Zum Inhalt springen

Amt Levern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. März 2026 um 11:19 Uhr durch ~2026-15599-90 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen Deutschlandkarte
Vorlage:Platzhalterbild
Basisdaten (Stand 1972)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(4402) 52° 23′ N, 8° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(4402) 52° 23′ N, 8° 27′ O
 {{#coordinates:52,37513|8,45501|primary
dim= globe= name= region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=adm2nd
  }}
Bestandszeitraum: 1843–1972
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Lübbecke
Fläche: 57,16 km²
Einwohner: 4402 (31. Dez. 1972)
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 5 Gemeinden
Lage des Amtes Levern im Kreis Lübbecke
Datei:Amt Levern in Kreis Lübbecke 1971.svg
Karte

Das Amt Levern war ein Amt im Kreis Lübbecke in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Levern. Durch das Bielefeld-Gesetz wurde es am 1. Januar 1973 aufgelöst.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Rechtsnachfolgerin des Amtes ist die Gemeinde Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke.

Datei:2019-06-16 Buchhofstraße 17, Stemwede-Levern (NRW).jpg
Das alte Amtshaus in Levern

Geographie

Das Amt lag südlich des Amtes Dielingen-Wehdem und grenzte im Westen an das Land Niedersachsen. Sitz und Mittelpunkt des landwirtschaftlich geprägten Amtes war das alte Stiftsdorf Levern.

Geschichte

Das Gebiet des späteren Amtes Levern entsprach dem der Vogtei Levern, die bis 1807 im Amt Reineberg des Fürstentums Minden bestand.<ref name="wnk">Peter Florens Weddigen: Historisch-geographisch-statistische Beyträge zur nähern Kenntniß Westphalens. Band 1. Büschler, Elberfeld 1806, Die Vogtei Levern, S. 261 (google.de).</ref> Im napoleonischen Satellitenstaat Königreich Westphalen. bestand von 1807 bis 1810 der Kanton Levern im Distrikt Minden des Departement der Weser. Dieser Kanton umfasste im Wesentlichen das gesamte Gebiet der heutigen Gemeinde Stemwede und hatte im Jahr 1808 8.418 Einwohner.<ref>Johann Georg Hassel: Geographisch-statistischer Abriß des Königreichs Westphalen. Verlag des Landes-Industrie-Comptoirs, Weimar 1809 Volltext bei Google Books, S. 243</ref> Mit der Annexion großer Teile Norddeutschlands durch Napoleon Bonaparte fiel 1811 auch das gesamte Gebiet des späteren Kreises Lübbecke an Frankreich. Im Arrondissement Minden des französischen Départements der oberen Ems wurde ein neu abgegrenzter Kanton Levern gebildet, der in die vier Mairien (Bürgermeistereien) Levern, Alswede, Dielingen und Wehdem unterteilt wurde. Die Mairie Levern umfasste das Gebiet der alten Vogtei Levern.<ref>Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 204 (google.de).</ref>

Nach der napoleonischen Niederlage fiel ganz Minden-Ravensberg 1813 zurück an Preußen. Bei der Kreiseinteilung der neuen Provinz Westfalen im Jahr 1816 kam die Mairie Wehdem zum neuen Kreis Rahden und bildete einen seiner Verwaltungsbezirke.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 171 f.</ref> Der Kreis Rahden hieß ab 1832 Kreis Lübbecke.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1831, S. 383: Veränderung der Kreiseinteilung Westfalens</ref>

Bei der Einführung der westfälischen Landgemeinde-Ordnung von 1841 wurde 1843 im Kreis Lübbecke aus dem Verwaltungsbezirk Wehdem das Amt Wehdem gebildet, das zunächst aus den vier Landgemeinden Destel, Levern, Niedermehnen und Sundern bestand.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1843: Bildung des Amtes Wehdem</ref> Die Bauerschaft Twiehausen wurde am 1. April 1936 aus der Gemeinde Destel herausgelöst und als eigene Gemeinde konstituiert.<ref></ref> Das Amt umfasste seitdem fünf Gemeinden:

Durch das Bielefeld-Gesetz wurde das Amt Wehdem zum 31. Dezember 1972 aufgelöst. Zusammen mit den Gemeinden des Amtes Dielingen-Wehdem bildeten seine Gemeinden die neue Gemeinde Stemwede, die Teil des neuen Kreises Minden-Lübbecke wurde.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"/>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde 1818<ref name="nrw1">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966</ref> 1871<ref name="nrw1" /> 1939<ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1950<ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref> 1961<ref name="isys" /> 1972<ref>Dirk Möllering (Hrsg.): Aufbau und Strukturwandel im Altkreis Lübbecke - Parteien und Wahlen im Altkreis Lübbecke 1953 - 1973, Lübbecke 2001, S. 103.</ref> Fläche Einwohner
dichte (1972)
Destel 613 758 645 926 767 700 8,49 km² 82 Einw./km²
Levern 1021 1267 1132 1527 1552 1706 10,73 km² 159 Einw./km²
Niedermehnen 785 829 745 945 823 809 13,20 km² 61 Einw./km²
Sundern 421 541 403 531 419 404 7,93 km² 51 Einw./km²
Twiehausen<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1) 523 629 727 892 741 783 16,80 km² 47 Einw./km²
Amt Levern 3363 4024 3652 4821 4302 4402 57,16 km² 77 Einw./km²

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1) 
Für Destel und Twiehausen wurden im 19. Jahrhundert in statistischen Darstellungen separate Einwohnerzahlen angegeben.

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein