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Schachbundesliga (Deutschland)

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Schachbundesliga
Aktuelle Saison 2025/26
Sportart Schach
Verband Deutscher Schachbund
Ligagründung 1980
Mannschaften 16 Teams
Land/Länder DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Titelträger SC Viernheim (2025/26)
Rekordmeister OSG Baden-Baden (16)
Website schachbundesliga.de
Qualifikation zu European Club Cup
2. Bundesliga (II)

Die Schachbundesliga ist die höchste Spielklasse im deutschen Mannschaftsschach. Im allgemeinen Spielbetrieb existiert sie in dieser Form seit 1980, zuvor war sie in vier Staffeln eingeteilt. Die 1. Bundesliga besteht derzeit aus sechzehn Mannschaften. Die zweithöchste Spielklasse ist die 2. Bundesliga. Hier spielen seit der Saison 2024/25 in zwei parallelen Staffeln je zwölf Mannschaften. Die Mannschaftsstärke beträgt acht Bretter. Seit 1991 gibt es auch eine Schachbundesliga der Frauen.

Die Liga gilt als die stärkste der Welt;<ref>sportschau.de: Spektakuläre Verpflichtung: Star-Zugang für St. Paulis Schach-Team - Ex-Weltmeister Carlsen kommt. Abgerufen am 19. Februar 2025.</ref><ref>Schach-Bundesliga: Magnus Carlsen gibt sein Debüt für den FC St. Pauli - WELT. Abgerufen am 19. Februar 2025.</ref><ref>Florian Pütz: (S+) Schach-Streamer Hikaru Nakamura opferte seine Kindheit für die Karriere: »Ich bereue nichts«. In: Der Spiegel. 24. Februar 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2025]).</ref> für viele Vereine spielen starke Großmeister. Amtierender Meister nach der Saison 2025/26 ist der SC Viernheim. Rekordspieler der Schachbundesliga ist Klaus Bischoff mit mehr als 500 Partien.<ref>https://de.chessbase.com/post/klaus-bischoff-zum-60sten</ref>

Organisationsform

Datei:Pokal 2013 Deutsche Schachbundesliga.png
Pokal 2013

Der Deutsche Schachbund (DSB) hat die Bundesliga ins Leben gerufen und war zunächst allein für Turnierordnung und -verwaltung zuständig. Später wurde ein Ausschuss geschaffen, dem jeweils drei Vertreter der Vereine und des DSB angehören. Am 3. Februar 2007 wurde die Schachbundesliga e. V. in Berlin gegründet, um die Bundesliga besser vermarkten zu können. Der DSB ist Mitglied des Vereins. Gründungspräsident war Christian Zickelbein, sein Nachfolger ist seit Juni 2009 Markus Schäfer.

Seit der Saison 2008/09 führt die Schachbundesliga den Spielbetrieb und die Vermarktung der „stärksten Schachliga der Welt“ eigenverantwortlich durch.

Die Spieltage der Schachbundesliga finden ausschließlich an Wochenenden, d. h. samstags und sonntags, statt. Ausnahmen bilden in der Saison einmalig acht Wettkämpfe, die an einem Freitag ausgetragen werden. Am Ende jeder Saison wird eine Mannschaft als Deutscher Meister gekürt und drei Mannschaften sind vom Abstieg in die zweiten Ligen betroffen.

Pro Mannschaft dürfen 16 Spieler plus bis zu zwei Jugendspieler gemeldet werden. Eine Ausländerbeschränkung besteht nicht. Jeder Spieler hat seit der Saison 2024/25 90 Minuten Bedenkzeit für die ersten 40 Züge und 30 Minuten bis Partieende. Ab dem ersten Zug erhält jeder Spieler eine Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug bis zum Ende der Partie.

Geschichtlicher Rückblick

Gemäß Beschluss des DSB-Kongresses 1973 in Trier und auf Initiative des DSB-Sportdirektors Helmut Nöttger wurde die Schachbundesliga 1974 gegründet, damals allerdings viergleisig. Am Ende der Saison spielten die vier Erstplatzierten ein Endrundenturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Im Jahr 1980 schuf der DSB die eingleisige Erste Bundesliga; die jeweils vier Erstplatzierten aus jeder Gruppe waren für diese Bundesliga qualifiziert. Die Spiele werden an insgesamt sieben Wochenenden durchgeführt. Dabei treffen sich an einem Wochenende jeweils vier Mannschaften, die aus acht Spielern bestehen, und bestreiten zwei Wettkämpfe (Samstagnachmittag und Sonntagvormittag).

In der ersten Saison der eingleisigen Liga starteten folgende Mannschaften:

  • Qualifikation aus Gruppe Nord:
SG Favorite Hammonia, Hamburger SK, Delmenhorster SK, SV Wilmersdorf
  • Qualifikation aus Gruppe West:
Solinger SG 1868, SG Bochum 31, SG Porz, Sportfreunde Katernberg
  • Qualifikation aus Gruppe Südwest:
Königsspringer Frankfurt, TSV Schott Mainz, SK Zähringen 1921, SV 1920 Hofheim
  • Qualifikation aus Gruppe Süd:
SF Marktheidenfeld, SC 1868 Bamberg, FC Bayern München, TB Erlangen

Meister

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Kosten

Um das Jahr 1990 betrugen die jährlichen Kosten der Bundesliga rund eine Million DM, die ausschließlich von den beteiligten Vereinen aufgebracht werden mussten.<ref>Turnierdirektor Helmut Nöttger auf einer DSB-Präsidiumssitzung laut Schach-Report/DSB/DSZ, 3/1991, S. 28.</ref> 2011 bezifferte Christian Zickelbein den Gesamtetat der 16 Bundesligavereine auf eine Million Euro pro Saison, wobei jeweils etwa 200.000 Euro auf die beiden Spitzenvereine OSG Baden-Baden und Werder Bremen entfielen.<ref>Dem Hamburger Schachklub droht das Matt, Hamburger Abendblatt, 25. November 2011.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Datei:Helmut Nöttger 1974 Menden.jpg
Helmut Nöttger (1974)
Commons: Deutsche Schachbundesliga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Nationale Mannschaftsmeisterschaften im Schach