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Radio RSA

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Radio RSA: The Voice of South Africa bzw. in Afrikaans Radio RSA: Die Stem van Suid-Afrika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein internationaler Kurzwellen-Hörfunksender aus Südafrika, der ab dem 1. Mai 1966 von der South African Broadcasting Corporation (Suid-Afrikaanse Uitsaaikorporasie) in Johannesburg ausgestrahlt wurde. Der Sendebetrieb wurde 1992 während der Endphase der Apartheid eingestellt. Radio RSA verteidigte mit seinem Programm die Apartheidpolitik und diffamierte die Gegner dieser damaligen Regierungspolitik, beispielsweise den ANC.

Geschichte

Radio RSA war als Teil der South African Broadcasting Corporation (SABC) bzw. Suid-Afrikaanse Uitsaaikorporasie (SAUK) dem Informationsministerium unterstellt, das nach dem Wahlsieg der National Party 1948 gegründet wurde. Die Aufgabe jenes Ministeriums bestand darin, das Ansehen Südafrikas zu verbessern und der Kritik an der Apartheid gegenzusteuern. Zum Ende der 1970er Jahre wurde aufgrund der Muldergate-Affäre die Kontrolle über Radio RSA dem Außenministerium übertragen. Das jährliche Budget lag damals bei 20 Millionen Rand.

Im Jahre 1976 sendete Radio RSA 36 Stunden in der Woche. Es wurden dabei die Kurzwellensender von Springbok Radio und drei regionalen Sendern verwendet. Das Programm wurde in zwölf Sprachen, darunter Englisch, Afrikaans, Swahili, Französisch, Portugiesisch, Niederländisch und Deutsch ausgestrahlt; ab 1984 nur noch in elf Sprachen.

Als gedrucktes Informationsmedium des Senders, das im zweimonatlichen Turnus erschien, diente das Magazin RSA Calling, das Textbeiträge zu den Programmen auf Englisch, Holländisch, Deutsch, Französisch, Portugiesisch, Swahili und Chichewa enthielt.<ref>https://www.worldradiohistory.com/Archive-DX/Miscellaneous/RSA-Calling-1971-09-10.pdf. Abgerufen am 4. Juni 2025.</ref>

Deutschsprachiges Programm

Für den deutschsprachigen Hörerkreis war Radio RSA durch den Gesang des Bokmakiris im Jingle identifizierbar, gefolgt von der Ansage: „This is Radio RSA, the Voice of South Africa, calling from Johannesburg“, und dann auf Deutsch: „Hier ist Radio RSA, die Stimme Südafrikas, aus Johannesburg“. Etwas vorher war eine erste kürzere Ansage mit den folgenden Worten hörbar: „You are tuned to the German Service of Radio RSA“ (englisch) und unmittelbar danach „Hier ist der deutsche Dienst von Radio RSA“.

Gesendet wurde täglich auf Deutsch von 18:00 bis 18:50 Uhr GMT, zusätzlich jeden Sonntagmorgen von 09:00 bis 09:50 Uhr GMT.

Die Kommunikation mit deutschsprachigen Zuhörenden war eng, regelmäßige Aussendungen des Hörermagazins nach der BRD gang und gäbe: „Bitte benachrichtigen Sie uns von einer eventuellen Adressenänderung“, stand in jedes Magazin eingedruckt.<ref>https://www.worldradiohistory.com/Archive-DX/Miscellaneous/RSA-Calling-1971-09-10.pdf</ref>

Die Sendungen vermittelten ein Bild eines Landes, in dem die als Politik der getrennten Entwicklung schöngeredete Ausgrenzung der nicht-weißen Bevölkerungsmehrheit als für die Prosperität des Landes bestmögliches Politikmodell gepriesen wurde.

Beendigung der Sendertätigkeit

Mit dem Übergang von der Apartheid zur Demokratie wurde der Sender eingestellt. Die letzte deutschsprachige Sendung ging am 30. April 1990 über den Äther, am 30. September 1992 wurde Radio RSA endgültig geschlossen. Als Nachfolger nahm einen Tag später Channel Africa als Auslandsprogramm der Südafrikanischen Rundfunkgesellschaft SABC den Betrieb auf. Heute sendet man auf Kurzwelle, via Satellit und im Internet in sechs Sprachen: Chichewa, Silozi, Swahili, Englisch, Französisch und Portugiesisch.<ref>Andre Scheer: Lügen aus Johannesburg. In: Wiedergabe eines Artikels der junge Welt vom 3.9.2020. 3. September 2020, abgerufen am 7. März 2023.</ref>

Sendeanlagen

Die Studios von Radio RSA befanden sich in Johannesburg, wobei es noch zusätzliche Sendeanlagen (H. F. Verwoerd Transmitting Station) auf der Farm Bloemendal bei Meyerton in der heutigen Provinz Gauteng gab.<ref>Jerome S. Berg: Broadcasting on the Short Waves, 1945 to Today. Jefferson, N.C, 2008, S. 171 (englisch)</ref><ref>Foto: Premierminister Verwoerd eröffnet die Übertragung vom Sender Bloemendal, 1965</ref>

Die Kurzwellensender verfügten über eine Leistung von 250 und 500 kW.

Ehemalige Frequenzen

  • 11-Meter-Band: 25.790 kHz
  • 13-Meter-Band: 21.535 kHz
  • 19-Meter-Band: 15.155 kHz
  • 19-Meter-Band: 15.175 kHz
  • 19-Meter-Band: 15.185 kHz
  • 25-Meter-Band: 11.900 kHz

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Programme aus
deutschsprachigen Ländern:

Channel 292 • Radio DARC • Deutscher Wetterdienst • Radio Eule • Europa 24 • Evangelische Missionsgemeinden • Museumsradio 1476 • Radio Joy • Radio SE-TA2 • SRF • Welle 370

Programme aus
nicht-deutschsprachigen Ländern:

Radio HCJB • KBS World Radio • MR4 Györ • Polskie Radio • Radio Bukarest • Radio Kairo (Ägypten) • Radio Neumarkt • Radio Pecs • Radio Rumänien International • Radio Slowakei International • Radio Taiwan International • Radio Temeswar • Radio ZP30 • RTCI Tunis • Stimme Indonesiens • Stimme Koreas • Stimme Türkiyes • Stimme Vietnams

Ehemalige Sender
und Sender mit eingestelltem
deutschsprachigem Programm via Kurzwelle

BBC • Deutsche Welle • Internationales Radio Serbien • Stimme der Islamischen Republik Iran • Ö1 International • Radiobrás • RAE • Rai • Radio Afghanistan • Radio Belarus • Radio Berlin International • Radio Budapest • Radio Bulgarien • Radio Canada International • Radio China International • Radio Damaskus (Syrien) • Radio Exterior de España • Radio Finnland • Radio France Internationale • Radio Georgien • Radio Japan • Radio Kasachstan • Radio Riga • Radio Österreich International • Radio Portugal • Radio Prag International (Tschechien) • Radio Pridnestrowje • Radio RSA • Radio Sweden • Radio Tirana (Albanien) • Radio Thailand • Radio Ukraine International • Radio Vatikan • Radio Vlaanderen Internationaal • Schweizer Radio International • Stimme Griechenlands • Stimme Kroatiens • Stimme Russlands

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