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Katzweiler

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. März 2026 um 20:21 Uhr durch imported>Spurzem (Wirtschaft und Infrastruktur: Unklar, was es mit dem mindestens einen Anschlussgleis ab 1965 auf sich hatte. Siehe Diskussion.).
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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Katzweiler.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 30′ N, 7° 42′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07335017}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 30′ N, 7° 42′ O
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Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07335017}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 67734
Vorwahl: 06301
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 017
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 27
67697 Otterberg
Website: www.otterbach-otterberg.de
Ortsbürgermeister: Sven Rheinheimer (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Katzweiler im Landkreis Kaiserslautern
Datei:Katzweiler in KL.svg
Karte

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Historische Fotografie der Katzweiler Mühle von Dipl.-Ing. Hugo Henn (1936).
Katzweiler Mühle, Fotografie von 1936.

Katzweiler ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an.

Geographie

Lage

Katzweiler liegt zehn Kilometer nördlich von Kaiserslautern im Nordpfälzer Bergland. Zu Katzweiler gehören auch die Weiler und Wohnplätze Forellenwoog, Hirschhornerhof, Karlshof, Kühbörncheshof, Schafmühle und Sonnenhof.<ref name="GV2022p145">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Hirschhorn/Pfalz, Mehlbach, Otterberg, Otterbach, Kaiserslautern, Rodenbach, Eulenbis und Sulzbachtal.

Gewässer

Die Gemeinde liegt an der Lauter. Diese nimmt in Katzweiler mehrere Nebenflüsse auf. Der Eimerbach bildet im Süden teilweise die Gemarkungsgrenze zu Kaiserslautern. Mitten innerhalb der Bebauung münden von rechts der Becherbach und am nördlichen Siedlungsrand der Mehlbach in die Lauter. Der Lauterbach und die von links kommende Mooslauter bilden die Grenze zu Hirschhorn.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung der Gemeinde – als Cazwilere – stammt von 1190. Das Kloster Otterberg war im Ort begütert.<ref>Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).</ref> Bis Ende des 18. Jahrhunderts war sie Bestandteil der Kurpfalz und unterstand dort dem Oberamt Lautern.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Otterbach in den Kanton Otterberg eingegliedert. 1815 gehörte der Ort zunächst zu Österreich. Ein Jahr später wechselte er in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Kaiserslautern an; aus diesem ging das Bezirksamt Kaiserslautern hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Otterbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des 1946 neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1971 Teil der neu gebildeten Verbandsgemeinde Otterbach. Seit 1. Juli 2014 ist Katzweiler Bestandteil der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg.

Religion

Datei:Mennonitenkirche Kühbörncheshof 02.JPG
Mennonitenkirche Kühbörncheshof – Blick von der Empore

2012 waren 56,6 Prozent der Einwohner evangelisch und 20,7 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.<ref>KommWis, Stand: 31. Dezember 2012</ref> Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Im Jahr 1715 siedelten sich Mennoniten auf dem Kühbörncheshof an. Die Gottesdienste fanden in Privathäusern statt. Nachdem 1777 in Sembach eine Mennonitenkirche gebaut worden war, orientierte man sich für Tauf- und Abendmahlsgottesdienste bis 1832 dorthin. Seitdem gibt es auf dem Kühbörncheshof ein eigenes Kirchengebäude, zunächst Lehr genannt, das mit der Unterstützung durch protestantische Nachbargemeinden errichtet wurde. Bereits zu dieser Zeit hatten die Mennoniten dort einen eigenen Friedhof.

Im Jahr 1845 wurden in der Gemeinde 144 Seelen gezählt, davon 91 Getaufte und 53 Ungetaufte<ref>Da Mennoniten keine unmündigen Kinder taufen, dürfte es sich um Kinder handeln.</ref>. Hiervon lebten 36 direkt auf dem Kühbörncheshof, eine ungefähr gleich große Zahl in Stockborn und die übrigen anderen in Orten der Umgebung.<ref>Roland Paul: 300 Jahre Mennonitengemeinde Kühbörncheshof. In: Heimatjahrbuch 2016 des Landkreises Kaiserslautern. ISSN 0946-1361, S. 131–138, hier S. 133 u. 135.</ref> Für 1940 wurde eine Seelenzahl von 122 angegeben, davon 37 stimmberechtigte, 67 nicht stimmberechtigte, 18 Kinder.<ref>Christlicher Gemeindekalender 49 (1940), S. 125.</ref>

1976 zählte die Gemeinde 131 Personen, davon 117 getauft.<ref>Mennonitisches Jahrbuch 1977, S. 145.</ref>

In der Gegenwart – Stand 2016 – hat sie 75 Mitglieder. Die Gemeinde bildet eine Gemeindegruppe mit den Mennonitengemeinden in Sembach und Kaiserslautern, wo sie im dortigen „Elim-Zentrum“ zusätzlich Trägerin einer Kindertagesstätte ist. Auf regionaler Ebene gehört sie der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Mennonitengemeinden (ASM) an, auf Bundesebene der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden – abgekürzt AMG – in Deutschland.<ref>Manfred Weber: Porträt des Kühbörncheshofes und der Mennonitengemeinde Kühbörncheshof – Kaiserslautern. In: Mennonitisches Jahrbuch 2018. Januar 2015, S. 169, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juni 2016; abgerufen am 26. März 2018 (private Website).</ref>

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Katzweiler besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2024 3 13 16 Sitze<ref>Katzweiler, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Katzweiler. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 29. April 2025.</ref>
2019 6 10 16 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Katzweiler. Abgerufen am 27. Oktober 2019.</ref>
2014 6 10 16 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.</ref>
2009 9 7 16 Sitze
2004 7 3 6 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Katzweiler e. V.

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister von Katzweiler ist Sven Rheinheimer (FWG). Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 71,92 % gewählt und damit Nachfolger von Otto Hach (FWG).<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 27. Oktober 2019 (siehe Otterbach-Otterberg, Verbandsgemeinde, vierte Ergebniszeile).</ref> Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde Rheinheimer als einziger Bewerber mit 86,2 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.<ref>Katzweiler, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Katzweiler. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Katzweiler]] Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Forsthaken (Wolfsangel).“<ref name="Wappen">Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.</ref>

Es wurde 1927 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Datei:Katzweiler 01.jpg
Freilichtspiele Katzweiler

Die Freilichtspiele Katzweiler sind eine der größten Freilichtbühnen im Südwesten Deutschlands mit mehr als 10.000 Besuchern pro Jahr. Die Tribüne bietet Platz für knapp 1000 Besucher.

Neben Aufführungen aus jeweils einem Stück für Erwachsene und einem Stück für Kinder auf der Waldbühne gibt es in jedem Winter eine Komödie in einem Zimmertheater.

Kulturdenkmäler

Datei:Mennonitenkirche Kühbörncheshof 01.JPG
Mennonitenkirche

In Katzweiler gibt es 15 Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die folgenden Bauwerke:

Die evangelische Kirche, die von 1822 bis 1826 gebaut wurde, ist eine spätklassizistische rechteckige Saalanlage, die in ihrem Innern ein Orgelgehäuse mit einem Schnitzwerk aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (1747) besitzt. Die Mennonitenkirche auf dem Kühbörncheshof ist ein auf 1832 datierter Saalbau.

Regelmäßige Veranstaltungen

Im September findet regelmäßig die Kerwe in der Gemeinde statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Eröffnung der Lautertalbahn KaiserslauternLauterecken im Jahr 1883 erhielt die Gemeinde Anschluss an das Eisenbahnnetz.<ref>Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 9. April 1965, Nr. 17. Bekanntmachung Nr. 167, S. 76.</ref> Der Bahnhof wurde mittlerweile zum Haltepunkt zurückgebaut. Der Öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar integriert.

Direkt durch die Gemeinde verläuft in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 270, die von Kaiserslautern über Wolfstein und Lauterecken nach Idar-Oberstein führt. Von dieser zweigt vor Ort die Landesstraße 388 ab, die nach Schallodenbach führt. Die Kreisstraße 23 bindet den Kühbörncheshof an das Straßennetz an und die Kreisstraße 24 stellt eine Verbindung zur zu Kaiserslautern gehörenden Siedlung Stockborn her.

Tourismus

Mitten durch den Ort verlaufen der Lautertal-Radweg und der Pfälzer-Land-Radweg.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

  • Karl Motz (1893–1963), Politiker (DVP, FDP)

Personen, die in Katzweiler wirkten

  • Paul Thalheimer (1884–1948), Maler und Grafiker, schuf 1936 das Altarbild in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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