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Reitscheid

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Reitscheid
Gemeinde Freisen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(504)&title=Reitscheid 49° 32′ N, 7° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(504) 49° 31′ 44″ N, 7° 13′ 10″ O
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Höhe: 466 (460–595) m
Fläche: 3,49 km²
Einwohner: 504 (8. Dez. 2011)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Gemeinde Freisen in Zahlen auf www.freisen.de (Memento vom 20. September 2011 im Internet Archive). Abgerufen am 31. März 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66629
Vorwahl: 06857
Datei:Reitscheid, St. Martin (1).jpg
Katholische Filialkirche St. Martin

Reitscheid ist ein Ortsteil (Gemeindebezirk) der saarländischen Gemeinde Freisen im Landkreis St. Wendel. Bis Ende 1973 war Reitscheid eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Reitscheid liegt in 460 Metern Höhe am Fuße des Füsselberges (595 Meter), dem höchsten Berg, der vollkommen auf saarländischem Gebiet liegt.<ref>Füsselberg (595 m). Abgerufen am 27. April 2021.</ref>

Geschichte

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Reitscheid am 1. Januar 1974 der Gemeinde Freisen zugeordnet.<ref>Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 45, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 487 kB)</ref><ref></ref>

Südöstlich von Reitscheid befand sich bis zu deren endgültiger Auflösung im Jahr 1992 die Reitscheid Missile Station, die vom 5/6, 5th Missile Bataillon, 6th Artillery, betrieben wurde. Zeitweise waren an diesem Standort bis zu 250 US-Soldaten beschäftigt.<ref>Saarbrücker Zeitung: Hier wird Ortsgeschichte lebendig dargeboten. 26. Juli 2014, abgerufen am 27. April 2021.</ref> Hier waren von 1961 bis 1983 Raketen des Typs Nike und die verbesserten Nike-Hercules mit nuklearen Gefechtsköpfen von einer Sprengkraft von zwei bis maximal 40 kT<ref>R-Texte | Atomwaffen A-Z. Abgerufen am 27. April 2021.</ref> sowie Hawk-Flugawehrraketen stationiert. Nach der Verlegung dieser Raketen inkl. Gefechtsköpfe an den Standort Hontheim im Jahr 1983 wurde die Radarstation bis 1992 nur noch mit Flugabwehrraketen des Typs Hawk weiterbetrieben. Die Baracken, Gebäude und Bunker wurden nach der Dekommissionierung größtenteils abgerissen und die Flächen renaturiert.<ref>Saarbrücker Zeitung: Letztes Gebäude der früheren Raketenbasis in Reitscheid abgerissen. 19. März 2014, abgerufen am 27. April 2021.</ref><ref>Saarbrücker Zeitung: Relikt des Kriegs weicht der Natur. 27. März 2015, abgerufen am 1. November 2025.</ref> Auf Teilen des Geländes befindet sich nun das Gewerbegebiet "Auf der Schwann".<ref>R-Texte | Atomwaffen A-Z. Abgerufen am 27. April 2021.</ref> Historisches Überbleibsel war bis zu dessen Schließung das Gasthaus "Zur Rakete".<ref>Saarbrücker Zeitung: Hier wird Ortsgeschichte lebendig dargeboten. 26. Juli 2014, abgerufen am 27. April 2021.</ref>

Am 6. September 1985 wurde auf die Raketenstation ein Anschlag verübt. Dabei wurden mit Hilfe von Sprengsätzen drei mobile Radaranlagen zerstört. Die US-Armee bezifferte den Schaden auf "weit über 10 Millionen D-Mark".<ref>PressReader.com - Zeitungen aus der ganzen Welt. Abgerufen am 1. November 2025.</ref> Die Täter hinterließen die Nachricht "Klassenkrieg gegen den imperialistischen Krieg – Freilassung von Günter Sonnenberg". Als für den Anschlag verantwortlich wurden die Rote-Armee-Fraktion oder ihnen nahestehende Sympathisanten der französischen Terrororganisation Action Directe vermutet.<ref>PressReader.com - Zeitungen aus der ganzen Welt. Abgerufen am 1. November 2025.</ref> Die Täter wurden nie gefasst.<ref>Saarbrücker Zeitung: Heute vor 30 Jahren: Terroranschlag in Freisen – Bombenleger bis heute nicht gefasst. 21. August 2015, abgerufen am 27. April 2021.</ref>

Politik

Ortsvorsteher

  • Jörg Janes (SPD)

Ortsrat

  • 9 Sitze (5 SPD, 4 CDU)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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