Boris Herrmann (Segler)
| Boris Herrmann Vorlage:SportPicto | |
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VG24 012 Boris Herrmann.jpg
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| Nationalität: | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Geburtstag: | 28. Mai 1981 |
| Geburtsort: | Oldenburg, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Verein: | Norddeutscher Regatta Verein (NRV) |
| Bootsklassen: | 505er, Classe Mini, Class40, Imoca |
Boris Herrmann (* 28. Mai 1981 in Oldenburg) ist ein deutscher Berufs-Segelsportler. Zusammen mit Pierre Casiraghi gründete er 2016 das Segelsportteam Team Malizia.
Sportlicher Werdegang
Als Sohn segelbegeisterter Eltern wuchs Boris Herrmann in Oldenburg auf. Schon als Säugling wurde er aufs elterliche Boot mitgenommen. Er verbrachte viel Zeit seiner Kindheit und Jugend auf dem elterlichen Boot im nahen Wattenmeer und später auf Ost- und Nordsee.<ref name="Yacht_2008-12" /> Schon mit drei Jahren wurde er wegen Atemwegsproblemen auf ärztlichen Rat möglichst viel zum Boot mitgenommen und konnte auf Sandbänken in der Nordsee spielen. Nach ersten Segelregattaerfahrungen in den Klassen Optimist, 420er und 470er stieg Herrmann zusammen mit seinem Schulfreund Julien Kleiner auf die anspruchsvolle 2-Mann-Jolle 505er um. In dieser Zeit begann Hasso Plattners Engagement in dieser Klasse<ref>Some legacy. In: Seahorse Magazine. September 2017, abgerufen am 27. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mit der Sponsorship von wichtigen Regatten wie Welt- und Europameisterschaften. Plattner lud Herrmann und Kleiner als aufstrebende Talente zu Trainingseinheiten in Übersee ein, wo sie mit semiprofessionellen Kreisen in Kontakt kamen.<ref name="Yacht_2008-12" /><ref>Carsten Kemmling: Langsam kann ich nicht. (PDF) In: Yacht. 2005, abgerufen am 6. Januar 2021.</ref> Parallel dazu segelte Herrmann als 19-Jähriger und damit jüngster Segler die Mini-Transat-Regatta von Frankreich nach Brasilien, die er mit Platz 11 unter 84 Teilnehmern abschloss.
Als 22-Jähriger kaufte er eine Class40-Yacht nur Monate vor dem Artemis Transat Rennen, das er nach kurzer Vorbereitung hinter Giovanni Soldini auf Platz 2 beendete. Daraufhin fand er mit dem segelbegeisterten Unternehmer Niels Stolberg einen Sponsor für das Portimão Global Ocean Race. Erstmals nach dem Whitbread Round the World Race 1989/1990, das 2001 in Volvo Ocean Race umbenannt wurde, gelang damit einem deutschen Profiteam auf einem deutschen Schiff ein Etappensieg und schließlich der Gesamtsieg bei einem internationalen Hochseerennen.
Giovanni Soldini kaufte später den VOR 70 Maserati und spezialisierte sich auf Regatten und Rekordfahrten über die Ozeane. Die folgenden fünf Jahre nahm Herrmann neben anderen seglerischen Aktivitäten als Navigator an mehreren Rennen auf der Maserati teil, darunter Kapstadt nach Rio, New York nach San Francisco und San Francisco nach Shanghai.
Im November 2015 startete Herrmann als Crewmitglied des Trimarans IDEC Sport den Versuch, bei der Jules Verne Trophy die Erde in Rekordzeit zu umsegeln. Den Weltrekord von 45 Tagen und knapp 14 Stunden verpasste das Team aufgrund ungünstiger Wetterlagen im Südatlantik. Die Zeit der IDEC Sport lag bei 47 Tagen, 14 Stunden, 47 Minuten und 38 Sekunden.<ref>Rasanter Ritt mit offener Rechnung - News | Team Malizia & Boris Herrmann Racing - Professional sailing team racing around the world. 8. Januar 2016, abgerufen am 6. Januar 2021.</ref> Im Herbst 2016 nahmen Herrmann und die Crew der IDEC Sport einen neuen Anlauf, den Versuch brachen sie wetterbedingt nach sechs Tagen ab.<ref>Herrmanns Weltrekordversuch abgebrochen - News | Team Malizia & Boris Herrmann Racing - Professional sailing team racing around the world. 27. November 2016, abgerufen am 7. Januar 2021.</ref> Im selben Winter startete die IDEC Sport erneut zu einem Rekordversuch, diesmal ohne Boris Herrmann, der sich dem Aufbau seines IMOCA-Projekts widmete.<ref>Boris Herrmann sagt Jules-Verne-Rekordversuch ab. In: Yacht. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juni 2017; abgerufen am 7. Januar 2021.</ref>
Schon früh gab Herrmann sein Ziel aus, die Vendée Globe 2016 zu bestreiten, scheiterte jedoch bei dem Versuch, Sponsoren zu finden. Stattdessen nahm er 2010/11 am Barcelona World Race auf einer gecharterten Imoca teil, das er zusammen mit seinem amerikanischen Co-Skipper Ryan Breymaier auf Platz 5 beendete.
Über sein Engagement auf Soldinis Maserati lernte Herrmann Pierre Casiraghi kennen, den Präsidenten des Yacht Clubs von Monaco, und gründete mit ihm das Segelsportteam Team Malizia. Sie fanden in Gerhard Senft<ref>„Ich habe diese Leidenschaft. Bei Tennis würde ich das nicht machen.“ In: Die News. Abgerufen am 29. Dezember 2023.</ref> einen privaten Förderer aus Deutschland, der die Imoca Edmond de Rothschild, ex Gitana 16 kaufte.<ref>Carsten Kemmling: Boris Herrmann: Boot für die Vendée Globe gekauft – Standby-Phase für Jules Verne gestartet. In: SegelReporter. Abgerufen am 6. Januar 2021.</ref> Die 2015 gebaute Yacht segelt unter dem Namen Malizia II mit Herrmann als Skipper Seeregatten. Zusammen mit Thomas Ruyant erreichte er beim Transatlantikrennen Transat Jacques Vabre den fünften Platz. Auf Herrmanns Initiative hin wurde in die Yacht ein automatisches Labor der Gemeinschaftsinitiative des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Kieler Forschungsnetzwerks „Ozean der Zukunft“ und des Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg verbaut, das regelmäßig die Temperatur, den CO2-Gehalt, den pH-Wert und den Salzgehalt im Wasser misst und jede 20 Sekunden über Funk an eine Datenbank sendet.<ref>Ozeanbeobachtungen für die Klimaforschung mit der SY Malizia. In: GEOMAR-News. Abgerufen am 1. Februar 2021.</ref><ref>Team Malizia’s mission is to further scientific ocean research, with the help of a SubCTech ocean sensor originally installed on Seaexplorer - Yacht Club de Monaco in 2018 and updated in 2020. In: Homepage Boris Herrmann. Abgerufen am 1. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Schließlich fand er ein internationales Logistikunternehmen als Sponsor, um an der Vendée Globe 2020/21 teilzunehmen.<ref name=":1">Boris Herrmann startet bei der Vendée-Arctic-Les Sables d’Olonne am 4. Juli. Norddeutscher Regatta Verein, 2. Juli 2020, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref> Der Sponsor benannte die Yacht in Seaexplorer – Yacht Club de Monaco um. Boris Herrmann nahm mit seiner Yacht 2020/2021 als erster Deutscher – abgesehen von der Deutsch-Französin Isabelle Joschke – an der prestigeträchtigen Regatta teil, die am 8. November 2020 vor Les Sables-d’Olonne im Département Vendée in Frankreich startete.<ref>Start der Vendée Globe: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“ In: faz.net. 7. November 2020.</ref><ref>Olaf Kanter, Anne Armbrecht: Boris Herrmann startet bei der Vendée Globe: Die Angst vor dem Wal segelt mit. In: Der Spiegel. 28. Oktober 2020, abgerufen am 28. Oktober 2020 (Interview, eingeschränkter Zugriff).</ref> Während der Vendée Globe war Herrmann im Südpolarmeer an der Such- und Rettungsaktion für den schiffbrüchigen französischen Teilnehmer Kevin Escoffier beteiligt, der schließlich von Jean Le Cam an Bord genommen wurde.<ref>Vendée Globe: Geglückte Rettungsaktion - Herrmann beteiligt. In: ndr.de. 1. Dezember 2020, abgerufen am 7. Dezember 2020.</ref> Die Beteiligung brachte ihm eine Zeitgutschrift von sechs Stunden ein.<ref>Boris Herrmanns Segelkrimi vor der Entscheidung. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Januar 2021, abgerufen am 27. Januar 2021.</ref> Am Tag vor seiner Ankunft in Les Sables rammte seine Yacht, noch in dritter Position im Rennen, in der Bucht von Biscaya das Fischereifahrzeug Hermanos Busto<ref>NDR: Kollision bei Vendée Globe: Kapitän weist Vorwürfe zurück. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref><ref>Fischereifahrzeug „Hermanos Busto“ zur Langleinenfischerei, Treibnetzfischerei. In: vesselfinder. Abgerufen am 7. Februar 2021.</ref> und wurde derart schwer beschädigt, dass Herrmann lediglich mit reduzierter Geschwindigkeit den Zielhafen erreichen konnte<ref>Olaf Kanter: Kollision in der Biskaya: Weltumsegler Boris Herrmann berichtet auf YouTube, was passiert ist. In: Der Spiegel. Abgerufen am 28. Januar 2021.</ref> und unter Berücksichtigung der Zeitgutschrift den fünften Platz belegte.
Am 8. Februar 2021 wurde er Sieger der 2018–21 IMOCA Globe Series Championship, vor Yannick Bestaven und Charlie Dalin.<ref>Boris Herrmann is the Globe Series 2018-2021 Champion. 8. Februar 2021, abgerufen am 10. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mit seiner 2022 neu gebauten Yacht Malizia-Seaexplorer startete Herrmann am 9. November 2022 bei der traditionsreichen Hochseeregatta Route du Rhum.<ref>Anne Armbrecht: (S+) Boris Herrmann bei der Route du Rhum: Durch die Hölle ins Paradies. In: Der Spiegel. 9. November 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 9. November 2022]).</ref> Nach technischen Problemen konnte er diese am 24. November 2022 auf dem 24. Platz der IMOCA-Klasse beenden und sich dadurch für die Vendée Globe 2024/25 qualifizieren.<ref>Segeln: Boris Herrmann beendet Route du Rhum – und qualifiziert sich für Vendee Globe. In: Der Spiegel. 24. November 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. Januar 2023]).</ref>
Am 15. Januar 2023 startete Herrmann als Skipper gemeinsam mit seinem Team als eins von fünf Booten in der IMOCA-Klasse die Regatta The Ocean Race, wobei die Teams in 7 Etappen bis 27. Juni 2023 die Welt umsegelten.<ref>Bettina Lenner und Tom Gerntke: Segeln | The Ocean Race: Boris Herrmann erfüllt sich einen Kindheitstraum. Abgerufen am 27. Januar 2023.</ref>
Die Vendee Globe 2024/2025 beendete er auf dem 12. Platz von 40 Teilnehmern.
Hermann startet für den Norddeutschen Regatta Verein.<ref name=":1" />
„Ich bin auf See der einzige Mensch auf Erden. Das ist ein Hochgefühl der Freiheit, der Weite, der tollen Farben“
Sportliche Erfolge
| Bootsklasse | Platz | Regatta | Jahr | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 505er | 1 | Deutsche Meisterschaft | 2007 | |
| 505er | 1 | EuroCup | 2005 | |
| 505er | 6 | Weltmeisterschaft | 2006 | |
| Classe Mini | 11<ref>Ergebnisse Mini Transat 2001, abgerufen am 25. Dezember 2020 (englisch).</ref> | Mini Transat | 2001 | einhand |
| Classe Mini | 10 | Mini Fastnet | 2001 | einhand |
| Class40 | 1 | Portimão Global Ocean Race | 2008/09 | mit Felix Oehme |
| Class40 | 2 | Artemis Transat | 2008 | |
| Imoca | 5 | Barcelona World Race | 2010/11 | mit Ryan Breymaier |
| Imoca | 4<ref>Standings. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Transat Jacques Vabre | 2017 | mit Thomas Ruyant |
| Imoca | 3<ref>Standings. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Rolex Fastnet Race | 2017 | mit Pierre Casiraghi |
| Imoca | 5<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cartographie Tracking IMOCA ( vom 12. November 2018 im Internet Archive) tracking.routedurhum.com. Abgerufen am 19. November 2018 (englisch).</ref> | Route du Rhum | 2018 | einhand |
| Imoca | 7<ref>Standings. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Rolex Fastnet Race | 2019 | mit Will Harris |
| Imoca | 12<ref>Standings. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Transat Jacques Vabre | 2019 | mit Will Harris |
| Imoca | 7<ref>Standings. Abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Vendée-Arctique – Les Sables d’Olonne<ref>Vendée-Arctique-Les Sables d’Olonne. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2021; abgerufen am 17. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | 2020 | einhand |
| Imoca | 5<ref>Ranking - Vendée Globe - En. Abgerufen am 28. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Vendée Globe | 2020/21 | einhand |
| Imoca | 3 | The Ocean Race Etappe 1 Alicante–Kap Verde |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 1<ref>Boris Herrmann's Team Malizia wins leg 3 of The Ocean Race. Abgerufen am 2. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | The Ocean Race Etappe 3 Kapstadt–Itajaí Als Teilstrecke davon: Roaring Forties Trophy<ref>Team Malizia add their names to a list of legends on the Roaring Forties Trophy. The Ocean Race, 27. März 2023, abgerufen am 28. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 3 | The Ocean Race Etappe 5 Newport–Aarhus |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 3 | The Ocean Race Etappe 6 Aarhus–Den Haag |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 1<ref>Team Malizia wins leg 7 of The Ocean Race. Abgerufen am 27. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | The Ocean Race Etappe 7 Den Haag–Genua |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 3<ref name="tor-scb">The Ocean Race 2022/23 Scoreboard. Abgerufen am 1. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | The Ocean Race Gesamtergebnis |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 2<ref name="tor-scb" /> | The Ocean Race In-Port Races Gesamtergebnis |
2023 | Team Malizia |
| Imoca | 7<ref>Standings. Abgerufen am 21. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Défi Azimut - Lorient Agglomération | 2023 | mit Will Harris |
| Imoca | 7<ref>Standings. Abgerufen am 20. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Transat Jacques Vabre | 2023 | mit Will Harris |
| Imoca | 4<ref>Standings. Abgerufen am 10. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Retour à la Base | 2023 | einhand |
| Imoca | 2<ref>The Transat CIC. Abgerufen am 8. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | The Transat CIC | 2024 | einhand |
| Imoca | 2<ref>BORIS HERRMANN (MALIZIA – SEAEXPLORER) 2ND IN THE NEW YORK – VENDÉE LES SABLES D’OLONNE. Abgerufen am 9. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | New York Vendée Les Sables D‘Olonne | 2024 | einhand |
| Imoca | 12<ref>GERMANY’S BORIS HERRMANN (MALIZIA - SEAEXPLORER) FINSISHES12th | Vendée Globe 2024. Abgerufen am 30. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Vendée Globe | 2024/25 | einhand |
Weltrekord
Am 26. Mai 2023 stellte Boris Hermann beim The Ocean Race 2022/23 während der 5. Etappe von Newport nach Aarhus mit seinem Boot der Malizia-Seaexplorer und seiner Crew Will Harris, Rosalin Kuiper und Yann Eliès sowie dem Onboard-Reporter Antoine Auriol einen neuen 24 Stunden Geschwindigkeitsrekord der Einrumpfbootsklassen bis 60 Fuß (IMOCA), sowie der Einrumpfboote aller Klassen auf. Er überbot mit 641,13 nm den keine 24 Stunden vorher aufgestellten Rekord von Kevin Escoffier mit dem Team Holcim-PRB über 640,91 nm. Beide Boote übertrafen in der gleichen Etappe des Ocean Race 2022/23 den alten Rekord aus dem Jahr 2015 des 100 Fuß Schiffes Comanche über 618,01 nm.<ref>Malizia raise the bar. Abgerufen am 29. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auszeichnungen
- 2009: Trans-Ocean-Preis<ref>TO-Preis2009 trans-Ocean.org. Abgerufen am 1. August 2018</ref>
- 2010: German Offshore Award – Senatspreis der Freien und Hansestadt Hamburg<ref>German Offshore Owners Association <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Boris Herrmann und Felix Oehme gewinnen German Offshore Award ( vom 1. August 2018 im Internet Archive) ger-oo.de vom 15. Februar 2010</ref>
- 2021: IMOCA Globe Series Champion 2018–2021
- 2021: Trans-Ocean-Preis<ref name="trans">Preisträger. In: www.trans-ocean.org. Trans-Ocean e. V., abgerufen am 9. Januar 2022.</ref>
- 2021: Hamburgs Sportler des Jahres<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Boris Herrmann und Edina Müller Hamburgs Sportler des Jahres ( vom 25. April 2022 im Internet Archive)., NDR vom 25. April 2022.</ref>
- 2023: Ehren-Schleusenwärter<ref>Hamburger Ehren-Schleusenwärter: Weltumsegler Boris Herrmann. In: abendblatt.de. 24. Juli 2023, abgerufen am 1. August 2023.</ref>
- 2024: Bundesverdienstkreuz am Bande – Vorgeschlagen von Peter Tschentscher<ref>Weltumsegler Boris Herrmann mit Bundesverdienstorden geehrt. In: hamburg.de. 14. März 2024, abgerufen am 15. März 2024.</ref>
Ausbildung und Engagement
Nach dem Abitur am Neuen Gymnasium Oldenburg studierte Herrmann neben seinen sportlichen Aktivitäten Ökonomie in Bremen mit dem Schwerpunkt Nachhaltiges Management und schloss mit der Note 1,8 ab.<ref name="Yacht_2008-12" />
Zusammen mit seiner Frau Birte Lorenzen-Herrmann unterrichtet er Schüler zum Thema Klimawandel und zu den Weltmeeren.<ref>Live Video-Konferenz mit Segler Boris Herrmann. In: HKW. Abgerufen am 25. Dezember 2020.</ref><ref>Hamburger Klimawoche mit Segler Boris Herrmann. In: Yacht. 23. September 2019, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. Dezember 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Peter Wenig: Hamburger startet bei härtester Regatta der Welt – allein. In: Hamburger Abendblatt. 7. November 2020, abgerufen am 14. Januar 2021.</ref> Das Ehepaar wohnt zusammen mit der gemeinsamen Tochter in Hamburg-Ottensen.<ref>Sophie Laufer: Ocean Race: Rosalin Kuiper – auf sie will Boris Herrmann nicht verzichten. 10. Juni 2023, abgerufen am 7. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg
Im August 2019 brachte Herrmann die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf der Yacht Malizia II von Plymouth nach New York City, wo sie beim Klimagipfel während der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 23. bis 29. September 2019 an Gesprächen über die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen teilnehmen wollte. Die Crew bestand außer Herrmann aus Gretas Vater Svante Thunberg, dem Filmemacher Nathan Grossman und Pierre Casiraghi, dem Gründer vom Team Malizia und Co-Skipper Herrmanns. Für die Überquerung des Nordatlantik waren 14 Tage eingeplant.<ref>Vor Segel-Reise nach Amerika: Beste Weltumseglerin hat wichtige Botschaft für Greta Thunberg. In: Float Magazin auf Focus Online, 31. Juli 2019, abgerufen am 11. August 2019.</ref><ref>Sophie Laufer: Das erwartet Greta Thunberg auf Boris Herrmanns Segelyacht. In: Hamburger Abendblatt. 9. August 2019, abgerufen am 11. August 2019.</ref> Am 14. August 2019 legte die Reisegruppe unter starker Medienbeobachtung in Plymouth zur Atlantiküberquerung ab. Die Malizia II erreichte ihr Ziel am 28. August 2019.<ref>Greta Thunberg in New York angekommen. In: Spiegel Online, 28. August 2019.</ref>
Medienberichten zufolge verursachte die Reise allerdings einen deutlich größeren Treibhausgasausstoß, als wenn Greta Thunberg mit ihrem Vater in die USA geflogen wäre. Nach Aussage des Teams war geplant, dass mehrere Mitarbeiter die Yacht zurück nach Europa segeln und hierfür mit dem Flugzeug in die Vereinigten Staaten reisen. Auch Herrmanns Rückreise sollte mit dem Flugzeug stattfinden. Die aufwändige Medienberichterstattung über ihre Abreise aus Plymouth hat nach Schätzungen einen größeren CO2-Ausstoß verursacht als ein einfacher Flug.<ref>Jost Maurin: Gretas Törn schädlicher als Flug. In: TAZ, 15. August 2019, abgerufen am selben Tag.</ref><ref>Benedikt Fuest: Jetzt ist Greta Thunbergs Segeltrip nicht mehr sauber. In: Die Welt, 15. August 2019, abgerufen am selben Tag.</ref> Im Zusammenhang mit dieser Reise gerieten auch klimakritische Aktivitäten Casiraghis als Mehrheitsaktionär der Fluggesellschaft Monacair in den Fokus der Berichterstattung.<ref>Segeltörn soll klimaschädlicher sein als Flugreise. In: Die Zeit, 15. August 2019, abgerufen am 16. August 2019.</ref> Allerdings glich das Team Malizia nach eigenen Angaben schon seit 2018 seinen gesamten CO2-Ausstoß einschließlich aller Flüge durch Kompensationszahlungen aus.<ref>joe/dpa: Ist Greta Thunbergs Segelreise nach New York doch nicht klimafreundlich? In: Spiegel Online, 15. August 2019, abgerufen am 16. August 2019.</ref><ref>Kai Müller, Julia Weiss, Oliver Bilger, Max Kuball, Matthias Jauch, Ragnar Vogt: „Wie Camping auf einer Achterbahn“. In: Der Tagesspiegel, 17. August 2019, abgerufen am 18. August 2019.</ref>
Dokumentarfilme
- NDR: Boris Herrmann – Segeln am Limit. 2024, 43 min.
Weblinks
- Literatur von und über Boris Herrmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Boris Herrmann – Segeln am Limit auf Crew United
- Boris Herrmann Racing GmbH
- Großes Logbuch von Boris Herrmann
- Boris Herrmann Youtube-Kanal
- „Man liegt immer auf der Lauer“ In: Manager Magazin. 15. November 2008.
- Deutsche Segler mit historischem Erfolg In: Spiegel Online. 16. November 2008.
- Herrmann und Oehme gewinnen Portimão Global Race In: Spiegel Online. 21. Juni 2009.
- Mit einer der schnellsten Yachten um die Welt In FAZ.net. 4. Januar 2017.
- Eckhard Klein, Jonathan Miske: Der fliegende Hamburger In: Spiegel Online. 13. November 2020.
- Mathias Freese: Wie Boris Herrmann zum Segeln kam. In: Nordwest-Zeitung. 27. Januar 2021. Kindheitsschilderung durch Vater von Boris Herrmann.
Einzelnachweise
<references responsive > <ref name="Yacht_2008-12"> Carsten Kemmling: Ein Wille, ein Weg. In: Yacht. Nr. 12, 2008, ISSN 0043-9932, S. 55 ff. (borisherrmannracing.com [PDF]). </ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Herrmann, Boris |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Segelsportler |
| GEBURTSDATUM | 28. Mai 1981 |
| GEBURTSORT | Oldenburg |