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Chrom(III)-sulfat

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Chrom(III)-sulfat
Vorlage:Farbe Cr3+ 0 Vorlage:Farbe S6+ 0 Vorlage:Farbe O2–
Kristallstruktur mit Einheitszelle
Kristallsystem

trigonal

Raumgruppe

R3 (Nr. 148)Vorlage:Raumgruppe/148

Gitterparameter
  • a = 8,1245(7) Å<ref name="Dahmen1993">T. Dahmen, R. Gruehn: Beiträge zum thermischen Verhalten von Sulfaten: IX. Einkristallstrukturverfeinerung der Metall(III)-sulfate Cr2(SO4)3 und Al2(SO4)3. In: Zeitschrift für Kristallographie. Band 204, 1993, S. 57–63, doi:10.1524/zkri.1993.204.Part-1.57.</ref>
  • c = 21,944(1) Å<ref name="Dahmen1993"/>
Koordinationszahlen

Cr[6], S[4]

Allgemeines
Name Chrom(III)-sulfat
Andere Namen

Chromsulfat

Verhältnisformel
  • Cr2(SO4)3 (wasserfrei)
  • Cr2(SO4)3 · n H2O (Hydrate)
Kurzbeschreibung
  • rotbrauner Feststoff (wasserfrei)<ref name="slac"/>
  • grüner oder violetter Feststoff (Hydrate)<ref name="Römpp"/>
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-253-2
ECHA-InfoCard 100.030.217
PubChem 24930
ChemSpider 21241287
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse
  • 392,16 g·mol−1 (wasserfrei)
  • 608,43 g·mol−1 (Dodecahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,01 g·cm−3 (Anhydrat bei 20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

90 °C<ref>jtbaker.com: Chromium Sulfate.</ref>

Löslichkeit

schlecht in Wasser<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​315​‐​317​‐​319
P: 301+330+331​‐​302+352<ref name="Alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Chrom(III)-sulfat ist eine chemische Verbindung des Chroms aus der Gruppe der Sulfate.

Darstellung

Chrom(III)-sulfat kann durch die Reduktion von Dichromaten dargestellt werden:

Durch Reaktion von Kaliumdichromat, Schwefelsäure und Schwefelwasserstoff kann Chrom(III)-sulfat hergestellt werden. Als Nebenprodukte entstehen Kaliumsulfat und Wasser:

<math>\mathrm{4 \ K_2Cr_2O_7 + 13 \ H_2SO_4 + 3 \ H_2S}</math>  <math>\mathrm{\rightarrow 4 \ Cr_2(SO_4)_3 + 4 \ K_2SO_4 + 16 \ H_2O}</math>

Alternativ ist zum Beispiel auch der Einsatz von Ethanol statt Schwefelwasserstoff möglich, wobei – neben dem Chrom(III)-sulfat – Kaliumsulfat, Essigsäure und Wasser entstehen:

<math>\mathrm{2 \ K_2Cr_2O_7 + 8 \ H_2SO_4 + 3 \ C_2H_5OH}</math>  <math>\mathrm{\rightarrow 2 \ Cr_2(SO_4)_3 + 2 \ K_2SO_4 + 3 \ CH_3COOH + 11 \ H_2O}</math>

Über diese Reaktionen erhält man allerdings kristallwasserhaltiges Chrom(III)-sulfat. Das Anhydrat lässt sich durch Entfernen des Kristallwassers bei 280 °C im CO2-Strom darstellen.<ref name="Gmelin">Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie – Nr. 52 Chrom, Die Verbindungen (ohne Komplexbindungen mit neutralen Liganden), 8. Auflage Berlin, 1962.</ref>

Eigenschaften

Datei:Chromium(III) sulfate.jpg
Kristallwasserhaltiges Chrom(III)-sulfat
Datei:Chrom(III)-sulfatlösung.jpg
Chrom(III)-sulfatlösung

Wasserfrei bildet Chrom(III)-sulfat rot-braune, hexagonale Kristalle;<ref name="slac">SLAC: PHYSICAL CONSTANTS OF INORGANIC COMPOUNDS (PDF; 391 kB).</ref> mit Kristallwasser als Pentahydrat (Cr2(SO4)3 · 5 H2O) ist es dunkelgrün. Das Dodecahydrat und das Octadecahydrat sind hingegen lila bis violett.<ref name="Römpp">Eintrag zu Chrom(III)-sulfat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Absolut wasserfreies Chrom(III)-sulfat ist in Wasser unlöslich,<ref name="Gmelin" /> die kristallwasserhaltigen Formen sind hingegen unter Bildung von blau bis violett gefärbten Aquakomplexen wasserlöslich, die beim Erhitzen in grün gefärbte Sulfatokomplexe übergehen.<ref>Jander/Blasius: Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 5. Auflage, S. Hirzel, Stuttgart-Leipzig 1965, S. 225</ref>

Das Pentahydrat hat eine trikline Kristallstruktur, isotyp zu der von Kupfersulfat-Pentahydrat.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1509.</ref>

Verwendung

Chrom(III)-sulfat wird als Textilbeize oder zur Gerbung von Leder verwendet. Es wird zudem als Ausgangsstoff für andere Chromverbindungen benutzt.<ref name="GESTIS" /><ref name="Römpp" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />