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Sanirin

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Sanirin
Datei:Hundreds of waterbirds in distance on Lake Bemalae 21 Sep 2004.jpg
Der Lago Malai
Daten
Fläche 36,46 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 2.300 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Francisco Reis Tavares
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Caco 815
Palaca 959
Subaleco 456
Palaca (Osttimor)
Palaca (Osttimor)
Koordinaten: 8° 54′ S, 125° 0′ O
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Sanirin (Sanir, Saniry) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Balibo (Gemeinde Bobonaro).

Geographie

Sanirin
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Biatoro 8° 53′ 34″ S, 125° 0′ 44″ O
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10 m
Caco 8° 55′ 11″ S, 124° 59′ 36″ O
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11 m
Maliaben 8° 55′ 34″ S, 125° 2′ 20″ O
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522 m
Oemarasi 8° 53′ 54″ S, 125° 1′ 37″ O
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49 m
Palaca 8° 54′ 5″ S, 124° 59′ 55″ O
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11 m
Subaleco (Palaca) 8° 55′ 51″ S, 125° 1′ 40″ O
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558 m
Subaleco 8° 53′ 28″ S, 125° 1′ 2″ O
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17 m
Subaleco Foho 8° 55′ 42″ S, 125° 2′ 13″ O
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506 m
Sukabelulik 8° 56′ 56″ S, 124° 59′ 27″ O
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37 m
Tapo 8° 56′ 25″ S, 125° 1′ 35″ O
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479 m
Datei:2016-04-01 Sanirin 6.jpg
Mann mit traditioneller Kopfbedeckung

Sanirin liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Balibo, an der Küste der Sawusee. Im Süden liegt der Suco Batugade, im Südosten der Suco Balibo Vila und im Nordosten der Suco Leolima. Im Norden grenzt Sanirin an das Verwaltungsamt Atabae mit dem Suco Aidabaleten. An der Grenze zu Aidabaleten befindet sich der Lago Malai. Der See wird durch mehrere Flüsse aus dem Nordosten des Sucos gespeist. Aus dem See fließt das Wasser teils nach Westen in die Sawusee, teils nach Norden in den Lago Hatsun in Aidabaleten.<ref name="Atlas Bobonaro">Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Bobonaro, abgerufen am 25. September 2022.</ref><ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Sanirin hat eine Fläche von 36,46 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die drei Aldeias Caco (Cacu), Palaca (Palaka, Falaka) und Subaleco (Subalesu, Suba Lesu).<ref name="Atlas Bobonaro" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (Portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref> Höchster Berg des Sucos ist der Foho Lauleun (!491.0699005625.0225065Lage

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   |name=Foho Lauleun
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  }}) mit 699 m. Weitere Erhebungen sind der Foho Suba Lesu (682 m, !491.0724675625.0279135Lage
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  }}), der Foho Frititir (431 m, !491.0584725625.0047505Lage
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  }}), der Foho Fidar (550 m, !491.0604445625.0212785Lage
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  }}), der Taruik Mortaun (500 m, !491.0535005625.0290565Lage
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  }}), der Taruik Laharuiti (211 m, !491.0543895624.9932225Lage
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  }}) und der Foho Oholaun (640 m, !491.0745285625.0453065Lage
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  }}).<ref name="PV">Peakvisor: Foho Lauleun</ref>

Von Südwest nach Nordost führt die nördliche Küstenstraße, eine der Hauptverkehrswege des Landes, die von der Landesgrenze zum indonesischen Westtimor, bis nach Com im Osten des Landes führt. An ihr liegen im Suco (von Süd nach Nord) die Orte Caco (Macassar), Palaca, Biatoro und Subaleco. Das Dorf Oemarasi befindet sich im Nordosten des Sucos.<ref name="Atlas Bobonaro" /><ref name="GIS" /> Im Südosten liegen die Dörfer Subaleco, Subaleco Foho und Maliaben (Malia ben).

Die Ortschaften Sukabelulik und Tapo im Süden kamen 2015 von Batugade an Sanirin, so dass der Leometik und sein Quellfluss Kolosuma an der Südspitze von Sanirin einen Teil der Grenze zu Batugade zeichnen. Dafür gab Sanirin im Norden Aimalae und Megir (Miguir) an Leolima ab.<ref name="Atlas Bobonaro" /><ref name="GIS" />

In Palaca befindet sich die Escola Secundária Católica Geral e Pescas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).

Einwohner

Im Suco leben 2.300 Einwohner (2022), davon sind 1.163 Männer und 1.137 Frauen. Im Suco gibt es 421 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Etwa 90 % der Einwohner geben Kemak als ihre Muttersprache an. Fast 10 % sprechen Tetum Prasa und kleine Minderheiten Bunak oder Tetum Terik.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Sanirin (tetum; PDF; 8,5 MB)</ref>

Geschichte

Datei:16926 - Lagoa de Bé-Malai em Batugadé.jpg
Fischer im Lago Malai in den 1930er Jahren

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Sanirin war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TIMOR LORO SAE, Um pouco de história (Memento vom 13. November 2001 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />East Timor – PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive)</ref>

Im 18. Jahrhundert beteiligte sich Sanirin an der Cailaco-Rebellion gegen die Portugiesen.<ref name="HoT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />History of Timor – Technische Universität Lissabon (Memento vom 24. März 2009 im Internet Archive) (PDF; 824 kB)</ref>

Im 19. Jahrhundert waren die Kemak von Sanirin offiziell dem Reich von Balibo tributpflichtig. 1868 entsandten die Portugiesen eine Streitmacht nach Sanirin, da sich dessen Liurai sich weigerte Steuern zu Zahlen.<ref name="HoT" />

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Ab 1894 unterstützte Sanirin, zusammen mit anderen Reichen im Westen von Portugiesisch-Timor, Obulo und Marobo im Aufstand gegen die Portugiesen. Im September 1895 konnten die Timoresen die Streitmacht von Hauptmann Eduardo da Câmara vernichten. Auch alle europäischen Offiziere kamen ums Leben, Câmara wurde enthauptet. Gouverneur José Celestino da Silva entsandte daraufhin eine Strafexpedition, die nacheinander die Reiche der Rebellen heimsuchte und dem Erdboden gleichmachte. Leutnant Francisco Duarte und Hauptmann Francisco Elvaim kommandierten die Streitmacht mit fast 6.000 Mann, inklusive 40 Portugiesen. Am Nachmittag des 13. August 1896 erreichten sie von den Bergen aus das zu Sanirin gehörende, befestigte Dorf Dato-Lato (anderer Quelle nach Dato-Tolo), mit Trommelwirbel und Kriegsgeschrei. Die Portugiesen vermuteten hier den flüchtigen Liurai von Cotubaba, der aber bereits weiter gezogen war. Da man den Beteuerungen der Bewohner nicht glaubte, wurde das Dorf am Abend des 17. August trotz hartnäckigen Widerstands vollständig vernichtet. Einigen Einwohnern gelang die Flucht, indem sie ihre Wasserbüffel auf die Angreifer losließen. Die Plünderungen und das Morden in Dato-Lato und den benachbarten Dörfern dauerte die ganze Nacht. In den folgenden Tagen wurden auch andere Teile Sanirins verheert. Duarte zählte allein 104 Köpfe, die von den timoresischen Hilfstruppen den Opfern abgeschlagen wurden, darunter auch von Brau Sacca, dem „Mörder“ von Hauptmann Câmara. Das Grauen war so groß, dass die mit Portugal verbündeten Herrscher von Atsabe und Deribate ihre Krieger abzogen. Gegen Deribate führten die Portugiesen daher später ebenfalls eine Strafexpedition, die weitere hunderte Tote forderte.<ref name="Damaledo">Andrey Damaledo: Divided Loyalties: Displacement, belonging and citizenship among East Timorese in West Timor, S. 27–30, ANU press, 2018, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>R. Roque: Headhunting and Colonialism: Anthropology and the Circulation of Human Skulls in the Portuguese Empire, 1870–1930, S. 19ff., 2010, ff.&q=Deribate#v=onepage eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Gouverneur José Celestino da Silva erklärte das Reich von Sanirin für aufgelöst und stellte es unter die Herrschaft von Balibo.<ref>Christopher J. Shepherd: Development and Environmental Politics Unmasked: Authority, Participation and Equity in East Timor, S. 46, 2013, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Politik

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Agusto Dato Buti zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2009<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref> Er wurde 2023 von Francisco Reis Tavares abgelöst.<ref name="PMB">Portal Municipal Bobonaro: Posto Administrativo Balibo, abgerufen am 1. März 2025.</ref>

Kultur

Alle vier Jahre findet am Lago Malai ein Fischerfest statt. Der Termin variiert, fällt aber grundsätzlich auf den 29. und 30. August.<ref name="King">Margaret J. E. King: Fishing Rites at Be-Malai, Portuguese Timor (Bericht eines Besuchs im August 1960), Records of the South Australian Museum, Adelaide, Sth Aust. : Govt. Printer, "From Records of the South Australian Museum, Vol. 15, No. 1, 6. Oktober 1965."</ref>

Wirtschaft

Dem Strand von Palaca und dem Lago Malai spricht man touristisches Potential zu.<ref name="Dev"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bobonaro District Development Plan 2002/2003 (Memento vom 28. März 2009 im Internet Archive) (PDF-Datei; 566 kB)</ref>

Weblinks

Commons: Sanirin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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