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Günter Sonnenberg (RAF-Mitglied)

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Günter Sonnenberg (* 21. Juli 1954 in Karlsruhe) ist ein ehemaliges Mitglied der terroristischen Vereinigung Rote Armee Fraktion (RAF).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moz.de</ref><ref name="focus-607337">Buback-Anschlag: Frühere RAF-Terroristen verweigern Aussage. In: Focus Online. 10. März 2011, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref><ref name="welt-12765242">Miriam Hollstein: Verena-Becker-Prozess: Ex-RAF-Terroristen wollen schweigen bis zuletzt. In: welt.de. 10. März 2011, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref> Er wurde 1978 zu zweimal lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und 1992 auf Bewährung entlassen.

Leben

Anfang der 1970er Jahre zog Sonnenberg mit Adelheid Schulz, Christian Klar und Knut Folkerts – die alle später als RAF-Terroristen verurteilt wurden – in eine Wohngemeinschaft in Karlsruhe.<ref>Hamburger Abendblatt vom 12. Februar 2007: Klar weiter in Haft</ref> Am 5. Januar 1977 wurden er und Christian Klar beim Überschreiten der Grenze zur Schweiz bei Riehen kontrolliert. Darauf kam es zu einer Schießerei, bei der ein Grenzwächter schwer verletzt wurde. Den beiden Männern gelang darauf die Flucht.<ref>Isabel Koellreuter: RAF in Riehen. In: Gemeinde Lexikon Riehen.</ref> Sonnenberg wurde der Beteiligung an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback und seiner zwei Begleiter am 7. April 1977 verdächtigt.

Sonnenberg wurde am Morgen des 3. Mai 1977 zusammen mit Verena Becker in Singen, August-Ruf-Straße 4, im „Café Hanser“ 47° 45′ 35,1″ N, 8° 50′ 25,4″ O

 {{#coordinates:47,759747|8,840375|
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   |name=Singen Hohentwiel, August-Ruf-Straße 4, Personenkontrolle von Günter Sonnenberg und Verena Becker im "Café Hanser"
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  }} einer Personenkontrolle unterzogen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Festnahme in Singen (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de, SWR vom 10. Januar 2011</ref><ref name="schwaebische2010" /> Sie waren am Vorabend mit dem Zug von Bonn nach Singen gereist und wollten sich über die grüne Grenze in die Schweiz absetzen. Die beiden gaben gegenüber den Polizisten vor, ihre Ausweise in einem Auto gelassen zu haben, und lockten sie aus dem Stadtkern heraus. Um sich der Festnahme zu entziehen, schossen Sonnenberg und Becker dann auf die beiden Polizisten. Beide Polizisten wurden schwer verletzt, der 20-jährige Beamte Wolfgang Seliger lebensgefährlich, nachdem Sonnenberg mehrfach aus kurzer Entfernung auf den bereits getroffen am Boden Liegenden geschossen hatte, bis das Magazin seiner Pistole leer war. Seliger wurde von sieben Kugeln getroffen. Er und sein 21-jähriger Kollege, auf den Becker ebenfalls erneut schoss, nachdem er bereits am Boden war, hatten keinen Schuss abgegeben.<ref name="schwaebische2010">Andreas Müller: „Es war nichts Persönliches“. In: schwaebische.de. 2. Mai 2010, abgerufen am 26. Dezember 2025.</ref><ref>Frank Bachner: Prozess gegen Verena Becker: RAF: Die offene Wunde. In: tagesspiegel.de. 23. September 2010, abgerufen am 26. Dezember 2025.</ref> Sonnenberg und Becker konnten durch Kapern eines vorbeifahrenden Autos zunächst fliehen. Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Singen lenkten sie ihr Fahrzeug dann auf einen Feldweg und versuchten, zu Fuß zu entkommen. Die Terroristen konnten jedoch nach einem Schusswechsel festgenommen werden, bei dem Sonnenberg in den Hinterkopf und Becker in den Oberschenkel getroffen wurden. Bei der Festnahme wurde die Waffe sichergestellt, die bei dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback benutzt worden war.<ref name="tag">Das grösste Rätsel der deutschen Kriminalgeschichte. tagesanzeiger.ch, 28. August 2008, abgerufen am 4. Dezember 2011.</ref> Einer der Polizisten hatte diese Waffe aufgegriffen und aus ihr den Schuss abgegeben, der Sonnenberg in den Kopf traf.<ref name="2i2015-4"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte der RAF (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdf.de, Teil 4/6, ZDFinfo vom 2. August 2015, (Alternativ auf Youtube)</ref> Sonnenberg lag daraufhin vier Wochen im Koma.<ref name="moz10032011">Früherer RAF-Terrorist Sonnenberg verweigert die Aussage. Märkische Oderzeitung, 10. März 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2014; abgerufen am 4. Dezember 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moz.de</ref>

Sonnenberg wurde am 26. April 1978 in Stuttgart zu zweimal lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und am 15. Mai 1992 auf Bewährung entlassen. Das Verfahren gegen Sonnenberg im Fall Buback wurde aus gesundheitlichen Gründen eingestellt.<ref name="8-15012010">Buback-Sohn: «Hoffnung auf Klärung wird von Tag zu Tag geringer». Kanal8, 15. Januar 2010, abgerufen am 4. Dezember 2011.</ref><ref name="welt-2243490">Miriam Hollstein: RAF-Mord: Buback-Sohn fordert Ausweitung der DNA-Analyse. In: welt.de. 23. Juli 2008, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref> Er war einer der Häftlinge, die im Herbst 1977 durch die Schleyer-Entführung freigepresst werden sollten.

Am 14. Dezember 2007 wurde bekannt, dass die Bundesanwaltschaft für Günter Sonnenberg Beugehaft beantragt hatte. Damit sollte Sonnenberg dazu gebracht werden, den Namen des Schützen bei dem Buback-Mord zu nennen.<ref>FAZ – Beugehaft für frühere RAF-Terroristen beantragt</ref> Dieser Antrag wurde vom Bundesgerichtshof am 3. Januar 2008 jedoch unter Hinweis auf das eingestellte Verfahren abgelehnt, weil sich Sonnenberg sonst möglicherweise selbst hätte belasten müssen.<ref name="123recht">Klar, Folkerts und Mohnhaupt droht Beugehaft. 123recht.net, 3. Januar 2008, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Dezember 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.123recht.net (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Sonnenberg wohnt nach eigenen Angaben in Frankfurt am Main.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die RAF-Gespenster (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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