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Eugeniusz Czykwin

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Datei:Eugeniusz Czykwin Sejm 2015.JPG
Eugeniusz Czykwin(2015)

Eugeniusz Czykwin (* 12. September 1949 in Orla) ist ein polnischer Politiker und Journalist, er engagiert sich in der orthodoxen und belarussischen Gemeinschaft und war von 1985 bis 1993, von 2001 bis 2015 und von 2019 bis 2023 Abgeordneter im Sejm in der IX. und X. Wahlperiode (Volksrepublik) sowie der I., IV., V., VI., VII. und IX. Wahlperiode (Dritte Republik).

Leben und Beruf

Czykwin machte 1973 einen Abschluss an der Fakultät für Eisenbahntransport der Technischen Universität Warschau. In den 1980er Jahren arbeitete er in der Bezirksdirektion Białystok der Staatsbahn Polskie Koleje Państwowe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf www.bip.czykwin.kadan.pl, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref>

1980 wurde er Vorsitzender des Theologenkreises Orthodoxer Schulen für Theologen, Laien und Jugendliche (der später als „Bruderschaft der Orthodoxen Jugend“ bekannt wurde), der ersten Massenbewegung orthodoxer Laien im Ostblock. Seit 1985 war er Chefredakteur des Przegląd Prawosławny (Orthodoxe Zeitung), der ersten Zeitung dieses Typs im Nachkriegspolen. Er ist seit 2023 Präsident der Interparlamentarischen Versammlung der Orthodoxie.<ref>greekreporter.com: Sanctions Limit Russia’s Participation in Orthodox Christian Assembly</ref> Er ist mit der Soziologin Elżbieta Czykwin verheiratet. Zudem war er Vizepräsident des Weltverbandes der orthodoxen Jugend „Syndemos“ und ist Vorsitzender des Sozialausschusses zur Unterstützung der Kriegsopfer im früheren Jugoslawien.<ref name="sejm">Eintrag auf bs.sejm.gov.pl, abgerufen am 18. Januar 2025.</ref>

Politik

In den 1980er Jahren wurde er Mitglied des Landesrats der Patriotyczny Ruch Odrodzenia Narodowego (PRON), Präsidiumsmitglied des Woiwodschaftsrates der PRON in Białystok und ein Mitglied des Woiwodschaftsvorstandes der Gesellschaft für Polnisch-Sowjetische Freundschaft in Białystok. In den Jahren 1985 bis 1991 war Czykwin als erster Vertreter der polnischen orthodoxen Gemeinschaft Abgeordneter in der IX. und X. Wahlperiode des Sejms der PRL für die Unia Chrześcijańsko-Społeczna. Dabei wurde er bei der unfreien Wahl 1985 auf der Einheitsliste, die von der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR) kontrolliert wurde,<ref>Ergebnis in Monitor Polski 1985, Nr. 28, S. 305.</ref> und bei den halbfreien Wahlen zum Vertragssejm 1989 auf einem der für die PZPR und ihre Blockparteien reservierten Plätze in den Sejm gewählt.<ref>Ergebnis in Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 339.</ref>

Bei der ersten vollständig freien Sejmwahl 1991 wurde er für die Liste des Komitet Wyborczy Prawosławnych in das Parlament gewählt.<ref>Ergebnis in Monitor Polski, 1991, Nr. 41, S. 476.</ref> 1991 war er Mitinitiator des Gesetzes über die Beziehungen des Staates mit der Polnisch-Orthodoxen Kirche. 1993 kandidiere er für das Wahlkomitee Prawosławnych zum Senat der Republik Polen, belegte jedoch hinter den gewählten Senatoren Barbara Łękawa und Jan Mulak nur den dritten Platz.<ref>Ergebnis in Monitor Polski, 1993, Nr. 50, S. 761.</ref> Zur Parlamentswahl 1997 organisierte er das Wahlkomitee Stowarzyszenie Słowiańskiej Mniejszości Narodowe der Nationalen Minderheit in der damaligen Woiwodschaft Białystok, das jedoch trotz 5,2 % der Stimmen im gleichnamigen Wahlkreis keinen Kandidaten in den Sejm bringen konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnis (Memento vom 23. Dezember 2001 im Internet Archive) auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde er für die Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD), der er 1999 dann auch beitrat, Mitglied des Sejmiks der neugebildeten Woiwodschaft Podlachien. Bei den Parlamentswahlen 2001,<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> 2005,<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> 2007 (auf der Liste des Wahlbündnisses Lewica i Demokraci)<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> und 2011<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> wurde er für die SLD in den Sejm gewählt. In der IV. Wahlperiode arbeitete er unter anderem an dem Gesetz über Nationale und Ethnische Minderheiten sowie Regionalsprachen mit.

Nach Angaben des Instytut Pamięci Narodowej (IPN) sei Czykwin 1983 von der Służba Bezpieczeństwa als Inoffizieller Mitarbeiter rekrutiert worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Seit 1997 erklärte Czykwin in seinen Lustrationserklärungen immer wieder, dass er nie IM war. Das Bezirksgericht in Białystok stellte zu seinen Gunsten 2013 auch im zweiten Rechtsgang fest, dass Czykwin keine unzutreffende Lustrationserklärung abgegeben hatte.<ref>Bogusław Florian Skok: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf www.rp.pl, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> Bei der Europawahl 2014 kandidierte er für das Wahlbündnis aus SLD und Unia Pracy, das im Wahlkreis Podlachien / Ermland-Masuren aber kein Mandat bekam.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> 2015 bewarb er sich als unabhängiger Kandidat um ein Mandat im Senat, unterlag aber Tadeusz Romańczuk (PiS). Bei der Parlamentswahl 2019 bewarb er sich als parteiloser Kandidat auf der Liste des Wahlbündnisses Koalicja Obywatelska (KO) erfolgreich um die Rückkehr in den Sejm.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref> Bei der Parlamentswahl 2023 trat er erneut für die KO an, wurde aber nicht wiedergewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 4. Januar 2025.</ref>

Ehrungen

Weblinks

Commons: Eugeniusz Czykwin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Fußnoten

<references />

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