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DeutschlandCard

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DeutschlandCard GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | DeutschlandCard Logo 12.2024.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 2006
Sitz München
Leitung
  • Dirk Kemmerer
  • Eva Adelsgruber
Mitarbeiterzahl ca. 90
Branche Marketing
Website www.deutschlandcard.de
Datei:DeutschlandCard logo.svg
Logo bis Ende 2024

Die DeutschlandCard GmbH ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in München. Es wurde 2006 gegründet und gehört zu Bertelsmann. Die DeutschlandCard GmbH betreibt ein Kundenbindungsprogramm, das 2008 gestartet wurde und mehr als 20 Millionen Teilnehmer hat. Ein Rabattpunkt entspricht wertmäßig einem Euro-Cent. Die gesammelten Punkte können bei ausgewählten Partnern eingelöst oder gegen Prämien auf der Website des Unternehmens eingetauscht werden, teilweise gegen Zuzahlung.<ref name=":5">Holger Geißler: So unterschiedlich werden Payback und DeutschlandCard eingesetzt. In: WirtschaftsWoche. 2. November 2015, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> Das Unternehmen stellt seinen Betrieb spätestens zum 30. November 2026 ein.<ref>Golem. Abgerufen am 14. April 2026.</ref>

Geschichte

Datei:DeutschlandCard bei Edeka 2017.jpg
DeutschlandCard in der Kassenzone einer Edeka-Filiale

Das Unternehmen wurde im Januar 2006 als arvato direct services München GmbH gegründet und im September 2007 in DeutschlandCard GmbH umbenannt.<ref name=":3">Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 10. Juni 2017 (Amtsgerichts München, HRB 160525).</ref> 2008 nahm die DeutschlandCard GmbH ihre Geschäftstätigkeit unter dem Dach der Bertelsmann-Tochter Arvato auf.<ref>Bertelsmann will mit DeutschlandCard Kunden binden. In: Die Welt. 26. Februar 2008, S. 13.</ref> Das Unternehmen rief ein Kundenbindungsprogramm ins Leben, dem Partner mehrerer Branchen angehörten.<ref>Juliane Paperlein: Der Angreifer in der Geldbörse. In: Horizont. 28. Februar 2008, S. 14.</ref> Mit diesem Konzept trat es in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie Payback oder Happy Digits.<ref>Yasmin El-Sharif et al.: Drei Karten – ein Markt. Bertelsmann will mit einer neuen Deutschlandcard älteren Bonussystemen wie Payback und Happy Digits Konkurrenz machen. In: Der Tagesspiegel. 26. Februar 2008, S. 15.</ref>

Zum Start gewann die DeutschlandCard GmbH unter anderem die Deutsche Bank, Edeka, Gehe, L’TUR und Porta Möbel.<ref>Sebastian Wieschowski: Immer mehr Firmen locken Kunden mit Rabatten. In: Die Welt. 25. März 2008, S. 16.</ref><ref>Bertelsmann startet eigene Rabattkarte. In: Handelsblatt. 4. März 2008, S. 28.</ref> Edeka ersetzte mit der DeutschlandCard seine eigene Kundenkarte „Edecard“.<ref>Edeka steigt bei DeutschlandCard ein. In: Werben & Verkaufen. 8. Februar 2008, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> In der ersten Woche meldeten sich bereits zwei Millionen Teilnehmer beim Kundenbindungsprogramm an.<ref>Steffen Fründt: Kartenrepublik Deutschland. In: Welt am Sonntag. 16. März 2008, S. 34.</ref><ref>DeutschlandCard hat bereits zwei Mio. Nutzer. In: Medianet. 21. März 2008, S. 20.</ref> 2010 schloss sich RWE dem Kundenbindungsprogramm an,<ref>DeutschlandCard punktet mit neuem Partner RWE. In: Werben & Verkaufen. 11. November 2010, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> 2011 kam die Schülerhilfe hinzu.<ref>DeutschlandCard gewinnt neuen Partner. Werben & Verkaufen, 3. März 2011, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> 2011 gab die DeutschlandCard GmbH eine Partnerschaft mit Schlecker und Ihr Platz sowie weiteren Marktkauf-Filialen bekannt.<ref>Neue Partner für die Deutschlandcard. Elf weitere Geschäfte bieten Bonuspunkte. In: Westfalen-Blatt. 5. März 2011.</ref><ref>Michael Reidel: Schlecker und Ihr Platz sind neue Partner der Deutschland Card. In: Horizont. 12. August 2011, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> Entscheidend für die weitere Entwicklung war die Kooperation mit Esso:<ref>DeutschlandCard und Esso dehnen Angebot aus. In: Deutsche Verkehrs-Zeitung. 27. November 2012.</ref> Dadurch schloss die DeutschlandCard GmbH im Februar 2012 bei der Zahl der Akzeptanzstellen zum Konkurrenten Payback auf,<ref>DeutschlandCard tankt bei Esso auf. Horizont, 11. Januar 2012, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> jedoch schwächte die Insolvenz von Schlecker und Ihr Platz die Position des Unternehmens wieder.<ref name=":0">Jochen Schuster et al.: Auf die falsche Karte gesetzt. In: Focus. 15. Oktober 2012, S. 78 (focus.de [abgerufen am 10. Juni 2017]).</ref> 2015 zog sich mit der Deutschen Bank ein weiterer Partner zurück.<ref>Lisa Priller-Gebhardt: Deutschlandcard: Deutsche Bank geht, Netto kommt. 25. Juni 2015, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> Anfang 2017 wechselte die DeutschlandCard GmbH von Arvato unter das Dach der Bertelsmann Printing Group.<ref>Volker Scharninghausen: Dirk Kemmerer von Arvato Digital Marketing zur Bertelsmann Printing Group. In: new-business. 31. Januar 2017, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref>

Im Falle von Edeka nahmen jedoch nicht alle Regionalgesellschaften der Edeka bei der DeutschlandCard teil. So trat die Edeka Hessenring beispielsweise zu keinem Zeitpunkt der DeutschlandCard bei und das Sammeln von DeutschlandCard-Punkten war bei der Edeka Hessenring auch bis Ende 2024 nicht möglich. Die Edeka Nord nahm ab dem 1. März 2021 an dem Programm teil<ref>EDEKA Nord wird neuer Partner der DeutschlandCard. In: Einzelhandelaktuell. ProExakt GmbH, 2. März 2021, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref>, am 30. August 2021 folgte die Edeka Rhein-Ruhr.<ref>Andrea Kurtz: Kundenbindungsprogramme - Edeka Rhein-Ruhr kooperiert mit der DeutschlandCard. In: Lebensmittelpraxis. 26. August 2021, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die DeutschlandCard GmbH kompensierte die Entwicklung durch die Aufnahme weiterer Partner, beispielsweise den Hammer-Märkten der Unternehmensgruppe Brüder Schlau im Jahr 2012.<ref>Deutschlandcard baut Partnernetzwerk und Mobile-Strategie aus. In: ONEtoONE. 26. April 2013, abgerufen am 30. Juni 2017.</ref> Zusätzlich führte die Handelskette Netto Marken-Discount im Herbst 2015 das Kundenbindungsprogramm ein.<ref>Netto führt Deutschlandcard ein. In: ONEtoONE. 31. Oktober 2015, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> Bis Anfang 2025 waren die überwiegende Mehrzahl der Teilnehmer des Bonusprogramms der DeutschlandCard GmbH Edeka-Kunden.<ref name=":5" /> Mit 28. Februar 2025 beendete die Edeka-Gruppe mit Trinkgut, Netto Marken-Discount und Marktkauf die Zusammenarbeit.<ref>Bonusprogramm Payback kommt wohl zu Edeka. In: stern.de. 17. März 2023, abgerufen am 17. März 2023.</ref>

Im Jahr 2023 gehörten neben den stationären Partnern auch über 470 Onlinepartner wie Weltbild, booking.com oder OTTO zum Portfolio der DeutschlandCard. Das Multipartner-Bonusprogramm ergänzt sein Angebot in der eigenen App und im Web laufend, um Angebote wie Spielewelt, Prospektwelt oder Inspirationswelt, sowie einen Prämienshop, wo Punkte gesammelt und eingelöst werden können. Auch ist die DeutschlandCard der einzige Nicht-ÖPNV-Anbieter, über den man seit Frühjahr 2023 das DeutschlandTicket beziehen kann und dafür Punkte bekommt.

Seit 2025 ermöglicht es DeutschlandCard durch das Hochladen von Kassenbons Punkte zu sammeln. Zum Start des Angebots wurden folgende Händler unterstützt:

Im April 2026 teilte Bertelsmann mit, den operativen Betrieb der DeutschlandCard spätestens zum 30. November 2026 einzustellen. Der Wechsel der Lebensmittelkette Edeka zum Konkurrenten Payback Ende 2024 habe „dem Programm massiv Frequenz und Reichweite entzogen“, was nicht habe kompensiert werden können.<ref>Bertelsmann stellt Deutschland-Card ein. T-online, 13. April 2026, abgerufen am 14. April 2026.</ref>

Kritik

Eine regionale EDEKA Filiale lehnt die Deutschlandkarte mit diesen Begründungen ab
Ablehnung (inkl. Begründung dazu) der DeutschlandCard an der Kassenzone einer anderen Edeka-Filiale

Verbraucherschützer sehen Bonusprogramme wie die DeutschlandCard generell kritisch, weil die gewährten Rabatte nicht hoch genug seien, um eine Weitergabe von Daten zur Marktforschung zu rechtfertigen.<ref>Kundenkarten lohnen sich nur selten. In: Nürnberger Zeitung. 3. Februar 2015, S. 17.</ref> Die Rabatte seien „bescheiden“, umso „üppiger“ dafür die gespeicherten Daten, urteilte beispielsweise die Welt am Sonntag im Jahr 2008.<ref>Steffen Fründt: Spione im Portemonnaie. In: Welt am Sonntag. 16. März 2008, S. 34.</ref> Diese Einschätzung wies die DeutschlandCard GmbH stets mit dem Hinweis zurück, Datenschutz habe oberste Priorität. Jeder Teilnehmer müsse zudem bei der Anmeldung ausdrücklich zustimmen, Werbung zu erhalten und könne diese Einwilligung auch jederzeit widerrufen.<ref name=":2">Tanja Tricarico: Für jeden ein persönliches Sonderangebot. In: Berliner Morgenpost. 8. November 2015, S. 7.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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