US-Airways-Flug 1549
| US-Airways-Flug 1549 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Der Airbus A320 nach der Notwasserung. Alle Insassen überlebten den Unfall. | ||||||
| Unfallzusammenfassung | ||||||
| Unfallart | Notwasserung nach Vogelschlag | |||||
| Ort | Hudson River zwischen Manhattan, New York und Weehawken, New Jersey 40° 46′ 10,2″ N, 74° 0′ 16,7″ W {{#coordinates:40,769498|−74,004636|primary
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dim= | globe= | name=Stelle der Notwasserung von US-Airways-Flug 1549 | region=US-NY/US-NJ | type=landmark
}}<ref>Ken Belson: Updates From Jet Rescue in Hudson River. In: The New York Times. 17. Januar 2009, abgerufen am 31. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
| Datum | 15. Januar 2009 | |||||
| Todesopfer | 0 | |||||
| Überlebende | 155<ref name="ntsbkurzbericht" /> | |||||
| Verletzte | 5<ref name="ntsbkurzbericht">CVR Group Chairman’s Factual Report (NTSB Accident Brief Report, DCA09MA026). (PDF) National Transportation Safety Board, Januar 2009, abgerufen am 5. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Luftfahrzeug | ||||||
| Luftfahrzeugtyp | Datei:Flag of France.svg Airbus A320-214 | |||||
| Betreiber | Datei:Flag of the United States.svg US Airways | |||||
| Kennzeichen | Vereinigte Staaten N106US | |||||
| Abflughafen | Datei:Flag of the United States.svg LaGuardia Airport | |||||
| Zwischenlandung | Datei:Flag of the United States.svg Charlotte Douglas International Airport | |||||
| Zielflughafen | Datei:Flag of the United States.svg Seattle-Tacoma International Airport | |||||
| Passagiere | 150<ref name="asn1549">Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref><ref name="ntsbkurzbericht" /> | |||||
| Besatzung | 5<ref name="ntsbkurzbericht" /> | |||||
| → Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen | ||||||
Der US-Airways-Flug 1549 (AWE 1549) am 15. Januar 2009 war ein Inlandslinienflug der US Airways vom Flughafen LaGuardia (New York City) nach Seattle/Tacoma im US-Bundesstaat Washington mit geplanter Zwischenlandung auf dem Flughafen Charlotte in North Carolina. Etwa drei Minuten nach dem Abheben – das Flugzeug war im Steigflug und befand sich etwa 1000 m über Grund – bewirkten in die Triebwerke gesogene Kanadagänse (Vogelschlag), dass beide Triebwerke ausfielen. Der Airbus A320-214 flog im Gleitflug weiter. Dem Piloten gelang weitere drei Minuten später eine Notwasserung auf dem Hudson River zwischen New York und Weehawken, New Jersey. Alle 155 Menschen an Bord überlebten.
Flugverlauf
Der Flug hob am 15. Januar 2009 um 15:26 Uhr Ortszeit (20:26 Uhr UTC) von der Startbahn 04 des LaGuardia-Flughafens ab.<ref name="FlightAware">US Airways #1549. In: FlightAware. 15. Januar 2009, abgerufen am 15. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> An Bord der Maschine waren 150 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder.<ref name="asn1549" /> Flugkapitän war Chesley Sullenberger, ein Absolvent der United States Air Force Academy, der zwischen 1973 und 1980 F-4 Phantom bei der U.S. Air Force und seitdem Verkehrsflugzeuge bei US Airways flog.<ref>Russell Goldman, Rich Esposito, Emily Friedman: ‚Pilot Did a Masterful Job‘: Rescue After US Airways Crash In Hudson River. In: ABC News. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Helden vom Hudson Welt.de, abgerufen am 22. Dezember 2016.</ref> Der Erste Offizier an Bord war Jeffrey B. Skiles.<ref>Amy Westfeldt: Hudson River Hero is Ex-Fighter Pilot. AP News, 15. Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2009; abgerufen am 16. März 2015.</ref> Das Flugzeug war auf dem Weg zu seiner Zwischenlandung auf dem Charlotte Douglas International Airport.
Die Piloten von Flug AWE 1549 meldeten der Flugsicherung in einer Höhe von etwa 975 m (3200 Fuß) über dem Stadtteil Bronx „Vogelschlag und Schubverlust in beiden Triebwerken“ sowie die Absicht, zum Flughafen LaGuardia zurückzukehren. Auf das Angebot der Flugsicherung, eine Landung auf Bahn 13 zu versuchen, antworteten die Piloten, dass man dazu nicht in der Lage sei und „möglicherweise im Hudson enden“ werde. Die Piloten fragten danach eine Notlandung auf dem in Sicht befindlichen Flughafen Teterboro im Bergen County, New Jersey, an, die von der Flugsicherung dort umgehend als verfügbar gemeldet wurde. Als die Flugsicherung ihm die Kursänderung für Landebahn 1 auf Teterboro mitteilte, antwortete er zunächst nur klar verständlich „wir schaffen es nicht“ und ergänzte auf die Frage nach der gewünschten Landebahn „wir werden im Hudson sein“.<ref name="faa">Robert Olsen: Full Transcript L116. (PDF) In: Federal Aviation Administration. 2. Februar 2009, abgerufen am 23. März 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Flugsicherung bat um Wiederholung, was nicht mehr erfolgte. Danach gab es keinen Sprechfunkkontakt mehr zwischen Flugkontrolle und Flug 1549. Wenige Sekunden später meldete sich im Cockpit die künstliche Stimme des Ground Proximity Warning System mit den Worten „Terrain, terrain, pull up!“<ref>US Airways 1549 CVR Transcript</ref> Die automatische Warnung erfolgte dann noch zahlreiche Male vor dem Aufsetzen auf dem Wasser.
Etwa sechs Minuten nach dem Abheben setzte das Flugzeug in südlicher Richtung auf dem Hudson River etwa zwischen der 48. Straße in Manhattan und Port Imperial in Weehawken, New Jersey auf.<ref name="tracklog">FlightAware > Live Flight Tracker > Track Log > AWE1549 > 15-Jan-2009 > KLGA-KLGA. Flightaware.com, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Matthew L. Wald, Al Baker: Audio released on emergency landing in the Hudson. In: New York Times. 6. Februar 2009, abgerufen am 6. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Notwasserung gilt als Meisterleistung des Kapitäns, da die unter den Tragflächen hängenden Triebwerke beim Eintauchen ins Wasser meist asymmetrisch abreißen und der enorme gleichfalls asymmetrische Widerstand das Flugzeug aus der Bahn reißt, wodurch dieses meist zerbricht. In diesem Fall riss zwar auch eines der Triebwerke ab, es gelang dem Kapitän aber dennoch, die Maschine auf Kurs zu halten und so ein Auseinanderbrechen zu vermeiden.
Weil die Fluggeschwindigkeit weniger als 150 Knoten (278 km/h) über Grund betrug, aktivierte sich die Flight Envelope Protection, die zur Vermeidung eines Strömungsabrisses einen zu steilen Anstellwinkel verhindert. Kapitän Sullenberger hatte den Steuerknüppel maximal nach hinten gezogen; das Fly-by-wire-System schwächte diesen Steuerimpuls ab, womit der Airbus mit einem Anstellwinkel von 13 bis 14 Grad und positiver Neigung auf dem Hudson aufkam.<ref>Accident Report. (PDF; 5,7 MB) In: ntsb.gov, 4. Mai 2010.</ref> Bei einem Strömungsabriss kurz vor der Wasserung wäre es sehr wahrscheinlich zu strukturellen Schäden an der Maschine gekommen und die Anzahl der Verletzten wäre hoch gewesen. Die Stelle der Notwasserung liegt weniger als 1,6 km vom Times Square entfernt; drei Fähranlegestellen befinden sich in weniger als 1 km Entfernung. Vor der Notwasserung überflog das Flugzeug die George Washington Bridge laut Radardaten mit etwa 270 m (900 Fuß) Höhenabstand.<ref name="CNN" />
Die Notwasserung wurde durch mehrere Gebäudeüberwachungskameras<ref>CCTV US Airways 1549 Landing Hudson River, Airboyd auf YouTube, 18. Januar 2009, US Airways 1549 Con Edison Security Camera CCTV, Airboyd auf YouTube, 24. Januar 2009</ref> und teilweise durch eine Kamera der US-Küstenwache aufgezeichnet.<ref>US Airways Crash Video Flight 1549 – Coast Guard CCTV (ab Zeitpunkt 2:01 min). 17. Januar 2009, abgerufen am 29. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nachdem die Maschine zum Stillstand gekommen war, leitete die Kabinencrew umgehend die Evakuierung ein. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder verließen das Flugzeug teils durch die vorderen Ausgänge in die als Rettungsfloß dienenden Notrutschen und teils durch die Notfenster, die sie direkt auf die Tragflächen des sehr langsam sinkenden Flugzeugs führten.<ref>New York feiert das Hudson-Wunder. In: Der Spiegel (online). 16. Januar 2009, abgerufen am 1. Februar 2009.</ref><ref>Die kleinen Helden vom Hudson. In: spiegel.de. 16. Januar 2009, abgerufen am 1. Februar 2009.</ref> Der Flugkapitän verließ das Flugzeug als Letzter, nachdem er sich zweimal durch eine komplette Begehung des gesamten Flugzeuges davon überzeugt hatte, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder das Flugzeug verlassen hatten (→Der Kapitän geht als Letzter von Bord).
In der Geschichte der Luftfahrt war dies erst die vierte Notwasserung eines Düsenflugzeugs ohne den Verlust von Menschenleben und erst die zweite eines Flugzeuges mit unter den Tragflächen angebrachten Strahltriebwerken (das erste war eine DC-8 mit kleineren Triebwerken, zudem gab es davon vier).
Fluggerät
Der Airbus mit dem Luftfahrzeugkennzeichen N106US wurde 1999 in Dienst gestellt und war mit zwei CFM-International-Triebwerken vom Typ CFM56-5B4/P ausgestattet,<ref name="asn1549" /> von denen eines bei der Notwasserung abriss.<ref>Wunder von Hudson – Vogelreste in beiden Triebwerken. In: Süddeutsche Zeitung. 5. Februar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Februar 2009; abgerufen am 8. März 2009.</ref> Anfangs war fälschlich berichtet worden, beide Triebwerke seien abgerissen.<ref>Unglücksmaschine verlor bei Notwasserung beide Triebwerke. In: Focus. 16. Januar 2009, abgerufen am 8. März 2009.</ref> Der Airbus trieb nach der Notwasserung auf dem Hudson und wurde nach der Rettung der Insassen zu einem Pier in der Nähe von Brookfield Place geschleppt, etwa sechs Kilometer von der Stelle der Notwasserung entfernt. Er wurde dort vertäut, um zu verhindern, dass er von der Strömung auf den Atlantischen Ozean hinausgetrieben wird,<ref name="nyd0115">US Airways airplane crashes in Hudson River – Hero pilot Chesley Sullenberger III saves all aboard. Abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und am 18. Januar 2009 an Land gebracht.
Der Airbus A320 verfügt über einen Schalter zur Vorbereitung auf die Notwasserung, durch den alle Ventile im unteren Teil des Flugzeugrumpfs geschlossen werden können, um die Schwimmfähigkeit des Flugzeugs zu verbessern.<ref>Günter Stauch: Ganz neue Erkenntnisse für uns alle. In: Focus. Abgerufen am 8. März 2009.</ref> Dieser ditch mode war vor der Notwasserung nicht aktiviert worden, weil er erst am Ende des Notfallhandbuchs erwähnt wird.<ref>Vgl. Bericht (Abschnitt Factual Report, S. 18): "Due to the limited time available, they did not reach the section of the checklist that provided guidance on airplane configuration."</ref> Die Handlungsabläufe für ein Notwassern sind im Notfallhandbuch für Flughöhen um die 10.000 Fuß vorgesehen; die Besatzung von Flug 1549 hatte keine Zeit dazu, diese Checkliste abzuarbeiten und den Notwasserungs-Modus zu aktivieren.
Rettung
Unmittelbar nach der beobachteten Notwasserung des Flugzeuges änderten faktisch alle den Hudson befahrenden Schiffe ihren Kurs und eilten mit Höchstgeschwindigkeit zu Hilfe. Weniger als vier Minuten nach der Notwasserung traf die erste Fähre von den nahegelegenen Fährterminals ein, weitere folgten unmittelbar und auch Schlepper trafen ein und nahmen die ersten Passagiere des Flugzeugs an Bord. Kurz danach trafen das Feuerlöschboot John D. McKean<ref>Russell Goldman, Rich Esposito: Jet Crashes Into Hudson River: 'Can't Believe What I Saw’. In: ABC News. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der New Yorker Feuerwehr sowie Boote und Hubschrauber der Küstenwache und der New Yorker Polizei am Unfallort ein und retteten die Passagiere aus dem Wasser und von den Tragflächen,<ref>Russell Goldman, Rich Esposito, Emily Friedman: Passengers: First Engine on Fire, Then Frigid Water. In: ABC News. 16. Januar 2009, abgerufen am 5. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Geraldine Baum, Matea Gold: All on US Airways plane are safe — within 5 minutes of crash landing. In: Los Angeles Times. 16. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf die sie sich teilweise begeben hatten.<ref>Scott Curkin and Bob Monek: Miracle on the Hudson. In: ABC News. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andere hatten sich auf die aufgeblasenen Notrutschen gerettet.<ref>Airplane in Hudson River after failed takeoff, FAA says. In: CNN. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Bordwände der Fähren waren über zwei Meter hoch; die Passagiere konnten sie ohne Hilfsmittel nicht erklimmen. Die Schiffsbesatzungen ließen Strickleitern und Netze herab, sie warfen auch vorsorglich Rettungswesten und -ringe ins Wasser.
Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten dank der professionell agierenden Kabinencrew gerettet werden,<ref name="CNN">Airplane in Hudson River after failed takeoff, FAA says. In: CNN. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> etwa zwei Drittel von ihnen erlitten leichtere Verletzungen oder mussten wegen Unterkühlung (die Wassertemperatur des Hudson betrug 5 °C) in Krankenhäusern behandelt werden; insgesamt wurden fünf Personen als schwerverletzt registriert.<ref>Robert Smith, Melissa Block: Passengers Treated For Hypothermia. In: NPR. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die New Yorker Feuerwehr war mit 35 Rettungswagen im Einsatz,<ref name="NYTimesRescue">A Quick Rescue Kept Death Toll at Zero. In: New York Times. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> weitere Rettungswagen wurden durch verschiedene andere Organisationen zur Verfügung gestellt, auch auf der New-Jersey-Seite des Flusses. Die meisten Verletzten wurden in das Saint Vincent’s Catholic Medical Center in Greenwich Village oder ins St. Luke’s-Roosevelt Hospital Center gebracht.<ref>Susana Enriquez: Hospital checks flight 1549 passengers for deeper injuries. In: News Day. 15. Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2010; abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Später wurde bekanntgegeben, eine tiefe Schnittwunde im Bein einer Flugbegleiterin sei die schwerste Verletzung gewesen.<ref name="CNN leg injury">Plane in Hudson tells story of what went right, NTSB says. In: CNN. 16. Januar 2009, abgerufen am 19. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der scheidende US-Präsident George W. Bush und sein Nachfolger Barack Obama gratulierten dem Piloten telefonisch zu seiner herausragenden Leistung. Obama lud ihn, seine Familie und die Besatzung des Fluges 1549 zu seiner Amtseinführung als US-Präsident fünf Tage später ein.
Bergung der Maschine
Die Maschine wurde drei Tage nach dem Unfall geborgen. Sie wies Beschädigungen am rechten Triebwerk auf, das linke war abgerissen. Auch die Unterseite des Rumpfes war stark beschädigt. Die Flugdatenschreiber wurden ausgewertet und bestätigten den Ausfall beider Triebwerke.<ref>Triebwerke vom Flugzeug versagten gleichzeitig. In: Die Welt. 18. Januar 2009, abgerufen am 1. Februar 2009.</ref> Das linke Triebwerk wurde am 23. Januar 2009 von Tauchern geborgen.<ref>Zweites Triebwerk aus dem Hudson River geborgen. In: Die Welt. 24. Januar 2009, abgerufen am 2. Januar 2009.</ref>
Das aus dem Fluss geborgene und größtenteils intakt gebliebene Flugzeug wurde als Totalschaden abgeschrieben.<ref name="asn1549" /> Nach der Untersuchung durch das NTSB wurden der Rumpf und die nach der Bergung zum Transport abgetrennten Tragflächen und Leitwerke der Versicherung Chartis Insurance übergeben. Bis zum 27. März 2010 konnten Gebote abgegeben werden; die stark beschädigten Teile wurden an den Meistbietenden verkauft.<ref>A320-Wrack aus dem Hudson wird verkauft, Flug Revue vom 21. Januar 2010, abgerufen am 2. Februar 2010</ref> Das Flugzeug wurde am 10. Juni 2011 in das Luftfahrtmuseum von Charlotte (North Carolina) gebracht. Für den Transport blieben die Tragflächen und Leitwerke demontiert. Im Museum ist die nun wieder komplettierte Maschine als ständiges Ausstellungsstück aufgestellt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig US Airways Flight 1549 „Miracle on the Hudson“.] In: carolinasaviation.org. Carolinas Aviation Museum, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> (35° 13′ 12″ N, 80° 55′ 50″ W
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}})
Untersuchung der Ursache
Das National Transportation Safety Board (NTSB) und Airbus schickten Experten nach New York City, um die Ursache des Flugunfalls zu ermitteln.<ref name="NTSB">NTSB Sending Go team to New York City for Hudson River Airliner Accident. In: National Transportation Safety Board. 15. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Schicksalsentscheidungen im Sekundentakt. In: spiegel.de. 16. Januar 2009, abgerufen am 18. Januar 2009.</ref>
Das NTSB bestätigte, dass Vogelreste in beiden Triebwerken gefunden wurden.<ref name="ntsb4feb">Third Update on Investigation into Ditching of US Airways Jetliner into Hudson River. NTSB, 4. Februar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juni 2011; abgerufen am 5. Februar 2009.</ref><ref>NTSB Confirms Birds In Engines Of Flight 1549. In: NJ.com. Associated Press, 4. Februar 2009, abgerufen am 5. Februar 2009.</ref> Die gefundenen Vogelreste konnten Kanadagänsen zugeordnet werden, die bei einer Flügelspannweite von 1,60 m jeweils 4 kg wogen.<ref>Den Vögeln auf der Spur. In: sueddeutsche.de, 17. Mai 2010.</ref><ref name="asn1549" />
Verfilmung
Die Ereignisse des Vorfalls wurden von Clint Eastwood unter dem Titel Sully (2016) verfilmt. Tom Hanks spielte die Hauptrolle des Kapitäns Sullenberger, in weiteren Rollen sind unter anderem Aaron Eckhart, Laura Linney und Anna Gunn zu sehen.<ref>Sully in der International Movie Database. In: imdb.com. Abgerufen am 16. August 2016.</ref> Der Film lief am 9. September 2016 in den amerikanischen Kinos an, und der deutsche Kinostart war am 1. Dezember 2016.
In der kanadischen Fernsehserie Mayday – Alarm im Cockpit wurde der Unfall im Jahr 2011 in der fünften Folge der 10. Staffel als Hudson River Runway (deutscher Titel: Notlandung im Hudson River) nachgestellt.
Siehe auch
- Ethiopian-Airlines-Flug 604: Notlandung einer Boeing 737-200 auf einem Feld nach Triebwerksausfall durch Vogelschlag (1988)
- Garuda-Indonesia-Flug 421: Notwasserung einer Boeing 737-300 in einem Fluss nach Triebwerksausfall durch Hagelschlag (2002)
- Ural-Airlines-Flug 178: Notlandung eines Airbus A321 in einem Maisfeld nach Vogelschlag (2019)
Literatur
- Chesley B. Sullenberger, Jeffrey Zaslow: Man muss kein Held sein: Auf welche Werte es im Leben ankommt. Bertelsmann Verlag, 2009, ISBN 978-3-570-10049-3
- Laura Parker, William Prochnau: Notlandung im Hudson River. Was geschah auf Flug 1549? Passagiere und Augenzeugen rekonstruieren die sensationelle Notwasserung von Flugkapitän Sullenberger. MavenPress Verlag, 2011, ISBN 978-3-941719-02-6
Weblinks
- Aviation Accident Report 10/03 Loss of Thrust in Both Engines After Encountering a Flock of Birds and Subsequent Ditching on the Hudson River, US Airways Flight 1549, Airbus A320‐214, N106US Weehawken, New Jersey, January 15, 2009. (PDF; 5,8 MB) NTSB, 19. Mai 2010, S. 213, abgerufen am 16. März 2015.
- US Airways 1549 Miracle On The Hudson – Con Edison CCTV. In: CNN Video. 24. Januar 2009, abgerufen am 6. Februar 2021. (Nahaufnahmen der Landung und Rettung von Überwachungskameras am Ufer)
- „Da ist ein Flugzeug im Hudson“. In: heise online. 16. Januar 2009, abgerufen am 16. Januar 2009.
- ExoSphere3D: Cactus Flight 1549 Accident Reconstruction – 3D-Animation mit zwei Funkmischungen, Visualisierung der Radar-Daten, Zeitraffervideo von der Bergung des Wracks.
Einzelnachweise
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