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Helmut Leiendecker

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Hans-Helmut „Helm“ Leiendecker (* 10. November 1952 in Trier) ist ein deutscher Musiker, Schauspieler und Trierer Original.

Leben

Hans-Helmut Leiendecker wurde als zweites von vier Kindern eines Postbeamten und einer Hausfrau († 1976) geboren. Seine Geschwister sind Christa (* 1950), der ehemaligen Fußballprofi Lothar Leiendecker (* 1953) und Manfred (* 1955).<ref name=":0">Andreas Feichtner: Trierer Legenden: Die Brüder Leiendecker — mehr als Hits und Tore! 29. März 2025, abgerufen am 29. März 2025.</ref> Leiendecker besuchte die Ambrosius-Grundschule und bis zur neunten Klasse die damalige Zuckerberg-Schule<ref>»Unsern trierisch' Botschafter«. 20. März 2007, abgerufen am 1. April 2025.</ref> und erlernte den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns bei der Weinkellerei Pies. Um sich den Führerschein zu finanzieren, arbeitete er nebenbei zwei Jahre lang als Hilfsarbeiter in der ehemaligen Gardinenfabrik Bobbynet, denn mit nur 95 Mark Lehrlingslohn kam er nicht über die Runden. Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für Musik und Lyrik. So bastelte er sich sein erstes Schlagzeug und trommelte „mit Rührlöffeln auf Persil-Kisten und Dash-Trommeln“. Er probte als Jugendlicher im Exhaus.<ref name=":0" /> Er arbeitete sich beim Presse-Grossisten Becker und Winarek zum Betriebsleiter hoch und ging 2018 in Rente.<ref name=":0" /> Leiendecker ist verheiratet und hat vier Kinder.<ref name=":0" />

Karriere

Datei:Leiendecker-schnaeaegenXXL.ogg
Schnäägen

1973 tourte er als Schlagzeuger der Begleitband von Randolph Rose durch die ganze Bundesrepublik.<ref>Roland Morgen: Trierer Original: Ein quantes Stück Trier wird 70 – Was sich Helmut Leiendecker zum Geburtstag wünscht. 10. November 2022, abgerufen am 1. April 2025.</ref> 1986 gründete er die Mundart-Band Leiendecker Bloas, die vor allem durch Fastnachtslieder überregional bekannt wurde.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.swr.deLeiendecker Bloas:Muuselindijanao (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. SWR, Unsere größten Faschingshits</ref> Leiendecker schreibt die Texte der Band, singt und spielt Mundharmonika. Für das Kleine Volkstheater Trier schreibt er die Stücke, führt Regie und wirkt bei den Aufführungen mit. Auch in Aufführungen des Trierer Stadttheaters war Leiendecker zu sehen, unter anderem als Gefängniswärter Frosch in Die Fledermaus.<ref>Volksbühne Trier</ref> In einem Dokumentarfilm von Gernot und Carsten Jäger zum 125. Todestag von Karl Marx spielte Leiendecker den ebenfalls aus Trier stammenden Philosophen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.wiesbadener-kurier.deDas Kapital von Trier (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ). Wiesbadener Kurier, 14. August 2008</ref> Für die Stadtwerke Trier tritt er in Werbespots für Ökostrom auf. Das Besondere an Helmut Leiendecker ist sein Bemühen um die Erhaltung des Trierer Platts, in welchem er seine Gedichte, Liedtexte und Theaterstücke verfasst. Zudem gab er ein Wörterbuch des Trierer Platts heraus und erstellte mit dem Studierendenwerk Trier den „Sprachkurs Trierisch“ für zugezogene Studenten.<ref>Trierer Sprachkurs Teil III. Abgerufen am 22. Februar 2020.</ref> Für seine Verdienste um das Kulturleben der Stadt wurde er 2001 mit dem Ehrenbecher der Stadt Trier ausgezeichnet,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/redaktion.trier.deRathaus Zeitung Trier (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref> seine Band erhielt bereits 1993 den Schwab-Preis für ihre Verdienste an der Trierer Mundart. Wegen seines Humors und seines sozialen Engagements wurde Helmut Leiendecker 2006 der Franz-Weißebach-Preis verliehen.

Im Jahr 2021 unterstützte Leiendecker das Bürgerbegehren zur Wiederbelebung des Trierer Jugend- und Jugendkulturzentrums Exzellenzhaus (kurz: eXhaus) des Aktionsbündnis eXhaus bleibt!<ref>Unterstützer*innen – Aktionsbündnis eXhaus bleibt! Abgerufen am 28. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Tondokumente

Beispiel für seine Lyrik – aufgenommen im August 2006 im Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof:

Diskographie

  • Leiendecker Bloas: Sauwer (1992)
  • Leiendecker Bloas: Quant (1994)
  • Leiendecker Bloas: Gammer (1998)
  • Leiendecker Bloas: Probber probber (2003)
  • Leiendecker Bloas: Gaddeng (2013)
  • Helmis Koppzalaot (Hörbuch, 2010)

Literatur

  • Trierer „Platt Lexikon“ von Helmut Leiendecker (Taschenbuch – Dezember 2004) (ISBN 3-935313-08-X, ISBN 978-3-935313-08-7)

Filme

  • Karl Marx – Ein Philosoph macht Geschichte ~ Gernot Jaeger & Carsten Jaeger, Helmut Leiendecker, und David Schill (DVD – 2008)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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