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Researchgate

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ResearchGate GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | ResearchGate logo.svg
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2008
Sitz Berlin, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Sören Hofmayer
Mitarbeiterzahl 269 (2017)<ref name="JA2017">Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2017 der ResearchGate GmbH. In: Bundesanzeiger, 8. Mai 2019, abgerufen im Unternehmensregister am 14. Februar 2020.</ref>
Umsatz 10,2 Mio. Euro (2017)<ref name="JA2017" />
Branche Wissenschaft und Bildung<ref name="SimilarWeb">Analyse "researchgate.net". September 2019 Overview. SimilarWeb, September 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Website researchgate.net
Stand: 31. Dezember 2017

Researchgate (Eigenschreibweise ResearchGate) ist ein soziales Netzwerk und eine Datenbank im Internet für Forscher aus allen Bereichen der Wissenschaft, das auch als Dokumentenserver für Publikationen genutzt wird. Der Dienst, betrieben von der Researchgate GmbH mit Sitz in Berlin, wurde 2008 gestartet und hatte 2025 rund 25 Millionen Mitglieder weltweit gewonnen.<ref name=":0">Brexit: Berlin eyes Britain’s tech talent – BBC News. Abgerufen am 7. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hinter der Researchgate GmbH (als Tochtergesellschaft) steht die ResearchGate Corporation aus den USA.<ref>4447756 DE: ResearchGate Corporation, 350 Townsend St #754, San Francisco, CA 94107</ref>

Wissenschaftler, die dem Netzwerk beitreten möchten, benötigen eine E-Mail-Adresse einer bekannten Forschungseinrichtung oder müssen eine wissenschaftliche Publikation nachweisen.<ref>Signing up for ResearchGate – Support – ResearchGate. In: explore.researchgate.net. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. April 2016; abgerufen am 24. März 2024.</ref> Mitglieder des Netzwerks haben ein Nutzerprofil, auf dem sie Ergebnisse ihrer Forschung, inklusive Fachartikel, Forschungsdaten, Buchkapitel, negative Ergebnisse, Patente, Forschungsvorhaben, Methoden, Präsentationen und Quelltexte für Computerprogramme zeigen können. Mitglieder können anderen Mitgliedern folgen und mit ihnen in Kontakt treten. Umfragen der Magazine Nature und Times Higher Education zufolge ist Researchgate das aktivste akademische Netzwerk seiner Art.<ref name=":1">Richard Van Noorden: Online collaboration: Scientists and the social network. In: Nature. Band 512, Nr. 7513, 14. August 2014, S. 126–129, doi:10.1038/512126a (nature.com [abgerufen am 7. Juli 2016]).</ref><ref name=":2">Do academic social networks share academics’ interests? In: timeshighereducation.com. 6. April 2016, abgerufen am 7. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Gegründet wurde Researchgate am 4. April 2008 vom Virologen und Informatiker Ijad Madisch gemeinsam mit dem Arzt Sören Hofmayer und dem Informatiker Horst Fickenscher.<ref name="blogs.nytimes.com" /><ref name="WELT">Wolfgang W. Merkel: Wir wollen die Art ändern, wie Forscher denken. In: Die Welt. 11. Januar 2014, abgerufen am 12. Oktober 2019 (Interview mit Ijad Madisch).</ref> Madisch ist weiterhin als CEO des Unternehmens tätig.<ref name=":2" /> Im August 2018 wurde Madisch in den neu gegründeten zehnköpfigen Digitalrat der deutschen Bundesregierung berufen.<ref>Bundesregierung | Artikel | Digitalrat – Experten, die uns antreiben. Abgerufen am 22. August 2018.</ref>

Das Netzwerk wurde in Boston (Massachusetts, USA) gegründet und verlegte im Jahr 2010 seinen Hauptsitz nach Berlin (Deutschland).<ref name=":4" />

Datei:Logo ResearchGATE.jpg
Älteres Logo

Im September 2010 stiegen mit Benchmark Capital, dem Finanzier von eBay, AOL und Twitter, sowie Accel Partners (Facebook) zwei Risikokapitalgeber aus Silicon Valley mit mehreren Millionen US-Dollar in das deutsche Startup ein.<ref>Martin Weigert: ResearchGATE erhält Millionen aus dem Silicon Valley. Netzwertig.com, 8. September 2010.</ref> Benchmark-Partner Matt Cohler wurde Mitglied des Aufsichtsrats und war an der Entscheidung zum Umzug nach Berlin beteiligt.<ref name=":5">Founders Fund invests in the Facebook for scientists: Founder Ijad Madisch on confidence, Luke Nosek, and what the world needs more of | HEUREKA magazine. 22. Februar 2012, abgerufen am 7. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Einem Bericht der New York Times zufolge hatte das Netzwerk anfänglich nur wenige Funktionen und entwickelte sich basierend auf dem Feedback der Nutzer weiter.<ref name="Thomas Lin" />

In einer zweiten Finanzierungsrunde beteiligte sich 2012 das Risikokapitalunternehmen Founders Fund unter der Führung von Peter Thiel an Researchgate.<ref name=":5" /> Im Juni 2013 schloss das Berliner Startup-Unternehmen mit insgesamt 35 Millionen Dollar seine dritte Finanzierungsrunde ab, an der unter anderem Bill Gates beteiligt war.<ref>Bill Gates steigt bei Berliner Startup ResearchGate ein. In: bild.de. 4. Juni 2013 (bild.de).</ref>

2020 beteiligte sich mit COI Partners ein deutscher Private-Equity-Investor aus Frankfurt an Researchgate.

Laut Madisch ist der Fokus der Geschäftsstrategie des Unternehmens auf das Nutzerverhalten abgestimmte Werbung.<ref name=":2" />

Zumindest bis 2016 war die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nicht profitabel; der Jahresverlust stieg für das Jahr 2016 auf 10,7 Millionen Euro.<ref>Alexander Hüsing: Researchgate: Verlust steigt um 73,3 % – auf 10,7 Millionen. In: deutsche-startups.de. 12. Juni 2018, abgerufen am 17. Juli 2018.</ref>

Researchgate gewann den Deutschen Unternehmerpreis 2012 in der Kategorie Startup, der von den Harvard Clubs of Germany verliehen wird.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sieger – Deutscher Unternehmerpreis 2012.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Oktober 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Nachrichtenmagazin Focus verlieh Researchgate 2014 die Auszeichnung Digital Innovation of the Year.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Innovationen: ResearchGate, YouPickIt und SAP geehrt.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. März 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 2014 gewann Researchgate den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Sonderpreis.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Im Netz der Wissenschaft.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Unternehmen

Datei:1Researchgatehq.jpg
Sitz der Researchgate GmbH in Berlin

Umsatz:<ref>Researchgate-Umsatz steigt um 107 % – Verlust nun bei 12,4 Millionen, Deutsche Startups, abgerufen am 9. Oktober 2023.</ref>

Partnerschaften

Im Jahr 2019 vereinbarten das Medienunternehmen Springer Nature und Researchgate eine Partnerschaft.<ref>Springer Nature and ResearchGate Expand Content Sharing, The Scientist, abgerufen am 21. Juli 2025.</ref>

Nutzung

Wissenschaftsorganisationen und -institutionen, darunter die International Academy of Life Sciences, die European Science Foundation und die Gesellschaft für Virologie, nutzen Researchgate als Plattform für die Kommunikation zwischen Mitgliedern und Teilnehmern. Bekanntester deutscher Kunde ist die Max-Planck-Gesellschaft, die mit Hilfe von Researchgate ein internes Netzwerk betreibt.<ref>Matthias Hohensee: Facebook des Wissens. In: WirtschaftsWoche, 22. September 2010.</ref>

Im Jahr 2016 hatte Researchgate zehn Millionen Nutzer.<ref name=":0" /> Die meisten von ihnen stammen aus Europa und Nordamerika.<ref name=":4">Mark Scott: Europeans Look Beyond Their Borders. Abgerufen am 7. Juli 2016.</ref> Die am häufigsten vertretenen Disziplinen sind Medizin und Biologie; das Netzwerk hat aber auch Mitglieder aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik, den Agrarwissenschaften und der Psychologie.<ref>American Institute of Biological Sciences: BioScience. In: BioScience. 1. Januar 1964, ISSN 0006-3568 (worldcat.org [abgerufen am 7. Juli 2016]).</ref> Researchgate verlangt keine Peer-Review und keine Gebühren für die Publikation von Inhalten.<ref>Kerry A. Dolan: How Ijad Madisch Aims To Disrupt Science Research With A Social Network. Abgerufen am 7. Juli 2016.</ref>

Funktionen

Im professionellen Netzwerk können Nutzer publizieren, Fachartikel hochladen und teilen, sich zu Forschungsfragen austauschen und Forschungspartner finden.<ref>Cracking Open the Scientific Process</ref> Wissenschaftler können zudem auf der Seite Rohdaten, Fachartikel und Daten zu „misslungenen“ Experimenten veröffentlichen, um eine unnötige Wiederholung von Fehlern in der Forschung zu vermeiden.<ref>Rogue Med Student Tackles the Web’s Ultimate Irony</ref> 2012 waren rund zehn Millionen Volltexte von Fachartikeln<ref>Professor Facebook. In: The Economist. ISSN 0013-0613 (economist.com [abgerufen am 22. August 2024]).</ref> und 40 Millionen Kurzfassungen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) über die Plattform verfügbar.<ref>New York Times: Cracking Open the Scientific Process, 2012</ref>

Wissenschaftler folgen ihren Interessengebieten, Publikationen und anderen Mitgliedern und werden so über für sie relevante Inhalte informiert.<ref name=":3">Diane Rasmussen Neal: Social Media for Academics: A Practical Guide. Elsevier, 2012, ISBN 978-1-78063-319-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Researchgate indiziert von Mitgliedern veröffentlichte Informationen auf ihren Profilen und macht Vorschläge, welchen Wissenschaftlern, Publikationen und Interessensgebieten sie folgen könnten.<ref name="Thomas Lin">Thomas Lin: ‘Open Science’ Challenges Journal Tradition With Web Collaboration. In: The New York Times. 16. Januar 2012, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 7. Juli 2016]).</ref> Ein Blog-Feature erlaubt die Rezension bereits erschienener Fachartikel.<ref name=":3" /> Wenn ein Wissenschaftler eine Frage stellt, wird diese an Mitglieder weitergeleitet, die auf ihrem Profil Expertise im relevanten Fachgebiet angegeben haben.<ref name="blogs.nytimes.com">Quentin Hardy: Failure Is the Next Opportunity. Abgerufen am 7. Juli 2016.</ref> Die Seite hat auch eine private Nachrichtenfunktion, über die Wissenschaftler Forschungsdaten austauschen, gemeinsam an Dokumenten arbeiten und vertrauliche Themen besprechen können. In einer Jobbörse finden Nutzer internationale Stellenangebote aus dem Bereich Forschung und Wissenschaft.<ref name="NZZ">Professoren der nächsten Generation. In: Neue Zürcher Zeitung, 29. August 2012.</ref>

Eine von Researchgate selbst ermittelte bibliometrische Kennzahl zur Messung wissenschaftlicher Reputation, der RG Score, soll Wissenschaftlern helfen, in Echtzeit und für Veröffentlichungen Resonanz zu erhalten.<ref name="NZZ" /> Das System soll ihnen ermöglichen, sich auch unabhängig von der Veröffent­lichungs­tätigkeit in wissenschaftlichen Fachpublikationen einen Namen zu machen.<ref>ResearchGate introduces RG Score, Klout for boffins.</ref> Die Metrik wurde als vergleichbar mit existierenden bibliometrischen Maßzahlen befunden, jedoch für ihre fragliche Zuverlässigkeit und zweifelhafte Berechnungsmethode kritisiert.<ref>Mike Thelwall, Kayvan Kousha: ResearchGate: Disseminating, communicating, and measuring Scholarship? In: Journal of the Association for Information Science and Technology. Band 66, Nr. 5, 1. Mai 2015, ISSN 2330-1643, S. 876–889, doi:10.1002/asi.23236 (wiley.com [abgerufen am 7. Juli 2016]).</ref>

Technisch setzt Researchgate auf den Publikationsseiten auf den offenen Standard COinS.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ResearchGATE now supports COinS. (Memento vom 7. Juli 2010 im Internet Archive). Abgerufen am 1. April 2024.</ref>

Rezeption

In einer 2014 in Nature erschienenen Umfrage war das Netzwerk 88 Prozent der Befragten bekannt. Davon nutzen nach eigenen Angaben 10 Prozent der Nutzer die Seite, wenn sie kontaktiert wurden, und 40 Prozent antworteten, für den wissenschaftlichen Austausch den Mikrobloggingdienst Twitter zu bevorzugen. Researchgate wurde von der Hälfte der Befragten regelmäßig besucht und war damit nach dem Literatursuchdienst Google Scholar die zweitmeistgenutzte Seite. 29 Prozent der regulären Besucher hatten sich im vorherigen Jahr angemeldet und 35 Prozent der Befragten hatten eine Einladung per E-Mail erhalten.<ref name=":1" />

In einer 2016 vom Magazin Times Higher Education durchgeführten Umfrage mit 20.670 Teilnehmern weltweit wurde Researchgate als das führende Netzwerk genannt und war damit doppelt so populär wie das zweitmeistgenutzte akademische Netzwerk Academia.edu: 61 Prozent der Befragten mit mindestens einer veröffentlichten wissenschaftlichen Publikation gaben an, ein Researchgate-Profil zu haben.<ref name=":2" /> Einer anderen Studie zufolge nutzten die meisten Wissenschaftler das Netzwerk nicht, um Fragen und Antworten zu posten, sondern als einen Online-Lebenslauf.<ref>Katy Jordan: Exploring the ResearchGate score as an academic metric: Reflections and implications for practice. (PDF) Abgerufen am 7. Juli 2016.</ref>

Kritik

Metriken

Researchgate publiziert eine eigene bibliometrische Kennzahl, genannt RG-Score. Die genaue Formel ist nicht dokumentiert und hat sich im Laufe der Zeit mehrmals geändert.<ref name="murray"></ref> Neben dem klassischen Impact Factor geht hier aber auch (siehe Gamification) die Aktivität eines Nutzers auf der Plattform ein. Jedoch wird die RG-Score als „nicht aussagekräftig“ und „nicht objektiv“ kritisiert.<ref>Katja Bosse, Gustav Beyer: Dr. Fantastic – Seite 4/4: Was bringt „Research Gate“? Die Zeit, 6. November 2014, abgerufen am 9. November 2014: „Kritiker sagen, der Score sei nicht aussagekräftig und das System nicht objektiv.“</ref> In der oben genannten Studie der Kennesaw State University, die vorwiegend im Jahr 2013 durchgeführt wurde, erreichte ein „schlafender“ Account ohne Aktivität des Inhabers einen RG-Score von 45,70 und lag damit in der 97-%-Quantile der Plattform.<ref name="murray" /> Forscher der University of Wolverhampton haben die Korrelation von RG-Score und anderen Bibliometrien anhand des Hochschulrankings untersucht. Während das Ranking basierend auf dem RG-Score positiv mit den anderen Rankings korreliert war (deutlich unter 0,5, meist etwa 0,3; also keineswegs zufällig), sind die anderen Rankings mit meist über 0,5 bis über 0,7 untereinander deutlich stärker korreliert. Auch die für den RG-Score verwendeten „Impact Points“ – eine Aggregation des Impact Factors – waren stärker mit den etablierten Rankings korreliert (+0,1 bis +0,3 stärker), während der RG-Score den stärksten Zusammenhang (0,970) mit den RG views aufweist (einer Kennzahl, wie oft die Metadaten der Artikel aufgerufen werden).<ref></ref>

Im Jahr 2016 wurde die Kennzahl Impact points durch die Veröffentlichung des h-Indexes abgelöst.<ref>Danielle Bengsch: Introducing the h-index on ResearchGate, 8. März 2016</ref>

Urheberrecht

Laden Forscher, wie von der Plattform vorgeschlagen, ihre Publikationen hoch, verletzen sie unter Umständen Nutzungsrechte des Verlags, in dem die Publikation ursprünglich veröffentlicht wurde. Researchgate empfiehlt das Hochladen, ohne auf derartige Probleme hinzuweisen.<ref>Rebecca Parker: Beware of enemies masquerading as friends: ResearchGate and co. Swinburne University of Technology Library, 6. Januar 2014, abgerufen am 10. April 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Standpunkt von Researchgate ist, dass viele Verlage die Eigenpublikation von Artikeln (ggf. aber nur von Vorabversionen) auf der persönlichen Website eines Autors erlauben, und das Researchgate-Profil eine solche persönliche Homepage darstelle.<ref name="dworschak">Manfred Dworschak: Facebook für Forscher. In: Der Spiegel. Nr. 14, 2010, S. 114–115 (online).</ref>

Einer Studie im Fachjournal Scientometrics von Hamid R. Jamali aus dem Jahr 2017 ergab, dass bei einer Stichprobe von 500 als Volltext auf Researchgate veröffentlichten Artikeln 21,6 % als Open Access veröffentlicht worden waren. Bei den verbleibenden 392 Artikeln wurden bei 51,3 % Verstöße gegen das Urheberrecht festgestellt.<ref>Hamid R. Jamali: Copyright compliance and infringement in ResearchGate full-text journal articles. In: Scientometrics. Band 112, Nr. 1, 1. Juli 2017, ISSN 1588-2861, S. 241–254, doi:10.1007/s11192-017-2291-4.</ref>

2017 reichten die American Chemical Society (ACS) und der Verlag Elsevier Klage wegen Urheberrechtsverletzungen vor dem Landgericht München gegen ResearchGate ein.<ref>Wissenschaftsverlage gehen gegen Researchgate vor. In: Capital.de. 14. November 2017 (capital.de [abgerufen am 26. Februar 2018]).</ref><ref>ckr: Verlage gewinnen Klage gegen Researchgate. In: Forschung & Lehre. Deutscher Hochschulverband, 9. März 2022, abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref> Am 2. Oktober 2018 reichten der Verlag Elsevier zusammen mit der ACS eine zweite Klage gegen Researchgate in den USA ein.<ref>Diana Kwon: Major Publishers File Second Lawsuit Against ResearchGate. The Scientist. 9. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Katrin Schmermund: Weitere Klage gegen ResearchGate. Elsevier und die American Chemical Association gehen vor Gericht. Wissenschaftler umgingen auf einer Online-Plattform die Bezahlschranken. Forschung & Lehre. 11. Oktober 2018, abgerufen am 11. Oktober 2018.</ref> Die Organisationen und Unternehmen ACS, Elsevier und 13 weitere treten seit 2017 zusammen als Teil der Coalition for Responsible Sharing (CfRS) auf.<ref>Home. Coalition for Responsible Sharing, abgerufen am 14. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In einer Pressemitteilung des Landgericht München I, wurde „mit Urteil vom 31.01.2022 den Betreibern der Plattform das Zugänglichmachen verlagsgebundener Fachartikel über die Internetplattform untersagt (Az. 21 O 14450/17).“<ref>Vorsitzende Richterin am Landgericht München | Dr. Anne-Kristin Fricke – Pressesprecherin: Verbot der Zugänglichmachung verlagsgebundener Fachartikel in Forschernetzwerk. Bayerisches Staatsministerium der Justiz, 1. Mai 2022, abgerufen am 14. Oktober 2022.</ref> Beide Parteien legten Einspruch gegen die Entscheidung ein.<ref>Statement on litigation in German court with publishers Elsevier and American Chemical Society. ResearchGate, 2. Februar 2022, abgerufen am 14. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Coalition for Responsible Sharing: Coalition for Responsible Sharing: Statement. 2. März 2022, abgerufen am 14. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref> Am 15. September geben ResearchGate, Elsevier und ACS bekannt, dass sie die Klage sowohl in Deutschland als auch in USA beigelegt haben.<ref>https://www.researchgate.net/press-newsroom/acs-elsevier-and-researchgate-resolve-litigation-with-solution-to-support-researchers</ref>

Im September 2021 wurde ResearchGate abermals gebeten, Dokumente zu entfernen. ResearchGate entfernte deshalb ca. 200.000 Dateien (Publikationen) und spricht von einer offeneren Zusammenarbeit mit den Unternehmen Wiley und Springer Nature in Bezug auf die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens.<ref>ResearchGate: A note on recent content takedowns. ResearchGate, 23. September 2021, abgerufen am 1. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Researchgate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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