Zum Inhalt springen

Eckartsborn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 13:40 Uhr durch imported>Muck50 (Weblinks: Commonscat ergänzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Eckartsborn
Stadt Ortenberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(686)&title=Eckartsborn 50° 22′ N, 9° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(686) 50° 22′ 17″ N, 9° 3′ 48″ O
 {{#coordinates:50,371513888889|9,0632444444444|primary
dim=10000 globe= name=Eckartsborn region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 258 (230–268) m ü. NHN
Fläche: 4,66 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 686 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen im Mai 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 63683
Vorwahl: 06046
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Eckartsborn ist ein Stadtteil von Ortenberg im südhessischen Wetteraukreis.

Geografische Lage

Eckartsborn liegt nordöstlich von Ortenberg.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Eckartsborn erfolgte im Jahr 1290 als Eckernburn.<ref>Helfrich Bernhard Wencks Hessische Landesgeschichte. Mit einem Urkundenbuch. Darmstadt und Gießen 1783, Bd. 2 S. 228 f. Nr. 220.</ref>

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Eckartsborn:

„Eckartsborn (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 112 St. von Nidda auf einem Berge, hat 63 Häuser und 326 Einw., die außer 2 Kath. evangelisch sind, und unter welchen sich 46 Bauern und 19 Handwerker befinden. Sodann hat der Ort 1 Mahl- und 1 Oelmühle. – Im Jahr 1290 wird eines Weinbergs zu Eckartsborn gedacht.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Die bis dahin selbständige Gemeinde Eckartsborn wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen zum 1. Juli 1971 mit den Städten Ortenberg und Lißberg sowie vier weiterer kleinerer umliegender Gemeinden auf freiwilliger Basis zu erweiterten Stadt Ortenberg zusammengeschlossen.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 1. Juli 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988 Abs. 12 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 5,0 MB]).</ref> Seit dem Abschluss der Gebietsreform im August 1972 liegt Eckartsborn im Wetteraukreis. Für Eckartsborn wurde, wie für die übrigen Stadtteile von Ortenberg, ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 119 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Ortenberg, abgerufen im Dezember 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Eckartsborn angehört(e): <ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Eckartsborn 708 Einwohner. Darunter waren 21 (3,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 105 Einwohner unter 18 Jahren, 300 zwischen 18 und 49, 165 zwischen 50 und 64 und 138 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 288 Haushalten. Davon waren 63 Singlehaushalte, 108 Paare ohne Kinder und 99 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 51 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 195 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1791: 209 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 244 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 272 Einwohner, 57 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 326 Einwohner, 63 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 322 Einwohner, 63 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 313 Einwohner, 59 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Eckartsborn: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
  
209
1800
  
244
1806
  
272
1829
  
322
1834
  
382
1840
  
371
1846
  
369
1852
  
407
1858
  
336
1864
  
336
1871
  
324
1875
  
313
1885
  
317
1895
  
329
1905
  
339
1910
  
343
1925
  
375
1939
  
352
1946
  
509
1950
  
468
1956
  
423
1961
  
416
1967
  
471
1970
  
450
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2008
  
740
2010
  
769
2011
  
708
2014
  
718
2018
  
743
2022
  
696
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" />; Stadt Ortenberg:<ref name="EW14" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; 2022<ref name="EW2022" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 324 evangelische, 2 katholische Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 380 evangelisch (= 91,35 %), 32 katholische (= 7,69 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Eckartsborn besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Eckartsborn) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 54,70 %. Dabei wurden gewählt: je drei Mitglieder der SPD, der CDU und „Freien Wählergemeinschaft Ortenberg“ (FWG).<ref>Ortsbeiratswahl Bergheim. In: Votemanager. Stadt Ortenberg, abgerufen im Mai 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Ulrich Ronny Herold zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Eckartsborn. In: Ratsinfosystem. Stadt Ortenberg, abgerufen im Mai 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Viele Vereine prägen das Dorfleben, so unter anderem auch die „Bergritscher“, die auf einem Arschleder die Abhänge hinunterrutschen.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Südlich des Ortes führen die Bundesstraße 275 und die Kreisstraße 200 am Ort vorbei.

Die Oberwaldbahn, an der Eckartsborn einen Haltepunkt hatte, verlief in der Ortslage auf der Dorfstraße. Der Zugang zur damals existierenden Gaststätte „Emil Haas“ war hier mit dem Schild gesichert: „Privatweg, Übergang nur für Berechtigte“. „Unklar blieb allerdings, wo die Gaststättenbesucher eine Berechtigung erhalten sollten - oder waren sie alle berechtigt?“<ref>Urs Kramer, Matthias Brodkorb: Abschied von der Schiene. Güterstrecken 1980 bis 1993. 1. Auflage. transpress Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-71346-8, S. 72.</ref> Seit 1984 ist die Strecke auch für den Güterverkehr stillgelegt und die Gleisanlagen wurden zurückgebaut. Heute läuft der Vulkanradweg über die frühere Bahntrasse von Stockheim nach Lauterbach (Hess). Er ist Teil des BahnRadweg Hessen, der auf ehemaligen Bahntrassen ca. 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön führt.

Weiteres

Im Ort gibt es ein Bürgerhaus und einen Sportplatz.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Eckartsborn, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Amt Lißberg"> Die Zugehörigkeit des Amtes Lißberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 226 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 274 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 420 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="EW14">Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Stadt Ortenberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2019; abgerufen im Dezember 2020. </ref> <ref name="DF">Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Stadt Ortenberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. April 2020; abgerufen im Dezember 2020. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 108, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Eckartsborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende