Parkinsonien
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| Parkinsonien | ||||||||||||
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| Datei:Starr 010209-0260 Parkinsonia aculeata.jpg
Jerusalemsdorn (Parkinsonia aculeata) mit Blüten und Blättern | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Parkinsonia | ||||||||||||
| L. |
Die Parkinsonien (Parkinsonia) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie besitzt ein disjunktes Areal: die Arten sind in semiariden Regionen Afrikas und Amerikas beheimatet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Parkinsonia-Arten sind große Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 5 bis 12 Metern erreichen. Sie besitzen offene, lichte, dornenbewehrte Baumkronen. Ihre Rinde ist grün.
In der Trockenzeit werfen sie ihr Blattwerk ab. Die wechselständigen Laubblätter sind doppelt gefiedert mit zwei bis sechs Fiedern erster Ordnung und zahlreichen kleinen Fiederblättchen. Sie enden mit einer Stachelspitze. Sie bilden sich nach Einsetzen der Regenfälle, bleiben aber meist nur kurze Zeit bestehen. Der Großteil der Photosynthesetätigkeit wird bei Trockenheit von den grünen Zweigen und Ästen übernommen. Die Nebenblätter sind vielgestaltig: winzig, schuppenförmig oder manchmal zu Dornen umgebildet.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in seitenständigen, traubigen Blütenständen zusammen mit kleinen Hochblättern.
Die zwittrigen Blüten sind (mehr oder weniger) zygomorph und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind schwach ungleich und überdecken sich dachziegelartig. Die fünf gelben oder weißen Kronblätter sind schwach ungleich. Die zehn Staubblätter sind frei. Der Fruchtknoten enthält viele Samenanlagen. Der Griffel ist dünn.
Die Hülsenfrüchte enthalten mehrere (meist ein bis zehn) Samen.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Parkinsonia wurde 1753 von Carl von Linné in seinem Werk Species Plantarum aufgestellt.<ref name="Linné1753" /><ref name="Tropicos" /><ref name="GRIN" /> Der Gattungsname Parkinsonia ehrt den englischen Botaniker John Parkinson (1567–1629).<ref name="Burkhardt2018" /> Synonyme für Parkinsonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Cercidiopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Britton & Rose, Cercidium <templatestyles src="Person/styles.css" />Tul., Peltophoropsis <templatestyles src="Person/styles.css" />Chiov., Rhetinophloeum <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Karst.<ref name="GRIN" />
Die Gattung Parkinsonia gehört zur Tribus Caesalpinieae in der Unterfamilie Caesalpinioideae innerhalb der Familie Fabaceae.
Die zwei bis zehn (bis 14) Arten der Gattung Parkinsonia können nach dem Vorkommen in Afrika oder in der Neuen Welt in zwei Gruppen aufgeteilt werden:<ref name="ILDIS" />
- In Afrika vorkommend
- Parkinsonia africana <templatestyles src="Person/styles.css" />Sond.: Sie ist im südlichen Afrika von Botswana und Namibia bis Südafrika verbreitet.
- Parkinsonia anacantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Brenan: Sie kommt in Kenia vor.
- Parkinsonia raimondoi <templatestyles src="Person/styles.css" />Brenan: Sie kommt in Somalia vor.
- Parkinsonia scioana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chiov.) Brenan: Sie ist in Ostafrika von Dschibuti, Äthiopien, Somalia bis Kenia verbreitet.
- In der Neotropis vorkommend
- Jerusalemsdorn (Parkinsonia aculeata <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Syn.: Parkinsonia spinosa, Parkinsonia thornberi <templatestyles src="Person/styles.css" />M.E.Jones): Sie ist in den US-Bundesstaaten Texas sowie Arizona, südwärts bis Argentinien, Galapagos-Inseln verbreitet; sie ist in vielen Gebieten Asiens, Afrikas und Australiens ein Neophyt.
- Parkinsonia carterae <templatestyles src="Person/styles.css" />Hawkins: Sie ist vom westlichen Mexiko südwärts bis Ekuador verbreitet.
- Parkinsonia florida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth. ex A.Gray) S.Watson, (Syn.: Parkinsonia torreyana <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Watson, Cercidium floridum <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth. ex A.Gray): Sie vom südlichen Kalifornien, Arizona und der Südspitze Nevadas bis ins nordwestliche Mexiko verbreitet.
- Parkinsonia microphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. (Syn.: Cercidium microphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Torr.) Rose & I. M. Johnst.): Sie ist vom südlichen Kalifornien und Arizona bis ins nordwestliche Mexiko verbreitet.
- Parkinsonia praecox <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Hawkins (Syn.: Cercidium praecox <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ruiz & Pav.) Harms): Sie ist von Mexiko südwärts bis Argentinien verbreitet.
- Parkinsonia texana <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Gray) S.Watson (Syn.: Cercidium texanum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray): Sie ist von Texas bis ins nordöstliche Mexiko verbreitet.
Die meisten amerikanischen Arten sind dort als „Palo Verde“ bekannt, Spanisch für „grüner Stock“ – eine Anspielung auf den charakteristischen grünen Stamm, dessen Rinde photosynthetische Aufgaben übernimmt.
Quellen
- Syed Irtifaq Ali: Flora of West Pakistan 54: Caesalpiniaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1973, Parkinsonia - textgleich online wie gedrucktes Werk, Parkinsonia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Eintrag in der Flora of Zimbabwe.
- Ira Loren Wiggins, Duncan M. Porter, Edward F. Anderson: Flora of the Galápagos Islands, Stanford University Press, Stanford 1971, S. 607. ISBN 0-8047-0732-4, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
- R. K. Brummitt, A. C. Chikuni, J. M. Lock, R. M. Polhill: Leguminosae. In: Flora Zambesiaca, Volume 3, 2007. Parkinsonia - online.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Parkinsonia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Linné1753"> Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>