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Indigofera

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Indigofera
Datei:Indigofera tinctoria0.jpg

Blütenstände einer Indigopflanze (Indigofera tinctoria)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Indigofera
Wissenschaftlicher Name
Indigofera
L.

Die Gattung Indigofera ist mit etwa 700 Arten die drittgrößte Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae)<ref name="Legumes of the world" />. Der Gattungsname bezieht sich darauf, dass einige Arten den blauen Farbstoff Indigo enthalten.

Beschreibung

Datei:Indigofera suffruticosa - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-076.jpg
Illustration von Indigofera suffruticosa

Vegetative Merkmale

Bei Indigofera-Arten handelt es sich um selten einjährige, meist ausdauernde krautige Pflanzen, Sträucher oder kleine Bäume. Die meisten Pflanzenteile sind filzig behaart.

Die Laubblätter sind paarig oder meist unpaarig gefiedert, bei einigen Arten sind sie einfach oder bis auf ein Fiederblatt reduziert. Die Ränder der Blätter beziehungsweise Fiederblätter sind glatt. Selten sind Drüsen auf den Blättern vorhanden. Die Nebenblätter sind haltbar oder fallen früh ab.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder in achselständigen traubigen oder ährigen Blütenständen zusammen mit meist früh abfallenden Tragblättern. Deckblätter fehlen.

Die zwittrigen Schmetterlingsblüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind glocken- oder becherförmig verwachsen. Die fünf Kelchzähne sind fast gleich oder der unterste ist länger. Die Kronblätter sind oft rosa, rot oder orange, selten weiß oder gelb gefärbt. Die Fahne ist an ihrer Basis kurz genagelt. Das Schiffchen besitzt oft einen Sporn, der mit den Flügeln verwachsen ist. Die Flügel sind schmal. Neun der zehn Staubblätter sind verwachsen. Das Fruchtblatt enthält viele oder nur ein bis viele Samenanlagen. Der lineale, meist unbehaarte Griffel endet in einer kopfigen Narbe.

Die Hülsenfrüchte sind länglich bis bleistift- oder kugelförmig und enthalten drei bis vier Samen. Das Hilum ist klein. Die zwei Keimblätter (Kotyledonen) sind ungleich.

Verbreitung

Die Gattung Indigofera ist weltweit in tropischen bis warm gemäßigten Klimaten verbreitet. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt jedoch mit ungefähr 490 Arten in Afrika und Madagaskar.<ref name="Legumes of the world" />

Systematik

Die Gattung Indigofera wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 751 aufgestellt. Typusart ist Indigofera tinctoria <templatestyles src="Person/styles.css" />L. Ein Synonym für Indigofera <templatestyles src="Person/styles.css" />L. ist Bremontiera <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Indigofera gehört zur Tribus Indigofereae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Innerhalb der Gattung Indigofera gibt es etwa 30 Sektionen und etwa 700 Arten.

Datei:Indigofera ammoxylum flowers 01.JPG
Indigofera ammoxylum
Datei:Indigofera australis BotGardBln271207.jpg
Indigofera australis
Datei:Indigofera bracteolata MS 4168.JPG
Indigofera bracteolata
Datei:Indigofera cassioides (1650540475).jpg
Indigofera cassioides
Datei:Starr 081230-0515 Indigofera hendecaphylla.jpg
Indigofera hendecaphylla
Datei:Indigofera heterantha.jpg
Indigofera heterantha
Datei:Indigofera heterotricha 1DS-II 1-3195.jpg
Indigofera heterotricha
Datei:Indigofera hirsuta (7076938123).jpg
Indigofera hirsuta
Datei:Indigofera kirilowii - Flickr - peganum (5).jpg
Indigofera kirilowii
Datei:Indigofera linifolia flower1 (11139511954).jpg
Indigofera linifolia
Datei:Indigofera pseudotinctoria2.jpg
Indigofera pseudotinctoria
Datei:Indigofera potaninii 02.jpg
Indigofera potaninii
Datei:Starr 060416-7688 Indigofera suffruticosa.jpg
Indigofera suffruticosa fruchtend
Datei:Indigofera tinctoria Guadeloupe.jpg
Indigofera tinctoria

Arten

Es gibt etwa 700 Indigofera-Arten (Auswahl<ref name="GRIN" />):<ref name="ILDIS" />

Nutzung

Einige Arten (Indigofera tinctoria, Indigofera suffruticosa, Indigofera articulata, Indigofera arrecta) werden zum Färben beziehungsweise zur Gewinnung des Farbstoffs Indigo genutzt, andere zur Gründüngung oder als Futterpflanzen.<ref name="Legumes of the world" /> In einigen Arten wie Indigofera endecaphylla, Indigofera mucronata und wahrscheinlich einigen weiteren kommen die Substanzen Indospicin, Canavanin und Hiptagensäure vor. Diese lösen Erbschäden aus und werden für spezielle Pferdekrankheiten verantwortlich gemacht.<ref>Robert Hegnauer, Minie Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen, ISBN 978-3-7643-6269-0.</ref>

Bilder

Indigofera decora:

Indigofera astragalina:

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Indigofera bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38, 2010. </ref> <ref name="Legumes of the world"> G. Lewis, B. Schrire, B. Mackinder, M. Lock: Legumes of the world, RBG Kew, 2005. ISBN 1-900347-80-6.</ref> <ref name="FoC">Xinfen Gao & Brian D. Schrire: Indigofera Linnaeus. In: Flora of China, vol. 10, Fabaceae. Indigofera</ref> </references>

Weblinks

Commons: Indigofera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien