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Rinat Achmetow

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Rinat Achmetow (2013)
Kyrillisch (Ukrainisch)
Рінат Леонідович Ахметов
Transl.: Rinat Leonidovyč Achmetov
Transkr.: Rinat Leonidowytsch Achmetow
Kyrillisch (Russisch)
Ринат Леонидович Ахметов
Transl.: Rinat Leonidovič Achmetov
Transkr.: Rinat Leonidowitsch Achmetow

Rinat Leonidowytsch Achmetow ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 21. September 1966 in Donezk) ist ein ukrainischer Unternehmer tatarischer Herkunft. Mit einem Vermögen von geschätzten 7,9 Mrd. US-Dollar (2025)<ref>Ranking der sieben reichsten Ukrainer nach Vermögen im Jahr 2025. Abgerufen am 8. November 2025.</ref> ist Achmetow der reichste Mensch der Ukraine. Er gilt als der einflussreichste Geschäftsmann<ref>Weil er nicht ins Oligarchen-Register will: Ukrainischer Superreicher übergibt Medienimperium dem Staat</ref> des Landes.

Leben

Achmetow wurde als Sohn eines Bergmanns und einer Verkäuferin in Donezk geboren. Er studierte an der Donezker Universität Wirtschaft, war 1995 Mitbegründer der Dongorbank in Donezk und stieg binnen kurzer Zeit an die Spitze eines der drei großen Geld-Clans der Ukraine auf.<ref>Material über den Paten Rinat Akhmetov (Achmetow) und der Zusammenhang zur Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine. Januar 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. November 2013; abgerufen am 26. August 2024.</ref> Achmetow ist ehemaliger Profiboxer.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schachtjor Donezk: Kreatives Kollektiv aus der Bergarbeiter-Stadt (Memento vom 19. Mai 2011 im Internet Archive), Stern vom 19. Mai 2009</ref> Als Chef der Beteiligungsgesellschaft System Capital Management (SCM) kontrollierte Achmetow 2012 mit seinem Firmengeflecht aus über 100 Unternehmen große Teile der ostukrainischen Stahl- und Kohleindustrie; die zu SCM gehörenden Firmen beschäftigten 2012 gemeinsam etwa 300.000 Menschen und erreichten einen Umsatz von 23,47 Milliarden US-Dollar. Der zu SCM gehörende Kohle- und Stromerzeuger DTEK beschäftigte allein etwa 140.000 Personen, kontrollierte fast die Hälfte des gesamtukrainischen Kohlemarktes und deckte ein Drittel der ukrainischen Stromproduktion sowie 40 Prozent der Verteilerkapazitäten.<ref>Das undurchsichtige Machtspiel des Fußball-Zaren, Die Welt vom 23. April 2014.</ref> Nach dem Erwerb des Mariupoler Metallkombinats im Juli 2010 stieg die zu System Capital Management gehörende Metinvest-Gruppe zum größten Stahlhersteller der GUS auf.<ref>Ukraine-Nachrichten.de: "Metinvest" wird zur größten Metallurgiegesellschaft Osteuropas, Ukraine-nachrichten.de.</ref>

Seit 1996 ist er Präsident des Fußballclubs Schachtar Donezk. Mit massiver finanzieller Unterstützung hat Achmetow Schachtar neben Dynamo Kiew zum führenden ukrainischen Fußballverein gemacht, der regelmäßig sogar in der Champions League spielt. Als ein Geschenk an die Stadt wurde im Stadtzentrum ein neues Fünfsternestadion nach internationalen Standards gebaut, wofür einige Hektar Stadtwald abgeholzt wurden, ohne dafür Ersatzflächen zu schaffen. Die Donbass Arena wurde am 29. August 2009 eröffnet.

Achmetow ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Datei:Mareterra - Le Portier.jpg
Monaco, “Le Renzo” Gebäude

Im April 2011 erwarb er eine der teuersten Wohnungen der Welt im Immobilienkomplex One Hyde Park im Londoner Stadtteil Knightsbridge für rund 156 Millionen Euro.<ref>Teuerste Wohnung Londons verkauft. tagesspiegel.de, 23. April 2011, abgerufen am 22. Januar 2014</ref>

Im Rahmen eines 2024 abgeschlossenen Kaufs erwarb Achmetow eine fünfstöckige Wohnung mit 21 Zimmern im Gebäude „Le Renzo“ in Monaco. Sie erstreckt sich über etwa 2.500 Quadratmeter (27.000 Quadratfuß), Balkone und Terrassen mit Blick auf das Mittelmeer nicht mitgerechnet. Sie verfügt außerdem über einen privaten Swimmingpool, einen Whirlpool und mindestens acht Parkplätze. Der Preis wurde mit 471 Millionen Euro (554 Millionen Dollar) angegeben, was als bis dahin die teuerste Wohnung der Welt gilt.<ref>Tara Patel, Gaspard Sebag, Jeff Kao: Ukraine’s Richest Man Bought Monaco Flat for Record $550 Million, Bloomberg, 21. April 2026</ref>

Gegen Achmetow wurde immer wieder wegen Korruption ermittelt. Die Ermittlungen wurden jedoch immer wieder von höchster Stelle eingestellt.<ref>https://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-oligarchen-korruption-selenskij-1.5249388</ref>

Politik

Achmetow soll im ukrainischen Präsidentschaftswahlkampf von 2004 die Kandidatur von Wiktor Janukowytsch finanziell unterstützt haben, allerdings bestritt er nach der Wahl von Wiktor Juschtschenko zum Präsidenten der Ukraine eine Unterstützung von Janukowytsch. Unter der Präsidentschaft Juschtschenkos, seit Januar 2005, schien die starke Stellung Achmetows in der Region Donezk zunächst gefährdet, mehrfach durchsuchten die Steuerbehörden seine Firmen und im April 2005 wurde sein Vertrauter Borys Kolesnikow zeitweise verhaftet. Während dieser Zeit hielt sich Achmetow für längere Zeit im Ausland auf. Erst eine im Herbst 2005 zwischen Juschtschenko und Janukowytsch getroffene Vereinbarung schaffte wieder Sicherheit für Achmetow und er kehrte in die Ukraine zurück.<ref>Eine Region und ihre Partei. Die Partei der Regionen als Donezker Elitenprojekt Artikel von Kerstin Zimmer, Herausgegeben von der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen</ref>

Seit der Parlamentswahl vom März 2006 war Achmetow Abgeordneter der von Janukowytsch angeführten „Partei der Regionen“. Bei den vorgezogenen Wahlen 2007 erreichte er erneut ein Mandat, zeichnete sich jedoch durch häufige Abwesenheit bei den Sitzungen des Parlamentes aus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite des Abgeordneten Rinat Achmetow mit Auflistung der Initiativen, Auftritte und der Anwesenheit (Memento vom 7. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref> Bei den Präsidentschaftswahlen 2010 war sein Einfluss auf die Partei der Regionen nicht mehr ganz so groß. Dennoch gehörte er weiter zu den Hauptfinanziers des Wahlkampfes von Janukowytsch.<ref>Ukraine-Nachrichten: Einhundert Tage Präsidentschaft von Wiktor Janukowytsch</ref> Bei den Parlamentswahlen 2012 kandidierte Achmetow nicht mehr für die Werchowna Rada.<ref>Analyse der Parlamentswahlen 2012 in der Ukraine Bundeszentrale für Politische Bildung, 15. November 2012</ref> Im Verlauf der Proteste des Euromaidan, die im Februar 2014 zum Sturz von Janukowytsch führten, distanzierte sich Achmetow sowohl von Janukowytsch wie auch von der Partei der Regionen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Oligarch, der zwischen Moskau und Kiew tanzt (Memento vom 6. September 2014 im Internet Archive), Artikel von Tomas Sacher in Cicero vom 15. April 2014</ref>

Am 20. Mai 2014 sprach er sich im Zuge des russischen Krieges in der Ukraine in einer Videoansprache gegen die Separatisten aus, die er als „Banditen und Marodeure“ bezeichnete, und rief zu einem Warnstreik in dem Gebiet auf.<ref>Reichster Oligarch ruft zum Widerstand gegen Separatisten auf</ref><ref>FAZ.net: Der Pate ruft auf zum Widerstand</ref> Da sich Achmetow in dem eskalierenden Konflikt nicht klar positionierte, geriet er in den folgenden Monaten zunehmend unter Druck. Während der Kämpfe in der Ostukraine wurden seinen Firmen gehörende Vermögenswerte zum Teil zerstört.<ref>Der kalte Krieg der Oligarchen, Die Welt vom 23. August 2014</ref>

Weblinks

Commons: Rinat Achmetow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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