Berlin-Wartenberg
| Wartenberg Ortsteil von Berlin | ||||||
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Bild:Berlin_Lichtenberg_Wartenberg.svg|300px|Wartenberg auf der Karte von Lichtenberg rect 7 5 105 91 Berlin poly 199 0 203 17 249 17 283 37 309 57 321 77 353 77 367 141 363 153 419 167 415 5 385 1 Brandenburg poly 197 3 163 31 185 73 207 61 221 81 249 87 289 35 233 11 203 17 Wartenberg poly 287 33 255 87 269 105 329 79 307 57 Falkenberg poly 159 29 149 51 155 83 167 91 187 71 Malchow poly 159 103 191 71 219 61 219 81 251 89 265 101 241 135 187 115 157 115 Neu-Hohenschönhausen poly 167 103 169 123 181 149 161 143 153 165 119 159 145 209 237 199 249 191 241 133 Alt-Hohenschönhausen poly 127 187 107 227 125 243 167 241 155 203 137 209 Fennpfuhl poly 159 207 161 239 137 245 135 287 167 291 193 269 225 269 219 205 Lichtenberg poly 139 289 123 313 181 369 201 369 219 357 203 341 169 317 209 269 165 293 Rummelsburg poly 205 271 171 323 209 345 269 315 259 271 Friedrichsfelde poly 211 345 219 359 195 375 203 393 225 395 255 417 265 393 297 395 277 323 269 317 Karlshorst desc bottom-left </imagemap> | ||||||
| Koordinaten | 52° 34′ 29″ N, 13° 31′ 5″ O
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| Fläche | 6,92 km² | |||||
| Einwohner | 2669 (31. Dez. 2024) | |||||
| Bevölkerungsdichte | 386 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung | 1. Okt. 1920 | |||||
| Postleitzahl | 13059 | |||||
| Ortsteilnummer | 1107 | |||||
| Bezirk | Lichtenberg | |||||
Wartenberg ist ein Ortsteil im Bezirk Lichtenberg in Berlin. Im Sprachgebrauch ist meist nicht der alte Dorfkern gemeint, sondern das Neubaugebiet Wartenberg, das zum benachbarten Ortsteil Neu-Hohenschönhausen gehört und sich auf der früheren Feldmark von Wartenberg befindet.
Lage
Wartenberg befindet sich im nördlichen Teil des Bezirks Lichtenberg. Der Ortsteil grenzt an die benachbarten Ortsteile Malchow, Neu-Hohenschönhausen und Falkenberg sowie an den brandenburgischen Landkreis Barnim.
Geschichte
Markgraf Albrecht der Bär holte ab 1157 neue Siedler nach Brandenburg, die insbesondere aus der Altmark, dem Harz, Flandern und den Rheingebieten kamen. Die Neuankömmlinge nahmen nicht selten die geografischen Bezeichnungen (Ortsnamen) ihrer Heimat mit und gründeten Angerdörfer und Straßendörfer (wie z. B. Wartenberg und Falkenberg). Auf diese Weise wird um 1230 auch Wartenberg (es gibt gleichnamige Orte in der Altmark) entstanden sein.
In die Zeit von 1250 wird der Bau der ehemaligen Dorfkirche Wartenberg datiert. Der Bau zählte bis zu seiner Zerstörung 1945 zu den schönsten Dorfkirchen Berlins, einige Inventargegenstände, wie der Marienaltar wurden allerdings schon vor der Zerstörung entfernt und können heute in der Hohenschönhauser Taborkirche und im Märkischen Museum betrachtet werden.
Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes fand 1270 statt: Bernhardus de Wardenberge wurde in einer Urkunde der brandenburgischen Markgrafen erwähnt. Rund 100 Jahre später fand eine weitere Erwähnung im Landbuch Karls IV. statt. Darin wurden die Besitztümer Wartenbergs angegeben: 1375 waren es 53 Hufen, wovon drei dem Dorfpfarrer zustanden und einer der Dorfkirche. Daneben gab es acht Kossäten, einen Krug sowie einen Lehnsschulzen.
Bis 1448 war das Dorf in Besitz mehrerer Berliner und Cöllner Bürger, unter anderem der Familien Blankenfelde und Boytin. Nach dem „Berliner Unwillen“ verloren diese ihre Besitztümer an Kurfürst Friedrich II. (genannt „Eisenzahn“), der diese wiederum an lehnstreue Vasallen verteilte, darunter auch die Adelsfamilie Röbel, der auch die umliegenden Dörfer Hohenschönhausen und Buch gehörten. 1451 wurde das Dorf in zwei Rittergüter aufgeteilt.
Im Jahr 1783 erwarb der preußische Staatsminister Otto von Voß das Gut Wartenberg, er legte die beiden Rittergüter wieder zusammen und ließ sich ein neues Gutshaus mit Wirtschaftsgebäude errichten. Nach seinem Tod 1823 erbten zunächst seine drei Söhne das Gut, sein ältester Sohn Carl wurde nach dem Tod der beiden Jüngeren alleiniger Herrscher über Wartenberg.
Die Stadt Berlin kaufte 1882 das Gut Wartenberg und begann mit der Anlage von Rieselfeldern. Das Gut selbst wurde zum Vorwerk des Stadtgutes Malchow. Die Landgemeinde und der Gutsbezirk Wartenberg gehörten zum Kreis Niederbarnim der preußischen Provinz Brandenburg.
Im Jahr 1920 folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz die Eingemeindung der Gemeinde und des Gutsbezirks; diese bildeten nun den Ortsteil Wartenberg des damaligen 18. Verwaltungsbezirks Weißensee.
Am 21. April 1945 wurde die Dorfkirche von Wehrmachtsangehörigen gesprengt, da sie andernfalls als Orientierung für die anrückende Rote Armee hätte dienen können. Diese erreichte trotz der Sprengung noch am selben Tag gegen 10:30 Uhr den Dorfkern, was gleichzeitig eine der ersten Grenzüberschreitungen Berlins darstellt.
Am 1. September 1985 wurde Wartenberg Teil des neuen Bezirks Hohenschönhausen, der 2001 im heutigen Bezirk Lichtenberg aufging.
Baulich ist Wartenberg sehr unterschiedlich gestaltet. Rund um die Gaststätte „Wartenberger Hof“ finden sich zahlreiche neu errichtete Einfamilienhäuser und im Dorfkern gibt es noch alte Bauernhöfe. Vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden die Siedlung Wartenberg und die Siedlung Falkenhöhe im Nordosten des Ortsteils sowie im Nordwesten die Siedlung Margaretenhöhe, die ursprünglich zu Malchow gehörte.
Nördlich des Ortskerns wird seit 2000 der Landschaftspark Wartenberger Feldmark als Naherholungsgebiet auf den ehemaligen Rieselfeldern entwickelt. Die Wartenberger und Falkenberger Feldflur wurde 2023 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.<ref>Wartenberger und Falkenberger Feldflur als neues Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. In: Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg. 19. Mai 2023, abgerufen am 20. Mai 2023.</ref>
Bevölkerung
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Quelle ab 2007: Statistischer Bericht A I 5. Einwohnerregisterstatistik Berlin. Bestand – Grunddaten. 31. Dezember. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (jeweilige Jahre)<ref>Statistischer Bericht A I 5 – hj 2 / 23. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2023. (PDF) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 26, abgerufen am 27. Februar 2024.</ref>
Infrastruktur
Verkehr
Der Bahnhof Wartenberg liegt südlich des Ortsteils in Neu-Hohenschönhausen. Bis 2002 gehörte dieses Gebiet noch zu Wartenberg. Der Ortsteil wird durch zwei Buslinien bedient. Mit der Linie 256 der BVG bestehen Fahrmöglichkeiten über Neu- und Alt-Hohenschönhausen nach Lichtenberg. Mit der Linie 893 der Barnimer Busgesellschaft werden Verbindungen über Lindenberg nach Buch angeboten. Nachts verkehrt die Buslinie N56 als Ringlinie von Wartenberg über Alt- und Neu-Hohenschönhausen.
Die wichtigsten Straßen des Ortsteils sind die Dorfstraße mit Verbindungen nach Malchow und Neu-Hohenschönhausen sowie die Lindenberger Straße ins Umland. Im Nordwesten wird Wartenberg an der Siedlung Margaretenhöhe von der Bundesstraße 2 tangiert.
Bildung
- 40. Schule (Grundschule), Straße 3 Nr. 21<ref>Schulporträt. In: bildung.berlin.de/schulverzeichnis. Abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>
Seit 1952 gab es in Wartenberg die Ingenieurschule für Landtechnik, die 1969 in die Ingenieurhochschule Berlin-Wartenberg umgewandelt und 1990 aufgelöst wurde.<ref>Die Ingenieurhochschule Berlin-Wartenberg (1952–1990). (PDF) In: htw-berlin.de. S. 47–52, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>
Sport
- Wartenberger SV.<ref>Wartenberger SV. In: board.wartenberger-sv.com. Abgerufen am 30. Januar 2026.</ref> Die Fußballmannschaften des Vereins tragen ihre Spiele auf dem Sportplatz am Fennpfuhlweg aus.
Persönlichkeiten
- Dietrich Besler (* 1919), langjähriger LPG-Vorsitzender in Wartenberg
Siehe auch
- Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wartenberg
- Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Wartenberg
- Liste der Gedenktafeln in Berlin-Wartenberg
Weblinks
- Geschichte von Wartenberg. Seiten des Bezirksamtes.
- Ausführliche Geschichte von Wartenberg. Genwiki.
Einzelnachweise
<references />