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Deutsche Energie-Agentur

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Deutsche Energie-Agentur

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Deutsche Energie-Agentur 2025 logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung Herbst 2000
Sitz Berlin
Leitung Corinna Enders, Kristina Haverkamp
Mitarbeiterzahl ca. 600 (2024)<ref name="ja2021">Deutsche Energie-Agentur (dena).</ref>
Umsatz 60,3 Mio. Euro (2023)<ref name="ja2023">Geschäftsbericht 2023. (PDF; 3,7 MB).</ref>
Branche Energie
Website www.dena.de

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist ein bundeseigenes<ref>Lobbyregister des Deutschen Bundestags, Deutsche Energie-Agentur GmbH. Deutscher Bundestag, 26. Juni 2024, abgerufen am 22. Oktober 2024.</ref> deutsches Unternehmen, das laut Gesellschaftsvertrag<ref>Deutsche Energie-Agentur übernimmt Anteile der privaten Gesellschafter. Abgerufen am 5. Juli 2017.</ref> bundesweit und international Dienstleistungen erbringen soll, um die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu Energiewende und Klimaschutz auszugestalten und umzusetzen. Die dena wurde im Herbst 2000 auf Initiative der rot-grünen Bundesregierung als private GmbH gegründet.<ref>Registerportal. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. August 2016; abgerufen am 5. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.handelsregister.de</ref>

Arbeitsfelder und Organisation

Die dena erbringt laut ihrem Gesellschaftsvertrag Dienstleistungen, die im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse der Ausgestaltung und Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele der Energiewende dienen sollen. Die dena berät Bund, Länder und Gemeinden, Wirtschaft und Forschung sowie entsprechende Akteure auf europäischer und internationaler Ebene und soll als Schnittstelle und Kooperationspartner zwischen Politik und Wirtschaft dienen.<ref>Zaechel International: Case Study | dena Veranstaltungsmanagement. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. August 2017; abgerufen am 14. August 2017.</ref>

Die Arbeitsfelder der dena spiegeln sich in der Organisationsstruktur<ref>Unser Unternehmen. Abgerufen am 31. März 2022.</ref> wider: Zukunft der Energieversorgung; Industrie, Mobilität und Energieeffizienz; Klimaneutrale Gebäude; Urbane Energiewende sowie Digitale Technologien & Start-up-Ökosystem. Hinzu kommen die Stabstelle Internationale Kooperation, die Stabstelle Politik, Strategie und Grundsatzfragen sowie die übergreifenden Bereiche Kommunikation und Verwaltung.

Die dena berät öffentliche und private Auftraggeber bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.<ref>Staatssekretär Beckmeyer: Gebäudesektor ist entscheidend für mehr Energieeffizienz. 11. November 2014, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmwi.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Des Weiteren führt die dena Umfragen und Strategiepapiere für Projekte wie die Netzflexstudie<ref>Susanne Ehlerding: Dena stellt Netzflexstudie vor. 6. März 2017, abgerufen am 14. August 2017.</ref> und einen Gebäudereport<ref>dena-Gebäudereport. Abgerufen am 14. August 2017.</ref> durch. Außerdem betreibt sie Projekt- (Energieeffizienz-Netzwerke,<ref>Ansprechpartner zur Initiative Effizienznetzwerke. Abgerufen am 14. August 2017.</ref> Energieeffizienz-Expertenliste<ref>Die Energieeffizienz-Expertenliste. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juli 2017; abgerufen am 14. August 2017.</ref>) und Marktentwicklung (Qualitätsstandards, Rahmenbedingungen für Märkte der Energiewende<ref>German Energy Solutions - Das dena-RES-Programm. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2017; abgerufen am 14. August 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.german-energy-solutions.de</ref><ref>Modellvorhaben Effizienzhäuser. Abgerufen am 14. August 2017.</ref>).

Bündnisse und Vereinigungen

Die dena ist Mitglied einiger Bündnisse und Vereinigungen oder hat diese selbst initiiert. So gründete die dena 2011 eine Vereinigung, die sie Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) nannte.<ref>Raus aus dem Sanierungsstau – rein in die Energiewende. (geea.info [abgerufen am 5. Mai 2017]).</ref> Die geea ist ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Vertretern aus Forschung und Wissenschaft, Verbänden und Organisationen sowie Unternehmen der Energie- und Gebäudeeffizienz.<ref>Über die geea: geea.info. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Mai 2017.</ref> Das Ziel der geea ist es, die Energieeffizienz in Gebäuden in Deutschland durch Empfehlungen für die Politik und konkrete Maßnahmen seitens der Wirtschaft zu verbessern.

Im September 2018 startete die dena mit Industrie-Partnern die Global Alliance Power Fuels<ref>Deutsche Energie-Agentur: dena startet Global Alliance Powerfuels. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> um als internationales Bündnis globale Märkte für synthetische Kraft- und Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien zu erschließen.<ref>Deutsche Energie-Agentur: Infos zu Global Alliance Power Fuels. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref>

2021 gründete die dena die Tech for Net Zero Allianz, eine Initiative die mehr Klimaschutz durch mehr Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen bewirken soll.<ref>Handlungsoptionen auf [1]</ref> Andreas Kuhlmann sah als damaliger Vorsitzender der dena-Geschäftsführung in der Tech for Net Zero Allianz eine wichtige Hilfe zur Senkung der Treibhausgasemissionen.<ref>Bild von Andreas Kuhlmann auf [2]</ref>

Veranstaltungen

Einmal im Jahr veranstaltet die Deutsche Energie-Agentur den dena Energiewende-Kongress,<ref>dena-Kongress: Energiewende nach der Bundestagswahl? Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. August 2017; abgerufen am 16. August 2017.</ref> der als branchenübergreifende Veranstaltung zur Energiewende in Deutschland Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringt.<ref>dena-Kongress - der Energiewende-Kongress. Abgerufen am 16. August 2017.</ref>

Seit 2017 richtet die dena alljährlich das Tech Festival<ref>Corinna Visser: Ausgezeichnet: Gute Geschäftsideen für die Energiewende. In: BerlinValley. 21. März 2017 (berlinvalley.com [abgerufen am 21. Juli 2017]).</ref> mit internationalen Start-ups aus dem Energiewende-Bereich aus und verleiht den Start Up Energy Transition Award<ref>Startup Energy Transition. Abgerufen am 21. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (März 2017/April 2018<ref>Tech Festival and Start Up Energy Transition 2018 Awards. In: World Energy Council. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>).<ref>Infos zu Start Up Energy Transition und Tech Festival. Abgerufen am 3. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beispiele für Studien und Projekte

Die dena zeichnete für das Pilotprojekt Demand Side Management Baden-Württemberg (2014) zur Steuerung ihrer Stromnachfrage verantwortlich<ref>Pilotprojekt Demand Side Management Baden-Württemberg. Abgerufen am 21. Juli 2017.</ref><ref>Pilotprojekt für Unternehmen zur Steuerung ihrer Stromnachfrage gestartet. (baden-wuerttemberg.de [abgerufen am 21. Juli 2017]).</ref> sowie für die Plattform Digitale Energiewelt (2016)<ref>Startseite: digitale-energiewelt.de. Abgerufen am 21. Juli 2017.</ref> (2016) und die Plattform Effiziente Energiesysteme für den Dialog über eine zukunftsfähige Energieversorgung.

Gemeinsam mit EIT Climate-KIC und der European Climate Foundation gründete die dena im April 2018 in Anlehnung an die globale Klimaschutzinitiative Project Drawdown<ref>Infos zur globalen Klimaschutzinitiative Project Drawdown. Abgerufen am 3. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> einen europäischen Ableger. Drawdown Europe<ref>Infos zu Drawdown Europe. Abgerufen am 3. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> soll als Zentrum für Forschung, Innovation, Umsetzung und Demonstration von Klimaschutzlösungen in Europa dienen.

Die Leitstudie<ref>Deutsche Energie-Agentur: Infos zur Leitstudie Integrierte Energiewende. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. August 2018.</ref> Integrierte Energiewende<ref>Leitstudie: dena startet breiten Dialog zur integrierten Energiewende. Abgerufen am 21. Juli 2017.</ref> war ein Projekt mit mehr als 60 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik, um erfolgversprechende Szenarien für den Umbau des Energiesystems zu identifizieren. (2017/2018)<ref>Dena plant Leitstudie zur Sektorkopplung. (energate-messenger.de [abgerufen am 21. Juli 2017]).</ref> Die Ergebnisse wurden im Juni 2018 vorgestellt<ref>Bernhard Pötter: Studie zur Energiewende - Es muss schneller gehen. In: taz. 4. Juni 2018, abgerufen am 4. August 2018.</ref><ref>Energieagentur fordert ambitioniertere Ziele beim Klimaschutz. In: Focus online. 4. Juni 2018, abgerufen am 4. August 2018.</ref><ref>Klaus Stratmann: 80 oder 95 Prozent CO2-Reduktion? – Studie fordert konkrete Klimaschutz-Vorgaben der Politik. In: Handelsblatt. 4. Juni 2018, abgerufen am 4. August 2018.</ref> und stießen auf breite Resonanz.<ref>Warum die Energiewende ein hartes Stück Arbeit ist. In: Saarbrücker Zeitung. 3. Juni 2018, abgerufen am 4. August 2018.</ref><ref>Germany should aim for 95 percent emissions reduction by 2050 – dena head. In: Clean Energy Wire. 4. Juni 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref><ref>Hanna Gersmann: Scheitert die Energiewende? In: Westdeutsche Zeitung. 4. Juni 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref><ref>Hanna Gersmann: Zu langsam, zu engstirnig: Scheitert die Energiewende? In: Hamburger Abendblatt. 4. Juni 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref> Die Studie arbeitet mit dem Leitbegriff der integrierten Energiewende. Ziel sei eine ganzheitliche Betrachtung der Energiewende. Verschiedene Technologien, Infrastrukturen und Märkte aus den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Verkehr sollten aufeinander abgestimmt und in einem intelligenten Energiesystem vereint werden.

2018 startete die dena mit der Bauindustrie und der Immobilienwirtschaft unter Einbindung des BMWi und der holländischen Initiative Energiesprong das Projekt Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern. Hierbei sollen Prototypen moderne Sanierungslösungen demonstrieren.<ref>Deutsche Energie-Agentur: Infos zum Projekt Energiesprong in Deutschland. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref>

In einer dritten Netzstudie untersuchte die dena seit November 2018, wie die Netzausbauplanung für die nächste Stufe der Energiewende angepasst werden kann.<ref>Deutsche Energie-Agentur: dena startet Netzstudie III. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> Dem gingen 2005 und 2010 die dena-Netzstudien I und II zum Ausbau der Stromübertragungsnetze voraus. Ein weiteres dena-Projekt untersuchte den Nutzen von Pumpspeicherwerken für die Energiewende<ref>dena-Projekt Nutzen von Pumpspeicherwerken für Energiewende.</ref>

Im Februar 2019 folgte eine Studie zu Einsatzfeldern der Blockchain-Technologie in der integrierten Energiewende.<ref>Deutsche Energie-Agentur: Studie: Einsatz von Blockchain im Energiesystem ist schon heute sinnvoll. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref><ref>Deutsche Energie-Agentur: Blockchain in der Integrierten Energiewende. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> Bereits im November 2016 hatte die dena gemeinsam mit der ESMT Berlin eine Studie zu Blockchain in der Energiewende: Potenzielle Anwendungsfelder nach Einschätzung von Führungskräften der deutschen Energiewirtschaft<ref>Blockchain: Energiewirtschaft bereitet sich auf neues digitales Verfahren für Transaktionen vor. In: Deutsche Energie-Agentur. 15. November 2016, abgerufen am 3. August 2018.</ref> präsentiert. Die Studie zeigte anhand der Befragung von 70 Führungskräften der Energiewirtschaft und der energierelevanten Industrie in Deutschland, wie die Energiewirtschaft sich auf neue digitale Verfahren für Transaktionen vorbereitete. Dies könne laut der Studie die Branche nachhaltig verändern.

In einem Studienvergleich von Februar 2019 legten die dena, die deutschen Wissenschaftsakademien mit ihrem Projekt Energiesysteme der Zukunft (ESYS)<ref>ESYS: Studienvergleich Energiewende. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Empfehlungen<ref>Bundesverband der Deutschen Industrie: Ohne synthetische Energieträger kein ambitionierter Klimaschutz. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland vor. Demnach müsse zum Beispiel der jährliche Nettoausbau der erneuerbaren Energien auf mindestens sechs Gigawatt steigen. Bei der Sanierungsrate für Gebäude seien laut dena, ESYS und BDI eine Erhöhung auf mindestens 1,4 bis 2,0 Prozent nötig.<ref>Deutsche Energie-Agentur: Livestream Energiewendestudienvergleich. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref> Zum Erreichen ambitionierter Klimaziele brauche es außerdem im Jahr 2050 erneuerbare synthetische Energieträger im Umfang von 200 bis zu 900 Terawattstunden.<ref>Deutsche Energie-Agentur: Energiewendestudien-Vergleich. Abgerufen am 9. Juli 2019.</ref>

Initiativen, Partnerschaften und Gütesiegel

Die dena ist Teil der Initiative EnergieEffizienz zur sparsamen Stromnutzung und Biogaspartner zur Entwicklung von Biogas-Märkten. Ferner verleiht sie das dena-Gütesiegel Effizienzhaus zur Kennzeichnung besonders energieeffizienter Gebäude (inklusive Effizienzhaus- und Experten-Datenbank) und das dena-Gütesiegel für Energieausweise zur neutralen Bewertung des Energiebedarfs von Gebäuden.

Öffentlichkeitsarbeit

Im November 2017 erschien die erste Ausgabe des Unternehmensmagazins transition<ref>dena veröffentlicht neues Unternehmensmagazin "transition". 23. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. August 2018.</ref>, das einmal im Jahr in Reportagen, Interviews, Grafiken und Analysen den Fortschritt der Energiewende beleuchtete. Das Magazin wurde im Juni 2018 bei den Best of Content Marketing (BCM) Awards<ref>Best of Content Marketing Award. Abgerufen am 3. August 2018.</ref> mit der Silber-Urkunde in der Kategorie B2B-Magazine in den Branchen Industrie, Energie, Chemie, Pharma und Gesundheitswesen ausgezeichnet.<ref>transition – das Energiewendemagazin der dena bei BCM Awards 2018 ausgezeichnet. 15. Juni 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. August 2018.</ref>

Einmal im Jahr präsentiert der dena-Gebäudereport neben Trends zur Energieeffizienz im Gebäudebereich Zahlen, Daten und Analysen zum Gebäudebestand, Energieverbrauch und klimapolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland.<ref>dena-Gebäudereport: Energiewende im Gebäudebereich stagniert. In: Deutsche Energie-Agentur. 14. Mai 2018, abgerufen am 3. August 2018.</ref>

Geschäftsführung

Vorsitzende der dena ist seit Oktober 2023 Corinna Enders. Die Juristin war zuvor als Geschäftsführerin bei Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH tätig. Zudem bekleidete sie verschiedene Stationen im Bundesumweltministerium für Umwelt, Naturschutz, Verbraucherschutz und nukleare Sicherheit sowie beim Umwelt- und Siedlingsprogramm der Vereinten Nationen.<ref>Geschäftsführung. Abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref> Sie ist seit 2024 Mitglied im Erweiterten Präsidium des Wirtschaftsforums der SPD.<ref>Das Wirtschaftsforum. In: Wirtschaftsforum der SPD e. V. Abgerufen am 6. Dezember 2024.</ref>

Seit Oktober 2015 ist Kristina Haverkamp Geschäftsführerin der dena.<ref name="dena_haverkamp">Geschäftsführung. Abgerufen am 17. Februar 2025.</ref><ref>EUWID Neue Energie: Dena: Kristina Haverkamp zweite Geschäftsführerin neben Kuhlmann | EUWID Neue Energie. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. Mai 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.euwid-energie.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Sie ist zudem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der französischen Energieagentur ADEME. Die Juristin leitete zuvor unter anderem die Wirtschaftsabteilung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union.<ref name="dena_haverkamp" />

Frühere Geschäftsführende der dena waren:

Anteilseigner und Finanzierung

Die dena firmiert als GmbH. Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie die dena selbst<ref>Transparente dena. Abgerufen am 15. August 2023.</ref>.

Aufsichtsrat

Den Aufsichtsratsvorsitz der dena hat Stefan Rouenhoff inne. Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende ist Ingrid-Gabriela Hoven, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

Zum Aufsichtsrat der dena gehören Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (BMWE), Helmut Schöneberger, Geschäftsführer der Unternehmertum Venture Capital Partners GmbH und der UnternehmerTUM GmbH, Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Johannes Wieczorek, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr (BMV) sowie die Arbeitnehmendenvertretende Beatrice Kuhn, Johanna Meier und Rafael Noster.<ref>Aufsichtsrat. Abgerufen am 17. September 2025.</ref>

Den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden hatten bereits inne (neueste zuerst):

Inhouse-fähige Gesellschaft

Seit Anfang 2020 ist die dena eine inhouse-fähige Gesellschaft. Sie arbeitet damit überwiegend im Auftrag ihrer Gesellschafter. Mehr als 80 % des Umsatzes der dena müssen mit Aufträgen der Gesellschafter erwirtschaftet sein, der Anteil der mit privaten Mitteln finanzierter Projekte muss unterhalb von 20 % des Gesamtumsatzes eines Jahres liegen.

Vor der Inhouse-Fähigkeit finanzierte die dena Projekte zu etwa gleichen Anteilen durch öffentliche, projektgebundene Zuwendungen und aus privaten beziehungsweise sonstigen Einnahmen. Die Umsatzerlöse beliefen sich 2019 auf 24,8 Millionen Euro<ref name="ja2019">- dena-Jahresabschluss 2019</ref> (2018: 22,3 Millionen Euro<ref>Deutsche Energie-Agentur: Jahresabschluss der Deutschen Energie-Agentur (dena) 2018. (PDF) Abgerufen am 26. Oktober 2020.</ref>), davon kamen 12,2 Millionen Euro aus Zuwendungen der öffentlichen Hand und 12,7 Millionen Euro aus privaten beziehungsweise sonstigen Einnahmen. Damit wurden mehr als 50 % der Einnahmen durch Projektbeteiligungen oder Aufträge aus Bereichen der Privatwirtschaft erzielt.

Kritik

Finanzierung der dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität

An der dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität, die Pfade und Lösungsansätze für Deutschlands Weg in die Klimaneutralität im Jahr 2045 aufzeigen soll, waren mehr als 70 Unternehmen und Verbände beteiligt.<ref>Zwischenbericht dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität, auf dena.de</ref> Sie leisteten auch Beiträge zur Finanzierung der Studie, mehr als 20 % des Projekts finanzierte die dena aus Eigenmitteln.

Diese Art der Finanzierung führte die dena in ein Spannungsfeld zwischen neutralem Auftrag und interessengeleitetem Sponsoring. Lobbycontrol nennt die dena-Leitstudie Aufbruch Klimaneutralität „gekaufte Wissenschaft“, da sich Unternehmen und Verbände durch Sponsoring einkauften und über Ergebnisse mitbestimmen könnten. Unveröffentlichte Ergebnisse zur Leitstudie belegten laut Lobbycontrol, wie Sponsoren die Aussagen zu ihren Gunsten beeinflusst hätten.<ref>Sandra Enkhardt: Lobbycontrol moniert Lobbyeinfluss auf Dena-Leitstudie "Aufbruch Klimaneutralität". Abgerufen am 25. März 2021.</ref>

Der damalige dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann betonte hingegen, die dena verfolge mit der Leitstudie „einen integrierten Multi-Stakeholder-Ansatz“. „Pluralität und Praxisorientierung“ seien dabei wichtige Grundprinzipien. Die Frage, „wie der Ansatz einer Studie aussehen kann, um gleichermaßen objektive wie aussagefähige Ergebnisse zu erzielen“, bezeichnete er als berechtigt. Es gebe „unterschiedliche Ansätze für solche Studienprojekte“.<ref>Statement: Stellungnahme der Deutschen Energie-Agentur zu der Kritik von LobbyControl an der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“. Abgerufen am 16. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Verlauf der Debatte stellte die dena klar, dass jeder an der Studie beteilige Partner im Entscheidungsgremium genau eine Stimme hatte<ref>Malte Kreutzfeldt: taz-Streitgespräch zur dena-Klimastudie: „Bei uns wird sich etwas verändern“. In: Die Tageszeitung: taz. 1. April 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 29. November 2021]).</ref>, unabhängig von Größe und finanziellem Beitrag. Zudem stellte die dena eigenen Angaben zufolge eine Balance in der Finanzierung des Projektes über Unternehmen und Branchen hinweg sicher; die wissenschaftliche Neutralität der Studie sei vertraglich verankert.

Debatte um vermeintliche Stromlücke

In Kritik geriet, dass die dena 2008 vor einer Stromunterversorgung (Stromlücke) warnte, falls keine neuen Großkraftwerke errichtet würden.<ref>Deutsche Umwelthilfe: Stromlücke entspringt „strategischem Kalkül“ der Energiekonzerne. Pressemeldung vom 7. April 2008.</ref><ref>Darstellung des Stromlückenstreits und Synopse der Energieprognosen (PDF; 184 kB)</ref> 2005–2009 regierte eine große Koalition (Kabinett Merkel I; Umweltminister war Sigmar Gabriel (SPD)). CDU/CSU und FDP glaubten damals, dass entgegen dem damals geltenden Atomausstiegsplan von 2000 eine Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke notwendig sei und dass das Thema als Wahlkampfthema im Wahlkampf 2009 geeignet sei.

Die Deutsche Umwelthilfe mit dem damaligen Geschäftsführer Rainer Baake nannte die hierzu verwendeten Zahlen „Zweckpropaganda“ und warf der Studie methodische Schwächen und den Hintergrund einer politischen Agenda vor. Die Ergebnisse der dena-Studie widersprachen einer Studie des Bundesumweltministeriums, die Strombedarf und Strommenge auf Stundenbasis untersuchte und ergab, dass eine sichere Stromversorgung bis 2020 weder AKW-Laufzeitverlängerungen noch weitere Kohlekraftwerke erfordere.<ref>Frank Dohmen und Christian Schwägerl: Energiepolitik – Atomkraft macht Klimakiller billiger, 18. Oktober 2009, unter SPON.</ref><ref>Nadine Michel: Trotz Überschüssen – Energieagentur warnt vor Stromlücke, 21. Oktober 2009, online unter taz.de.</ref>

Durch die Wirtschaftskrise 2009/10 (eine Banken- und Finanzkrise, die von Banken auf die Realwirtschaft übersprang) und eine konjunkturelle Eintrübung im Zuge der Staatsschuldenkrise im Euroraum war einige Jahre lang der Energieverbrauch niedriger als prognostiziert. Durch die von der rot-grünen Regierung eingeleitete Energiewende veränderte sich in Deutschland der Strommix erheblich; auch die unerwartet niedrigen Preise für Emissionsrechte im EU-Emissionshandel beeinflussten diesen.

Eine im September 2009 publizierte Studie betonte: „Unter den heutigen Rahmenbedingungen am deutschen Strommarkt rechnen sich Investitionen in fossile Großkraftwerke oft nicht mehr. […] Ein Ausbau der Erneuerbaren Energien hat eine Strompreis senkende Wirkung an der Strombörse. Dies führt zu einer Verschlechterung der Rendite von allen Kraftwerken, die sich am Strommarkt behaupten müssen. […] Die vermehrte Investition der großen Stromversorger in Erneuerbare Energien ist […] als wirtschaftlich richtiger Schritt zu werten.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutsche Stromversorger - In der CO2-Falle? Ein neues Spiel hat begonnen (Memento vom 27. September 2010 im Internet Archive) (Link zum Volltext der Studie)</ref>

Die dena selbst kritisierte Ende 2008 den Begriff „Stromlücke“ als irreführend und betonte den Begriff „Effizienzlücke“. In der Kraftwerksanalyse ging es laut dena nicht darum, dass in Deutschland die Lichter ausgehen, sondern dass zu Spitzenlastzeiten zu wenig effiziente und gesicherte Kraftwerksleistung verfügbar sei.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dena warnt vor fehlenden effizienten Kraftwerken (Memento vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 67 kB)</ref> Seit dem Atomausstieg wird mehr Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken erzeugt.

dena-Netzstudien 2005 und 2010

Viel diskutiert wurden auch die Ergebnisse der dena-Netzstudie. Der erste Teil der Studie erschien im April 2005 und konstatierte, dass das bestehende Übertragungsnetz bis zum Jahr 2015 um 850 Kilometer ausgebaut werden müsse, um vor allem den zunehmenden Anteil an Strom aus Windenergie zu integrieren. Die in der dena-Netzstudie I empfohlenen Trassen wurden als vordringliche Netzausbauprojekte in das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) aufgenommen. Der zweite Teil folgte im November 2010. Er verglich mehrere Varianten zur Netzoptimierung bis zum Jahr 2020. Am häufigsten zitiert wurde das Ergebnis, dass bei Verwendung etablierter 380-kV-Freileitungstechnik bis 2020 weitere 3.600 km Höchstspannungstrassen gebaut werden müssten.<ref>Pressemitteilung vom 23. November 2010: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Roadmap für den Umbau des deutschen Stromnetzes vorgelegt (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>

Umweltverbände kritisierten die dena-Studie heftig; die Szenarien würden auf fragwürdigen Annahmen und unklaren Szenarien beruhen. Zudem wurde die Veröffentlichung der zugrunde gelegten Daten gefordert. Die Szenarien würden auf einem starken Ausbau von Kohlekraftwerken und einer damals aktuellen Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke beruhen – im Widerspruch zum beschlossenen Energiekonzept der Bundesregierung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dena-Netzstudie in der Kritik. BUND fordert Datentransparenz und öffentliche Netzplanung (Memento vom 3. August 2012 im Internet Archive). Internetseite des BUND. Abgerufen am 25. August 2012.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.co2-handel.deUmweltverbände kritisieren dena-Netzstudie II als unseriös (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. Co2-Handel.de. Abgerufen am 25. August 2012.</ref> Auch ein Gutachten der TU Berlin, das von Christian von Hirschhausen et al. im Auftrag des WWF durchgeführt wurde, betonte, das „methodische Vorgehen“ bei der dena-Netzstudie II stelle „zentrale Ergebnisse der Studie in Frage“. Diese sei „umgekehrt auch nicht darauf ausgelegt, die Transformation der Energiewegeplanung mit dem Horizont 2050 mitzugestalten“.<ref>Bewertung der dena-Netzstudie II und des europäischen Infrastrukturprogramms (PDF; 1,3 MB). Internetseite der TU Berlin. Abgerufen am 24. Mai 2013.</ref>

Frühere Geschäftsführung, Interessenkonflikte

Datei:Stephan Kohler dena 2012 Germany.JPG
Stephan Kohler, früherer Vorsitzender der Geschäftsführung der dena, im Jahr 2012

Von 2000 bis 2014 war Stephan Kohler Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. 2006/7 wurden Vorwürfe gegen dena-Geschäftsführer Stephan Kohler laut, er betreibe bei der dena Missmanagement. Die Tageszeitung taz berichtete, dass der Bundesrechnungshof in einem Bericht vom 4. September 2006 erhebliche Mängel bei der Zuweisung öffentlicher Mittel vom Bundesministerium für Umwelt an die dena feststellte, darunter die Zweckentfremdung von 55.000 Euro. Auch habe die dena den Erfolg einer von ihr realisierten 13 Millionen Euro teuren Medienkampagne zur Minderung des Ausstoßes von Kohlendioxid gravierend übertrieben. Die dena rechnete ihren Geldgebern vor, durch die Kampagne würden 2,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart. Interne dena-Berechnungen gingen von nur 55.000 Tonnen Einsparung aus. Hans-Josef Fell (1998–2013 Grünen-Bundestagsabgeordneter) äußerte in der taz, es müsse „überprüft werden, ob Herr Kohler seiner Aufgabe gewachsen ist.“ Uwe Leprich (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) kritisierte „handwerkliche Fehler einer Geschäftsführung, die ihren Aufgaben nicht gewachsen ist“. Die privatwirtschaftliche Struktur der dena führe zu Interessenkonflikten, die eine wirksame Effizienzstrategie verhinderten.<ref>taz vom 3. Mai 2007: Geld verbrennen für Klimaschutz.</ref> Er stellte (Stand Juli 2014) die Notwendigkeit der dena insgesamt in Frage: „Wir haben Verbraucherschützer, Forschungsinstitute und Verbände – wozu noch eine Dena?“<ref name="faz">FAZ.net / Georg Meck: Angriff der Umerzieher: „Dena“ heißt eine Staatsagentur, die uns zum Dämmen bekehren will. Die Industrie findet es prima. Und der Bürger zahlt die Rechnung. Abgerufen am 23. Juli 2014 (auch erschienen in der FASZ vom 20. Juli 2014, S. 13)</ref> Inzwischen werden solche Fragen nicht mehr diskutiert. Die Kooperation zwischen dena, Verbraucherschützern, Forschungsinstituten und Verbänden hat im Laufe der Jahre erheblich zugenommen und ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit der dena.

Der damalige Geschäftsführer Stephan Kohler stand im Frühling 2009 vor einem Wechsel zur RWE, als Vorstand der geplanten RWE-Effizienzgesellschaft; ein Vertrag war schon unterschrieben. Kohler erklärte im Mai 2009, doch bei der dena zu bleiben.<ref>Kohler findet neue RWE-Tochter zu wenig attraktiv und bleibt bei der Dena. Abgerufen am 17. Februar 2025.</ref> Hintergrund dieser Entscheidung war offenbar, das Rolf Martin Schmitz, seit 2009 Vorstandsmitglied bei RWE, keine Kompetenzen abgeben und Kohlers Ressort bei RWE auf eine „Denkfabrik“ beschränken wollte.

Anfang 2011 hat Kohler den Vorsitz des Beirates der RWE Innogy übernommen,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Personelle Veränderungen im Beirat der RWE Innogy (Memento vom 11. Februar 2015 im Internet Archive)</ref> die innerhalb des RWE-Konzerns die Aktivitäten rund um die Erneuerbare Energie bündelt.

Kohler bezog 2012 von der dena eine Gesamtvergütung von 183.755 Euro. Der Bundesrechnungshof kritisierte dies als jenseits dessen, was sich für einen Staatsdiener gezieme.<ref name="faz" /> Die dena verstoße gegen das Besserstellungsverbot (etwa: wird eine Einrichtung staatlich finanziert, darf ein Manager dort nicht mehr verdienen als im öffentlichen Dienst). Der Bundesrechnungshof empfahl daher, die Vergütung zu senken; der Bundestag forderte den damaligen Bundeswirtschaftsminister (Sigmar Gabriel) zum Handeln auf.<ref name="faz" /> Der damalige zweite dena-Geschäftsführer Andreas Jung erhielt 2012 157.966 Euro. Er schied zum 30. Juni 2014 aus dieser Funktion aus.<ref name=":0">Wir sind die Deutsche Energie-Agentur. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. Mai 2017.</ref>

Zum Jahresende 2014 schied Kohler auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung aus.<ref>IWR: Stephan Kohler ist nicht mehr dena-Chef, 12. Januar 2015.</ref> Nachfolger in der Geschäftsführung war bis Ende Juli 2015 Ulrich Benterbusch. Stephan Kohler verstarb im Jahr 2020.

Trauzeugenaffäre

Im April 2023 führte die Neubesetzung der dena-Geschäftsführung zur Trauzeugenaffäre. Der Grünen-Politiker Michael Schäfer sollte zum 15. Juni neben Kristina Haverkamp Geschäftsführer werden.<ref name="vorsitz">"Neuer Vorsitz der dena-Geschäftsführung bestellt" dena.de vom 5. April 2023</ref> Diese Personalentscheidung geriet in die Kritik, als die geschäftlichen und privaten Verbindungen zwischen Schäfer und Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, bekannt wurden. Schäfer war nicht nur Angestellter in der von Graichen geleiteten Denkfabrik Agora Energiewende gewesen, sondern auch privat mit Graichen befreundet und dessen Trauzeuge gewesen. Graichen hatte als Mitglied der Findungskommission zur Neubesetzung der dena-Geschäftsführung Schäfer als neuen Geschäftsführer vorgeschlagen, aber seine privaten Verbindungen während des Auswahlverfahrens verschwiegen und erst im April 2023 seinem Minister offengelegt.<ref>Andreas Kißler: Habecks Staatssekretär Graichen wegen Verflechtung in Kritik. In: finanznachrichten.de vom 28. April 2023. Abgerufen am 28. April 2023.</ref><ref>Christian Geinitz: Lobbyistenwächter und FDP verstärken Druck auf Graichen. In: faz.net vom 28. April 2023. Abgerufen am 30. April 2023.</ref> Das Bewerbungsverfahren wurde nach Überprüfung<ref>"Wirbel um seinen Vertrauten: „Mafia“-Vorwürfe gegen „Mr. Wärmepumpe“ – Habeck reagiert" msn.de vom 29. April 2023</ref> neu aufgesetzt.<ref>Aufsichtsrat der dena setzt Verfahren zur Besetzung des Vorsitzes der Geschäftsführung neu auf. 5. Mai 2023, abgerufen am 17. Mai 2023.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Deutsche Energie-Agentur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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