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Hexamethyldisiloxan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von Hexamethyldisiloxan
Keile zur Verdeutlichung der Geometrie
Allgemeines
Name Hexamethyldisiloxan
Andere Namen
  • 2,2,4,4-Tetramethyl-3-oxa-2,4-disilapentan
  • Bis(trimethylsilyl)ether
  • HMDSO
  • HMDS
  • Vorlage:INCI
  • MM
  • L2
Summenformel C6H18OSi2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 203-492-7
ECHA-InfoCard 100.003.176
PubChem 24764
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 162,38 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,76 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−59 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

100 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

43 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser (930,7±33,7 ppb bei 23 °C)<ref>Sudarsanan Varaprath, Cecil L. Frye, Jerry Hamelink: Aqueous solubility of permethylsiloxanes (silicones). In: Environmental Toxicology and Chemistry. 15, 1996, S. 1263–1265, doi:10.1002/etc.5620150803.</ref>

Brechungsindex

1,377<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​410
P: 210​‐​233​‐​240​‐​241​‐​242​‐​273<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Hexamethyldisiloxan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Siloxane.

Gewinnung und Darstellung

Hexamethyldisiloxan entsteht bei Kontakt von Chlortrimethylsilan mit Wasser, wobei Chlortrimethylsilan zunächst in heftiger Reaktion unter Wärmeentwicklung und Bildung von Chlorwasserstoff zu Trimethylsilanol hydrolysiert, das unbeständig ist und unter Wasserabspaltung zu Hexamethyldisiloxan kondensiert.

Eigenschaften

Die Dämpfe von Hexamethyldisiloxan können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt −8 °C, Zündtemperatur 310 °C) bilden.

Verwendung

Hexamethyldisiloxan wird (wie auch Hexamethyldisilazan) zur Herstellung von quarzähnlichen Schichten von Siliziumdioxid per Plasmapolymerisation oder Flammenbeschichtung<ref>INNOVENT Technologieentwicklung e. V. Jena: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />CCVD – Combustion Chemical Vapour Deposition (Memento vom 25. Februar 2016 im Internet Archive).</ref><ref>R. Weidl, B. Zobel, A. Heft, A. Pfuch, U. Gitter, B. Grünler, T. Richter, C. Erbe: Atmosphärendruck C-CVD Beschichtungsverfahren – Trends und Entwicklungen. In: Galvanotechnik. 2007, 8, S. 1978–1982.</ref> verwendet (z. B. bei PET-Flaschen).<ref>P. Awakowicz, M. Deilmann (Universität Bochum): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Plasmasterilisation von PET-Flaschen: Dicht und steril im Doppelpack (Memento vom 13. November 2016 im Internet Archive) (PDF)</ref> Es wird auch als unpolares Lösungsmittel mit niedriger Oberflächenspannung<ref>Nitrochemie: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein..</ref> (z. B. für Arzneimittel) und zur Einführung von Trimethylsilylgruppen verwendet.

Gefahrenbewertung

Hexamethyldisiloxan wurde 2012 von der EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) im Rahmen der Stoffbewertung in den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) aufgenommen. Hierbei werden die Auswirkungen des Stoffs auf die menschliche Gesundheit bzw. die Umwelt neu bewertet und ggf. Folgemaßnahmen eingeleitet. Ursächlich für die Aufnahme von Hexamethyldisiloxan waren die Besorgnisse bezüglich Verbraucherverwendung und hoher (aggregierter) Tonnage sowie der Gefahren ausgehend von einer möglichen Zuordnung zur Gruppe der CMR-Stoffe. Die Neubewertung läuft seit 2013 und wird von Norwegen durchgeführt. Um zu einer abschließenden Bewertung gelangen zu können, wurden weitere Informationen nachgefordert.<ref>Community Rolling Action Plan (CoRAP) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA): Vorlage:Linktext-CheckVorlage:AbrufdatumVorlage:CoRAP-Status/2013 </ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />