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Amt Rietberg

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Rietberg COA.svg
Basisdaten (Stand 1969)
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(18757) 51° 48′ N, 8° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:adm2nd(18757) 51° 48′ N, 8° 26′ O
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Bestandszeitraum: 1843–1969
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Wiedenbrück
Fläche: 116,02 km²
Einwohner: 18.757 (6. Jun. 1961)
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 8 Gemeinden

Das Amt Rietberg war bis 1969 ein Amt im Kreis Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen, Deutschland mit Sitz in Rietberg. Amt im Kreis Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen, Deutschland mit Sitz in Rietberg. Sein historischer Vorgänger war der Kanton Rietberg.

Der Kanton Rietberg

Das Gebiet des Amtes Rietberg gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zur Grafschaft Rietberg. Nachdem die Grafschaft 1807 an das Königreich Westphalen gefallen war, wurden neue Verwaltungsstrukturen nach französischem Vorbild geschaffen; meistens ohne Berücksichtigung historischer Gebietsgrenzen. Zum Kanton Rietberg gehörten die Stadt Rietberg (Stadt) sowie die Orte Bokel, Druffel, Kaunitz, Mastholte, Moese, Oesterwiehe und Westerwiehe.<ref>Christian Daniel Voß: Die Zeiten. Archiv für die neueste Staatengeschichte und Politik. Band 13. Halle/Saale 1808, S. 374 (google.de).</ref> Im Jahre 1810 hatte der Kanton Rietberg 5453 Einwohner.<ref>Friedrich Justin Bertuch (Hrsg.): Allgemeine geographische Ephemeriden. Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1811, S. 31 (google.de).</ref> Der Kanton gehörte zum Distrikt Paderborn im Departement der Fulda des Königreichs und fiel 1815 an Preußen.

Der Kanton Rietberg wurde 1816 dem neuen Kreis Wiedenbrück im Regierungsbezirk Minden zugeschlagen und bestand in diesem als Verwaltungsbezirk fort.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 177</ref> Durch eine Verfügung der Bezirksregierung Minden wechselten 1838 die beiden Gemeinden Neuenkirchen und Varensell aus dem Kanton Neuenkirchen in den Kanton Rietberg. Im Gegenzug wechselte die Gemeinde Oesterwiehe aus dem Kanton Rietberg in den Kanton Neuenkirchen, der seitdem nach seinem neuen Hauptort Kanton Verl genannt wurde.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1838, S. 229</ref>

Das Amt Rietberg

Im Rahmen der Einführung der westfälischen Landgemeinde-Ordnung von 1841 wurden aus den Verwaltungsbezirken unterhalb der Kreisebene, sofern es sich nicht um Städte gemäß der revidierten Städteordnung handelte, Ämter gebildet. Im Kreis Wiedenbrück wurde dadurch aus dem Kanton Rietberg das Amt Rietberg, dem acht Gemeinden angehörten.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1843: Bildung des Amtes Rietberg. Abgerufen am 3. März 2014.</ref>

Die folgenden Daten stammen vom 6. Juni 1961:<ref name="isys" />

  1. Bokel (17,45 km², 1.117 Ew.)
  2. Druffel (9,72 km², 887 Ew.)
  3. Mastholte (12,45 km², 1.705 Ew.)
  4. Moese (15,94 km², 1.972 Ew.)
  5. Neuenkirchen (6,85 km², 3.155 Ew.)
  6. Rietberg, Stadt (18,83 km², 5.500 Ew.)
  7. Varensell (19,76 km², 2.584 Ew.)
  8. Westerwiehe (15,02 km², 1.857 Ew.)

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld wurde das Amt zum 31. Dezember 1969 aufgelöst. Sämtliche Gemeinden wurden Teil der neuen Stadt Rietberg, die auch Rechtsnachfolgerin des Amtes ist.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1843 09.826 <ref name="nrw1">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966</ref>
1871 08.863 <ref name="nrw1" />
1910 11.313 <ref>Landkreis Wiedenbrück. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Mai 2014;.</ref>
1925 12.418 <ref>Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen 1931: Volkszählung 1925</ref>
1939 13.519 <ref name="nrw2">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1966</ref>
1950 17.592 <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref>
1961 18.757 <ref name="isys" />

Einzelnachweise

<references />

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