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Trango Tower

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Januar 2026 um 18:08 Uhr durch imported>Aka (Halbgeviertstrich, Kleinkram).
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Trango Tower – Nameless Tower
Der Nameless Tower
Der Nameless Tower
Höhe 6251 m
Lage Gilgit-Baltistan, Pakistan
Gebirge Baltoro Muztagh (Karakorum)
Dominanz 0,81 km → Great Trango Tower
Schartenhöhe 601 m ↓ (5650 m)
Koordinaten 35° 46′ 10″ N, 76° 11′ 31″ OKoordinaten: 35° 46′ 10″ N, 76° 11′ 31″ O
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Gestein Granit
Erstbesteigung 8. Juli 1976 durch Mo Anthoine und Martin Boysen

Der Trango Tower oder Nameless Tower ist ein 6251 m hoher Granitgipfel auf der Nordseite des Baltorogletschers gegenüber von Urdukas im Baltoro Muztagh im Norden Pakistans.<ref name="point29">Pointdexter, Joseph: Zwischen Himmel und Erde. Die 50 höchsten Gipfel. Könemann, Köln 1999, ISBN 3-8290-3561-6, S. 29</ref> Er gilt als der spektakulärste Gipfel unter den Trango-Türmen.

Besteigungsgeschichte

Im Jahr 1975 versuchte der Brite Joe Brown eine Besteigung, scheiterte aber. Ein Jahr darauf, am 8. Juli 1976, gelang den Briten Mo Anthoine und Martin Boysen, am nächsten Tag gefolgt von Joe Brown und Malcom Howells, die Erstbesteigung über die Südwestwand.<ref name=aaj1993>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Asia, Pakistan, Summary of Trango Ascents.] American Alpine Journal, 1993, vol. 35, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Route ist mehr als zwanzig Seillängen lang und meist schwerer als VI (UIAA).

Im Jahr 1987 gelang den Slowenen Slavko Cankar, Franc Knez und Bojan Srot eine neue Route durch die Südostwand (Slowenenführe)<ref>Kurt Albert – die deutsche Sportkletterlegende. (url) In: redbull.com. Abgerufen am 9. Februar 2016.</ref><ref>Kurt Albert (18.1.1954 - 28.9.2010). (url) In: bergsteigen.com. Abgerufen am 9. Februar 2016.</ref>. Die Route wurde ein Jahr später von Kurt Albert, Wolfgang Güllich und Hartmut Münchenbach frei, das heißt ohne Verwendung technischer Hilfsmittel, geklettert. In diesem Jahr erfolgte die vierte Besteigung durch Erhard Loretan und Wojciech Kurtyka über eine neue Route in der Ostwand.

Im Jahr 1990 gelang Catherine Destivelle die zweite freie Begehung der Slowenenroute mit Jeff Lowe für ein Filmprojekt von David Breashears.<ref>Gaby Funk: Tänzerin in der Senkrechten. (PDF) Deutscher Alpenverein, April 2005, abgerufen am 5. August 2017.</ref>

Die bislang schwierigste Route Eternal Flame (IX−, UIAA; 22 Seillängen; mit einigen technisch gekletterten Passagen) auf den Gipfel über den Südpfeiler wurde am 10. September 1989 von Wolfgang Güllich und seinem Seilpartner Kurt Albert erstbegangen.<ref name="point31">Pointdexter, Joseph: Zwischen Himmel und Erde. Die 50 höchsten Gipfel. Könemann, Köln 1999, ISBN 3-8290-3561-6, S. 31</ref> Die Route galt lange Zeit als schwierigste Kletterroute über 5000 Meter. Im Sommer 2009 gelang Franz Hinterbrandner, Mario Walder, Alexander und Thomas Huber die erste Rotpunktbegehung von Eternal Flame (IX+/X−, UIAA). 2022 war zunächst Edu Marin mit der zweiten freien Begehung erfolgreich, wenige Tage später gefolgt durch Barbara Zangerl und Jacopo Larcher, wobei beide die Route ohne Sturz vorstiegen.<ref>Edu Marin: Legendäre Big-Wall-Route Eternal Flame (650m, 7c+) frei geklettert. In: Lacrux Klettermagazin. 22. Juli 2022, abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref><ref>Babsi Zangerl und Jacopo Larcher wiederholen Eternal Flame (650m, 7c+) am Trango Tower. In: Lacrux Klettermagazin. 26. Juli 2022, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref>

Im Jahr 1992 wurde durch Greg Child und Mark Wilford eine neue Route durch die Südostwand erstbegangen.

1995 konnte die Ostwand von einem US-amerikanischen Team unter der Führung von Todd Skinner das erste Mal frei geklettert werden (34 Seillängen).<ref name="point32">Pointdexter, Joseph: Zwischen Himmel und Erde. Die 50 höchsten Gipfel. Könemann, Köln 1999, ISBN 3-8290-3561-6, S. 32</ref>

Im August 2011 gelang es Maryna Kopteva mit Galina Tschibitok und Anna Jasinskaja eine neue, harte Route mit der extremen Länge von 2580 Metern und einem Schwierigkeitsgrad von 6b, A3 zu eröffnen.<ref>Eva Maria Bachinger: Frauen am Berg – Weder schwächlich noch ängstlich. In: naturfreunde.de. Abgerufen am 28. September 2025.</ref> Sie errichteten neun Zwischenlager in einem Portaledge und benötigten für die Begehung 38 Tage in der Wand, viele unter schlechten Bedingungen. Sie wechselten sich beim Vorsteigen der Route ab.<ref>Great Trango Tower, new Ukrainian – Russian route in the Karakorum. In: planetmountain.com. Abgerufen am 4. Dezember 2025.</ref> Am Ende gaben sie der Route den Namen „Parallelniy Mir“ – Parallelwelt.<ref>Eva Maria Buchinger: Frauen an der Spitze – auch Bergsteigerinnen suchen neue Ufer. In: Bergauf. Österreichischer Alpenverein, Februar 2020, S. 48–50, abgerufen am 1. Dezember 2025.</ref> Die drei waren die ersten Frauen und das erste reine Frauenteam, dem eine Erstbegehung am Great Trango Tower gelang.

Weblinks

Commons: Trango Tower – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>