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Christian

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Vorlage:Hinweisbaustein Christian ist ein männlicher Vorname und Familienname.

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Herkunft und Bedeutung

Der Name Christian kommt von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ‚Anhänger Christi‘; dieses ist wiederum abgeleitet von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), der Übersetzung für {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Messias, der Gesalbte‘, bezogen auf Jesus Christus. Als allgemeine Bezeichnung für Christ taucht er nach der Apostelgeschichte (Vorlage:Bibel/Link) in Antiochien auf und verbreitet sich dort als Rufname.<ref name="Kunze Namenkunde">Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet (= dtv-Atlas. Band 2490). 1. Auflage. 1998, ISBN 3-423-03266-9, Christian/Christina, S. 33.</ref>

Der Rufname ist programmatisch und drückt eine „Hinwendung zum Christentum“ aus. Weibliche Varianten sind Christine, Christina, Christa und Christiane.<ref name="Kunze Namenkunde" />

Verbreitung

Bei dem Namen lassen sich drei Schichten vermehrter Häufigkeit im deutschsprachigen Raum unterscheiden.<ref name="Kunze Namenkunde" />

Mittelalter

Der Name ist einer der ersten Fremdnamen, die massiv in das germanische Namensgut einwandern. Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert war er der mit Abstand häufigste (untersucht etwa Fremdnamen in Quellen aus Fulda)<ref name="Kunze Namenkunde" /> – ebenso Christina (Köln, 12. Jahrhundert: sechsthäufigster Frauenname)<ref name="Kunze Namenkunde" /> – und wurde dann bald zu einem der häufigsten Namen überhaupt (etwa: Brixen, 13. Jahrhundert: zweithäufigster Männername).<ref name="Kunze Namenkunde" /> Später ließ seine Beliebtheit aber deutlich nach.

Frühe Neuzeit

Eine Renaissance erlebte der Name wieder nach der Reformation, indem er sich neutral von den typisch katholischen Heilgennamen abgrenzte, und den evangelischen, rein der Nachfolge Christi verpflichteten Aspekt des Protestantismus herausstreicht. Seine größte Beliebtheit erreichte er im Pietismus (etwa in Schleswig-Holstein um 1760, gestützt durch das dänische Königshaus der Oldenburger). Danach sank die Namenshäufigkeit aber wieder relativ schnell (etwa Pommern 1770–1840: von 18 % auf 3 % aller Jungen).<ref name="Gleitze/Kunze">B. Gleitze: Beiträge zur Geschichte der kulturellen Integration Deutschlands. In: Jahrbuch der Albertus-Universität zu Königsberg/Pr. Band 13, 1963, S. 130–151 (Untersuchung zur Geschlossenheit eines pommersch-ostpreußisch-schlesischen Kulturgebiets 1750–1850 anhand der Vornamenshäufigkeiten, zit. nach Kunze: dtv-Atlas Namenkunde, S. 51).</ref>

20. Jahrhundert

Einen neuen Boom erlebte der Name, nun aber nicht mehr explizit religiös, in den 1960er bis 1980er Jahren, als er viele Jahre lang den beliebtesten Jungennamen darstellte (wie auch Christina/Christiane bei Mädchen).<ref name="Kunze Namenkunde" />

Position in der Liste der häufigsten Jungennamen
Bundesrepublik Deutschland / neue Bundesländer 1977–1995
77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 5 6 4 4 6
Anm.: 1. Platz 1988, 90, 91, 93: Daniel; 1992, 94, 95: Alexander

Quelle: Tabellen der Zeitschrift Der Sprachdienst<ref name="Sprachdienst/Kunze">Kunze: dtv-Atlas Namenkunde Tabelle S. 57</ref>
(In Deutschland gibt es keine amtliche Statistik der Vornamenshäufigkeit)<ref name="beliebte-vornamen.de">Eine Grafik 1905–2005 siehe <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />beliebte-vornamen.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beliebte-vornamen.de</ref>

Österreich 1984–2008 (mit % der Neugeborenen des Jahrgangs)
84 85 86 87 88 89 90 91 2001 2008
6 6 5 8 9 11 12 16 35 44
4,5 4,1 4,1 3,8 3,3 3,0 2,7 2,6 1,0 0,6
Einschließlich phonetisch gleichlautender Namen

Anm.: 1. Platz 1984, 85, 87–95: Michael; 1986: Stefan, 1996–2008 Lukas
Quelle: Statistik Austria: Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung<ref name="STAT">Statistik Austria (Hrsg.): Vornamen der Neugeborenen mit österreichischer Staatsbürgerschaft nach fallender Häufigkeit seit 1984 – Österreich. (statistik.at [PDF]).;
Häufigste Vornamen bei Neugeborenen mit österreichischer Staatsbürgerschaft. In: statistik.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2012; abgerufen am 24. April 2010.</ref>

Namenstag

Namenstage sind die folgenden:

Varianten

  • Carsten, Karsten, Kerstan, Kersten, Coerst (niederdeutsch)
  • Chrétien (französisch)
  • Chrigel, Hitsch, Chrigi, Chrigu (Schweiz)
  • Cristi, Cristian (rumänisch)
  • Chris, Chrissi, Chrischi, Chrischan, Christel (süddeutsche Koseformen)
  • Cristian, Cristiano (italienisch, spanisch, portugiesisch, schwedisch)
  • Christianos (griechisch), nicht zu verwechseln mit Christós (Jesus Christus) oder Chrístos (von lat. Chrestus)
  • Christen
  • Christer, Krister (schwedisch)
  • Christiaan, Christijan (niederländisch)
  • Christyan
  • Krischan (deutsch)
  • Kristian (bulgarisch, schwedisch, norwegisch, färöisch)
  • Kristan (skandinavisch)
  • Kristián (tschechisch, slowakisch)
  • Kristijonas (litauisch)
  • Kristjan (polnisch, slowenisch, färöisch)
  • Kristján, Kristinn (isländisch)
  • Krystian (polnisch)
  • Kristijan (kroatisch, serbisch)
  • Kristjano, Kristjan' (Esperanto)
  • Krisztián (ungarisch)
  • Krišjānis (lettisch)
  • Křesćan, Kito (sorbisch)

Doppelnamensbildung:

Familienname:

Namensträger (diverse Varianten)

Zu Herrschern siehe Liste der Herrscher namens Christian.

Frühe Formen, eingedeutscht:

Einzelname

Vorname

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

Christian Schünemann

T

U

V

W

Z

Künstlername

Als Klitikon statt ,kriegst du ja n’‘:

Familienname

A

B

C

D

David Christian

E

Edward Christian

Eva Christian

F

Frank Christian

G

Gail Christian

H

  • Hans Christian (1929–2011), österreichischer Sänger (Bariton) und Gesangspädagoge

J

Johann Christian John Christian

K

L

M

N

P

R

Robert Christian

S

T

V

W

  • Walter Christian (1905–1990), deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer

Wolf Meyer-Christian

Künstlername

Einzelnachweise

<references />