Dichlorophen
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Struktur von Dichlorophen | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Dichlorophen | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C13H10Cl2O2 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißlicher, brennbarer Feststoff<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||||||||
| ATC-Code |
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 269,13 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
168–172 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
praktisch unlöslich in Wasser (30 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten |
1500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | |||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Dichlorophen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenolderivate (genauer Diphenylmethanderivat) und Organochlorpestizide.
Geschichte
Dichlorophen ist seit 1946 als Fungizid in Baumwollfabriken bekannt.<ref>Paul B. Marsh, Mary L. Butler: Fungicidal Activity of Bisphenols as Mildew Preventives on Cotton Fabric. In: Industrial & Engineering Chemistry. 38, 1946, S. 701–705, doi:10.1021/ie50439a017.</ref>
Verwendung
Dichlorophen wird bzw. wurde als Biozid, Algizid und Bakterizid mit breitem Wirkungsspektrum verwendet, wobei 5–10 ppm aktiven Dichlorophens für eine vollständige Kontrolle des Mikrobenwachstum ausreichen. Typische Anwendungsbereiche waren z. B. in Formulierungen für Kühlwassersysteme, Schleimbekämpfungsmittel in der Papierherstellung, Konservierungsmittel in Farbstoffen, Klebstoffen, Polymeren und Latex-Produkten, Textilien und von wasserhaltigen Produkten.<ref>Trigon Chemie: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dichlorophen ( vom 13. November 2006 im Internet Archive)</ref> Seit 2009 darf Dichlorophen für die Biozid-Produktarten 2, 3, 4, 6 und 13,<ref>2008/809/EG: Entscheidung der Kommission vom 14. Oktober 2008 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-ProduktenVorlage:Abrufdatum</ref> seit 2011 auch nicht für 7, 9, 10, 11 und 12<ref>2010/72/: Beschluss der Kommission vom 8. Februar 2010 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-ProduktenVorlage:Abrufdatum</ref> verwendet werden.
Es wird als Arzneistoff in Anthelminthika und in Form von Pudern, Salben oder Sprays als Antimykotikum gegen Pilzerkrankungen und in Kosmetika als Konservierungsmittel eingesetzt. Für Tiere sind in Deutschland keine Präparate auf der Basis von Dichlorophen mehr zugelassen, die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren ist nicht erlaubt.
Sicherheitshinweise
Dichlorophen ist ein Typ-IV-Kontaktallergen<ref>Allergologie: Dichlorophen</ref> und wird als Testallergen (Epicutantest)<ref>Paul-Ehrlich-Institut: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Test-Allergene (Epicutantest) ( vom 14. Januar 2016 im Internet Archive)</ref> verwendet.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
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- ATC-P02
- ATC-D01
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Augenreizender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Chlorphenol
- Diphenylmethan
- Arzneistoff
- Anthelminthikum
- Antimykotikum