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Neukirchen (Braunfels)

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Neukirchen
Stadt Braunfels
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(584)&title=Neukirchen 50° 29′ N, 8° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(584) 50° 28′ 52″ N, 8° 26′ 13″ O
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  }}
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 4,3 km²<ref name="DF">Statistische Daten Neukirchen. In: Erbauftritt. Stadt Braunfels, abgerufen im Februar 2024.</ref>
Einwohner: 584 (31. Dez. 2022)<ref name="DF" />
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 35619
Vorwahl: 06445
Datei:Braunfels Stadtteile.svg
Karte
Lage von Neukirchen in Braunfels

Neukirchen (<phonos file="De-Neukirchen.ogg">anhören</phonos>/?) ist der nach Einwohnern kleinste Stadtteil von Braunfels im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Geografie

Der Ort liegt im Norden des östlichen Hintertaunus, südlich der Kernstadt von Braunfels und liegt mit dem Nachbarort Niederquembach dicht zusammen. Durch den Ort fließt der Solmsbach, an dessen Tal sich in Westhanglage das Dorf befindet. Höchster Punkt ist der Weipertgrundberg, im Volksmund Kanzel genannt, mit 326 Metern (über NN).

Nachbarorte sind Altenkirchen (südwestlich), Bonbaden (nordwestlich), Schwalbach (nördlich), Niederquembach (östlich), Oberquembach (östlich) und Kraftsolms (südlich).

Geschichte

Datei:Braunfels-Neukirchen Ev. Kirche (04).jpg
Evangelische Kirche von 1956

Ortsgeschichte

Bekanntermaßen erstmals wurde Neukirchen in einer Schenkungsurkunde von König Konrad I. an das Kloster Frauenberg als Niunchiriha im Jahr 914 erwähnt.<ref name="lagis" /> In einer Urkunde des Grafen Marquard von Solms wird der Ort 1232 Nuwenkirgen genannt. 1474 tauschte Caspar Schlaun von Linden seinen Besitz im Ort gegen Besitz und Gefälle in Dutenhofen mit dem Grafen Otto von Solms-Braunfels.<ref>Eintrag zu Neukirchen Der Kreis Wetzlar historisch, statistisch und topographisch, Erster Theil: Politische Geschichte des Kreises Wetzlar, Friedrich Kilian Abicht, Wetzlar 1836, S. 146 </ref>

Im Dreißigjährigen Krieg blieb der Ort verschont. Erst 1673 und 1759 wurde die Ortschaft heimgesucht.

1815, infolge der Restauration, die auf dem Wiener Kongress beschlossen wurde, kam Neukirchen zu Preußen. Während der Deutschen Revolution von 1848 versuchten auch die Einwohner von Neukirchen mehr Rechte zu erlangen und zogen zum Braunfelser Schloss.

Am 28. Dezember 1956 brannte die Kirche von Neukirchen komplett aus. Am 6. Oktober 1957 konnte bereits die neue evangelische Kirche oberhalb der Ortschaft errichtet werden.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis die Stadt Braunfels und die Gemeinden Neukirchen, Bonbaden, sowie Tiefenbach zur erweiterten Stadt Braunfels.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, Punkt 93 Abs. 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Alle eingegliederten Gemeinden und die Kernstadt wurden Stadtteile. Für alle Stadtteile wurde je ein Ortsbezirke per Hauptsatzung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 350 kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Braunfels, abgerufen im November 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Neukirchen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Neukirchen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2021
Jahr  Einwohner
1834
  
195
1840
  
186
1846
  
191
1852
  
186
1858
  
193
1864
  
205
1871
  
214
1875
  
212
1885
  
202
1895
  
205
1905
  
220
1910
  
257
1925
  
260
1939
  
283
1946
  
392
1950
  
419
1956
  
415
1961
  
455
1967
  
478
1970
  
520
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
594
2021
  
609
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Braunfels<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Neukirchen 594 Einwohner. Darunter waren 21 (3,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 87 Einwohner unter 18 Jahren, 246 zwischen 18 und 49, 123 zwischen 50 und 64 und 135 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 261 Haushalten. Davon waren 81 Singlehaushalte, 66 Paare ohne Kinder und 87 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 60 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 159 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1834: 195 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 360 evangelische (= 79,1 %), 95 katholische (= 20,9 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Neukirchen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Neukirchen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 51,01 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der SPD und zwei Mitglieder der CDU.<ref>Ortsbeiratswahl Neukirchen. In: Votemanager. Stadt Braunfels, abgerufen im Februar 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Peter Schubert (SPD) zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Neukirchen. In: Webauftritt. Stadt Braunfels, abgerufen im Februar 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Dolles Dorf

Am 16. Juni 2013 nahm Neukirchen beim Finale des Dollen Dorfes, einem Wettbewerb des Hessischen Rundfunks, in Kassel teil. Die anderen Finalisten waren Röhrenfurth, Walsdorf und Nonnenroth. Gewinner des Wettbewerbs war Walsdorf. Neukirchen kam durch das Zuschauervoting trotz 1. Platz beim Spiel auf Platz 3<ref>Walsdorf ist dolles Dorf 2013, abgerufen am 20. Juni 2019</ref>.

Kulturdenkmäler

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Braunfels-Neukirchen

Verkehr

Datei:Feuerwehrhaus Braunfels-Neukirchen.jpg
Feuerwehrhaus

Durch den Ort führt die L 3283, die aus Richtung Braunfels kommend über Bonbaden bei Neukirchen in die L 3053 mündet, die in südliche Richtung weiter nach Kraftsolms verläuft. Südlich zweigt die K 372 nach Altenkirchen ab und mündet westlich von Altenkirchen auf der Bundesstraße 456.

Am 1. November 1912 wurde die Bahnstrecke Friedrichsdorf–Albshausen vollendet. In Bonbaden befand sich seither ein Haltepunkt und somit Anschluss an das Schienennetz der Preußischen Staatsbahn. Mit der Stilllegung des Streckenabschnitts am 31. Mai 1985 und dem Rückbau der Gleisanlagen wurde auch der Haltepunkt aufgelassen. Heute endet die Strecke im fünf Kilometer entfernten Brandoberndorf, dorthin verkehren Omnibusse.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Neukirchen, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="EW">Statistische Daten Neukirchen. In: Webauftritt. Stadt Braunfels, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Dezember 2021. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 10 und 50, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Ende