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Cellon

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 25. September 2023 um 13:08 Uhr durch imported>Meyer-Konstanz (Weblink aktualisiert, Cellon als Material beim Luftschiffbau erwähnt.).
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Vorlage:Hinweisbaustein Cellon oder Zellon<ref>Oscar Kausch: Handbuch der Azetylzellulosen: Herstellung, Eigenschaften und Verwendung der Azetylzellulosen, Lehmans Verlag, 1933 Google Books</ref> ist ein schwer brennbares Gemisch von Celluloseacetat (ugs. Acetylcellulosen) und Campher. Löslich ist es in Aceton.

Als Folie ist es von Cellophan kaum zu unterscheiden. Arthur Eichengrün erhielt 1909 ein Patent darauf und betrieb die Cellon-Werke in Berlin. 1911 erwarb die RWS in Troisdorf eine Fertigungslizenz. Im Ersten Weltkrieg wurden damit Flugzeuge wie die Linke-Hofmann R-Typen bespannt, um sie „durchsichtig“ zu machen.<ref>koelner-luftfahrt.de: Die unsichtbaren Flugzeuge des Kaisers</ref> Der Bespannstoff von Flugzeugen wurde zur Glättung auch mit Cellon (Spannlack) eingestrichen<ref>zeno.org: Eintrag zu Flugzeug</ref> und auch die Außenhülle von Luftschiffen wurde mit einem Spannlack auf Cellon-Basis mit div. Zumischungen versehen.<ref>Volker Hofmann: Cellon und der Zeppelin „Hindenburg“. kunststoffmuseum.de, 9. Februar 2011, abgerufen am 25. September 2023.</ref> Cellon-Lack fand auch Verwendung als elektrotechnischer Isolierstoff.<ref>„Cellon“-lacke als elektrotechnische Isoliermaterialien, von A. Eichengrün. In: Die Isolierstoffe der Elektrotechnik. Vortragsreihe, veranstaltet von dem Elektrotechnischen Verein e. V. und der Technischen Hochschule, Berlin, 1924</ref> Schallplatten aus Cellon wurden ebenfalls hergestellt.<ref>Universität Erlangen: Arthur Eichengrün (1867–1949) (Biographie), abgerufen am 1. Januar 2013.</ref> Cellon ist ein wichtiger Bestandteil von Sicherheitsfilm, da es bedeutend schwerer entflammbar ist als Zelluloidfilm. 1933 empfahl man Cellon-Feuerschutz als Vorbeugungsmittel gegen Fliegerbomben.<ref>46. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Chemiker in Würzburg vom 7.–10. Juni 1933 Würzburg; doi:10.1002/ange.19330462102</ref>

Datei:Lappentrichter aus Zellon.jpg
Sogenannter Lappentrichter aus Zellon als Gesichtsschutz gegen Kälte für Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg

Cellon wird als Zwischenschicht für splitterhemmendes Verbundglas genutzt, aber auch bei der Herstellung von Gas- und Atemmasken sowie für den Verschluss von Trink- und Tubenverschlüssen. Im Zweiten Weltkrieg fand Cellon seine Verwendung als Gesichtsschutz bei starken Schneefällen sowie Eisregen.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks