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Wiborger Seite

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Die Wiborger Seite oder Wyborger Seite ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)/Wyborgskaja storona) ist ein historischer Stadtteil von Sankt Petersburg am rechten Ufer der Flüsse Newa und Bolschaja Newka.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gliederte sich der Stadtteil in die Finnländische (russisch „Karelische“), Ingermanländische und die Kanzewskaja-Seite. Die Finnländische Seite lag am rechten Ufer der Newa, die Ingermanländische am linken und die Kanzewskaja-Seite an der Ochta-Mündung an der Nyenschantz (russische Bezeichnung im 17. Jahrhundert: Kanzy – Канцы).

1718 wurde die Polizei gegründet und Sankt Petersburg offiziell in fünf Stadtteile gegliedert: die Petersburger, Admiralitäts-, Moskauer und Wiborger Seiten sowie die Wassiljewski-Insel.

Dabei erhielt die ehemalige Karelische Seite ihren Namen nach der Stadt Wiborg so wie die Wiborger Chaussee, die hier ihren Anfang nahm. In älteren deutschsprachigen Quellen wird der Stadtteil als Wiburger Seite beschrieben.

Einige Quellen sagen aus,<ref>Svetlana V. Alekseeva u. a.: Gorodskie imena segodnja i vcera : peterburgskaja toponimika / Полный свод названий за три века. Lik, Sankt Petersburg 1997, ISBN 5-86038-023-2.</ref><ref>Vera A. Vitjazeva, Boris Michajlovic Kirikov, Asja Veksler: Leningrad - putevoditelʹ. Lenisdat, Leningrad 1988, ISBN 5-289-00492-0 (online auf: lib.ru).</ref> dass diese Straße wenigstens bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts an der Stelle des heutigen Bolschoi Samsoniewski Prospektes (Большой Сампсониевский проспект) verlief. Andererseits, wenn man die Periode vor Peter I. betrachtet, so verlief sie nach einem schwedischen Plan von 1698<ref>Anders Johan Hipping: Vvedenie v istoriû Sankt-Peterburga, ili Neva i Nienšanc. Rossijskij Arhiv, Sankt Petersburg 2003, ISBN 5-86566-045-4., Liste 14.</ref> an ihrem Beginn östlicher (bis in Höhe der heutigen Metrostation Чёрная речка) und schwenkte später in Richtung Westen ab, etwa auf die Trasse der heutigen Laner Chaussee (Ланское шоссе).

1740 ging die Wiborger Seite in der Petersburger Seite auf, wurde aber nach der Reform der Stadtverwaltung 1782 wieder selbständig.

Schon zu Zeiten von Peter I. gingen auf der Wiborger Seite die ersten Fabriken in Betrieb. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Wiborger Seite der Industriestadtteil der Hauptstadt. Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier die ersten Vereine der Arbeiterbewegung organisiert. Um 1885 gab es die ersten Petersburger Marxisten.

1936 wurden auf dem Territorium der Wiborger Seite drei Rajone gebildet, Wyborgski, Kalininski und Schdanowski.

Rezeption

Der Schriftsteller Uwe Grüning veröffentlichte 1978 den Roman Auf der Wyborger Seite.

Literatur

  • Andrej Iwanovic Bogdanow: Istoriceskoe, geograficeskoe i topograficeskoe opisanie Sanktpeterburga, ot nacala zavedenïja ego, s 1703 po 1751 god : so mnogimi izobraženïjami pervych zdanij. Sankt Petersburg 1779.
  • I. G. Georgi: Opisanie rossijsko-imperatorskogo stolicnogo goroda Sankt-Peter'burga i dostopamjatnostej v okrestnostjach onogo, s planom 1794–1796. Liga, Sankt Petersburg 1996, ISBN 5-88663-003-1.
  • Sergej E. Glezerov: Istoriceskie rajony Sankt-Peterburga. Glagol, Sankt Petersburg 2004, ISBN 5-89662-004-7.

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 59° 58′ N, 30° 21′ O

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