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Kierling

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Kierling (Stadtteil)
Ortschaft
Katastralgemeinde Kierling
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Klosterneuburg
Pol. Gemeinde Klosterneuburg
Koordinaten 48° 18′ 30″ N, 16° 16′ 27″ OKoordinaten: 48° 18′ 30″ N, 16° 16′ 27″ O
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Höhe 217 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 3178 (2017)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06705
Katastralgemeindenummer 01703
Zählsprengel/ -bezirk Kierling-Ost / Kierling-West (32144 038 / 033)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen WikidataBW

Datei:Kierling Pfarrkirche Altar.JPG
Pfarrkirche Kierling: Jugendstilaltar
Datei:Kafka Sterbehaus 01.jpg
Ehemaliges Sanatorium Hoffmann, Sterbehaus von Franz Kafka
Datei:Monumento de Kafka.JPG
Gedenkstein für Kafka

Kierling ist eine Katastralgemeinde, die seit 1954 ein Teil von Klosterneuburg in Niederösterreich (Bezirk Tulln) ist. Der Ort hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).

Geografie

Kierling liegt auf einer Seehöhe von 213 m (im Ortskern) und 445 m (auf der Hohenauer Wiese). Die Katastralgemeinde hat eine Gesamtfläche von 11,5 Quadratkilometer.

Kierling befindet sich 4 km im Westen von Klosterneuburg und ca. 12 km von Wien entfernt.

Geschichte

Erste frühsteinzeitliche Funde belegen eine Besiedlung Kierlings ab ca. 3000 v. Chr. Bereits 1072 wurde Kierling erstmals urkundlich erwähnt, damals allerdings unter dem Namen „Chirchlingen“. 1683 plünderten die Osmanen im Zuge der Zweiten Wiener Türkenbelagerung Kierling.

1901 wurde die Stadt an das öffentliche Stromnetzwerk angeschlossen. 1903 war die Errichtung einer elektrischen Straßenbahn geplant, die Kierling mit der Station Klosterneuburg bei Wien verbinden sollte.<ref>Verschiedenes. (…) Neue Bahnen. Von der Station (…). In: Der Naturfreund, Jahrgang 1906, Nr. 2, 15. Februar 1906 (X. Jahrgang), S. 24, oben links. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dna</ref>

Am 15. Oktober 1938 wurde Klosterneuburg und auch Kierling als 26. Wiener Gemeindebezirk an Wien bzw. Groß-Wien angeschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde am Haschhof in Kierling eine Flakstellung errichtet. Am 6. April 1945 wurde Kierling von der Roten Armee befreit. 1954 wurde die Gemeinde nicht wieder errichtet, sondern wurde Teil der neu konstituierten Stadt Klosterneuburg.

Öffentliche Einrichtungen

In Kierling befindet sich ein Kindergarten.<ref>Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.</ref>

Freizeit und Sport

  • Wanderwege und Radfahrwege: Viele Wander- und Radfahrwege verlaufen durch Kierling
  • Heurige: zahlreiche Heurige prägen das Stadtbild.
  • Geocaching im Ort und in den umliegenden Wäldern

Sehenswürdigkeiten

  • Universalmuseum Kierling: beherbergt die weltweit größte Scherenschnittsammlung von Hans und Josefine Allmayer sowie viele chinesische Scherenschnitte, eine einmalige Gastronomiesammlung, eine heimatkundliche, gewerbliche, landwirtschaftliche und Militariasammlung mit dem einzigen in Österreich erhaltenen fahrbaren Feldbackofen aus der Monarchie.<ref>Museum Kierling. Ereigniswelt. In: museumkierling.com, 29. Juni 2013, abgerufen am 2. September 2013.</ref>
  • Franz Kafka Gedenkraum: zeigt Text, Bilder und Schriftstücke des Dichters
  • Pfarrkirche Kierling: Die Pfarrkirche Kierling ist eine von zwei Kirchen in Niederösterreich mit einer Jugendstil-Ausstattung.
  • Purgathofer-Sternwarte: 1982 bis 1989 errichtet, zweitgrößte private Sternwarte Europas

Siehe auch Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klosterneuburg, Abschnitt Katastralgemeinde Kierling.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

Söhne und Töchter:

  • Josefine Allmayer (1904–1977), Scherenschnittkünstlerin
  • Alma Motzko (1887–1968), Historikerin und Politikerin
  • Edmund Rothansl (1876–1937), Universalkünstler, Rosalienmarterl, Kriegermahnmal, Kupferrelief Wladimir Kolda, 2 Grabdenkmale
  • Rosalia Rothansl (1870–1945), Schwester von Edmund Rothansl, erste weibliche Professorin an der Kunstgewerbeschule, "Marienornat" für das Stift Klosterneuburg
  • Katharina Schurz (1839–1906), Sängerin

Personen mit Beziehung zu Kierling:

Literatur

  • Vorlage:Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich
  • Josef Schmutzer: Heimatkunde von Kierling. Amandus, Wien 1961, OBV.
  • Friedrich Chlebecek, Barbara Eckstein: 1945–1955. „Blickpunkte und Streiflichter aus einem Dezennium“. (Ausstellung) 2005. Eigenverlag des KBV-Arbeitskreises „Kierlinger Heimatmuseum“, Kierling 2005, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Museum Kierling 1987–2007. 20 Jahre im Dienste der Kultur. KBV-Arbeitskreis „Museum Kierling“, Kierling 2007, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Kierlinger Geschichte(n). 1108–2008. Verein Museum Kierling, Kierling 2008, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Edmund Rothansl (1876–1937). Verein Museum Kierling, Kierling 2008 OBV
  • Friedrich Chlebecek: Das Kierlingtal in Wort und Bild. Verein Museum Kierling, Kierling 2009, OBV
  • Friedrich Chlebecek: 100 Jahre Kraftfahrlinienverkehr Wladimir Kolda 1911–2011. Verein Museum Kierling, Kierling, OBV
  • Friedrich Chlebecek: Kierlinger Geschichte(n). Teil 2, bis 2012. Verein Museum Kierling, Kierling 2012, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Bedeutende Offiziere Kierlings. Verein Museum Kierling, Kierling 2013
  • Friedrich Chlebecek: 30 Jahre Museum in Kierling: Erfolgsgeschichte – Leistungsbilanz. Verein Museum Kierling, Kierling 2016, OBV

Weblinks

Commons: Kierling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Katastralgemeinden und Ortschaften: Höflein an der Donau | Kierling | Klosterneuburg | Kritzendorf | Maria Gugging (KG Gugging) | Weidling | Weidlingbach

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Zählbezirke und -sprengel: Stadtzentrum: Obere Stadt • Untere Stadt | Innere Wohngebiete: Klosterneubg-Innen-Nord • Klosterneubg-Innen-West • Buchberg • Klosterneubg-Innen-Süd • Klosterneubg-Außen-Süd • Klosterneubg-Außen-Nord • Klosternbg-Außen-West I | Klosternbg-Außen-West II | Gemischt strukturiert.Geb: Bahnhofsviertel-Weidling | Äußere Wohngeb.u.Umg.: Weidling-Süd • Weidling-Nord • Weidlingbach • Kierling-West • Maria Gugging • Unterkritzendorf • Oberkritzendorf • Höflein an der Donau • Kierling-Ost

Ehemalige Gemeinden: Gugging 1850–1954 | Höflein a.d. Donau 1850–1954 | Kierling 1850–1954 | Kritzendorf 1850–1954 | Weidling 1850–1954 | Weidlingbach 1850–1954

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