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Kleiner Anjui

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Kleiner Anjui
Малый Анюй (Maly Anjui)
Datei:Maly Anyuy River.jpg
Am Mittellauf des Kleinen Anjui bei Bilibino, unweit der Einmündung des Großen Keperwejem

Am Mittellauf des Kleinen Anjui bei Bilibino, unweit der Einmündung des Großen Keperwejem

Daten
Gewässerkennzahl RU19010300112119000067297
Lage Autonomer Kreis der Tschuktschen, Republik Sacha (RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland)
Flusssystem Kolyma
Abfluss über Anjui → Kolyma → Arktischer Ozean
Quellgebiet Anadyr-Plateau
67° 10′ 42″ N, 170° 46′ 39″ O
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Quellhöhe ca. 588 m
Vereinigung mit Großem Anjui zum AnjuiKoordinaten: 68° 27′ 43″ N, 160° 48′ 10″ O
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Mündungshöhe 0,2 m
Höhenunterschied ca. 587,8 m
Sohlgefälle ca. 0,8 ‰
Länge 738 km<ref name="gvr" /><ref name="gse" />
Einzugsgebiet 49.800 km²<ref name="gvr">Kleiner Anjui im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)</ref><ref name="gse">Artikel Anjui in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D64652~2a%3DAnjui~2b%3DAnjui</ref>
Abfluss<ref name="arctic" />
AEo: 30.000 km²
Lage: Ostrownoje 279dep1 oberhalb der Mündung
MQ 1960/1988
Mq 1960/1988
181 m³/s
6 l/(s km²)
Rechte Nebenflüsse Großer Keperwejem, Pogynden
Schiffbarkeit 102 km
Datei:Kolyma-IT.png
Einzugsgebiet der Kolyma und Verlauf des Kleinen Anjui (Maly Anjui)

Einzugsgebiet der Kolyma und Verlauf des Kleinen Anjui (Maly Anjui)

<mapframe text="Verlauf des Kleinen Anjui" latitude="67.9" longitude="165" zoom="4" width="320" height="200" align="right"> { "type": "ExternalData", "service": "geoline", "ids": "Q1115719", "properties": { "stroke": "#3b78cb", "stroke-width": 4 } }</mapframe> Der Kleine Anjui ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)/{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein 738 Kilometer langer rechter Zufluss der Kolyma in Nordostsibirien jenseits des Polarkreises (Russland, Asien). Kurz vor der Mündung vereinigt sich der Fluss mit dem Großen Anjui zum Anjui.

Verlauf

Der Kleine Anjui entfließt in 588 m dem auf dem Anadyr-Plateau gelegenen See Bolschoje Werchneje (russisch für Großer Oberer See) der Gytgylwegytgyn-Seen (tschukschisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Er durchfließt die Mittelgebirgslandschaft westlich der Halbinsel Tschukotka in vorwiegend westlicher Richtung bis zum Zusammenfluss mit dem Großen Anjui zum Anjui am Ostrand des Kolyma-Tieflands. Der Anjui mündet bereits nach acht Kilometern in den Unterlauf der Kolyma. Großer und Kleiner Anjui sind schon gut 15 Kilometer oberhalb (südlich) ihres Zusammenflusses durch einen schmalen Arm verbunden.

Wichtigste Nebenflüsse sind von rechts Großer Keperwejem (Bolschoi Keperwejem) und Pogynden.

Der Kleine Anjui fließt fast im gesamten Verlauf auf dem Territorium des Autonomen Kreises der Tschuktschen, bis er unweit der Mündung den äußersten Nordosten der Republik Sacha (Jakutien) erreicht.

Hydrographie

Das Einzugsgebiet des Kleinen Anjui umfasst 49.800 km². Der Fluss ist in Mündungsnähe über 400 Meter breit und zwei Meter tief; die Fließgeschwindigkeit beträgt 0,4 m/s.

Die mittlere Wasserführung beträgt am Mittellauf beim Messpunkt Ostrownoje, oberhalb der Einmündung des größten Nebenflusses Pogynden, noch 181 m³/s, bei einem monatlichen Minimum von 0,3 m³/s im April und einem Maximum von 898 m³/s im Juni.<ref name="arctic">Kleiner Anjui am Pegel Ostrownoje – hydrographische Daten bei R-ArcticNET </ref>

Der Kleine Anjui friert für bis zu neun Monate im Jahr zu, wobei er im Ober- und Mittellauf bis zum Grund durchfrieren kann. Von Ende Mai bis Juni führt er Hochwasser.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Kleine Anjui ist auf 102 Kilometern bis zum Dorf Anjuisk schiffbar.<ref>Liste der Binnenwasserstraßen der Russischen Föderation (bestätigt durch Verordnung Nr. 1800 der Regierung der Russischen Föderation vom 19. Dezember 2002)</ref>

Das durchflossene Gebiet ist insgesamt äußerst dünn besiedelt. Am Fluss liegen jedoch mehrere Siedlungen (Ilirnei, Keperwejem, Ostrownoje, Anjuisk), zudem am Nebenfluss Großer Keperwejem die Kleinstadt Bilibino mit dem nördlichsten Kernkraftwerk der Welt, das sein Kühlwasser dem Fluss entnimmt. Insbesondere im Umfeld von Bilibino gibt es einige Straßen.

Einzelnachweise

<references />