Dierersdorf
Dierersdorf Gemeinde Burgoberbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(70)&title=Dierersdorf 49° 13′ N, 10° 35′ O
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| Höhe: | 454 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 70 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91595 | |||||
| Vorwahl: | 09805 | |||||
Dierersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Burgoberbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Dierersdorf hat eine Fläche von 1,308 km². Sie ist in 207 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6317,69 m² haben.<ref>Gemarkung Dierersdorf (093128). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Gerersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
0,75 km nordwestlich des Dorfes liegt der Steinbachforst, 0,5 km südwestlich das Waldgebiet Ratzengarten und im Norden liegt das Flurgebiet In der Röthelgasse. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Neuses (1 km nördlich) bzw. nach Gerersdorf zur Staatsstraße 2221 (0,9 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In einer Urkunde aus dem Jahr 1376 wurde der Ort als „Tyrolßdorf“ erstmals erwähnt. Heinrich Schenk von Lutershusen verkaufte Heinrich, Erzbischof von Anvaraze, unter anderem Güter in diesem Ort. Dieser wiederum schenkte sie dem Kloster Heilsbronn.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 440.</ref>
Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dierersdorf 12 Untertansfamilien, von denen neun ansbachisch waren, zwei hatten das eichstättische Stadtvogteiamt Herrieden als Grundherrn.<ref>Johann Bernhard Fischer: Dierersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 17 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 595.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dierersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Burgoberbach und der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Burgoberbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dierersdorf, zu der Gerersdorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 45 (Digitalisat).</ref> Spätestens 1846 wurden Dierersdorf und Gerersdorf nach Neuses eingemeindet.<ref name="OV 1846"/> Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgoberbach eingemeindet.<ref>Burgoberbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Sommersdorf gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Heimsuchung (Rauenzell) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 17. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dierersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 595 (Digitalisat).
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 440 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Dierersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Dierersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Burgoberbach | Dierersdorf | Gerersdorf | Neuses | Niederoberbach | Reisach | Sommersdorf
Sonstiger Wohnplatz: Hesselmühle