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Mehara

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Mehara
Datei:ETimor2006-0014.JPG
Felder bei Mehara
Daten
Fläche 107,82 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 2.330 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Marcos Lopes
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Loiquero 809
Porlamano 851
Poros 602
Mehara (Osttimor)
Mehara (Osttimor)
Koordinaten: 8° 24′ S, 127° 11′ O
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Mehara ist ein Suco im Osten des osttimoresischen Verwaltungsamts Tutuala (Gemeinde Lautém). „Mehara“ ist das Fataluku-Wort für „Ameisen“.<ref name="placenames">Geoffrey Hull: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive) abgerufen am 28. September 2014.</ref>

Geographie

Mehara
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Loiquero (Ort) 8° 23′ 52″ S, 127° 10′ 58″ O
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545 m
Loiquero (Aldeia) 8° 22′ 0″ S, 127° 9′ 0″ O
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353 m
Mehara 8° 23′ 46″ S, 127° 11′ 12″ O
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545 m
Porlamano 8° 23′ 48″ S, 127° 11′ 24″ O
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496 m
Poros 8° 25′ 13″ S, 127° 6′ 41″ O
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503 m
Datei:ETimor2006-0036.JPG
Ein Weiler in Mehara
Datei:2020-06-30 Tänzerin in Mehara (GMN TV).jpg
Tänzerin in Mehara (2020)
Datei:ETimor2006-0042.JPG
Fischer bei Mehara

Der Suco bildet den Westteil des Verwaltungsamts Tutuala, an der Straße von Wetar. Östlich befindet sich der Suco Tutuala. Im Westen grenzt Mehara an das Verwaltungsamt Lautém mit seinem Suco Com, im Südwesten und Süden an das Verwaltungsamt Lospalos mit den Sucos Bauro und Muapitine. Die Nordspitze Meharas bildet das Kap Ponta Aimoco Meno (Lage

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  }}), weiter östlich liegt nur wenig weiter südlich das Ponta Tei (Lage
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   |name=Ponta Tei
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  }}).<ref name="UNMIT"/> Den höchsten Punkt des Sucos bilden die beiden benachbarten Berge Monte Somoro (629 m) und Solipupur (631 m).<ref>Landkarte Osttimors, abgerufen am 6. August 2023.</ref><ref>Oeak Visor: Gunung Somoro, abgerufen am 6. August 2023.</ref>

Früher reichte Mehara bis an die Timorsee im Süden. Zum Suco gehörte fast der gesamte Ira Lalaro und südlich davon der Berg Paitchau und der Ort Malahara. Seit 2015 gehört das Gebiet zum Suco Muapitine. Die Grenze zum Suco Tutuala wurde begradigt. Meharas Fläche verkleinerte sich von 190,67 km².<ref name=Census2010-2><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)</ref> auf 107,82 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die drei Aldeias Loiquero, Porlamano und Poros.<ref name="Cen2015" /><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref><ref name="Atlas Lautém">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Lautém (Memento vom 12. November 2020 im Internet Archive).</ref>

Südlich der Straße Tutuala - Lospalos reicht Mehara bis an den Ira Lalaro (Suro-bec), der größte See Osttimors, dessen Überschwemmungsflächen tief in den Suco hineinreichen. Hier liegt der Motosumpf (Lage

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  }}), mit kleinen Seen und Zuflüssen. In diesem Überflutungsgebiet steht das Wasser des Sees im Februar bis zu einem Meter hoch in den Nauclea orientalis-Wäldern.<ref name="Eis2016">Eisemberg, C. C. Costa, B. G. Guterres, E. C. Reynolds, S. J. & Christian, K.: Notes on Chelodina mccorditimorensis Biology, Harvest, Current Threats, and Community Perceptions in the Lake Iralalaro Region, Timor-Leste, Chelonioan Conservation and Biology, 2016, 15(1): 69–78.</ref> Der Südteil des Ira Lalaros befindet sich im Verwaltungsamt Lospalos. Die Fläche des Sees schwankt von 10 km² in der Trockenzeit bis 55 km² in der Regenzeit.<ref name="UNMIT"/> Der See ist vor allem für die reiche Vogelwelt Timors ein wichtiger Lebensraum, weswegen er, zusammen mit großen Teilen der Gemeinde Lautém zum Nationalpark Nino Konis Santana gehört. Mehrere hundert Leistenkrokodile leben im See. Die saisonale Überflutung hat bisher eine wirtschaftliche Entwicklung des Umfelds des Sees verhindert.<ref name="herpto">Hinrich Kaiser et al., PhD, Department of Biology, Victor Valley College: The herpetofauna of Timor-Leste: a first report</ref>

Der Hauptort Mehara befindet sich an einer schlecht ausgebauten Straße, die den Ort Tutuala an der Ostspitze Timors, mit der Gemeindehauptstadt Lospalos und dem restlichen Land verbindet. Minibusse, sogenannte Mikroléts, dienen als öffentliche Verkehrsmittel. Mehara liegt in Luftlinie 218 km östlich der Landeshauptstadt Dili und 24 km nordöstlich von Lospalos. Nahe dem Verwaltungszentrum Mehara liegen die Weiler Loiquero (Loikero, Loikere, Louiquero) und Porlamano (Polamanu). An der Straße weiter Richtung Westen liegt der Weiler Poros (Ponos, Purus). An der Nordküste liegt der Ort Loiquero (Loikero, Loiquere).

Der Ort Mehara verfügt über ein kommunales Gesundheitszentrum, eine Grundschule und eine vorbereitende Schule für die Sekundärstufe.<ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 389 kB)</ref> Im Dorf finden sich viele traditionelle Hütten im Stil der ansässigen Volksgruppe der Fataluku.<ref name="unoff"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The unofficial guide to East Timor (Memento vom 10. September 2013 im Internet Archive)</ref>

Neben dem Ort Mehara verfügt auch Poros über eine Grundschule.<ref name="UNMIT"/> Aldeias sind Loiquero, Porlamano und Poros.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Einwohner

In Mehara leben 2.330 Einwohner (2022), davon sind 1.142 Männer und 1.188 Frauen. Im Suco gibt es 461 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 98 % der Einwohner geben Fataluku als ihre Muttersprache an. Eine Minderheit sprechen Tetum Prasa.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Mehara (tetum; PDF; 8,6 MB)</ref>

Im Ort Mehara l´wohnen die letzten 100 Sprecher der Nationalsprache Makuva, der einzigen in der Gemeinde Lautém heimischen malayo-polynesischen Sprache. Die meisten anderen Einwohner sprechen als Muttersprache die Papuasprache Fataluku, die auch von der jüngeren Generation der Makuva vermehrt verwendet wird. Die Makuva wurden 1946 von ihren ursprünglichen Heimatdörfern Loiquero an der Nordküste und Porlamano nach Lovaia umgesiedelt. Später erfolgte die erneute Umsiedlung in das Dorf Mehara.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geoffrey Hull: The Languages of East Timor: Some Basic Facts (Memento vom 19. Januar 2008 im Internet Archive)</ref>

Geschichte

Datei:Portuguese era ruins at Loiquero, Suco Mehara.jpg
Ruinen aus der portugiesischen Kolonialzeit an der Nordküste Meharas

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In den beiden Höhlen von Matja Kuru konnten vorgeschichtliche Besiedlungsspuren nachgewiesen werden. Man fand Überreste von erbeuteten Tieren, die 3500 bis 4000 Jahre alt sind,<ref>Miksic, John Norman; Goh, Geok Yian; O’Connor, Sue: Press Rethinking Cultural Resource Management in Southeast Asia: Preservation, Development, and Neglect ISBN 978-0-85728-389-4</ref> darunter erstmals Überreste der Musser-Timor-Ratte (Coryphomys musseri), einer ausgestorbenen Rattenart.<ref name="AH"></ref> Ein weiteres Fundstück aus Matja Kuru 2 ist der Teil einer 35.000 Jahre alten Harpune.<ref>S. O’Connor, G. Robertson, K.P. Aplin: Are osseous artefacts a window to perishable material culture? Implications of an unusually complex bone tool from the Late Pleistocene of East Timor in Journal of Human Evolution, 15. Januar 2014, abgerufen am 23. Januar 2014</ref><ref>Süddeutsche Zeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wissen: 35000 DIE ZAHL,23. Januar 2014 (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 23. Januar 2014</ref> Felsmalereien wurden in Vérulu entdeckt.<ref name="Sue9">Sue O’Connor: Nine New Painted Rock Art Sites from East Timor in the Context of the Western Pacific Region, S. 19 ff., Asia Perspectives, Vol.42, No.1, 2003, abgerufen am 6. April 2020.</ref>

Mehara war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründeten sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus dem damaligen Distrikt Lautém bot. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört.<ref name="CAVR7.3">„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

In den 1980er-Jahren versteckte sich der Freiheitskämpfer und spätere Präsident und Premierminister Osttimors Xanana Gusmão in Mehara.<ref name="unoff"/>

Zwischen dem 5. und 8. August 1983 desertierten Hunderte von Mitgliedern von bewaffneten Milizen (Wanra, Hansip) aus Mehara, Lore, Leuro und Serelau und schlossen sich der FALINTIL an. In ihren Heimatorten führten die Indonesier Strafaktionen durch. Hunderte Frauen und andere zurückgebliebene wurden auf Lastwagen zusammengetrieben und für mehrere Monate interniert. Es kam zu Folterungen und Vergewaltigungen. Später wurden mehrere hundert Familien auf die Insel Atauro zwangsumgesiedelt, wo sie jahrelang bleiben mussten.<ref name="CAVR7.3" />

Politik

Datei:2021-12-20 Mehara.jpg
Bürgerversammlung im Sucositz von Mehara

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Alvaro da Assunção zum Chefe de Suco gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann Zé Meigo Neto<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und wurde 2016 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref> 2023 gewann Marcos Lopes die Wahlen.<ref>Portal Municipal Lautém: Membru Konselho Konsultivu, abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref>

2023 wurden als Chefe de Aldeias gewählt: Castilo Gonzaga (Loiquero), Zeca Mouzinho Lay (Porlamano) und Benedito J. M. (Poros).<ref>Portal Municipal Lautém: Mehara, abgerufen am 25. Oktober 2025.</ref>

Kultur

Zweimal im Jahr findet an der Küste das Mechi der Fataluku statt, das Sammeln der Meci-Würmer (Eunice viridis). Im letzten Mondviertel vom Februar findet das kleinere Mechi kiik und bei Neumond im März das große Mechi boot statt.<ref name="bro">Broschüre des Nationalparks Nino Konis Santana (englisch; PDF; 3,8 MB), abgerufen am 25. Dezember 2012</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Timor-Leste Coastal/Marine Habitat Mapping for Tourism and Fisheries Development Project, Project No 2, Coastal and Marine Ecotourism Values, Issues and Opportunities on the North Coast of Timor Leste, Final Report, Oktober 2009 (Memento vom 29. März 2013 im Internet Archive) (PDF; 15,2 MB), abgerufen am 28. Dezember 2012</ref><ref name="PN4"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Timor-Leste Coastal/Marine Habitat Mapping for Tourism and Fisheries Development Project, Project No 4, Conservation Values, Issues and Planning in the Nino Konis Santana Marine Park, Timor Leste - Final Report, Oktober 2009 (Memento vom 29. März 2013 im Internet Archive) (PDF; 9,2 MB), abgerufen am 28. Dezember 2012</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Mehara – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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