Zum Inhalt springen

Melanie Lubbe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 10:12 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Lua-Fehler in Modul:Lebensdaten, Zeile 78: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Datei:Ohme,Melanie 2011 Stuttgart.jpg
Melanie Lubbe, 2011 in Stuttgart
Verband DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Titel Internationaler Meister der Frauen (2009)
Großmeister der Frauen (2012)
Aktuelle Elo‑Zahl 2253 (Mai 2025)
Beste Elo‑Zahl 2387 (März 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Melanie Lubbe, geborene Melanie Ohme (* 23. Juni 1990 in Leipzig), ist eine deutsche Schachspielerin.

Leben

Lubbe ist die Älteste von sechs Geschwistern.<ref>Manchmal Brennt das Brett … In: OVAG-Kundenzeitschrift (Hrsg.): Unser Oberhessen. Nr. 1, 2012, S. 3–5 (ovag-gruppe.de [PDF; 3,1 MB; abgerufen am 25. März 2022]).</ref> Sie erlernte das Schachspielen im Alter von vier Jahren von ihren Eltern.<ref name="olympia-steckbrief">Deutscher Schachbund (Hrsg.): Jugendolympiamannschaft : WFM Melanie Ohme. Website zur Schacholympiade 2008. Abgerufen am 19. Februar 2011.</ref><ref name="denksport-uni"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anna Michalski: Denksport – auch neben der Uni. (Memento vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive) Website der Universität Mannheim. Abgerufen am 9. August 2016.</ref> Mit sieben Jahren begann sie im Verein zu spielen und wurde hier zunächst vom Vereinstrainer Paul Gaffron unterrichtet. Sie wurde auch von Burkhard Starke, Lothar Vogt, Miroslav Schwarz, Hendrik Hoffmann, Roland Voigt und David Lobzhanidze trainiert.<ref name="olympia-steckbrief" /> Als Mädchen fühlte sie sich in der männerdominierten Szene zunächst nicht zugehörig und musste am Anfang „ein bisschen überredet“ werden; dies änderte sich, als sie begann, gegen Jungen zu gewinnen.<ref name="taz2025">Leo Schurbohm: Großmeisterin über Geschlechterrollen: „Am Anfang musste ich überredet werden“. In: taz. die tageszeitung, 7. November 2025, abgerufen am 7. November 2025.</ref> Im Alter von zehn Jahren wurde sie in den deutschen Bundeskader aufgenommen.<ref name="taz2025" />

Lubbe studierte von 2010 bis 2013 an der Universität Mannheim Psychologie<ref name="denksport-uni" /> und schloss mit dem Bachelor ab.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mannheimer Fakultät für Sozialwissenschaften verabschiedet Absolventen (Memento vom 5. Juli 2013 im Internet Archive) Pressemitteilung vom 28. Juni 2013.</ref><ref>Mannheimer Morgen vom 31. August 2013.</ref> Im Februar 2011 erhielt sie die Silberne Ehrennadel des Deutschen Schachbundes. Ihr Masterstudium in Groningen hatte den Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie. Seit Februar 2015 arbeitet sie als Personalberaterin in Braunschweig.<ref>www.lubbe-schach.de: Über Melanie, abgerufen am 20. Dezember 2016.</ref> Während des Studiums befasste sie sich wissenschaftlich mit Geschlechterunterschieden im Schach; ihre Hypothese, Männer seien wegen aggressiverer Spielweise erfolgreicher, bestätigte sich nicht.<ref name="taz2025" /> Nach ihren Angaben zeigten Frauen in den untersuchten Partien tendenziell die aggressivere Spielanlage, insbesondere in Begegnungen zwischen Frauen.<ref name="taz2025" /> Sie gab außerdem an, lieber gegen Männer gespielt zu haben.<ref name="taz2025" />

Seit 2015 ist sie mit Nikolas Lubbe verheiratet, der den Titel eines Großmeisters trägt. Über die Wahl des gemeinsamen Nachnamens wurde bei einer Partie Blitzschach entschieden.<ref>High Stakes Geschwätzblitz um's Eheglück: Melanie Ohme auf YouTube, 11. November 2015, abgerufen am 31. März 2020.</ref>

Im November 2024 kündigte Melanie Lubbe nach einer Bundesliga-Partie ihren Rückzug vom leistungsorientierten Schachsport an.<ref name="taz2025" /> Rückblickend bezeichnete sie diese Entscheidung als die „schwierigste“ ihres Lebens und hob die neu gewonnenen freien Wochenenden hervor.<ref name="taz2025" /> Nach eigener Aussage dauerte ihre längste Turnierpartie etwa sieben Stunden; durchschnittlich veranschlagt sie vier bis fünf Stunden pro Partie.<ref name="taz2025" /> Für Wettkämpfe reiste sie nach eigenen Angaben in rund 30 Länder.<ref name="taz2025" />

Erfolge

Sie trägt seit 2009 den Titel eines Internationalen Meisters der Frauen (WIM). Ihre erste WIM-Norm erzielte sie bei der U14w-Jugendweltmeisterschaft 2004 in Iraklio, die zweite beim Frauen-Mitropa-Cup 2006 in Brünn und die dritte bei der Schacholympiade 2008 der Frauen in Dresden.<ref>WIM-Antrag bei der FIDE (englisch)</ref> Im Jugendschach war sie 2003 deutsche Meisterin U14w, 2005 Meisterin U16w und 2008 Meisterin U18w.

Im Jahr 2012 erhielt sie von der FIDE den Titel einer Großmeisterin der Frauen (WGM). Die Normen für den Titel erreichte sie in den Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 der deutschen Frauenbundesliga und bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2011 der Frauen in Porto Carras.<ref>WGM-Antrag bei der FIDE (englisch)</ref>

Im März 2021 lag sie auf dem zwölften Platz der deutschen Elo-Rangliste der Frauen.

Elo-Entwicklung<ref>Zahlen gemäß Elo-Listen der FIDE. Datenquellen: fide.com (Zeitraum seit 2001), olimpbase.org (Zeitraum 1971 bis 2001)</ref>
Lua-Fehler in Modul:WikidataChart, Zeile 28: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)

Nationalmannschaft

Datei:Deutsche Damen 2012-9-1 Istanbul.jpg
Schacholympiade 2012 in Istanbul: Michna, Lubbe, Melamed und Pähtz

Melanie Lubbe nahm mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft an den Schacholympiaden 2008 in Dresden, 2010 in Chanty-Mansijsk, 2012 in Istanbul, 2014 in Tromsø und 2016 in Baku teil.<ref>Melanie Lubbes Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)</ref> Außerdem spielte sie auf der Mannschaftsweltmeisterschaft der Frauen 2007 in Jekaterinburg<ref>Melanie Lubbes Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)</ref> sowie den Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen 2007 in Iraklio, 2009 in Novi Sad, 2011 in Porto Carras und 2015 in Reykjavík.<ref>Melanie Lubbes Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)</ref> Bei der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen 2011 erreichte sie am dritten Brett das zweitbeste Einzelergebnis. Sie debütierte mit 17 Jahren in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und absolvierte über 130 Länderspiele.<ref name="taz2025" />

Vereine

Sie spielte seit 1998 für den SC Leipzig-Gohlis. Bei diesem gehörte sie ab der Saison 2007/08 zum Kader der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga und Oberliga Ost.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/altdwz.schachbund.netAlte DWZ-Karteikarte (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive ) beim Deutschen Schachbund</ref> Sie hatte aber bereits in der Saison 2005/06 zwei Einsätze in der 1. Bundesliga.

Seit 2010 spielt Melanie Lubbe für die Schachfreunde Neuberg in der Oberliga beziehungsweise 2. Bundesliga. In der Frauenbundesliga spielte sie in der Saison 2004/05 und von 2007 bis 2011 beim SC Leipzig-Gohlis (in der letzten Saison als Gastspielerin).

Von der Saison 2011/12 bis zur Saison 2015/16 spielte sie als Gastspielerin für die Schachfreunde von 1891 Friedberg e. V., in der Saison 2016/17 ist Lubbe als Gastspielerin bei den Rodewischen Schachmiezen aktiv.

In Luxemburg spielte Melanie Lubbe in der Saison 2014/15 für The Smashing Pawns Bieles, in den Niederlanden spielte sie in der Saison 2014/15 und erneut in der Saison 2016/17 mit der Mannschaft von SISSA Groningen in der Meesterklasse.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein