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NZZ Folio

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NZZ Folio

Datei:NZZ Folio.png
Beschreibung Schweizer Zeitschrift
Verlag NZZ-Mediengruppe
Erstausgabe 5. August 1991
Erscheinungsweise zweimonatlich
Verkaufte Auflage 69'928 (Vj. 96'104) Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2022<ref name="wemf">WEMF-Auflagebulletin 2022. In: wemf.ch. Abgerufen am 7. August 2023., S. 28 (PDF; 796 kB)</ref>)
Verbreitete Auflage 69'928 (Vj. 96'104) Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2022)
Reichweite 0,341 (Vj. 0,371) Mio. Leser
(WEMF MACH Basic 2018-II)
Chefredaktor Eric Gujer<ref>Impressum</ref>
Weblink www.folio.nzz.ch/
Artikelarchiv folio.nzz.ch/archiv
ISSN (Print)

NZZ Folio ist eine Zeitschrift, die in Zürich im Verlagshaus der NZZ-Mediengruppe erscheint. In jeder Ausgabe legt sie einen thematischen Schwerpunkt, der durch Rubriken und Kolumnen ergänzt wird. Bis 2020 erschien sie monatlich und lag jeweils am ersten Montag im Monat der Neuen Zürcher Zeitung bei. Seit dem neusten Relaunch erscheint sie noch sechsmal jährlich als Printausgabe sowie als E-Paper.<ref name="konzept">Das «NZZ Folio» ist mit neuem Konzept zurück, Unternehmenskommunikation NZZ-Mediengruppe, 3. September 2020, abgerufen am 7. August 2023.</ref>

NZZ Folio erreicht eine WEMF-beglaubigte Auflage von 90'748 (Vj. 96'104) verkauften/verbreiteten Exemplaren<ref name="wemf" /> und eine Reichweite von 341'000 (Vj. 371'000) Lesern (WEMF MACH Basic 2018-II).

Geschichte

Gründung

NZZ Folio wurde von Lilli Binzegger konzeptioniert. Sie bekam dafür vom Verwaltungsrat der Neuen Zürcher Zeitung im Oktober 1990 die Zustimmung.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 10.</ref> Die erste Ausgabe erschien als Nr. 8 am 5. August 1991.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 13.</ref> Binzegger war die erste Leiterin des Magazins. Sie wurde 1999 von Daniel Weber, zuvor Film- und Medienredaktor der NZZ, abgelöst, schrieb aber bis zu ihrer Pensionierung 2005 weiter für die Zeitschrift.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 90.</ref>

Layout

Seit Beginn bis 2016 wurden die Titelblätter vom Künstler Max Grüter gestaltet und von Patrick Rohner fotografiert.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 5.</ref> Hauscartoonist des NZZ Folio ist Gerhard Glück.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 14.</ref>

1999 erfolgte das erste Redesign. Der NZZ-Postreiter verschwand aus dem Titelkopf, und als Titelschrift ersetzte die serifenlose Frutiger die klassische Sabon.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 48.</ref> 2005 gab es ein zweites Redesign, bei dem das Titelblatt auf das Wesentliche reduziert und im Inhalt Titel- und Laufschrift verändert wurden.<ref name="nf86">20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 86.</ref>

Ab 2012 erschien NZZ Folio in einem leicht veränderten Layout. Eine grössere Veränderung des Layouts erfolgte zum 25-Jahr-Jubiläum am 1. September 2016, NZZ Folio erschien von da an in kleinerem Format und mit überarbeitetem Titelkopf.<ref>Christian Beck: «Wir wollen mehr Leute am Kiosk ansprechen». In: persoenlich.com. 5. September 2016.</ref>

Nach einer pandemiebedingten Pause zwischen März und September 2020 wurde das Layout erneut überarbeitet und das Format leicht vergrössert. Redaktionsleiterin Christina Neuhaus begründete: «Das neue Layout ist gleichzeitig klassisch und zeitgemäss und stellt durch die Verwendung der Schrift Times im Schwerpunktteil auch einen grafischen Bezug zur NZZ her. Das neue Format lässt uns gestalterisch noch mehr Spielraum.»<ref name="konzept" />

Titelköpfe:

Rechtschreibung

NZZ Folio wendet wie die Neue Zürcher Zeitung die reformierte Rechtschreibung nur teilweise an, folgt der klassischen Rechtschreibung aber noch stärker als die NZZ und damit weitgehend den Empfehlungen der Schweizer Orthographischen Konferenz (z. B. Stop, heute abend).

Sonstiges

Von 1991 bis 2013 war der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider Kolumnist des NZZ Folio. 1997 bis 1998 schrieb der Journalist Constantin Seibt im NZZ Folio die Literaturfälschungskolumne «Fundstücke»,<ref>Fundstücke. In: NZZ Folio. März 1997 bis August 1998.</ref> von der sich selbst Wissenschaftler narren liessen.<ref>Constantin Seibt: Folio lügt. In: NZZ Folio. August 2006.</ref> Von Mai 1997 bis Februar 2002 schrieb Martin Suter im NZZ Folio die Kolumne «Richtig leben mit Geri Weibel»,<ref>Martin Suter: Richtig leben mit Geri Weibel. In: NZZ Folio. Mai 1997 bis Februar 2002.</ref> die Kultstatus erlangte und 2005 bei Diogenes als Buch erschien.

Die Ausgabe vom August 1993 über die Romandie war durchgehend zweisprachig deutsch-französisch.<ref>20 Jahre Folio. Das Jubiläumsheft. In: NZZ Folio. August 2011, S. 21.</ref> Im August 2009 erschien das NZZ Folio «Flug LX 14» auch in englischer,<ref>Benno Maggi: In flight. In: NZZ Folio. August 2009 (Editorial),</ref> das NZZ Folio «Der gerechte Lohn» im April 2018 auch in französischer und italienischer Sprache.<ref>Der gerechte Lohn, Le salaire juste, Il salario equo. In: NZZ Folio. April 2018.</ref>

Im Februar 1996 ging anlässlich des Hefts «Vernetzte Welt» die Website des NZZ Folio online.

Im Januar 2005 publizierte NZZ Folio im Heft «Bomben» ein Bild mit dem abgerissenen Kopf einer palästinensischen Selbstmordattentäterin und wurde deswegen vom Schweizer Presserat gerügt, es verstosse gegen die Menschenwürde.<ref>Nr. 15/2005. Respektierung der Menschenwürde. Schweizer Presserat, 28. April 2005.</ref><ref name="nf86" />

Auszeichnungen

Journalisten des NZZ Folio gewannen Dutzende von Auszeichnungen, darunter mehrere Male den Zürcher Journalistenpreis.<ref>Alle Gewinnerinnen & Gewinner. Zürcher Journalistenpreis.</ref> Auswahl:

Weblinks

Einzelnachweise

<references />