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Autorikscha

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Datei:ET Mekele asv2018-01 img05 Alula Street.jpg
Autorikscha in Äthiopien
Datei:Tuk-Tuk in Hermanus, South Africa (2014).jpg
Tuk-Tuk als Werbeträger und Touristentransport in Hermanus, Südafrika

Eine Autorikscha ist die motorisierte Variante der ursprünglich aus Japan stammenden Rikschas. Dies sind zwei- oder dreirädrige, entweder von einer Person zu Fuß oder mit einem Fahrrad (Fahrradrikscha) gezogene kleine Fahrzeuge zur Waren- oder Personenbeförderung. Wegen des typischen Motorgeräusches der früher üblichen Zweitaktmotoren werden sie lautmalerisch auch Tuk Tuk genannt.

Autorikschas sind seit dem Ende des 20. Jahrhunderts eine weitverbreitete Taxi- und Transportart auf dem indischen Subkontinent, in Südostasien, Arabien und in Afrika (beispielsweise in Ägypten und Kenia). Seit dem neuen Jahrtausend werden Autorikschas auch in Europa an vielen Orten verstärkt als Beförderungsmittel für Touristen verwendet.

Fahrzeugtechnik

Datei:2007-07-15 Ape 400 IMG 3261.jpg
Piaggio Ape

Eine Autorikscha hat üblicherweise drei Räder – eines vorn und zwei hinten. Sie hat hinter dem Platz für den Fahrer entweder eine geschlossene oder offene Kabine für die Fahrgäste, eine Ladefläche oder einen Transportraum. Zudem werden zahlreiche Modelle wie ein Motorrad mit einer Lenkstange gesteuert.

Darüber hinaus ist das Konzept nicht präzise abgegrenzt. Es gibt in Serie hergestellte Autorikschas verschiedener Hersteller, deren konstruktives Grundmuster meist der Piaggio Ape entspricht. Die in kleinen Werkstätten zusammengebauten Konstruktionen bestehen dagegen oft aus dem Vorderteil und Motor eines Mopeds oder Motorrads und einem angebauten Rahmen mit zwei Rädern und sind je nach Basisfahrzeug deutlich stärker motorisiert und schneller als die industriell hergestellten Modelle. Bei diesen Bauten ist die Grenze zu einem Motorrad mit Beiwagen manchmal fließend.

Früher waren Autorikschas üblicherweise mit Zweitakt-Ottomotoren ausgestattet. Bei älteren Modellen befindet sich der Motor vorn, bei neueren liegt er hinten unterhalb der Fahrgastkabine. Moderne Versionen werden mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben oder sind mit Elektroantrieb ausgestattet.

Verbreitung

Indien

Autorikschas sind ein wesentlicher Bestandteil des Straßenverkehrs in Indien und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Indien ist weltweit der größte Markt für Dreiräder, mit einem Verkaufsvolumen von 307.887 Einheiten im Jahr 2005 und einem jährlichen Wachstum (in den fünf vorangehenden Jahren) von 14 %, wobei 44 % der Fahrzeuge für den Waren- und 56 % für den Personentransport verkauft wurden.<ref name="palepu_2008" />

Seitdem hat sich der Markt für Dreiräder stark ausgeweitet, mit einem zunehmenden Anteil elektrische Dreiräder: Im Jahr 2024 lag dieser Anteil weltweit bei fast einem Viertel. Indien hatte 2024 allein für elektrische Dreiräder ein Verkaufsvolumen von fast 700.000 Einheiten, mit einem jährlichen Wachstum von 18 %.<ref>Ajit Dalvi: India is world’s largest electric 3W market for second year in a row. In: Autocar Professional, autocarpro.in. 19. Mai 2025, abgerufen am 13. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Jahr 2008 wurde von einem Fahrzeugbestand von 2,5 Millionen ausgegangen.<ref>Srdjan Lukic, Priscilla Mulhall und Ali Emadi: Energy Autonomous Solar/battery Auto Rickshaw. In: Journal of Asian Electric Vehicles. Band 6, Nr. 2, 2008, S. 1135–1143 (jst.go.jp [PDF]).</ref> Für Delhi wird die Fahrzeugzahl von 70.000 angegeben.<ref name="focus-719712">Tuk-Tuk-Taxi in Indien: Die Bollywood-Schaukel. In: Focus Online. 2. März 2012, abgerufen am 6. Februar 2019.</ref> Die Anzahl der Autorikschas belief sich 2009 in Bengaluru auf 69.939, einschließlich der Außenbezirke sogar auf 125.000 (zum Vergleich: im Oktober 1978 waren es 10.549 und 1985 noch 19.333).<ref name="bangalore-2009" />

Autorikschas hatten 2002 einen Anteil am Verkehrsaufkommen von 16 %.<ref>Santosh A. Jalihal / Ravinder Kayitha / T.S. Reddy: Traffic Characteristics of India. In: Proceedings of the Eastern Asia Society for Transportation Studies. Band 5, 2005, S. 1009–1024 (psu.edu [PDF]).</ref> Für als Taxis verwendete Autorikschas in Delhi wird dieser Anteil für 2001 mit 2 % beziffert.<ref name="tst_iit" />

Der indische Markt wird von den Herstellern Bajaj Auto und Piaggio dominiert. Verschiedene Hersteller hatten zeitweise voll verkleidete Tuk-Tuk-Varianten im Programm, darunter das Unternehmen Sunrise aus Bengaluru, das 1975 den Badal mit Kunststoffkarosserie und drei Türen auf den Markt brachte.

Autorikscha-Hersteller und Marktanteile in Indien
Hersteller Marktanteil
2005<ref name="palepu_2008">Krishna G. Palepu / Vishnu Srinivasan: Tata Motors: The Tata Ace. In: Harvard Business School. Band 9-108-011, 3. Januar 2008 (academia.edu).</ref>
Marktanteil
2017–18<ref name="autocarp-529009">Bajaj Auto increases three-wheeler market share to 58.15%. In: autocarpro.in. 10. April 2019, abgerufen am 23. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anzahl produzierter
Einheiten 2017–18<ref name="autocarp-529009" />
Bajaj Auto 51 % 58,15 % 369.637
Piaggio 26 % 24,05 % 152.879
Force Motors 8 % -<ref name="indiatim-458547">Vorläufiges Produktionsende 2010. Gouri Agtey Athale: Force Motors stops manufacture of 15-yr old Minidor. In: economictimes.indiatimes.com. 30. August 2010, abgerufen am 23. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> -
Mahindra & Mahindra 7 % 8,59 % 54.625
Atul Auto 6,19 % 39.333
TVS Motor Co. -<ref name="indiatim-12940">Produktion erst seit 2007. Siehe TVS Motor Company History – TVS Motor Company Information. In: economictimes.indiatimes.com. Abgerufen am 27. April 2019.</ref> 2,58 % 16.429
Scooter India 0,44 % 6536

Autorikschas in Indien haben üblicherweise eine Nutzlast zwischen 0,5 und 1,0 Tonnen und haben in der Regel Einzylindermotoren mit 5 bis 10 PS, die mit Benzin, Diesel oder Erdgas betrieben werden. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/h und der Verbrauch üblicherweise 3,3 bis 5,5 Liter auf 100 km.<ref name="palepu_2008" /> Bereits seit den 1940er-Jahren gab es auf der Harley-Davidson WLA basierende Modelle, die wegen ihres Motorenklangs ‚Phat-Phati‘ genannt wurden und deren Einsatz seit 1998 verboten ist.<ref name="bbc-527610">In pictures: India's transport museum. In: bbc.com. 23. Dezember 2014, abgerufen am 14. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="blogspot-201507">Red Devil Motors: The Harley Davidson Rickshaws of New Delhi. In: reddevilmotors.blogspot.com. 23. Oktober 2015, abgerufen am 14. Februar 2019.</ref>

Zumindest bei gewerkschaftlich organisierten Fahrern ist nur ein Viertel der Fahrer auch Eigentümer des Fahrzeugs.<ref name="bangalore-2009">M. Ramachandra Gowda, C.R. Reddy und E.A. Parameswara Gupta: Auto-rickshaw Transport Service. A Study in Bangalore City. In: The Indian Journal of Commerce. Band 62, Nr. 3, Juli 2009, S. 86–94 (Online [PDF]).</ref> Die Fahrer stehen häufig unter einem hohen finanziellen und bürokratischen Druck.<ref name="sacw-1385" />

Gefahren werden Autorikschas fast ausschließlich von Männern. In Delhi wurde Sunita Chaudhary als erste Fahrerin unter etwa 60.000 männlichen Kollegen bekannt.<ref>Michael Radunski: Rücke vor bis Connaught Place. faz.net vom 24. Mai 2013, abgerufen am 2. Juli 2013.</ref><ref>Christian Dreißigacker: Eine Frau unter 60.000 Männern. Bericht des ARD-Studios New Delhi im Weltspiegel, abgerufen am 2. Juli 2013.</ref>

Umwelt

Mitte der 1990er Jahre hatten Autorikschas einen Anteil am öffentlichen Nahverkehr in Delhi von 82,7 %.<ref name="shimazaki-1996">T. Shimazaki, M. Rahman: Physical characteristics of paratransit in developing countries of Asia. In: Journal of Advanced Transportation. Band 30, Nr. 2, 1996, S. 5–24, doi:10.1002/atr.5670300203.</ref> Im Juli 1998 bestimmte das Oberste Gericht von Indien (Supreme Court of India), dass alle Autorikschas und öffentlichen Busse der Stadt Delhi auf den Betrieb mit Erdgas oder Flüssiggas umgestellt werden müssen. Dies ging allerdings auch mit einer bereits zuvor begrenzten Lizenzvergabe für Autorikschas einher, abgesehen von erschwerten Arbeitsbedingungen wie dem Beschaffungsaufwand für den Kraftstoff.<ref name="sacw-1385">Simon Harding: India: Delhi's auto-rickshaw drivers are caught in a hard grind. In: sacw.net. 25. März 2010, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="openedit-4469" /> In der Folge konnte eine deutliche Verringerung der Emissionen durch die Autorikschas verzeichnet werden. Zwischen 1997 und 2010 sank auch die absolute Zahl der Autorikschas in Delhi.<ref name="openedit-4469">Anuj Bhuwania: The Case that Felled a City: Examining the Politics of Indian Public Interest Litigation through One Case. In: South Asia Multidisciplinary Academic Journal. 2018, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gleichzeitig führte ein immer weiter zunehmender Fahrzeugverkehr dazu, dass Neu-Delhi 2015 dennoch die höchste Feinstaubbelastung aller Städte weltweit hat<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tagesschau.de: Verschmutzung in Neu-Delhi - Die schlechteste Stadtluft der Welt, abgerufen am 13. April 2015 (Memento vom 6. April 2015 im Internet Archive)</ref>.

Sicherheit

Als Taxi verwendete Autorikschas sind prozentual nur zu einem sehr geringen Teil in tödliche Unfälle verwickelt; allerdings werden die absoluten Zahlen als hoch angesehen. Bemängelt wird dabei die fehlende Sicherheitsausstattung (Sicherheitsgurte, Airbags, weiche Oberflächen) dieser Fahrzeuge.<ref name="tst_iit">A. Chawla, S. Mukherjee, D. Mohan, Jasvinder Singh und Nadeem Rizvi: Crash Simulations of Three Wheeled Scooter Taxi (Tst). In: psu.edu. Indian Institute of Technology, Neu Delhi, abgerufen am 6. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2014 waren 6.300 der 140.000 Verkehrstoten in Indien auf Autorikschas zurückzuführen.<ref>Jason Overdorf: Could India's auto rickshaw become obsolete? In: USA Today. 6. April 2016, abgerufen am 6. Februar 2019.</ref>

Pakistan

In Pakistan ist die Nutzung der einfachen, aus Motorrad und Anhänger bestehenden Rikschas, die als Qingqi bezeichnet werden, streng reglementiert.<ref name="dawn-323692">Nasir Iqbal: SC allows bike-rickshaws by approved manufacturers. In: dawn.com. 30. März 2017, abgerufen am 5. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Islamabad sind Autorikschas verboten.<ref name="parhlo-Islamaba">Hamda Rizvi: Islamabad Finally Has A Substitute For Rickshaws And Expensive Taxis. In: parhlo.com. 24. August 2016, abgerufen am 5. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Karatschi hat die Autorikscha einen Anteil am Gesamtverkehr von 15 % (1996 noch 58,4 %<ref name="shimazaki-1996" />). Gleichzeitig ist sie eines der lautesten Verkehrsmittel.<ref>Muhammad Wasiullah Khan, Mushtaque Ali Memon, Muhammad Najeebullah Khan und Muhammad Moizullah Khan: Traffic Noise Pollution in Karachi, Pakistan. In: Journal of Liaquat University of Medical and Health Sciences. Band 09, Nr. 03, 2010, S. 114–120 (edu.pk [PDF]).</ref>

Mit Sazgar gibt es in Pakistan einen einheimischen Hersteller von Autorikschas, die auch nach Japan exportiert werden.<ref name="trending-201804">Pakistani Rickshaws are quickly becoming a favorite personal vehicle in Japan. In: dude.pk. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2022; abgerufen am 5. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dude.pk</ref><ref name="sazgar_company">The Company. In: sazgarautos.com. 1. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2019; abgerufen am 5. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sazgarautos.com</ref>

Südostasien

In Indonesien sind auch Fahrradrikschas (Becaks) und normale Taxis verbreitet. In der Hauptstadt Jakarta sind die becak genannten Fahrradrikschas im Gegensatz zu den auch bajaj genannten Autorikschas allerdings bereits länger verboten.<ref name="thejakar-181016">Jakarta council rejects return of 'becak'. In: thejakartapost.com. 16. Oktober 2018, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf den Philippinen werden die Autorikschas tricycle (englisch: Dreirad) genannt.

In Thailand heißen Autorikschas auch samlor (Thai: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), gesprochen: [<templatestyles src="IPA/styles.css" />sǎːm-lɔ́ː]).

Thailändische Hersteller von Autorikschas sind oder waren unter anderem Tuk Tuk Forwarder, Chinnaraje, Monika Motors und Expertise.

In den letzten Jahren nahm die Anzahl der Tuk-Tuks stark ab. Vor allem in Bangkok machen Taxis, die klimatisiert, bequemer und nicht teurer sind, diesen traditionellen Fahrzeugen Konkurrenz. Auch der Bangkok Skytrain und die Bangkok Metro tragen zur Entspannung der Verkehrssituation bei, was den Tuk-Tuks ihren spezifischen Vorteil mehr und mehr nimmt. Zudem sind spezialisierte Motorrad-Taxis (125 cm³) für Kurzstrecken sehr beliebt.

Sonstige Länder

Datei:Toktok driver.jpg
Autorikscha in Ägypten (2020)

In Ägypten kann der Beginn des Imports von Autorikschas ziemlich genau auf das Jahr 2000 datiert werden. Seither nehmen sie eine wichtige ökonomische Rolle ein.<ref name="openedit-2872">Yann Philippe Tastevin: The Indian Auto Rickshaw in Egypt: An Ethnography of Transnational Trade Connections. In: articulo. 17. Dezember 2006, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="tageswoche-2017">Astrid Frefel: Tuktuk – per Dreirad aus der Armut. In: TagesWoche. 31. Mai 2016, abgerufen am 22. April 2019.</ref> Ebenso werden die soziale Funktion – für ganz Afrika – und die treibende Rolle des Herstellers Bajaj unterstrichen.<ref name="openedit-6306">Tastevin, Yann Philippe: Autorickshaw (1948- 2… ). A success story. In: Techniques & Culture. 15. Juni 2012, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Peru waren 2018 mehr als 400.000 Autorikschas im Gebrauch.<ref name="publimet-49071">Conoce cuánto gana un mototaxista en el Perú. In: publimetro.pe. 1. Juli 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. April 2019; abgerufen am 22. April 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/publimetro.pe</ref> In Peru hat sich der Begriff mototaxi durchgesetzt, der mittlerweile auch in den DRAE Einzug gehalten hat. Umschrieben wird der Begriff dort als dreirädriges Motorrad mit Dach, das im Nahverkehr eingesetzt wird.<ref name="rae-mototaxi">Mototaxi. In: dle.rae.es. Abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Verbreitet sind Autorikschas der Marke Bajaj.<ref name="publimet-49071" /><ref name="gestion-121853">La India es el primer proveedor de mototaxis y el segundo de automóviles en el Perú. In: gestion.pe. 25. November 2016, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Pro Jahr werden in Peru rund 100.000 Autorikschas verkauft.<ref name="elcomerc-206856">El mercado de mototaxis crece, ¿sabes cuántas se venden al año? In: elcomercio.pe. 18. Mai 2016, abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="edu-710879">Juan Cavero Rau: Evaluación de factibilidad económica y financiera para la importación y comercialización de llantas para vehículos de tres ruedas. In: repositorio.upn.edu.pe. Abgerufen am 22. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Europa werden Autorikschas, vor allem Apes, mittlerweile als Werbeträger oder im Tourismus eingesetzt. Ausstattung und Komfort sind dabei der Klientel angepasst: die Karosserie ist bunt lackiert und mit Chrom abgesetzt, eine weich gepolsterte Sitzbank und ein LC-Bildschirm stehen den Nutzern zur Verfügung. Ein Automatikgetriebe schaltet die Zweitaktmotoren.<ref>Riviera-Côte d’Azur-Zeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Im Tuk-Tuk über die Croisette (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Probleme entstehen beispielsweise durch die zusätzliche Lärmbelästigung, vor allem auch, weil viele Fahrer in eigentlich für den Autoverkehr gesperrte Straßen und Gassen einfahren.<ref>Johannes Beck: Lissabon und Umgebung. 7. Auflage, Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2015, S. 108, ISBN 978-3-95654-008-0.</ref>

Film

Die Fahrer werden in Hindi-Filmen meist negativ charakterisiert, sind die Bösewichte, die Fahrgäste entführen oder zumindest um ihr Geld bringen. Eine Ausnahme ist der vom tamilischen Schauspieler Rajinikanth dargestellte Autorikscha-Fahrer, der in dem Film Baasha als großer Wohltäter auftritt. Bilder des Schauspielers sind an den Autorikschas im Bundesstaat Tamil Nadu dementsprechend oft zu sehen.

Im 13. James-Bond-Film Octopussy entkommen Bond und ein weiterer Agent ihren Feinden in einer Autorikscha. In Wes Andersons The Darjeeling Limited wird Bill Murray als unbekannter Handelsvertreter mit einer Autorikscha in halsbrecherischem Tempo zum Bahnhof gefahren.

Im kanadischen Spielfilm Amal von Richie Mehta aus dem Jahr 2007 steht ein bescheidener Autorikschafahrer im Mittelpunkt, der das Erbe eines Milliardärs erhalten soll.<ref>Vorlage:IMDb/1.</ref> Im thailändischen Spielfilm „Ong Bak“ ist eine Verfolgungsjagd mit Tuk Tuks zu sehen, die im Stil klassischer Actionfilme gehalten ist; die Crashs und Explosionen legen nahe, dass dies durchaus humorig gemeint ist.

Expeditionen

In jüngster Zeit haben vereinzelt Autorikschas als Expeditionsfahrzeuge auf dem Weg von Asien nach Europa ihre Leistungsfähigkeit bewiesen, zum Beispiel mit Antonia Bolingbroke-Kent 2006 von Bangkok nach Brighton<ref>Website: Tuk to the road. (englisch)</ref> und 2007 von Darjeeling nach London<ref>Website: Tracing Tea. (englisch)</ref>.

Seit 2006 wird jedes Jahr der Rickshaw Run quer durch Indien bzw. Sri Lanka oder das Himalayagebirge durchgeführt.<ref name="co-061212">Rickshaw Run. In: bbc.co.uk. 23. Januar 2007, abgerufen am 10. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="redbull-2018">Florian Obkircher: Im Dreirad durch den Himalaya. In: redbull.com. 11. September 2018, abgerufen am 10. Mai 2019.</ref><ref name="theadven-Rickshaw">Joolz Ingram: Rickshaw Run India. In: theadventurists.com. Abgerufen am 10. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2012/2013 wurde von zwei Lehrern eine weltumspannende Rekordfahrt – rund 42.000 km in 16 Monaten – ab London absolviert.<ref>The men who drove around the world in a tuk tuk. CNN vom 10. Januar 2014 (englisch) – Bildbericht</ref>

Im Februar 2016 startete der Autoelektronikingenieur Naveen Rabelli seine Tour von Bengaluru, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Karnataka, nach Bombay; von dort per Schiff nach Bandar Abbas im Iran und weiter über die Türkei, Griechenland, Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich, die Schweiz, Deutschland und Frankreich nach London, wo er im September 2016 ankam. Das besondere an seinem Fahrzeug ist die Art des Antriebes: Ein durch drei Lithium-Ionen-Akkus angetriebener Elektromotor, unterstützt durch Photovoltaik-Paneele auf dem Dach des Fahrzeuges. Die Reichweite der Akkus beträgt etwa 60 Kilometer bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h.<ref>Website: Tejas (englisch), abgerufen am 15. August 2016</ref><ref>Das Tuk-Tuk, das nicht „tuck-tuck“ macht. In: Der Standard vom 15. August 2016; abgerufen am 15. Aug. 2016.</ref><ref>Mit dem Solar-TukTuk von Bangalore nach London. Ö1 Leporello, 12. September 2016</ref><ref>From Bengaluru to London: Engineer clocks 14,200 km in eco-friendly auto. Times of India, 22. September 2016</ref> Ab Ostern 2017 wird Rabellis Elektroriksha im Verkehrshaus der Schweiz (VHS) in Luzern ausgestellt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Autorikscha – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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