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Ambrosia dumosa

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Ambrosia dumosa
Datei:Ambrosia dumosa 2.jpg

Ambrosia dumosa

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Traubenkräuter (Ambrosia)
Art: Ambrosia dumosa
Wissenschaftlicher Name
Ambrosia dumosa
(A.Gray) W.W.Payne

Ambrosia dumosa ist eine Pflanzenart aus der Gattung Traubenkräuter (Ambrosia) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="JepsonManualTreatment" /> Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der „Kreosotbuschgemeinschaft“, die in der Mojave-Wüste (Kalifornien) und in der Sonora-Wüste (Arizona und nordwestliches Mexiko) die dominante Pflanzengesellschaft stellt. Englischsprachige Trivialnamen sind (white) bursage, bur sage, burro(w)(-)weed und burro bush.

Beschreibung

Datei:Ambrosia dumosa 6.jpg
Zweige mit Laubblättern und Blütenkörbchen
Datei:Ambrosia dumosa 7.jpg
Männliche Blütenkörbchen mit gelben Blüten und verwachsenen Hüllblättern
Datei:Ambrosia dumosa 1.jpg
Zweige mit klettenartigen Fruchtständen

Vegetative Merkmale

Ambrosia dumosa ist ein stark verzweigter Strauch, der Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die vielen dünnen und starren Zweige bilden meist recht kompakte halbkugelförmige Polster.<ref name="Fonteyn1981" /> Die Rinde jüngerer Zweige ist dicht weich grau-weiß behaart.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Es werden Rhizome gebildet.

Die mehr oder weniger gehäuft auf kurzen Zweigen stehenden Laubblätter sind fast sitzend.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die weich grau-weiß behaarte Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 40 Millimetern im Umriss mehr oder weniger eiförmig und ein- bis dreifach gefiedert ist.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die Fiederblätter sind tief eingebuchtet.

Generative Merkmale

Ambrosia dumosa ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch).<ref name="JepsonManualTreatment" /> Über die Gesamtlänge des Blütenstandes verteilt mischen sich weibliche unter männliche Blütenkörbchen<ref name="Shreve1964"> Forrest Shreve, Ira L. Wiggins: Vegetation and flora of the Sonoran Desert. Stanford, CA: Stanford University Press, 1964. 1575 p.</ref>. Die zahlreichen männlichen Blütenkörbchen besitzen einen Durchmesser von 3 bis 5 Millimetern, sind vielblütig und ihre Hüllblätter sind zu einem fünf- bis achtlappigem Involucrum verwachsen.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die Spreublätter sind spiralig angeordnet.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die männlichen Blüten sind gelb. Die Staubblätter sind frei.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die weiblichen Blütenkörbchen enthalten nur zwei Blüten ohne Krone.<ref name="JepsonManualTreatment" /> Die Griffeläste sind relativ lang.<ref name="JepsonManualTreatment" />

Die gold- bis purpurfarbeige oder braune Klettfrucht ist bei einem Durchmesser von 5 bis 9 Millimetern kugelförmig. Neben mikroskopisch feinen Härchen tragen sie 12 bis 35 abgeflachte, gerade Stacheln, die unregelmäßig über die Oberfläche verteilt sind. Es ist kein Pappus vorhanden.<ref name="JepsonManualTreatment" />

Ökologie

Ambrosia dumosa kann sich sowohl vegetativ<ref name="Wright1987">S. J. Wright, H. F. Howe: Pattern and mortality in Colorado desert plants. In: Oecologia, Volume 73, 1987, S. 543–552.</ref> als auch generativ fortpflanzen. Auf Grund der vegetativen Fortpflanzungsweise kann die Pflanze ein sehr hohes Alter erreichen.<ref name="Muller1953">Cornelius H. Muller: The association of desert annuals with shrubs. In: American Journal of Botany, Volume 40, 1953. S. 1–52</ref> Diese Ansicht wird aber nicht von allen Forschergruppen geteilt – immerhin gehen auch konservative Abschätzungen noch von einem Alter um 50 Jahre aus.<ref name="McAuliffe1988">Joseph R. McAuliffe: Markovian dynamics of simple and complex desert plant communities. In: American Naturalist, Volume 131, Issue 4, 1988, S. 459–490.</ref>

Vorlage:Hinweisbaustein Das Wurzelsystem von Ambrosia dumosa geht von einer segmentierten Wurzelkrone aus und besteht hauptsächlich aus Seitenwurzeln. Die Wurzeln können die fünf- bis fünfzehnfache Länge der Sprossachse erreichen und bis auf eine Tiefe von 70 Zentimeter in den Boden eindringen. Während Dürreperioden geht die Pflanze in einen Ruhezustand über und verliert sämtliche Blätter, um so transpirativem Wasserverlust entgegnen zu können. Im Ruhezustand kann sie anhand der Längsriefen an den kürzeren Stängeln identifiziert werden.

Die Blütezeit von Ambrosia dumosa liegt gewöhnlich im Frühjahr und Sommer, bei genügend Niederschlag selbst noch im Herbst.

Die Früchte können sich in Fell und Haaren von Tieren festsetzen und dann über weite Flächen verstreut werden. Die reichlichen Samen beginnen nach größeren Niederschlägen meist in offenem Gelände zu keimen.

Ähnlich wie bei anderen Ambrosia-Arten kann der Pollen von Ambrosia dumosa starke Allergien verursachen.

Wechselwirkungen mit anderen Pflanzenexemplaren und Pflanzenarten

Studien an Ambrosia dumosa zeigten eine allelopathische Wechselwirkung mit Kreosotbusch (Larrea tridentata), wobei letzterer einen wachstumshemmenden chemischen Wirkstoff gegenüber Ambrosia dumosa absondert. Andere Untersuchungen wiederum deuten darauf hin, dass die Wurzeln von Ambrosia dumosa einen Wirkstoff erzeugen, der benachbarte Pflanzenteile der eigenen Art fernhält, um so einen unnötigen Wettbewerb um Grundwasser zu unterbinden.

Vorlage:Hinweisbaustein

Verbreitung

Ambrosia dumosa gilt als eine der Charakterpflanzen der Mojave-Wüste, kommt aber genauso in der Sonora-Wüste vor. Ihr Verbreitungsgebiet sind die US-amerikanischen Bundesstaaten Arizona, Kalifornien, Nevada und Utah, in Mexiko die Bundesstaaten Baja California und Sonora. Nördlichster Punkt dieses Gebietes ist das südwestliche Utah, die Südgrenze bildet die Insel Tiburon im Golf von Kalifornien und die Bahía de los Ángeles in Niederkalifornien.

Datei:White Bursage - Ambrosia dumosa (AD) (4999172178).jpg
Habitat

Ökosystem und Pflanzengemeinschaften

Ambrosia dumosa gehört dem Wüstenstrauch-Ökosystem an. Eine dominante bzw. kodominante Stellung nimmt diese Pflanzenart meist in Pflanzengemeinschaften mit dem Kreosotbusch, Larrea tridentata, ein (Kreosotbuschgemeinschaft der Sonora- und der Mohave-Wüste). Darüber hinaus tritt sie in folgenden Pflanzengemeinschaften auf:

Umweltfaktoren und Standort

Ambrosia dumosa ist in ihren Standorten recht hohen Temperatur- (−15 °C bis 47 °C) und Niederschlagsschwankungen (jährliche Niederschlagsmenge meist zwischen 100 und 300 Millimeter) ausgesetzt. Bei extremer Kälte oder Hitze geht diese Pflanze in einen Ruhezustand über, bei extremer Trockenheit wirft sie zusätzlich ihre Blätter ab. Sie gedeiht in Arroyos, auf Bajadas (koaleszierende alluviale Fächer), auf sanften Hängen, in Talböden und auf Sanddünen. Die Böden sind kalkhaltig, sandig oder alluvialen Ursprungs und werden oft von einem Caliche-Horizont unterlagert. Ambrosia dumosa wird gewöhnlich unterhalb von Höhenlagen von 900 Metern angetroffen, sie kann jedoch gelegentlich bis auf 1600 Meter aufsteigen. Sie ist eine Pionierpflanze und meist auf offenen Standorten zu finden.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="JepsonManualTreatment"> Willard W. Payne: Ambrosia bei Jepson Manual Treatment, 1993: Datenblatt A. dumosa (A. Gray) Payne. </ref> <ref name="Fonteyn1981"> P. J. Fonteyn, B. E. Mahall: An experimental analysis of structure in a desert plant community. In: Journal of Ecology, Volume 69, 1981, S. 883–896. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ambrosia dumosa – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur

  • Allen A. Schoenerr: A Natural History of California. Berkeley: University of California Press, 1992, ISBN 0-520-06922-6.
  • Philip A. Munz, David D. Keck: A California flora. Berkeley & Los Angeles: University of California Press, 1959. 1104 p.