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Storbeck

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Storbeck
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(127)&title=Storbeck 52° 46′ N, 11° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(127) 52° 46′ 4″ N, 11° 41′ 14″ O
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Höhe: 27 m ü. NHN
Fläche: 6,5 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 127 (31. Dez. 2024)<ref name="EW-2024" />
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juni 1973
Eingemeindet nach: Flessau
Postleitzahl: 39606
Vorwahl: 03937
Lage von Storbeck in Sachsen-Anhalt
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Storbeck gehört zur Ortschaft Flessau und ist ein Ortsteil der kreisangehörigen Hansestadt Osterburg (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geographie

Storbeck, ein Straßendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt 1½ Kilometer nordöstlich von Flessau und 5 Kilometer südwestlich von Osterburg in der Altmark. Nordöstlich des Dorfes liegt das mit Kiefern bepflaznte Waldgebiet Bürgertannen, südöstlich der etwa 33 Meter hohe Steinberg. Das flachwellige Gebiet um Storbeck wird von zahlreichen Gräben durchzogen, die nach Norden zur Biese entwässern.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Flessau im Westen, Klein Rossau und Groß Rossau im Nordwesten, Schliecksdorf im Norden, Zedau und Osterburg im Nordosten und Klein Ballerstedt im Südosten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1215 wurden Reinoldus de Storebeke und Henricus de Storebeke als Zeugen in einer Urkunde aufgeführt.<ref name="Riedel-16, S. 315" />

Der Ort Storbeck wird erstmals 1238 in einer Urkunde unter Nunitz juxta Storboden (forte Storbecke) und als Sturbecke totum genannt,<ref name="Behrens 1841" /> als Graf Siegfried von Osterburg Dörfer und Besitz in der Altmark, mit denen er vorher vom St. Ludgerikloster Helmstedt belehnt worden war, dem Abt Gerhard von Werden und Helmstedt überschrieb. 1343 erwarb das Kloster Krevese 5 Hufen in villa sterbeck vom Markgraf Ludwig.<ref name="Riedel-16, S. 324" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Storbeke aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Von vor 1375 bis 1562 gehörte ein Teil des Dorfes dem Kloster Krevese, seit 1562 den von Bismarck zu Krevese und den von Bismarck zu Döbbelin. Das Dorf wurde 1687 und später nur noch Storbeck genannt.<ref name="HOB-12" />

Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 26 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 461 Hektar, zwei Kirchenbesitzungen hatten zusammen 30 Hektar, zwei Gemeindeesitzungen hatten zusammen 1,7 Hektar. Enteignet wurde ein Ackerhof mit 58,8 Hektar, da dessen Besitzer im benachbarten Schliecksdorf einen weiteren Hof mit etwa 44 Hektar bewirtschafteten, zählten sie als Großbauern. 1948 hatten aus der Bodenreform 5 Vollsiedler jeder über 5 Hektar und 13 Kleinsiedler jeder unter 5 Hektar erworben. Im Jahre 1954 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „IV. Parteitag“, die 1957 „Frohe Zukunft“ hieß.<ref name="HOB-12" /><ref name="HP" />

Herkunft des Ortsnamens

Der Name wird abgeleitet von althochdeutsch stur oder altnordisch stor für groß und breit sowie deutsch beeke für Bach.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" />

Eingemeindungen

Das Dorf gehörte bis 1807 zum Stendalschen Kreis, danach bis 1813 zum Landkanton Osterburg im Königreich Westphalen, ab 1816 kam die Gemeinde in den Kreis Osterburg, den späteren Landkreis Osterburg in der preußischen Provinz Sachsen.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Storbeck in den Kreis Osterburg umgegliedert. Am 1. Juni 1973 wurde die Gemeinde Storbeck in die Gemeinde Flessau eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Am 1. Juli 2009 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinde Flessau mit anderen Gemeinden zur neuen Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark).<ref name="AB-SDL" /> Der Ortsteil Storbeck kam dadurch zur neuen Ortschaft Flessau und zur Hansestadt Osterburg (Altmark).

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 109
1772 115
1789 124
1798 119
1801 140
1818 128
1840 144
1864 187
Jahr Einwohner
1871 213
1880 [00]181<ref name="Zahn-1928" />
1885 181
1895 200
1900 [00]190<ref name="Zahn-1928" />
1905 188
1910 [00]182<ref name="Zahn-1928" />
1925 193
Jahr Einwohner
1939 161
1946 250
1964 200
1971 194
2011 [00]148<ref name="EW-2012" />
2012 [00]145<ref name="EW-2012" />
2018 [00]154<ref name="EW-2019" />
2019 [00]143<ref name="EW-2019" />
Jahr Einwohner
2020 [00]140<ref name="EW-2020" />
2021 [00]137<ref name="EW-2022" />
2022 [00]135<ref name="EW-2023" />
2023 [00]130<ref name="EW-2023" />
2024 [0]127<ref name="EW-2024" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Storbeck, die früher zur Pfarrei Storbeck bei Osterburg gehörte,<ref name="Almanach1903" /> heute betreut vom Pfarrbereich Bismark im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Storbeck stammen aus dem Jahre 1699.<ref name="Machholz" /> Register liegen ab 1827 vor.<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Storbeck stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde als romanischer Feldsteinbau begonnen und in Backsteinbauweise vollendet.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
  • Ein Wegweiser, mehrere spätbarocke Fachwerkbauten mit Inschriften und Bauernhöfe stehen unter Denkmalschutz.
  • Der 1968 gegründete Reit- und Fahrverein Flessau e. V. hat seinen Sitz in Storbeck. Im Jahre 1972 hatte dieser auf dem Gelände einer ehemaligen Hühnerhaltung der LPG einen Reitplatz errichtet und den Stall entsprechend umgebaut. Damit wurde an die Tradition der Pferdezucht in Storbeck angeknüpft.<ref name="HP" />


Wirtschaft und Infrastruktur

Für Storbeck ist ein Vorranggebiet für Windkraftanlagen im Umfang von 72 Hektar ausgewiesen, das mit 9 Anlagen und einer Leistung von 22,8 Megawatt voll belegt ist. Im Dorf gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.<ref name="KEK-2025" /> Eine Erweiterung ist geplant.

Verkehr

Storbeck liegt an der Landesstraße L 13 von Bismark (Altmark) nach Osterburg. In dieser 4 km entfernten Stadt besteht Anschluss an die Bundesstraße 189; in Osterburg befindet sich auch der nächste Bahnhof an der Strecke Magdeburg–Wittenberge. Die Bahnstrecke Osterburg–Pretzier, an der Storbeck einen eigenen Bahnhof hatte, wurde 1974 aufgegeben.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="AB-SDL">Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag zur Bildung der neuen Gemeinde Hansestadt Osterburg (Altmark). In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 2, 28. Januar 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 13–19 (landkreis-stendal.de [PDF; 512 kB; abgerufen am 18. April 2020]).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Behrens 1841">Peter Wilhelm Behrens: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1841, S. 48, 51 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10013289~SZ%3D00048~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>

<ref name="Hauptsatzung">Hansestadt Osterburg (Altmark): Hauptsatzung Hansestadt Osterburg (Altmark), § 15 Ortschaftsverfassung vom 3. Juli 2019. 5. Juli 2019, abgerufen am 10. April 2020.</ref>

<ref name="EW-2012">So viele Einwohner zählen die einzelnen Orte. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Osterburg. 12. Januar 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 11. April 2020]).</ref>

<ref name="EW-2019">Nico Maß: Nur noch vierstellig. In: Osterburger Volksstimme. 21. Januar 2020, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="EW-2020">Nico Maß: Osterburg schrumpft. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 9. Januar 2021, DNB 1047269554, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>

<ref name="EW-2023">Nico Maß: Zurück im Minus. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 18. Januar 2024, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="EW-2024">Nico Maß: Osterburg schrumpft. In: Osterburger Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 8. Januar 2025, DNB 1047269554, S. 13.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="KEK-2025">Landkreis Stendal – Der Landrat: Kreisentwicklungskonzept Landkreis Stendal 2025. 30. Oktober 2015, S. 237, 277, 286, abgerufen am 3. August 2019.</ref>

<ref name="HP">Corrie Leitz: Der Ortsteil Storbeck stellt sich vor. In: osterburg.de. 2017, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>

<ref name="Kunstdenkmale-Osterburg">Ernst Haetge: Der Kreis Osterburg (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 4). Hopfer, Burg bei Magdeburg 1938, DNB 361451652, S. 319–321.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 325 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />archiviert auf archive.org (Memento vom 29. März 2020 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Bismark. In: ekmd.de. Abgerufen am 29. März 2024.</ref>

<ref name="Riedel-16, S. 315">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-16, S. 324">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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