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Drobeta-Turnu Severin

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Drobeta-Turnu Severin
Szörényvár
Datei:ROU MH Drobeta-Turnu Severin CoA.png
Basisdaten
Staat: RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien
Historische Region: Kleine Walachei
Kreis: Mehedinți
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(79865) 44° 38′ N, 22° 40′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(79865) 44° 37′ 52″ N, 22° 39′ 54″ O
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Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 50 m
Fläche: 68,24 km²
Einwohner: 79.865 (1. Dezember 2021<ref>Volkszählung 2021 in Rumänien bei citypopulation.de.</ref>)
Bevölkerungsdichte: 1.170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 220xxx
Telefonvorwahl: (+40) 02 52
Kfz-Kennzeichen: MH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 28. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Dudașu Schelei, Gura Văii, Schela Cladovei
Bürgermeister : Marius-Vasile Screciu (PSD)
Postanschrift: Str. Mareșal Averescu, nr. 2
loc. Drobeta Turnu Severin, jud. Mehedinți, 220131
Website:

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Datei:Drobeta-Turnu Severin Romania CIA2006.png
Drobeta-Turnu Severin (rotes Viereck) - Rumänien - Nachbarorte: Târgu Jiu, Craiova, Calafat, Widin (Bulgarien)

Drobeta-Turnu Severin (<phonos file="Ro-Drobeta-Turnu Severin.ogg">Aussprache</phonos>/?; kurz Turnu Severin; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), früher nur Severin) ist eine Stadt in Rumänien und ist die Kreishauptstadt des Kreises Mehedinți. Die Stadt erhielt 1972 den Namenszusatz „Drobeta“, der an die Existenz der römischen Stadt Drobeta an dieser Stelle erinnern soll.

In der 5. Ausgabe des Marele Dicționar Geografic al Romîniei („Große geographische Wörterbuch Rumäniens“) von 1902 wird der Ort Turnul-Severin genannt. Die Zusatzbezeichnung Turnul erhielt der Ort auf Grund der Überreste eines Turms einer ehemaligen mittelalterlichen Burg, welcher sich im Stadtpark befand.<ref name="Dicționar">Marele Dicționar Geografic Al Romaniei, Vol V, S. 668 (rumänisch). Digitalisat</ref>

Geschichte

Erste römische Gründung von Drobeta

Die Geschichte der Siedlung reicht zurück bis zur römischen Stadt Drobeta. Von dieser erhalten sind Reste der in den Jahren 102–105 erbauten Trajansbrücke, die vom bedeutenden römischen Architekten Apollodor von Damaskus stammt, sowie die Ruinen des dazugehörigen Militärlagers.

Zwischen der Brücke und dem Militärlager entwickelte sich ein Vicus. 123–124 besuchte Kaiser Hadrian den Ort. Bei dieser Gelegenheit wurde Drobeta in den Rang eines Municipiums erhoben. Während der Zeit des Kaisers Septimius Severus erlangte Drobeta den Rang einer Colonia. In der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts erreichte die Kolonie ihre maximale Ausdehnung, jedoch verließen die Römer im Jahr 271 die Provinz Dakien und Drobeta verfiel langsam.<ref>Teodor Octavian Gheorghiu (2001), Drobeta-Turnu Severin. Ipoteză de evoluție urbanistică, Historia Urbana, Tom IX, Nr. 1–2, S. 146.</ref>

Im Zuge der Völkerwanderungen wurde Drobeta mehrmals zerstört und wiederaufgebaut, bis um das Jahr 600, als der Turm Justinians zerstört wurde.<ref>Teodor Octavian Gheorghiu (2001), Drobeta-Turnu Severin. Ipoteză de evoluție urbanistică, Historia Urbana, Tom IX, Nr. 1–2, S. 147.</ref>

Entstehung von Turnu Severin

Turnu Severin entstand unter der Jurisdiktion des ungarischen Erzbistums Kalocsa als mittelalterliche Kolonie.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Information auf Katholische Diözese Severin (rumänisch) (Memento vom 19. Dezember 2012 im Internet Archive)</ref> Die Kolonie Turnu stand unter dem Patronat des Heiligen Severin von Noricum. Im Jahr 1246 wurde ein Bischof Gregorius von Severin erwähnt, der als Erster der insgesamt zwölf Bischöfe des mittelalterlichen katholischen Bistums Severin gilt. Der rumänische Historiker Nicolae Iorga hat die Gründung des Bistums Severin auf 1238 datiert. Erhalten sind bis heute die Grundmauern der mittelalterlichen katholischen St. Severin-Kathedrale.<ref>Nicolae Iorga: Istoria Bisericii Românești și a vieții religioase a Românilor, vol. I-iu, Vălenii de Munte 1908, 16.</ref>

Turnu Severin war im Mittelalter namensgebendes Verwaltungszentrum des ungarischen Banats von Severin (das hauptsächlich die später so genannte „Kleine Walachei“ oder „Oltenien“ umfasste), ehe es um das Jahr 1330 an die Walachei fiel (vgl. Komitat Krassó-Szörény). Zwischenzeitlich von den Osmanen besetzt, war es von 1419 bis 1432 nochmals kurzzeitig ungarisch und von 1718 bis 1739 kurzzeitig österreichisch.

Stadtgründung

Nach dem Frieden von Adrianopel (1829) erhöhte sich die Bedeutung der Donau als Verkehrsweg und es entstand der Plan Severin als Stadt neu zu gründen. 1833 wurde der Beschluss gefasst und ab 1836 begann der planmäßige Aufbau.<ref>Primăria Municipiului Drobeta Turnu Severin 2015: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Drobeta Turnu Severin – Strategia de dezvoltare a Municipiului pe perioada 2014-2020 (Memento vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive).</ref> 1841 wurde der Kreissitz von Cerneți nach Severin verlegt.<ref>Județul Mehedinți: Scurt istoric, Agerpres 10. November 2014.</ref> Durch diesen planmäßigen Aufbau hat Drobeta Turnu Severin bis heute ein relativ gleichförmiges Straßen-Raster.<ref>Hărțile care arată diferența uriașă între străzile din orașele americane și cele din România, Adevărul 22. November 2017.</ref>

Bei der Volkszählung von 1899 wurden in Turnul-Severin 18.626 Bewohner in 4000 Anwesen registriert. Des Weiteren werden im Geographische Wörterbuch Rumäniens von 1902 im Ort ein Lyzeum, eine Berufsschule, je drei Grundschulen für Jungs und für Mädels erwähnt. Auch im Slum Cerneți befand sich eine Schule. Weiter wurden im Ort 201 Kneipen, drei orthodoxe Kirchen; die Mariä-Entschlafens-Kirche (zugleich Kathedrale), eine griechische Kirche (dem heiligen Johannes geweiht) und die Kapelle auf dem Stadtfriedhof erwähnt. Diese werden von sieben Priestern, zwei Diakonen und sieben Sängern betreut. Außerdem gab es eine katholische Kirche, eine protestantische Kirche und eine Synagoge sowie drei Friedhöfe, einen orthodoxen, einen katholischen und einen jüdischen. Im Westen des Ortes wurde am Donauufer ein alter Friedhof gefunden. In Turnul-Severin befand sich eine Werft, eine Eisenbahnwerkstatt und flussaufwärts an der Donau eine Einsiedlersiedlung.<ref name="Dicționar" />

Zweiter Weltkrieg

Im Sommer 1940 fanden im Ort Verhandlungen zwischen Ungarn und Rumänien um die Grenzfrage in Nordsiebenbürgen statt, ihr Scheitern endete im Zweiten Wiener Schiedsspruch.

Sehenswürdigkeiten

  • Trajansbrücke
  • Ruinen des römischen Drobeta
  • Das Rathaus und ein Theatergebäude, beide aus dem 20. Jahrhundert
  • Ein unter Denkmalschutz (EBN 1212160) stehender historischer Wasserturm, der 1910–1913 gebaut wurde. Er ist 27 Meter hoch und wurde im Jahr 2012 renoviert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berühmte Gebäude in Drobeta Turnu Severin (Memento vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive): Watercastle.</ref>
  • Reste der Kathedrale St. Severin
  • Das Regionalmuseum zur Geschichte des Eisernen Tores, hervorgegangen aus dem Geschichtsmuseum der Traian Hochschule (1912),<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage des Museum (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive) (englisch).</ref>
  • Kunstmuseum (Muzeul de Artă Drobeta Turnu Severin), seit 1990 und ein naturwissenschaftliches regionales Museum (Muzeul Regiunii Porților de Fier).
  • Der Nachbau eines Brückenbogens im Zentrum eines Kreisverkehrs.

Söhne und Töchter von Drobeta Turnu Severin

Weiterführende Literatur

  • Aus fünf Jahrzehnten. Geschichte der Deutsch-Evangelischen Gemeinde Turn-Severin 1861–1911. Tip. E.J. Knoll, Turnu-Severin, 1911 in: Evangelisches Zentralarchiv in Berlin (ZA 5091/107), Signatur: EZA Bibl. 81/154 in „Echo der Vortragsreihe“, Nummer 12/2007, Reschitz 2007.
  • Julius Hering: Annalen der römisch-katholischen Pfarrei von Turn-Severin. In Echo der Vortragsreihe, Nummer 12/2006, Reschitz 2006.
  • Constantin Dănescu: Șantierul Naval din Turnu Severin, Band 1, (1851–1950), Prier-Verlag, Turn-Severin 2004.

Weblinks

Commons: Drobeta Turnu Severin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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