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Sunrise (Teleskop)

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 08:32 Uhr durch imported>Pikarl (Einleitender Absatz mit Hinweis auf Rolle Deutschlands bei Betrieb & Finanzierung.).
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Sunrise ist ein ballongetragenes Spiegelteleskop zur Sonnenbeobachtung, das maßgeblich in Deutschland finanziert und koordiniert wird.<ref name="MPSWebseite">SUNRISE: ein ballongetragenes Sonnenobservatorium Projektwebseite Max-Planck-Gesellschaft. Abgerufen am 17. April 2026</ref> Es verfügt über ein leichtes Spiegelsystem aus Zerodur Glaskeramik<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. In: SCHOTT Solutions. Nr. 2, 2009. SCHOTT Website.</ref> mit einer Apertur von einem Meter. Mit einem Heliumballon ist das 1,8 Tonnen schwere Teleskop auf 36 Kilometer Höhe gebracht worden, wodurch Beobachtungen im UV-Bereich ungehindert durch die Atmosphäre möglich sind.

Vorteile

SUNRISE bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Das Seeing ist durch die Beobachtunghöhe oberhalb turbulenter Luftschichten praktisch nicht vorhanden
  • Beobachtungen im Ultraviolett werden durch den Flug oberhalb der Ozonschicht ermöglicht
  • Während der gesamten Mission können Sonnenbeobachtungen durchgeführt werden, da zu dieser Jahreszeit in diesen Breiten die Sonne nicht untergeht (siehe auch Mitternachtssonne)

Technische Details

Das Teleskop arbeitet beugungsbegrenzt mit einer Winkelauflösung von 0,05 Bogensekunden. Die Oberfläche der Sonne und die Verteilung ihrer Magnetfelder wird mit einer räumlichen Auflösung von 35 Kilometer pro Pixel und einer zeitlichen Auflösung von 5 Sekunden gemessen. Dazu sind mehrere gleichzeitig beobachtende Instrumente an Bord, der Magnetograph IMaX und der Filter Imager SUFI. Es handelt sich um das größte Sonnenteleskop, das je die Erde verlassen hat.<ref name="MPGPm090608">Sunrise schwebt der Sonne entgegen. Presseinformation vom 8. Juni 2009. Max-Planck-Gesellschaft.</ref>

Die Ausrichtung in die gewünschte Richtung erfolgt wie beim Hubble-Weltraumteleskop durch mehrere Reaktionsräder. Im Anschluss daran übernimmt ein Trägheitsrad die Lagestabilisierung.

Missionen

Nach einer Testfahrt im Herbst 2007 erfolgte der Start für die Erstfahrt um 8 Uhr 27 am 8. Juni 2009 vom Startplatz Esrange in Kiruna, Schweden. In den folgenden fünf Tagen wurde das System von Polarwinden über den Nordatlantik und Grönland bis nach Nordkanada getragen.<ref name="MPGPm090608" /> Die Landung an Fallschirmen gelang um 1 Uhr 45 am 14. Juni 2009 auf der Insel Somerset in der Kanadischen Provinz Nunavut.<ref>Auftakt: Der Sonne hinterher. Sunrise Science Blog, 1. April 2009, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</ref>

Die zweite Fahrt begann um 7 Uhr 30 am 12. Juni 2013 wiederum von der Weltraumbasis Esrange in Kiruna, Schweden und führte ebenso nach Kanada und dauerte etwas mehr als fünf Tage.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SunRise II Payload Track. Estange website (Memento vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive).</ref>

Eine dritte Mission mit drei neuen Instrumenten<ref>500 Tage bis zum Start von Sunrise III. Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, 18. Januar 2021.</ref> des nun als Sunrise III bezeichneten Teleskops musste im Juni 2022 kurz nach dem Start in Esrange abgebrochen werden, da sich das Teleskop aufgrund technischer Probleme nicht auf die Sonne ausrichten ließ.<ref>Sunrise III: Flug des Sonnenobservatoriums kurz nach Start abgebrochen. Heise online, 11. Juli 2022.</ref><ref>Sunrise III: Sonnenteleskop ohne größere Schäden gelandet. astronews, 13. Juli 2022.</ref> Sie wurde dann im Juli 2024 erfolgreich durchgeführt und dauerte 6,5 Tage, worauf das Teleskop westlich des Great Bear Lake in Kanada landete.<ref>https://www.mpg.de/22197211/erfolgreicher-start-fuer-sunrise-iii</ref>

Beteiligte Institutionen

Geleitet wird die Mission vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen.

Weitere beteiligte Institute:

sowie

Gefördert wird das SUNRISE-Projekt vom

Weblinks

Einzelnachweise

<references />