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Markus Bock

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Markus Bock (* 13. Februar 1979 in Bamberg) ist ein deutscher Sportkletterer.

Markus Bock begann 1985 im nahegelegenen Klettergebiet Nördlicher Frankenjura. Bereits mit fünfzehn kletterte er mit „Fight Gravity“ seinen ersten Weg im achten UIAA-Grad. Zwei Jahre später konnte er mit „Burn 4 you“ seine erste Route im unteren elften Grad klettern. Im Jahr 1997 gelang ihm mit „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ seine erste Neutour im unteren elften Grad. Im Jahr 2005 wurde er der achte Wiederholer der Wolfgang Güllich Route Action Directe.<ref>Auch Markus Bock gelingt Wiederholung der Action Directe, vom 23. Oktober 2005 auf climbing.de, abgerufen am 2. Mai 2011</ref>

Markus Bock gelang im Jahr 2006 mit der Route Corona im Schwierigkeitsgrad 11/11+ (UIAA) im Klettergebiet Fränkische Schweiz eine der schwersten Kletterrouten des Nördlichen Frankenjura. Im gleichen Jahr gelang ihm die Wiederholung der Route „Shangri-La“ und er schaffte es zu dieser Zeit, alle Routen der UIAA-Grades 10 und schwerer in der Fränkischen Schweiz zu klettern. Dies waren damals über 170 Routen.<ref>Tickliste komplett: Markus Bock und fränkische Routen ab UIAA 10, vom 28. Juni 2006 auf climbing.de, abgerufen am 2. Mai 2011</ref> Außer den Routen in der Fränkischen Schweiz wiederholte er auch schwere Routen in anderen Klettergebieten, so die Route „Biographie“ (8c+) in Céüse in Frankreich<ref> Markus Bock wiederholt "Biographie – Teil I" (8c+), vom 12. September 2006 auf climbing.de, abgerufen am 12. September 2015</ref> oder „24h Party People“ (8c+) in Margalef in Spanien. Mit „Gossip“ (im Jahr 2002) und „Montecore“ (im Jahr 2005) gelangen ihm auch zwei Boulder im Grad Fb 8c, wobei Montecore mittlerweile von einigen namhaften Wiederholern mit 8B+ bewertet wird.<ref>Montecore in der Datenbank für Boulder des Frankenjura. Abgerufen am 11. Januar 2021.</ref>

Markus Bock erlangte vor allem durch seine Begehungen am natürlichen Fels Bekanntheit, er konnte allerdings auch beim Wettkampfklettern Erfolge verbuchen: 1995 wurde er sowohl Deutscher Jugendmeister als auch Deutscher Vizemeister bei den Herren, 1996 gewann er die Jugendweltmeisterschaft in Moskau.

Im September 2020 kam es zu Kontroversen aufgrund einer gewaltsam entfernten Neutour („The last Dance“) am Schneiderloch (Ailsbachtal) im Frankenjura. Grund für die Entfernung war ein als zu gering eingestufter Abstand zu der Route „Burn4U“ deren Erstbegeher das „Alleinstellungsmerkmal“ dieser Route gefährdet sah.<ref>The last Dance (11-/11) am Schneiderloch entfernt. 2. Oktober 2020, abgerufen am 4. Januar 2021.</ref> In einem Interview mit dem Klettermagazin La Crux erklärte Markus Bock, dass er die Route zwar nicht selbst entfernte, der Aktion des Erstbegehers aber beiwohnte und sie unterstütze. Als Argument hierfür führte er im Interview unter anderem mangelnden „Respekt“ vor „klassischen Routen“ auf.<ref>Knatsch im Frankenjura. 15. Oktober 2020, abgerufen am 4. Januar 2021.</ref> Im Zuge dieser Handlungen stellte die Gemeinde Ahorntal als Besitzerin des Grundstücks Anzeige wegen Sachbeschädigung.<ref>Kletterhaken abgeflext: Gemeinde Ahorntal stellt Strafanzeige. 19. November 2020, abgerufen am 4. Januar 2021.</ref>

Erstbegehungen

Auswahl, alle in der Fränkischen Schweiz:

Einzelnachweise

<references />

Weblinks