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Jesus Freaks

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Jesus Freaks Deutschland
(JFD)
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Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1991
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Halle/Saale
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Evangelisation
Vorsitz Jan Saalbach, Gerd Janke, Julian Kohler (2026)<ref>https://jesusfreaks.de/kontakt/impressum/</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Mitglieder ca. 1.000
Website jesusfreaks.de

Jesus Freak Deutschland e. V. (kurz Jesus Freaks) ist ein Verein in Deutschland, der sich als außerkirchliche christliche Glaubensbewegung sieht und Elemente der Jugendkultur gebraucht. Die Idee, einen Ort zu haben, wo „Freaks, Punks, Hippies und Szeneleute sich wohl fühlen“, geht zurück auf die Jesus-People-Bewegung aus den 1960er- und 1970er- sowie die Missionsbewegung Steiger aus den 1980er-Jahren.<ref>Martin Dreyer: Jesus-Freak. Leben zwischen Kiez, Koks und Kirche. Pattloch Verlag, 2012, ISBN 978-3-629-02306-3</ref><ref>Steiger International</ref> Durch die unterschiedlichen Herkünfte und Prägungen ihrer Anhänger, die sich als „Jesus Freaks“ bezeichnen, lässt sich die Glaubensbewegung nicht eindeutig einer der vielen christlichen Strömungen zuordnen. Als eine Art Werte- und Glaubensbekenntnis gilt die 2008 verabschiedete Charta.<ref>Jesus Freaks Deutschland e. V.: Charta. Jesus Freaks Deutschland. 2008, Kapitel 2 Präambel.</ref> Das darin befindliche Glaubensbekenntnis orientiert sich am Apostolischen Glaubensbekenntnis.

Geschichte und Struktur

Datei:Freakstock mainstage 2004.jpg
Lobpreis beim Hauptseminar auf der Mainstage des Freakstock 2004

Gegründet wurden die Jesus Freaks am 20. September 1991 in Hamburg von Martin Dreyer. Er wollte damit ein spirituelles Zuhause für junge Menschen schaffen, die nicht in andere Kirchen gehen würden. Dreyer absolvierte Anfang der 1990er Jahre eine freikirchliche Pastorenausbildung in der Theologischen Ausbildungsstätte der Anskar-Kirche und wurde dort 1995 zum Pastor ordiniert. Dachverband der Jesus Freaks ist der deutsche Verein Jesus Freaks Deutschland e. V. (JFD). JFD ist seit 1994 ein gemeinnütziger Verein und hat seinen Sitz in Halle/Saale. Bis 2012 lief der Verein unter dem Namen Jesus Freaks International e. V.

Etwa 1000 Mitglieder gehören der Bewegung an. Sie treffen sich in gut 30 Gemeinden und Gruppen in Deutschland, besuchen aber auch andere Gemeinden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />jesus.de: Wer glaubt was (5): Die Jesus Freaks (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jesus.de 21. Juni 2013</ref> Dazu kommen Gruppen in den Niederlanden, in der Schweiz, in Österreich, Tschechien und Dänemark. Die Bewegungsleitung geht vom so genannten „Leitungskreis“ aus. Dieser setzt sich zusammen aus dem „Diakonkreis“ (Vereinsvorstand, Büro und Ü-Team), der organisatorische und rechtliche Aufgaben wahrnimmt, sowie den Vertretern der verschiedenen Regionen und Bereiche und gewählten Einzelpersonen.<ref>Jesus Freaks Deutschland: Strukturpapier (PDF; 850 kB) 2009</ref>

Symbol ist ein in ein Omega gestelltes Alpha. Alpha und Omega sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets und symbolisieren Jesus entsprechend (Vorlage:Bibel/Link): „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“

Der Verein organisiert seit 1995 einmal jährlich das Freakstock-Festival. Weitere Arbeitsbereiche sind u. a. das „Willo“, ein Treffen für Jesus Freaks, die Seelsorge-Arbeit, bis 2020 ein Magazin namens „Korrekte Bande“ (bis Mai 2017 „Der kranke Bote“<ref>https://jesusfreaks.de/vom-kranken-boten-zur-korrekten-bande/ jesusfreaks.de: Vom kranken Boten zur korrekten Bande</ref>), die Drogenarbeit und das „Educamp“, die Ausbildungsarbeit der Jesus Freaks.<ref>jesusfreaks.de: Aktivitäten 2013</ref>

Verstand sie sich früher vor allem als eine Bewegung von neu zum Christentum bekehrten Menschen und von jungen, progressiven Christen, die sich in den Strukturen der Landes- und Freikirchen nicht wohlfühlten, ist das Spektrum heute breiter geworden. Auch die Haltung zu anderen christlichen Gruppierungen hat sich geändert. So arbeiten an einigen Orten Jesus Freaks in der Evangelischen Allianz mit.<ref>Jesus Freaks wollen ihre Einheit stärken. In: Idea vom 2. August 2008</ref> In Chemnitz bildeten die örtlichen Jesus Freaks und das Heilsarmeekorps von 2000 bis 2016 eine gemeinsame Gemeinde.<ref>Geschichte der Jesus Freaks Chemnitz bis 1999</ref>

Charakteristik und Positionen

Jesus Freaks wurden von unterschiedlichen christlichen Strömungen geprägt, daher ist keine eindeutige Zuordnung möglich. Da sich die Jesus-Freaks-Gemeinden selbst organisieren, variieren sie stark in Form, Größe und Ausrichtung.

Gemäß ihrer Selbstdarstellung sind sie der Überzeugung, dass „ein kompromissloses Leben mit Jesus das coolste, heftigste, intensivste und spannendeste überhaupt ist.“<ref>Jesus Freaks Deutschland e. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Charta. Jesus Freaks Deutschland. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jesusfreaks.de 2008, Kapitel 3 Vision & Werte.</ref> Sie stellen dabei einen „Aufbau einer persönlichen Beziehung zu Gott“ in den Vordergrund. Mission sei, „Menschen für Jesus zu gewinnen“, die ihrer Meinung nach außerhalb einer gesellschaftlichen Wertegemeinschaft stehen.

Charakteristisch für diese Gruppierung ist die starke Anlehnung an bestehende Jugendkulturen und Szenen. Dies äußert sich etwa in betont jugendlich anmutendem Sprachgebrauch. So wurden beispielsweise Gottesdienste u. a. als Jesus-Abhäng-Abende bezeichnet. Die Bewegung pflegt lockere Umgangsformen und lehnt traditionelle, gesetzeshafte Gottesdienstregeln und Kleidungsstile ab. Ihr Lebensstil findet insbesondere Ausdruck in der Musik, wo populäre Stile wie etwa Rock, Punk, Electro und Singer-Songwriter adaptiert und mit christlichen Inhalten versehen werden (siehe Christliche Popmusik). Beispielsweise werden Abendmahlsliturgien gerappt oder Lobpreislieder im Stil von Thrash Metal gesungen.

Die Sexualmoral gilt als konservativ, wird aber an keiner Stelle vorgeschrieben. Als offizielles Statement gilt die 2008 beschlossene Charta von Jesus Freaks Deutschland. Darin heißt es: „Wir wollen für die Würde und Gleichberechtigung aller Menschen gleichermaßen eintreten – unabhängig von Bildung, Geschlecht, Religion, (ethnischer) Herkunft, ((sub-)kultureller) Prägung und finanziellen Möglichkeiten u.v.m. – kurz: über alle menschlichen Grenzen hinweg.“<ref>Jesus Freaks Deutschland e. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Charta. Jesus Freaks Deutschland. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jesusfreaks.de 2008, Kapitel 3 Vision & Werte.</ref> In der Bewegungszeitschrift „Der Kranke Bote“ vom Februar 2009 setzte sich unter dem Titel „Im Zweifel für die Liebe — Warum Christen beim Thema Homosexualität umkehren müssen“ der Autor für eine ausgeglichenere Sichtweise über Homosexualität und Anerkennung der Liebe bei dauerhaften gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ein.<ref>Frank Hartkopf: Im Zweifel für die Liebe — Warum Christen beim Thema Homosexualität umkehren müssen, @1@2Vorlage:Toter Link/bote.jesusfreaks.deDer Kranke Bote 1/2009 (Februar/März) — Kurzversion (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, S. 14 (PDF).</ref> Dies führte zu einer großen Diskussion innerhalb der Gemeinschaft, einem runden Tisch beim Willo-Freak-Treffen im Mai 2009<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/news.jesusfreak.deWillow-Freak-Treffen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, news.jesusfreak.de, 2. April 2009</ref> und einer übersetzten Version des Artikels in der englischen Schwesternzeitschrift „The Sick Messenger“ im Juni 2009.<ref>Frank Hartkopf: Giving Love the Benefit of Doubt — Why Christians have to convert when it comes to homosexuality, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Sick Messenger 3/2009 (Juni/Juli) (Memento vom 12. August 2011 im Internet Archive), S. 16.</ref>

Verwandte Gruppen

Seit Ende 2006 besteht ein deutscher Zweig des in England gegründeten SPEAK-Netzwerkes. Die Gruppe versucht, die Kultur und einige der traditionellen Inhalte linker Protestbewegungen mit einem evangelikal-religiösen Hintergrund zu verbinden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Texte (Memento vom 3. April 2007 im Internet Archive) und <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbstdarstellung (Memento vom 13. April 2010 im Internet Archive) des SPEAK-Netzwerks.</ref> Ein Schwerpunkt ist die Migrationspolitik. Die meisten Gründungsmitglieder sind Menschen, die den Jesus Freaks angehören oder ihnen nahestehen.<ref>Aus den <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Onlinenachrichten (Memento vom 24. Oktober 2008 im Internet Archive) der Jesus Freaks.</ref> Außerdem bestehen Verbindungen zu ähnlichen christlichen Gemeinden bzw. Bewegungen in England und Norwegen.

Reaktion der Kirchen

Der Betreiber der Website Religio.de urteilte (basierend auf Online-Positionen der Bewegung von 1998): "Ich würde die Jesusfreaks nicht als Sekte bezeichnen, sondern als schwärmerische und erweckliche Jugendbewegung", und konstatierte: "Momentan scheinen sie von den Kirchen nicht zu Kenntnis genommen zu werden".<ref>Jesusfreaks. In: religio.de. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Brigitte Hahn, Referentin für Sekten- und Weltanschauungsfragen beim Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Münster äußert anlässlich des Weltjugendtages 2005 „Die Jesus Freaks sind keine Sekte. Darin sind sich alle einig.“ Dennoch sehen einige Beobachter seitens der katholischen Kirche einige Aspekte der Freaks-Einstellungen kritisch. „Sie scheinen ein moderner Haufen zu sein, und dabei haben sie konservative Werte.“ Außerdem tendierten sie dazu, sich von Nichtglaubenden abzugrenzen, indem sie sich selbst als Freunde Jesu bezeichneten. 2011 fügte die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen dem hinzu „[…] der Fundamentalismusverdacht dürfte sich durch die neue Entwicklung relativiert haben“.<ref>Karina Meyer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />20 Jahre Jesus Freaks – Die Entwicklung einer Jugendbewegung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ezw-berlin.de, S. 464&465. Materialdienst der EZW 12/2011</ref>

Jörn Möller, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Nordelbischen Evangelischen Landeskirche, sagte: „Die Jesus Freaks sind eine Teilkirche.“ Er sieht es trotz ihrer „Nähe zu konservativ-christlichen Kreisen“ als unwahrscheinlich an, dass „die Gruppe irgendwann einmal eine Sekte wird“. Dagegen kritisiert er, dass auch die Jesus Freaks Personen taufen, die bereits als Kind getauft worden sind: „Das Sakrament ist ein Geschenk Gottes und kann nicht beliebig wiederholt werden.“

Siehe auch

Literatur

Film
  • Freakstock 2012 von Himmelsstürmern und Bruchpiloten, Eigenproduktion, veröffentlicht am 27. November 2012 bei Youtube
  • Freakstock 2012 – Die Doku, Eigenproduktion, veröffentlicht am 25. August 2012 bei Youtube
  • Jesus Freaks, Dokumentarfilm von Anne Pütz (BRD 2008), gesendet am 6. Juni 2008 im WDR

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>