächenmärkten vertrieben, außerdem im Fall von „freenet FUNK“ über die App-Stores von Apple und Google.
Zusätzlich vertreibt freenet DLS ein breites Angebot an Digital-Lifestyle-Produkten. Hierzu zählen unter anderem Handyzubehör und Home Entertainment (Musik- und Videoangebote) sowie mit freenet TV und waipu.tv zwei Angebote im Geschäftsfeld TV. Unter dem Namen „Digital Republic“ betreibt freenet ein Online-Magazin für Mobilfunk- und Digitalthemen.
Kritik
Bis 2019 wurde in Smartphone-Verträgen eine Klausel verwendet, die Vertragslaufzeiten gesetzeswidrig verlängern sollte. Die Vertragsbindung darf gemäß § 309 Nr. 9 BGB höchstens 24 Monate betragen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein verklagte das Unternehmen, das daraufhin die Klageforderung anerkannte. Im Juli 2019 erging das entsprechende Anerkenntnisurteil durch das Landgericht Kiel.<ref>dpa: Längere Vertragsbindung bei Mobilcom-Debitel rechtswidrig. In: sueddeutsche.de. 5. Juli 2019, abgerufen am 5. Februar 2021.</ref>
In zahlreichen Fällen akzeptierte Mobilcom-Debitel die fristgerechten Kündigungen von Kunden nicht. Mobilcom-Debitel hatte Verbrauchern nach schriftlicher und fristgerechter Kündigung keine Kündigungsbestätigung zugesandt, sondern stattdessen ein Schreiben mit der Bitte, sich wegen offener Fragen telefonisch zu melden. Dies geschah auch in den Fällen, in denen Verbraucher bei ihrer Kündigung explizit geschrieben hatten, dass sie vom Unternehmen für andere Zwecke als zur Vertragsabwicklung nicht mehr kontaktiert werden wollen. Im Urteil vom 17. September 2020 wird Mobilcom-Debitel dieses Vorgehen untersagt, unter Androhung eines Ordnungsgelds von bis zu 250.000 Euro oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, zu vollstrecken an den Geschäftsführer, falls sich das Unternehmen weiterhin nicht daran hält.<ref>Mobilfunkanbieter dürfen nach Kündigung keinen Rückruf verlangen. In: faz.net. Faz.net, 27. Oktober 2020, abgerufen am 5. Februar 2021.</ref>
Im Juli 2020 wurde gegen Mobilcom-Debitel des Weiteren wegen unerlaubter Werbeanrufe und fingierter Vertragsabschlüsse ein Bußgeld in Höhe von 145.000 Euro durch die Bundesnetzagentur verhängt.<ref>heise online: Unerwünschte Anrufe: Bußgeld gegen Mobilcom. Abgerufen am 5. Februar 2021.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Telekommunikationsunternehmen (Deutschland)
- Mobilfunkanbieter
- Unternehmen (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
- Organisation (Büdelsdorf)
- Unternehmensgründung 2011