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Deutscher Spendenrat

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Deutscher Spendenrat
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Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1993
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Motto Die gute Tat im Blick.
Zweck Einsatz für Transparenz, Effizienz und Nachhaltigkeit im Umgang mit Spenden
Vorsitz Ulrich Pohl (Vorsitzender), Manuela Roßbach (Stellvertreterin), Samuel Bayer (Schatzmeister), Beisitzerin im Vorstand: Bianca Kaltschmitt
Geschäftsführung Martin Wulff
Personen Lars Kolan, Geschäftsstellenleiter
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz 325.000 Euro (2024)
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 2
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 77 (2025)
Website www.spendenrat.de

Der Deutsche Spendenrat ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und versteht sich als Lobby- und Dachverband Spenden sammelnder gemeinnütziger Organisationen in Deutschland. Ihm gehören private und kirchliche Vereinigungen aus den Tätigkeitsbereichen der humanitären Hilfe, des Tier-, Arten- und Naturschutzes sowie aus Kultur und Bildung an.

Tätigkeit

Der Verein sieht es als seine Aufgaben an, sowohl die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung zu fördern als auch gegen unlautere Methoden der Spendenwerbung vorzugehen. Er betrachtet sich dabei als Instrument der freiwilligen Selbstkontrolle und des Missbrauchschutzes.<ref name="ziele">Deutscher Spendenrat: Ziele. In: www.spendenrat.de. Abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref><ref>Kurt Bangert (Hrsg.): Handbuch Spendenwesen Bessere Organisation, Transparenz, Kontrolle, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit von Spendenwerken. Wiesbaden 2011, S. 148.</ref>

Er setzt sich für die Stärkung von Transparenz und für bessere gesetzliche Rahmenbedingungen im deutschen Spendenwesen ein. Dazu gehören u. a. auch die Entbürokratisierung und Vereinfachung des Gemeinnützigkeitsrechts und die Schaffung einheitlicher, klarer, verständlicher Rechnungslegungs- und Nachweispflichten für gemeinnützige Organisationen.<ref name="historie">Deutscher Spendenrat stellt Zahlen für 2018 vor. In: Domradio.de. 27. November 2018, abgerufen am 16. Juli 2019.</ref> Mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit den anderen Trägern im Bündnis für Gemeinnützigkeit ist z. B. das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (Ehrenamtsstärkungsgesetz) 2013 in Kraft getreten.<ref>Bündnis Gemeinnützigkeit. (buendnis-gemeinnuetzigkeit.org [abgerufen am 25. November 2018]).</ref>

Die Mitgliedsorganisationen müssen sich in einer Selbstverpflichtungserklärung zur Einhaltung von über die Einhaltung geltenden Rechts hinausgehenden Mindeststandards verpflichten.<ref>Deutscher Spendenrat e. V. (Hrsg.): Deutscher Spendenrat: Selbstverpflichtungserklärung. 2018 (spendenrat.de [PDF; abgerufen am 16. Juli 2019]).</ref> Die Nichteinhaltung dieser Standards kann mit Sanktionen von Missbilligung und Rüge bis hin zum Ausschluss der Mitgliedsorganisation geahndet werden.<ref name="verfahrensordnung">Über uns. Der Schiedsausschuss. In: spendenrat.de. Abgerufen am 16. Juli 2019.</ref>

Jährlich gibt die Organisation einen Bericht über das Spendengeschehen in Deutschland heraus.<ref>Markus C. Schulte von Drach: Besser helfen – mit schwerem Herzen. In: sueddeutsche.de. 29. September 2016, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 10. November 2018]).</ref>

Geschichte

Der Verein wurde 1993 in Frankfurt am Main gegründet. Er sieht den Deutschen Presserat und den Deutschen Werberat als seine Vorbilder an.<ref name="historie" />

In der Folge traten ihm unter anderem der Deutsche Tierschutzbund, die deutsche Heilsarmee, World Vision Deutschland, Kirche in Not Deutschland, der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, der Bund gegen Missbrauch der Tiere, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Bundesverband Tierschutz, die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und die Vereinigung Geschenke der Hoffnung bei.

Im Jahr 2008 schloss der Verband die Deutsche Kinderhilfe aus, nachdem diese wegen ihres internen Umgangs mit Spenden kritisiert worden war und daraufhin Abmahnungen gegen einen großen Teil der übrigen Mitgliedsorganisationen versendet hatte.<ref>Kristian Frigelj: Verstrickungen: Spendenrat schließt umstrittene Kinderhilfe aus. 3. Juni 2008 (welt.de [abgerufen am 18. Januar 2019]).</ref>

Für 2024 gab der Verein ein Spendenaufkommen von 5,1 Milliarden Euro bekannt.<ref>Deutscher Spendenrat (Hrsg.): Bilanz des Helfens 2024. (spendenrat.de [abgerufen am 1. Oktober 2025]).</ref>

Der Verein hielt eine Beteiligung an der von Thomas Kreuzer geleiteten Deutschen Fundraising Akademie gGmbH.<ref name="Jahresbericht WP Hagemann vom 08.03.2008, Seite 4">@1@2Vorlage:Toter Link/www.kindernothilfe.deJahresbericht WP Hagemann, 8. März 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF)</ref><ref>Sonderausgabe Fundraising-Ausbildung. (PDF) Fundraising Akademie gGmbH, 2012, abgerufen am 10. November 2018.</ref> Dabei handelt es sich um die erste private Bildungseinrichtung in Deutschland, die sich ausschließlich dem Fundraising verschrieben hat. 2015 trat der Verein seinen Anteil an den Deutschen Fundraising Verband ab.<ref>Jahresbericht 2015. (PDF) Deutscher Spendenrat, 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2017; abgerufen am 17. November 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.spendenrat.de</ref>

Seit 2017 verleiht der Deutsche Spendenrat das Spendenzertifikat an seine Mitgliedsorganisationen, bei dessen Prüfverfahren externe Wirtschaftsprüfer die Qualitätskontrolle übernehmen.<ref>Spendenzertifikat. In: spendenrat.de. Abgerufen am 25. November 2018.</ref><ref>Lino Wirag: Sammeln ARD & ZDF fragwürdige Spenden? In: utopia.de. 12. November 2018, abgerufen am 16. Juli 2019.</ref>

2025 waren insgesamt 77 Organisationen Mitglied des Deutschen Spendenrats.<ref name=":0">Wichtige Neuerungen bei Gemeinnützigkeit und Ehrenamt. In: deutscher-spendenrat.de. Deutscher Spendenrat, 11. April 2025, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref>

Organisationsstruktur

Der Deutsche Spendenrat verfügt satzungsgemäß über folgende Gremien auf:

Mitgliederaufnahme

Mitglieder des Deutschen Spendenrates können nur spendensammelnde und im Sinne der Abgabenordnung gemeinnützige juristische Personen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland sein.<ref>Deutscher Spendenrat e. V. (Hrsg.): Vereinssatzung. 2016 (spendenrat.de [PDF; abgerufen am 16. Juli 2019]).</ref> Die Mitgliedsorganisationen verpflichten sich, keine sittenwidrige Werbung einzusetzen, hohe Qualitätsstandards und Prinzipien der Good Governance einzuhalten. Unter anderem sind Strukturen, Tätigkeiten und Finanzen im Rahmen eines Jahresberichts jährlich und transparent offenzulegen.<ref>"Aktion Deutschland Hilft" erhält Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats. Presseportal, 31. Mai 2017, abgerufen am 19. Januar 2019.</ref>

Spendenzertifikat

Das Spendenzertifikat des Vereins ist das einzige Prüfverfahren in Deutschland, bei dem externe Wirtschaftsprüfer die Qualitätskontrolle zum Erlangen des Zertifikates übernehmen.<ref name=":1">15 Organisationen bekommen neues Spendenzertifikat. In: www.epd.de. Evangelischer Pressedienst, 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. Juli 2019.</ref><ref>ASB vom Deutschen Spendenrat zertifiziert. Abgerufen am 18. Januar 2019.</ref>

Dabei wird eine transparente, wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Spenden- und Fördermittelgelder sowie die Einhaltung der Grundsätze des Deutschen Spendenrats überprüft.<ref>Deutscher Spendenrat verleiht weitere Spendenzertifikate. In: Berliner Zeitung. Abgerufen am 18. Januar 2019.</ref> Nur Mitglieder des Deutschen Spendenrats können es erhalten. Sämtliche Mitglieder werden über einen Zeitraum von drei Jahren sukzessive geprüft. Das Zertifikat belegt, dass die gemeinnützigen Mitgliedsorganisationen mit den ihnen anvertrauten Geldern verantwortungsvoll und transparent umgehen.<ref>BMFSFJ – Transparenz stärkt Bereitschaft zu spenden. Abgerufen am 2. Dezember 2018.</ref><ref>Marcel Burkhardt: Spenden: Gutes tun und dabei sicher gehen. In: ZDF.de. 14. Dezember 2017, abgerufen am 18. Januar 2019.</ref> Es wurde 2017 das erste Mal an Mitgliedsorganisationen des Deutschen Spendenrats übergeben.<ref name=":1" />

Prüfungsgrundlage zur Verleihung des Zertifikats sind die Grundsätze des Deutschen Spendenrats. Dazu gehören

  • das Vorhandensein eines klaren, aussagekräftigen, vollständigen und von einem Rechnungsprüfer geprüften Finanzberichts, in der Regel ein Jahresabschluss,
  • ein aussagekräftiger Projekt- und Tätigkeitsbericht,
  • Veröffentlichung von Werbe- und Verwaltungskosten,
  • das Vorhandensein interner Leitungs- und Kontrollmechanismen sowie
  • die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.<ref>Heilsarmee erhält Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats. In: Heilsarmee Deutschland. 30. Mai 2017, abgerufen am 18. Januar 2019.</ref>

Die Kriterien werden anhand von Unterlagen geprüft, welche von den Organisationen zur Verfügung gestellt werden müssen:

Wenn die Voraussetzungen für das Spendenzertifikat nicht mehr vorliegen, kann dies aberkannt werden.<ref>Vassilios Saroglou: AWO International mit Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats ausgezeichnet. 8. Juni 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2019; abgerufen am 18. Januar 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.awointernational.de</ref> Entfällt die Gemeinnützigkeit eines Mitglieds endet zeitgleich die Mitgliedschaft im Deutschen Spendenrat.

Spendengeschehen in Deutschland

Seit 2005 beauftragt der Deutsche Spendenrat das Marktforschungsinstitut YouGov kontinuierlich das Spendengeschehen in Deutschland zu erfassen.<ref name=":0" /> Die Ergebnisse werden zweimal jährlich in „Trends und Prognosen“ und der „Bilanz des Helfens“ veröffentlicht. Die „Bilanz des Helfens“ ist ein Teilergebnis der Studie YouGov Charity, die auf monatlichen schriftlichen Erhebungen bei einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 Haushalten basiert. YouGov ermittelt fortlaufend Daten zum Spendenverhalten von privaten Verbrauchern in Deutschland. Unter anderem werden Spendenvolumen, Spendenhöhe und bevorzugte Tätigkeitsbereiche abgefragt. Als Spende zählen die von deutschen Privathaushalten freiwillig getätigten Geldspenden an gemeinnützige Organisationen, Hilfs- sowie Wohltätigkeitsorganisationen und Kirchen.

Die Ergebnisse der Erhebungen werden regelmäßig in der aktuellen Tagespresse aufgegriffen.<ref>Süddeutsche Zeitung (Hrsg.): Spender werden weniger, bleiben aber großzügig. 27. Februar 2018.</ref>

Kritik

2010 kritisierte die Stiftung Warentest, dass Mitgliedsorganisationen des Spendenrats gegen Regeln wie etwa die Selbstverpflichtung, auf Anfrage Spendenberichte zu versenden, verstießen.<ref>Stiftung Warentest: Spenden – Vertrauen ist gut ... – Stiftung Warentest. Abgerufen am 22. Dezember 2018.</ref> 2016 revidierte die Stiftung Warentest dann ihre Auffassung und bezeichnete eine Mitgliedschaft im Spendenrat als positiv und als ein Zeichen, an dem man seriöse spendensammelnde Organisationen erkennen könne.<ref>Stiftung Warentest: Erbrecht – So können Sie auch nach Ihrem Tod Gutes tun – Stiftung Warentest. Abgerufen am 22. Dezember 2018.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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