Ottmar Edenhofer
Ottmar Georg Edenhofer (* 8. Juli 1961 in Gangkofen, Niederbayern) ist ein deutscher Ökonom.
Edenhofer ist Professor an der Technischen Universität Berlin und Direktor (zusammen mit Johan Rockström) sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er gilt als Experte auf dem Gebiet der CO2-Bepreisung.<ref>„Eine CO2-Bepreisung stärkt den Bewusstseinswandel“. Deutschlandfunk, 7. Juni 2020, abgerufen am 18. Juli 2021.</ref>
2012 wurde er zum Direktor des gemeinsam von der Stiftung Mercator und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im gleichen Jahr in Berlin gegründeten „Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change“ (MCC) ernannt. Das MCC ist seit Anfang 2025 als fünfte Forschungsabteilung „Klimaökonomie und Politik“ Teil des PIK.<ref>Es ist soweit: Das MCC wird Anfang 2025 Teil des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Abgerufen am 24. April 2025.</ref> Von 2008 bis 2015 war Edenhofer einer der Ko-Vorsitzenden<ref>Ottmar Edenhofer übernimmt Chefposten. 4. September 2008, abgerufen am 5. Juli 2021.</ref> der Arbeitsgruppe III des „Weltklimarates“ IPCC, dem 2007 der Friedensnobelpreis verliehen worden war. Er ist seit Mai 2022 Vorsitzender („Chair“) des European Scientific Advisory Board on Climate Change (ESABCC)<ref>EU Climate Advisory Board chair elected. 18. Mai 2022, abgerufen am 24. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Dieses 2021 durch das Europäische Klimagesetz einberufene Gremium berät die Europäische Union unabhängig und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis<ref>European Climate Law - European Commission. Abgerufen am 24. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Die Arbeit des ESABCC trug zur Empfehlung des Klimaziels für 2040 durch die Europäische Kommission bei (Senkung der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 %)<ref>Fragen und Antworten – Mitteilung zu Europas Klimaziel für 2040 und dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Abgerufen am 24. April 2025.</ref>. Edenhofer ist weiterhin Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Green Growth Knowledge Platform (Gemeinschaftsprojekt des Global Green Growth Institute, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltbank) und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Er wurde mehrfach von Clarivate Analytics zu den meistzitierten Forschern der Welt gezählt.<ref>Clarivate Names World’s Influential Researchers with Highly Cited Researchers 2022 List | Clarivate. Abgerufen am 24. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Zehn PIK-Forscher unter den einflussreichsten Wissenschaftlern weltweit. Pressemitteilung des PIK. Abgerufen am 11. Dezember 2018.</ref><ref>Highly Cited Researchers 2018. Clarivate Analytics. Abgerufen am 11. Dezember 2018.</ref>
Kindheit und Ausbildung
Ottmar Edenhofer wurde 1961 in Gangkofen, Niederbayern geboren.
Er studierte Volkswirtschaftslehre in München und erwarb an der Ludwig-Maximilians-Universität 1987 sein Diplom mit Auszeichnung. Von 1987 bis 1994<ref name=CV>pik-potsdam.de</ref> war er Mitglied des Jesuitenordens<ref name="faz-1882769">Alexander Armbruster: Ein ehemaliger Jesuit rettet jetzt die Welt. In: FAZ.net. 18. November 2009, abgerufen am 13. Oktober 2018.</ref>, als welches er nach dem Noviziat einen Bakkalaureus Artium der Hochschule für Philosophie München erlangte. Während seiner Studienzeit gründete er ein Unternehmen im öffentlichen Gesundheitswesen und leitete von 1991 bis 1993 eine humanitäre Hilfsorganisation in Kroatien und Bosnien.
Karriere
Von 1994 bis 2000 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Darmstadt und schrieb dort im Jahr 1999 seine Doktorarbeit im Bereich Wirtschaftswissenschaften summa cum laude.<ref>Ottmar Edenhofer: Social conflict and technological change: evolutionary models of energy use. In: TU Darmstadt (Hrsg.): Dissertation. (dnb.de [abgerufen am 3. Oktober 2023]).</ref>
Seit August 2008 ist Ottmar Edenhofer Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin. Er ist Direktor des „Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change“ (MCC) mit Sitz auf dem EUREF-Campus in Berlin und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung in München, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina Halle (Saale)<ref name=":0">Mitglieder. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref> und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech)<ref name=":1">Ottmar Edenhofer Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e. V. (PIK). In: acatech. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.
Edenhofer war stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und leitete den Forschungsbereich III („Nachhaltige Lösungsstrategien“). Zusammen mit den Mitarbeitern des Forschungsbereichs formulierte er den „Global Deal“ für den Klimaschutz und entwickelte das Konzept für den transatlantischen Kohlenstoffmarkt.
Seit 2019 ist er gemeinsam mit Johan Rockström Direktor des PIK,<ref>Neue Direktoren für Klima-Institut. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref> wo er Promovierende und Studierende betreut und mehrere durch Drittmittel finanzierte Forschungsprojekte koordiniert.
Privatleben
Edenhofer ist römisch-katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder. Er lebt in Potsdam.
Edenhofer ist im Januar 2021 von Papst Franziskus zum Berater am Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen berufen worden.<ref>Papst Franziskus beruft Edenhofer in Berater-Runde zu „ganzheitlicher Entwicklung des Menschen“. 12. Januar 2021, abgerufen am 12. Januar 2021.</ref>
Wirken in der öffentlichen Klimaschutzdebatte
Edenhofer ist an der öffentlichen und politischen Klimaschutz-Debatte in Deutschland und der EU beteiligt.
Im Jahr 2010 trat er als Co-Chair der Arbeitsgruppe öffentlich dafür ein, dass das Management und die Prozeduren des IPCC reformiert werden. In einem Aufsatz in der FAZ forderte er, dass ein unabhängiges Expertengremium den IPCC begutachten sollte.<ref>Aufsatz in der FAZ</ref> Diese Forderung fand eine breite Unterstützung auch innerhalb des IPCC, was dazu führte, dass der Vorsitzende des IPCC Rajendra Pachauri und der UNO-Generalsekretär gemeinsam den InterAcademy Council (IAC) beauftragten, den IPCC zu begutachten. Dieses Gutachten leitete den Reformprozess für den IPCC, der im Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen wurde.<ref>de-ipcc.de</ref>
In diesem Zusammenhang äußerte er sich 2010 und 2011 ebenfalls zum Verhältnis von Politik und Wissenschaft, in der er ein pragmatisches Modell wissenschaftlicher Politikberatung forderte. Seine Vorschläge sind bei IPCC-Autoren auf Zustimmung gestoßen.<ref>Vorschläge für ein pragmatisches Modell wissenschaftlicher Politikberatung</ref>
Auch in der deutschen Energiewende bezog er zugunsten des Ausstiegs aus der Kernenergie Stellung. Bereits vor Fukushima forderte er eine Energiewende; die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke würden den Betreibern der Kraftwerke zusätzliche Gewinne bringen, aber die entscheidenden Fragen der Energiewende blieben ungelöst.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Energieversorgung der Zukunft: Vergesst den Atomkompromiss! ( vom 10. September 2010 im Internet Archive)</ref>
Mit den Mitarbeitern des PIK hat er in der 2010 Publikation „Global, aber gerecht“ realistische Lösungswege charakterisiert, die sowohl die Vermeidung gravierender Klimawandelfolgen umfassen als auch die Anpassung an den unvermeidbaren Klimawandel. In diesem Buch wurden das Klimaproblem auch umfassend als ein Problem internationaler Gerechtigkeit diskutiert. Darauf aufbauend wurde ein „Global Deal“ für die Klima- und Entwicklungspolitik entwickelt.<ref>O. Edenhofer, H. Lotze-Campen, J. Wallacher, M. Reder (Hrsg.): Global, aber gerecht: Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen. Beck Verlag, 2010.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klimawandel & Gerechtigkeit ( vom 16. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref>
Er hat 2010–2014 mehrere internationale Modellvergleichsstudien geleitet, in denen die Kosten und Strategien der Emissionsvermeidung ausführlich diskutiert wurden. Diese Ansätze haben ebenso Eingang in den IPCC Sonderbericht zu Erneuerbaren Energie und der Vermeidung des Klimawandels gefunden wie in der internationalen wissenschaftliche Debatte.<ref>O. Edenhofer, B. Knopf, T. Barker, L. Baumstark, E. Bellevrat, B. Chateau, P. Criqui, M. Isaac, A. Kitous, S. Kypreos, M. Leimbach, K. Lessmann, B. Magné, S. Scrieciu, H. Turton, D. P. van Vuuren: The Economics of Low Stabilisation: Model Comparison of Mitigation Strategies and Costs. In: The Energy Journal. Volume 31 (Special Issue 1). The Economics of Low Stabilization 2010, S. 11–48, IAEE.</ref><ref>IPCC [O. Edenhofer, R. Pichs-Madruga, Y. Sokona, K. Seyboth, P. Matschoss, S. Kadner, T. Zwickel, P. Eickemeier, G. Hansen, S. Schlömer, C. von Stechow (Hrsg.)]: IPCC Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation. Prepared by Working Group III of the Intergovernmental Panel on Climate Change. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA 2011.</ref><ref>IPCC,: Climate Change 2014: Mitigation of Climate Change. Contribution of Working Group III to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [O. Edenhofer, R. Pichs-Madruga, Y. Sokona, E. Farahani, S. Kadner, K. Seyboth, A. Adler, I. Baum, S. Brunner, P. Eickemeier, B. Kriemann, J. Savolainen, S. Schlömer, C. von Stechow, T. Zwickel, J. C. Minx (Hrsg.)]. Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA 2014.</ref>
Im Juni 2019 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, um sich von Edenhofer zu Optionen der CO2-Bepreisung beraten zu lassen<ref>CO2-pricing: German chancellor Angela Merkel visited PIK for a scientific briefing — Potsdam Institute for Climate Impact Research. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>. Bis September 2009 beriet er den damaligen Bundesaußenminister und Vize-Kanzler Frank-Walter Steinmeier in Fragen der globalen Klimapolitik. Im Juni 2021 waren die deutschsprachigen Staatsoberhäupter von Belgien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich und der Schweiz auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Gast im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, um mit Ottmar Edenhofer über den derzeitigen Wissenschaftsstand der Klimaforschung sowie notwendige europäische klimapolitische Schritte zu sprechen<ref>Süddeutsche Zeitung: Klimaschutz: Steinmeier hält „gewaltige Schritte“ für nötig. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>.
Forschungsschwerpunkte
Ottmar Edenhofer beschäftigt sich mit dem Einfluss von technischem Wandel auf die Kosten und Strategien des Klimaschutzes sowie dem Design von Politikinstrumenten im Kontext von Klima- und Energiepolitik. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Ökonomie der Klimastabilisierung, soziale Kosten-Nutzen-Analysen, Nachhaltigkeitstheorie, die Theorie des Wirtschaftswachstums, Umweltökonomik, Wohlfahrtstheorie und Intertemporale Gleichgewichtstheorie. Edenhofer betreute mehr als 40 Dissertationen, darunter die von Christian Flachsland, Ulrike Kornek und Lion Hirth.
Mitgliedschaften
- seit 2007: Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg<ref>Prof. Dr. Ottmar Edenhofer – Start. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- seit 2008: Mitglied im Verein für Socialpolitik, Ausschuss für Umwelt- und Ressourcenökonomie
- seit 2009: Mitglied der „International Association of Energy Economics“ (IAEE)
- seit 2009: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des „EUREF-Institutes“ in Berlin
- 2012–2018: Mitglied des „Advisory Committee of the Green Growth Knowledge Platform“ (gemeinsame Initiative des Global Green Growth Institute, der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltbank)<ref>Green Growth: World Bank appoints Edenhofer as an advisor — Potsdam Institute for Climate Impact Research. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- 2012–2016: Mitglied im Stiftungsrat der Munich Re
- seit 2015: Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech<ref name=":1" />
- seit 2015: Mitglied des Beirats der Carbon Mitigation Initiative (CMI) der Princeton University<ref>Advisory Council – Carbon Mitigation Initiative. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2016: Mitglied des Volkswagen Nachhaltigkeitsrates<ref>Der Nachhaltigkeitsbeirat des Volkswagen Konzerns. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2016: Mitherausgeber der Zeitschrift Review of Environmental Economics and Policy (REEP)
- bis 2018: Mitglied der High-Level Commission on Carbon Prices, gegründet auf Einladung von Ségolène Royal und Feike Sijbesma, Ko-Vorsitzende der Carbon Pricing Leadership Coalition (CPLC) High Level Assembly, Vorsitz Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Ökonomie, und Lord Nicholas Stern<ref>High-Level Commission on Carbon Prices: Report of the High-level Commission on Carbon Prices. Hrsg.: International Bank for Reconstruction and Development and International Development Association/The World Bank. World Bank, New York 2017, S. 69.</ref>
- seit 2018: Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina<ref name=":0" />
- seit 2018: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des European Institute on Economics and the Environment (EIEE)<ref>Advisory Board. In: EIEE. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- seit 2019: Vorsitzender des Lenkungskreises der Wissenschaftsplattform Klimaschutz<ref>Redaktion: WPKS Geschäftsstelle / DLR Projektträger: Mitglieder des Lenkungskreises – WPKS. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2019: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung<ref>Wissenschaftlicher Beirat – ZEW Mannheim. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- seit 2019: Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Laudato Sí Research Institute (LSRI)<ref>People | laudato-si. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2020: Mitglied der Science Advice for Policy by European Academies (SAPEA) Arbeitsgruppe 'A systemic approach to the energy transition in Europe'<ref>A systemic approach to the energy transition in Europe | SAPEA. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2020: Ko-Vorsitzender der Food System Economics Commission (EAT)<ref>The Commission. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- seit 2021: Mitglied der Arbeitsgruppe zur Entwicklung einer Leitlinie für Politik- und Gesellschaftsberatung im Bereich Umweltwissenschaften der Leibniz-Gemeinschaft
- seit 2021: zugewähltes Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)<ref>Insgesamt 45 Einzelpersönlichkeiten gewählt. ZdK-Wahl abgeschlossen: Das sind die neuen Mitglieder des Komitees. In: katholisch.de, 29. April 2021 online</ref>
- seit 2021: Stellvertretender Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirates des Landes Brandenburg<ref>Aus Verantwortung gegenüber kommenden Generationen: Landesregierung beruft Nachhaltigkeitsbeirat. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>
- seit 2021: Mitglied der High-Level Advisory Group on Sustainable and Inclusive Recovery and Growth (HLAG)<ref>World Bank, IMF Launch High-Level Advisory Group on Sustainable and Inclusive Recovery and Growth. Abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- seit 2023: Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Veröffentlichungen
Neben Beiträgen in Wissenschaftsmagazinen wie Science, Nature Climate Change, Climatic Change, The Energy Journal, Energy Economics und Energy Policy war Ottmar Edenhofer an einer Reihe von weiteren Publikationen beteiligt, z. B. zusammen mit Nick Stern, „The Economics of Climate Change in China: Towards a Low Carbon Economy“ oder am Bericht „Global, aber Gerecht. Klimawandel bekämpfen, Entwicklung ermöglichen“. Unter seiner Leitung entstand der IPCC Sonderbericht zu Erneuerbaren Energien und der Vermeidung des Klimawandels (Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation, SRREN<ref>IPCC – SRREN. Abgerufen am 5. Juli 2021.</ref>) und der Beitrag der Arbeitsgruppe III zum Fünften Sachstandsbericht des IPCC.<ref>Intergovernmental Panel on Climate Change: IPCC launches full report on mitigation of climate change. (PDF) 28. November 2014, abgerufen am 5. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auszeichnungen
- 2018: Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern<ref>Romano Guardini Preis an Ottmar Edenhofer: Katholische Akademie Bayern. Abgerufen am 2. September 2020.</ref>
- 2020: Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt (gemeinsam mit Annika und Hugo Sebastian Trappmann)<ref>https://www.dbu.de/123artikel38764_2442.html</ref> Die Dotierung von 500.000 Euro wird mit Annika und Hugo Sebastian Trappmann zur Hälfte geteilt.<ref>Deutscher Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher. 2. September 2020, abgerufen am 2. September 2020.</ref>
- 2021: Arthur-Burkhardt-Preis
- 2022: Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen
- 2022: Bayerischer Verfassungsorden<ref>Verleihung des Bayer. Verfassungsordens 2022, abgerufen am 2. Dezember 2022</ref>
Literatur
- Quirin Schiermeier: The Climate Chairman. In: Nature. Vol. 501, 19. September 2013, S. 303–305. (Porträt über Edenhofer als Chairman einer IPCC-Working Group)
Weblinks
- Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum
- Literatur von und über Ottmar Edenhofer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Ottmar Edenhofer Publikationen indexiert durch Google Scholar
- Ottmar Edenhofer am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
- Ottmar Edenhofer an der TU Berlin
- Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK): Forschungsfeld III (Nachhaltige Lösungsstrategien)
- IPCC Working Group III Webpräsenz
- IPCC Working Group III – Technical Support Unit
- Seite der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Edenhofer, Ottmar |
| ALTERNATIVNAMEN | Edenhofer, Ottmar Georg (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Klimaforscher |
| GEBURTSDATUM | 8. Juli 1961 |
| GEBURTSORT | Gangkofen, Niederbayern |
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- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Person (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)
- Träger des Deutschen Umweltpreises
- Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
- Ökonom (20. Jahrhundert)
- Ökonom (21. Jahrhundert)
- Energiewirtschaftler
- Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)
- Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
- Mitglied der Leopoldina (21. Jahrhundert)
- Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Verfasser eines IPCC-Berichts
- Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille
- Deutscher
- Geboren 1961
- Mann